2 Jahre Rückzug.

Ich weiß, nicht für jeden hat es sich so angefühlt, weil ich ja immer irgendwie präsent war und auch ganz schön viel passiert ist in all der Zeit.

Doch für mich waren die letzten 2 Jahre hauptsächlich Zeit, die ich gebraucht habe, um wieder zu mir zu finden.

Zuerst die Trennung von meinem Mann, dann – ein Jahr später – die Hausauflösung und der Umzug ins Wohnmobil und die Umstellung, meine Kinder nur noch 50% der Zeit bei mir zu haben… mein ganzes Leben hat sich komplett verändert und obwohl ich mir das ja nicht gerne eingestehe, aber ja, das brauchte so einiges an Kraft.

Nur keine Baustellen mehr bitte!

Also hab ich es mir an anderer Stelle leicht gemacht.

Ich hab in meinem Business so einiges liegenlassen, manches ganz verworfen und ich hab für meine Angebote Preise verlangt, die für mich sehr, sehr angenehm und bequem waren. So musste ich mit niemandem über meinen Preis diskutieren (vielleicht höchstens mit Kollegen, die mir sagten, ich sei viel zu billig 😉 ) und die Gespräche mit Kunden verliefen ganz easy.

Das war alles auch gut so für mich. Warum sollte ich mir noch mehr energetische Fronten schaffen, als ich eh schon zu bewältigen hatte. Und auch wenn nicht jeder diese Entscheidungen für gut hielt, so dürfen wir doch nicht vergessen, dass die meisten Menschen nie das ganze Bild unseres Lebens kennen, sondern immer nur einen Ausschnitt sehen und wahrnehmen.

2 Jahre hab ich also gewissermaßen im Comfort-Modus verbracht.

Ein bisschen Drama bitte!

Doch vor einigen Wochen kam dann der Punkt, wo es genug war.

Allerdings merkte ich das nicht „einfach so“, sondern schlitterte in ziemlich depressiv anmutende Gefühle hinein.

Irgendwie war alles scheiße!

Tag für Tag fühlte ich mich irgendwie schlechter. Eigentlich machte ich doch eh alles verkehrt. Kaputte Ehe. Kaputte Beziehung. Bestimmt ganz üble Mama und noch viel üblere Unternehmerin. Das hatte doch alles gar keinen Sinn! DRAAAAMAAAA! 😀

Naja, jetzt kann ich zum Glück drüber lachen, aber Du weißt bestimmt, wenn man da mittendrin steckt.. ohweia!

Der Nothalt-Knopf

Doch irgendwo in meinem Kopf gibt es da so einen Nothalt-Knopf. Der hat sich bisher in meinem Leben bisher nur zweimal aktiviert.

Einmal mit ca. 29. Damals rutschte ich aus privaten Gründen in einen richtig üble Depression. Das volle Programm. Nicht mehr aufstehen wollen, keinen Antrieb mehr zu nichts, ja und irgendwann der Gedanke: „Ja wenn es nicht mehr anders geht, dann geh ich halt.“

Und in diesem Moment aktivierte sich mein Nothalt-Knopf und es kam eine Stimme in mir zum Vorschein. Eine strenge, sehr dominante Stimme, die ich bisher noch nicht kannte. So eine Stimme, der Du nicht wiedersprichst. Und sie sagte absolut liebevoll bestimmt: „Christina, das bist nicht Du. Geh und hol Dir Hilfe!“

Tat ich dann auch. Erfolgreich wie man sieht. Bin ja noch da. 😀

Das zweite Mal, dass ich diese Stimme hörte, war dann vor ein paar Tagen.

Oben beschriebenes Drama war in vollem Gange. Ich saß in meinem Wohnmobil, nachdem ich noch brav funktionierend meine Kinder in die Schule verabschiedet hatte, und heulte Rotz und Wasser. Alles scheiße!

