Do you like yourself? Kleine Übung für mehr Selbstliebe.

Heute Morgen hat mich ein Video dazu inspiriert, über das Thema Selbstliebe zu schreiben. Das wunderschöne Video von Colbie Caillat mit dem Titel „Try“.

In dem Video geht es darum, wie sehr wir oft versuchen, anderen Menschen zu gefallen, auch gerne mal auf Kosten der eigenen Identität und wie schön jeder Mensch im Grunde ist, auch ohne Make-Up und Styling.

Das Video hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich habe mich gefragt:

Wer käme zum Vorschein, wenn ich alle Masken fallen ließe?

Jeder von uns trägt ein paar dieser Masken – je nach Anlass unterschiedlich. Ich kann von mir selbst nicht behaupten, in jeder erdenklichen Situation immer völlig ich selbst zu sein.

Doch was bedeutet das überhaupt: Ganz ich selbst sein? Bedeutet es, dass ich mich immer gleich zeigen muss? Oder ist es vielleicht ganz normal, verschiedene Rollen zu spielen? Ist es wirklich Selbstbetrug, wenn ich mich schminke, was Besonderes anziehe oder ein paar Kilos abnehmen will? Verschleiert das meine Identität? Oder bereichert es sie?

Ich denke, Colbie Caillat geht es in ihrem Video wohl nicht um die Menschen, die sich selbst lieben wie sie sind und sich zu besonderen Anlässen mal schick machen. Oder sich für verschiedene Anlässe verschieden kleiden, weil sie sich so wohlfühlen und es Spaß macht.

Ich denke, es geht wohl mehr um die Frauen, die ohne eine beträchtliche Dosis Make-Up nicht mal zum Einkaufen gehen, weil sie sich sonst als hässlich oder nicht schön genug empfinden. Ich kenne Frauen, die nicht einmal zur Gartenarbeit ein altes T-Shirt anziehen, weil die Nachbarn sonst vielleicht falsch über sie denken könnten.

Ich gestehe, ich bin auch lange Zeit nicht ohne Wimperntusche raus gegangen.

Das war mein Minimum, um mich wohlzufühlen. Wenn ich es mal wirklich in der Hektik vergessen habe, hat das schon eine Weile meine Stimmung gedrückt.

Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich diesen Zwang nicht mehr haben will. Zwei Wochen Wimpertuschen-Entzug und das Thema war erledigt. Reine Gewohnheitssache. Ich hatte gelernt, das Bild im Spiegel auch so zu mögen.

Ich verwende immer noch Wimperntusche. Doch nur, wenn ich Lust dazu habe. Ansonsten geht es auch ohne. Ich bin schön. Fertig.

Ist das nun ein sehr oberflächliches Thema heute, weil ich über Wimperntusche und Schönheit rede? Ich glaube nicht. Denn im Grunde geht es um das essentiellste überhaupt:

Selbstliebe.

Selbstliebe ist die Basis für alles, was sich in Dir und um Dich herum entwickelt. Die entscheidende Frage ist also: Do you like yourself?

Dazu gibt es diese wunderschöne Übung: Wofür liebst Du Dich?

Schreib Dir 50 Dinge auf, die Du an Dir selbst liebenswert findest.

Du denkst Du findest nicht 50 Punkte? Du hast keine Zeit, Dir 50 Punkte zu überlegen? Tja, genau da ist der Punkt, wo Selbstliebe beginnt.

Nimm Dir diese Zeit für Dich und tu Dir gut. Kleine Hilfestellung: Schreibe Dinge auf, die Dir äußerlich an Dir gefallen. Schreibe Eigenschaften auf. Schreibe auf, welche Verhaltensweisen Du an Dir gut findest. Du kannst auch mit aufschreiben, worauf Du stolz bist, vorausgesetzt es hat wirklich mit Dir selbst zu tun und Du liebst Dich dafür.

Viel Spaß dabei und denk dran: Tu, was Du willst!

Alles Liebe

Christina


ToGo!

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4 Kommentare zu „Do you like yourself? Kleine Übung für mehr Selbstliebe.“

  1. Liebe Christina,

    Du stellst eine interessante Frage und ich nutzte die Zeit, um darüber nachzudenken. Liebt ein Mensch, der sich nicht schminkt oder schön zurecht macht, sich automatisch mehr? Du hast die Antwort schon in Deinem Text: Es ist die Frage, mit welcher Motivation oder Intention ich mich schön zurecht mache. Ist es ein Defizit-Gedanke oder ist es der Gedanke, bei ganzer Schönheit noch das i-Tüpfelchen oben drauf zu setzen? Deine Übung ist dazu ganz wunderbar, weil sie auf meine Schönheit, auf meine Qualitäten fokussiert. Kann ich also nur empfehlen, diese Übung immer wieder zu machen.

    Liebe Grüße
    Marcus

  2. Liebe Christina,

    wow! Toller Beitrag von Dir und tolles Video!!! Jeder darf für sich überlegen, warum er/sie sich mal ungeschminkt zeigt und dann evt. nicht.

    Liebe Grüße
    Nicole

  3. Hallo Christina,
    ich habe das Video auch gesehen und es hat mich sehr berührt. Das Thema Selbstliebe ist immer das Wichtigste – denn aus der Selbstliebe entsteht alles in unserem Leben – wie ein großer nährender Raum. Ich habe z.B. ein kleines Büchlein neben meinem Bett liegen und am Abend schreibe ich dort auf, was ich liebe an mir und worauf ich stolz bin. So schlafe ich ganz oft mit einem Lächeln ein.
    Ich finde deine Artikel übrigens super und überhaupt deine ganze Webseite – ein wunderbares Gesamtbild 🙂

    Dir ganz herzliche Grüße
    Silvia

  4. Ach ja, die liebe Wimperntusche. Mir geht es genauso wie dir. Das war das Minimum mit dem ich mich rausgetraut habe. Früher!
    Bis… Ja, Bis ich Kinder bekommen habe.

    Zum einen war es die Zeit, zum anderen war es völlig egal, was ich alles auf mein Gesicht getragen haben. Die Menschen waren mir gegenüber gleich wie vorher!
    Gleich liebenswürdig, gleich herzlich und gleich kommunikativ. Weil ich es war!
    Also Wimperntusche weg und alles ist gut.

    Einem besonderer Dank geht dabei an meine söhne! Denen ist nämlich von Anfang an völlig egal gewesen, ob Mama was drauf hatte.

    Und jetzt gönne ich es mir ab und zu, mich „anzumalen“, weil ich es mir wert bin, weil ich zeit mit mir verbringen möchte und Spaß daran habe.

    Danke, dass du mir das noch einmal bewusst gemacht hast!
    Alles liebe
    Diana

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