Ich lebe jetzt seit Samstag wieder in meinem Wohnmobil und habe innerhalb von 2 Tagen meinen Hausstand wieder hier eingeräumt. Ein echter Kraftakt. Und jetzt fühle ich mich wieder wie ich selbst an.

ABER…
Dabei mussten sich meine Kinder ziemlich viel selbst beschäftigen und meine Hunde sich ziemlich viel langweilen.
Tränen und Freude wechseln sich in mir ab.

Wir fahren auf den Stellplatz und gehen am Fluss entlang spazieren. Meine Kinder hüpfen vor mir her und singen Lieder zusammen.
Ich schaue sie an und mein Herz geht über. Tränen kullern meine Wangen hinunter, weil ich sie so sehr liebe… und es nicht geschafft habe, ihnen ein dauerhaftes Heim zu bieten.

„Es tut mir so leid!“ rufe ich ihnen innerlich zu und noch mehr Tränen kullern mein Gesicht hinunter „ich hab es wirklich versucht!“
Dann drehen sich die beiden um und kommen angelaufen, um mir zu zeigen, was sie gerade einstudiert haben. Ich wische die Tränen weg, denn ihr Lachen steckt mich an.

Meine Tochter singt ein Frühlingslied und mein Sohn pfeift dazu! Sie sind so brilliant! <3 <3

Meine Hunde traben am Wasser entlang. Fido hat alle möglichen Düfte in der Nase und obwohl er kastriert ist beben seine Nasenflügel… 😀
„Es tut mir so leid!“ rufe ich auch ihnen innerlich zu. Sie haben die Tage viel Zeit im WoMo verbracht, während ich räumte und räumte und räumte „Ihr werdet sehen, in ein paar Tagen, ist es wieder anders und wir machen wieder lange Ausflüge!“ Ich hoffe, sie verstehen mich irgendwie. Sie kommen angelaufen, als ich sie rufe und wedeln freudig mit ihren Ruten, während sie ein paar Extrastreicheleinheiten von mir bekommen. <3 <3

Ich weiß ja, ich muss keine perfekte Mutter mit einer perfekten Wohnung sein und auch keine perfekte Hundemama. Ich tue einfach mein Bestes. Und etwas in mir schmerzt dennoch in diesen Momenten.

Da sind wohl Müssen-Muster, die tiefer liegen. Oder ist es einfach Erschöpfung?
Was auch immer es ist, hier hilft kein einfaches „Einen Scheiß muss ich!“…

Hier hilft mir, dass ich Menschen habe, die an mich glauben. Freunde, die mir helfen und die mich lieben. <3
Hier hilft mir Dankbarkeit den Menschen und Demut dem Leben gegenüber. <3
Hier hilft mir zu wissen, dass ich jederzeit wählen kann und manchmal helfen eben auch Tränen. <3

Und während ich dies schreibe läuft „What a feeling“ im Hintergrund:
„I hear the music, close my eyes, I am rhythm!“
Ja Leben, ich höre Dich, schließe meine Augen… ich bin frei.

DANKE! <3
Alles Liebe Christina

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