Und da war sie wieder: „Christina, Du stehst jetzt auf und machst Dir Tee!“

Haha, klingt witzig oder? Tee??? Aber ich schwöre, das sagte sie. Und ich gehorchte. Und eine Stunde später hatte ich ein Gespräch mit der zauberhaften Anja Dilshener und holte mir Hilfe.

Zauber

Die zauberhafte Anja, das muss ich an dieser Stelle erwähnen, nenne ich natürlich deswegen so, weil sie zaubern kann. Das heißt, wenn Du mit Anja sprichst, dann weißt Du hinterher zwar nicht genau, was passiert ist… aber Dein Problem hat sich gelöst. Wenn das nicht Zauberei ist, dann weiß ich es auch nicht.

Die zauberhafte Anja fragt mich also irgendwann in unserem Gespräch: „Christina, in welcher Energie bist Du gerade?“

Und bevor ich überhaupt nachdenken konnte über diese Frage, schrie es mich schon innerlich an. Es schrie ziemlich laut und ich erschrak fast vor dieser Stimme (im übrigen eine andere, wie die oben), die ich vorher – ich schwöre es – überhaupt nicht wahrgenommen hatte.

Sie schrie: „Alles zu klein! Alles zu klein!“

Ich sage zur zauberhaften Anja: „Ich weiß nicht, aber eine Stimme schreit mich an und sagt: Alles zu klein!“

Da lachten wir beide und es war alles klar. Ich wusste, was zu tun war.

Zauberei!

Ein Neubeginn bitte!

Also beendete ich gestern diese 2 Jahre Rückzug. Ich beende das wunderbare, hilfreiche „klein sein“ und danke ihm für die letzten beiden Jahre, weil es viel für mich getan hat.

Und ohne dass ich weiter noch viel darüber nachdenken musste, passierte es, dass ich ganz neu anfangen durfte. Diesmal sogar ohne Kampf und das ständige „mir etwas beweisen müssen“. Auch damit räumte die zauberhafte Anjanämlich in meinem Kopf auf und ich muss mich jetzt schon richtig anstrengen, mich überhaupt daran zu erinnern, dass das „Beweisen“ so lange normal für mich war.

Vielleicht vergess ich es auch einfach, wenn ich das hier nun niedergeschrieben hab. 🙂

Einmal groß bitte!

Es darf jetzt anders gehen.

Es darf jetzt Raum sein für Leidenschaft und Spaß und Begeisterung. Und vielleicht auch für ein wenig Disziplin. Ja ehrlich. Die zauberhafte Anja hat nämlich gesagt, dass Disziplin was Gutes ist und obwohl das Wort bei mir total negativ behaftet ist… äh… war… oder so… fühlt es sich gar nicht mehr so feindlich an wie früher. Ich vermute, sie hat da schon wieder was gezaubert. *lach*

Ja und es darf jetzt Raum sein für groß.

Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich da jetzt irgendwas Besonderes tun muss, denn wahrscheinlich stellt sich „groß“ schon ein, wenn ich aufhöre „klein“ zu machen. Da frage ich mich doch glatt, wieso ich nicht schon viel früher… nein, nein, alles gut, alles zu seiner Zeit.

Die entscheidende Veränderung

Was sich sofort im Außen verändert hat, war mein Preis für meine Coachingzeit.

Die entscheidende Veränderung allerdings fand IN mir statt.

Da gibt es dieses Zitat aus dem Film Aladdin von Walt Disney, in der der Dschinni seine Lebenssituation in der Flasche beschreibt: „Phänomenale kosmische Kräfte!“ – „Winzig kleiner Lebensraum!“

Und heute sitze ich hier in meinem Wohnmobil und es fühlt sich an wie:

„Winzig kleiner Lebensraum!“ – „Phänomenale kosmische Kräfte!“

Märchenhaft gut!

Alles Liebe
Christina

2 Kommentare zu „Drama und Zauber und ein Dschinni in der Flasche.“

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