4. Klasse

Die Lehrerin erklärt der Klasse, dass ein Klassensprecher gewählt wird. Alle sind einverstanden.

Die Wahl gewinnt Gretel, die eine gute Schülerin ist und „irgendwie immer zuverlässig wirkt“.

Gretel gewinnt die Wahl mit 70% Mehrheit. 30% der Kinder hätten lieber Sven als Klassensprecher gehabt.

Eines Tages gibt die Lehrerin den Kindern recht viel Hausaufgaben auf. Das finden Peter, Paul und Marie überhaupt nicht gut und sie bitten die Klassensprecherin in der Pause damit zur Lehrerin zu gehen.

Gretel trägt die Bitte der Lehrerin vor, doch diese hält das Pensum für gerechtfertigt und geht nicht auf die Bitte der Klasse ein.
Nach der Schule stehen Peter, Paul und Marie vor der Schule und fangen Gretel ab.

„Du blöde Kuh!“ rufen sie „hätten wir Dich nur nicht gewählt. Du bist ja eh auf der Seite der Lehrerin! Du kannst Dich ja überhaupt nicht durchsetzen! Jetzt müssen wir wegen Dir heute eine Stunde mehr zu Hause sitzen als sonst!“

Gretel weiß gar nicht wie ihr geschieht. Doch bevor sie noch etwas erwidern kann, kommen einige Schüler ihrer Klasse um dei Ecke, die Gretel nicht gewählt hatten.

„Tja“ sagen sie zu Peter, Paul und Marie „das hättet Ihr Euch mal lieber früher überlegen sollen!“ und lachen laut.

„Aber was hätte ich denn machen sollen?“ platzt es da aus Gretel heraus. „Nicht ich entscheide über die Hausaufgaben, sondern die Lehrerin. Ich kann es ja nur versuchen und das hab ich!“

„Sven hätte das sicher besser gemacht als Du! Der hätte sich das nicht gefallen lassen!“

„Das könnt Ihr gar nicht wissen!“ verteidigt sich Gretel.

„Doch das wissen wir! Deswegen haben wir Dich ja auch nicht gewählt! Die anderen waren halt zu doof!“

Das reicht. Gretel dreht sich um und geht schnell weg, damit die anderen Kinder ihre Tränen nicht sehen können.

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