Udo: „Stell Dir vor, Robert, ich hab mir ein neues Auto gekauft!“

Robert: „Wow, herzlichen Glückwunsch! Wie das?“

Udo: „Naja, weißt Du, ich wünsche mir das ja schon so lange. Also hab ich mich die letzten Jahre immer weiter fortgebildet, hab mich hochgearbeitet in der Firma, mehr Verantwortung übernommen, gespart… und jetzt hatte ich das Geld zusammen.“

Robert: „Das klingt ja anstrengend! Das hättest Du ja auch einfacher haben können, weißt Du?!“

Udo: „Was meinst Du damit?“

Robert: „Naja, weißt Du nicht, dass man sich sowas heutzutage manifestiert?“

Udo: „What?“

Robert: „Naja, also wenn Du etwas gerne haben willst, dann brauchst Du es Dir nur gut genug vorstellen. Ein genaues Bild davon machen. Es bunt ausmalen. Am besten einen Film! Also einen Film, wo Du Dich selbst siehst, wie Du in das Auto einsteigst und… nein warte, am besten einen Film, wo Du selbst in das Auto einsteigst und Du es richtig fühlen kannst, wie sich das Lenkrad in Deinen Händen anfühlt. Möglichst in allen Details, so dass Du das neue Leder quasi riechen kannst, usw.“

Udo: „Ach echt? Und dann?“

Robert: „Dann liefert Dir das Universum genau dieses Auto, denn es kann nicht anders, als Deine Gedanken zu Realität werden zu lassen.“

Udo: „Auch wenn ich jetzt statt meinem BMW lieber einen Ferrari haben wollen würde?“

Robert: „Ja natürlich, das Universum kennt keine Beschränkungen! Die gibt es nur in Deinem Kopf.“

Das gefiel Udo. Sein Job war eh schon immer zu anstrengend gewesen und oft fragte er sich, wie lange er wohl noch schuften und sparen müsste, um sich vielleicht mal irgendwann ein kleines Haus leisten zu können.

Aber wenn das alles ja viel leichter geht…?

Also traf Udo ein paar Entscheidungen:

– Er kündigte seinen Job.
– Er verkaufte seinen BMW wieder und
– buchte mit dem Geld bei einem der bekanntesten Trainer einen Kurs: „quick & easy manifestation“
– Er malte sich in den schönsten Bildern aus, wie seine zukünftige Villa aussehen würde.
– Und um sich dafür auch so richtig zu committen, kündigte er auch schon mal direkt seinen Mietvertrag.

Einige Monate später fand Udo sich ohne Geld, ohne Job und ohne Wohnung auf der Straße wieder.

„Irgendwas mache ich falsch…“ murmelte er vor sich hin, während er mit einer Dose Bier auf der Parkbank saß.

Aus der Einfahrt der Villa gegenüber fuhr ein roter Ferrari. Aus dem heruntergelassenen Autofenster blickte John, ein bekannter Trainer, kurz zu ihm rüber.

Diese kleine Geschichte ist auch als Beitrag auf Facebook zu lesen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top