TÄGLICHER NEWSLETTER VON CHRISTINA EMMER


Der eine wirklich Grund. Und warum alles andere Illusion ist.

Hey!

Was ist der eine Grund, warum Du Dinge tun solltest oder nicht?

Ich verspreche ich komme gleich dazu.
Doch vorher will ich Dir eine kleine Geschichte erzählen.

„Wer hat Lust? Wer meldet sich freiwillig?“

Angespannt sitzen ich und die anderen 38 Teilnehmer da. Keiner hebt die Hand. Keiner meldet sich. Wird es mich treffen, wenn der Trainer sich selbst jemanden für diese Übung raussucht?

Die Frage zu dieser Übung ist:

Hat jemand von Euch gerade eine wichtige Entscheidung zu treffen?

Naja, wer hat das wohl nicht? Irgendeine Entscheidung gibt es doch wohl immer zu treffen und bei Menschen, die sich zu so einem Seminar angemeldet haben, erst Recht!

Vorne stehen zwei Barhocker. Auf einem sitzt der Trainer. Der zweite – aus meiner Sicht – links neben ihm, ist leer.

Der heiße Stuhl

Eigentlich möchte ich gerne dort sitzen. Denn eigentlich habe ich tatsächlich eine wichtige Entscheidung zu treffen.

Aber was, wenn ich mich dann blamiere? schießt es mir einen Moment lang durch den Kopf. Und dann: Ach was, die Atmosphäre hier ist so gut, warum sollte ich mich blamieren?!

Ich nehme meinen Mut zusamnmen und melde mich.

Der Trainer bittet mich nach vorne. Es geht los.

Ein endloses Ringen um Argumente

Die Übung ist einfach. Ich gebe zwei Wörter vor, die für meine Entscheidung stehen. Der Trainer stellt mir dann Fragen dazu.

In meinem Fall ging es damals darum, mich zu entscheiden, ob ich meine Begabungsakademie weiterführen will oder an einem Musical arbeiten will.

Der Trainer beginnt also: „Begabungsakademie oder Musical?“
Ich antworte mit „Begabungsakademie„.
Trainer: „Warum?“
Ich: „Weil ich mir das jetzt schon eine ganze Weile aufbaue.“
Der Trainer nickt mir zu. „Ok.“

Der Trainer wiederholt: „Begabungsakademie oder Musical?“
Ich: „Begabungsakademie.“
Trainer: „Warum?“
Ich: „Weil …..“
Der Trainer nickt. „Ok.“

Nächste Runde:
Trainer: „Begabungsakademie oder Musical?“
Ich: „Musical!
Trainer: „Warum?“
Ich: „Weil …..“
Der Trainer nickt. „Ok.“

Nächste Runde:
Trainer: „Begabungsakademie oder Musical?“


Und so geht das noch einige Runden weiter. Ich nenne einmal die Begabungsakademie und finde Argumente dafür, dann nenne ich wieder das Musical und finde Argumente dafür. Ich nenne wohl alles in etwa gleich oft. Niemand zählt mit.

Doch langsam aber sicher, gehen mir für beide Richtungen die Argumente aus.

Ich muss länger überlegen, bevor ich die Warum-Frage beantworten kann.

Der Trainer fragt unerbitlich weiter.

Die Gruppe vor mir hat ganz unterschiedliche Gesichtsausdrücke.

Manche sehen genauso ratlos aus wie ich inzwischen, manche schmunzeln, manche schauen einfach nur konzentriert zu, was hier passiert.

Ja und was passiert hier eigentlich?

Widerstand kommt in mir hoch. Ich fühle mich vorgeführt. Ich überdecke es mit einem Lachen.

Der Trainer fragt weiter. Wartet geduldig meine nun schon etwas ungeduldigen Antworten ab. Nur um dann wieder zu fragen.

Ich verstehe nicht, wohin dieser Unsinn eigentlich führen soll?

Ich will schon keine Antworten mehr geben, weil ich weiß, dass jede Antwort nur erneut die gleiche Frage nach sich zieht!

Auch manche Seminarteilnehmer müssen inzwischen lachen. Ich sehe ihn ihren Gesichtern, dass sie lachen, weil sie mit mir fühlen.

Was soll das werden?!?

Endlich erlöst mich der Trainer aus meiner Verzweiflung.

Er lächelt mich an und sagt:

„Es gibt keine Argumente!“

Schlagartig wird mir klar, was er damit meint.

Es sind in Wirklichkeit nie Argumente, die uns zu einer Entscheidung führen.

Argumente halten uns eher von einer Entscheidungen ab.

Dann sagt er weiter:

„Jede Entscheidung ist bereits getroffen, in dem Moment, in dem sich die Frage stellt.

Nur dass wir die Entscheidung, also diese Antwort in uns, meist so schnell mit Argumenten überdecken, dass wir gar mehr erkennen, dass sie bereits da ist.“

Ich verstehe.

Ich hatte meine Entscheidung längst getroffen. Was wir hier als Übung gemacht haben, war nur ein Spiegel des Kasperltheaters, das ständig in meinem Kopf stattfand, weil ich nicht sofort entschieden hatte.

Was ist also der eine Grund, warum Du etwas tun solltest oder nicht?

Der eine und alleinige Grund dafür ist diese Antwort.

Diese Antwort, die schon in Dir da ist, im gleichen Moment, in dem Du die Frage stellst.

Manche nennen es Intuition, sie wissen es einfach. Mache sagen: ich fühlte es sofort! und nennen es ihr Bauchgefühl. Ich höre meist ein Wort im meinem Kopf. Wieder andere haben sofort ein Bild und sehen sich in der ein oder anderen Situation.

Es kommt auf den eigenen bevorzugten Wahrnehnungskanal an, wo wir diese Antwort am schnellsten und einfachsten fühlen, hören, sehen oder wissen.

Aber egal über welchen Kanal Du Deine Antwort wahrnimmst, sie ist immer schon da.

Warum ist es dann trotzdem so schwer?

Weil wir dieser Antwort nicht (mehr) vertrauen.

Wir überhören (überhören – dieses Wort wähle ich natürlich als auditive Person 😉 ) sie und lassen es zu, dass unser Verstand die Führung übernimmt.

Und der bombardiert und dann mit Argumenten, die es nicht gibt. Eine Illusion, die uns die vermeintliche Wirklichkeit vorgaukelt, gebildet aus Erfahrungen, die wir gemacht haben, die aber Vergangenheit sind und somit nur Erinnerungen, die wir interpretieren.

Soll ich es nun tun?

Ja. Nein. Vielleicht. Weil es doch gerade einen so tollen Rabatt gibt!

Alles irrelevant.

Du weißt bereits was Du jetzt brauchst.

Und das gilt natürlich auch für meine Angebote!

Also bitte buche bei mir nicht wegen irgendwelchen Argumenten!

Wenn Du buchst, dann weil ich oder mein Kurs Dir helfen kann.
Und weil Du das

  • fühlst
  • siehst
  • hörst oder
  • weißt.

Es gibt nur einen Grund.

Alles Liebe
Christina


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