ProfilbildSquareLaszlo I. Kish –
Schauspieler, Regisseur, Coach & Kommunikationstrainer
www.thekish-experience.com

Der eine hört lieber, der andere liest lieber.
Den heutigen Artikel kannst Du genießen, wie Du willst.
Du kannst entweder die Audiodatei anhören oder den darunter stehenden Artikel lesen. Oder beides. Auf jeden Fall solltest Du das wertvolle pdf von Laszlo und die heutige Tagesaufgabe UNTER dem Artikel anschauen.

Sichtbarkeit durch die perfekte Präsentation. Klicke hier für die Audiodatei.

 

Mehr Sichtbarkeit durch die perfekte Präsentation

Bevor wir uns dem “Wie?” zuwenden, lasst uns einen kurzen Blick auf das “Wozu?” werfen. Wozu möchtest Du sichtbar sein? Was könnten Motive dafür sein, noch sichtbarer zu werden?

Sichtbar sind wir ja wohl alle von Natur aus; wozu also noch sichtbarer?

Wozu?

Immer wieder sind mir in den Jahren meiner Coachingtätigkeit vor allem drei Motive begegnet, wenn es darum geht, bessere Sichtbarkeit zu erreichen:

1) Eitelkeit

Natürlich kann persönliche Eitelkeit ein Motiv dafür sein, sich mehr Sichtbarkeit zu wünschen. Und es ist nichts dagegen einzuwenden, sich einige Streicheleinheiten fürs Ego abzuholen.  Das darf aber nicht der einzige Antrieb sein. Wenn keine weitere Absicht dahinter ist, als mit einer Personalityshow noch mehr im Rampenlicht zu stehen, ist die Peinlichkeit des Versuches vorprogrammiert.

Wer nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, wird sehr schnell scheitern. Ich rate von dieser Motivation auch deshalb dringend ab, weil Eitelkeit nachgewiesenermaßen eine der stärksten Ursachen von Lampenfieber ist.

[box type=“info“ width=“100%“ ]Tipp:

Mach Dir klar, dass es nicht um Dich geht, sondern um das, was Du sagst bzw. vermittelst. Ab dem ersten Wort stehen die Wünsche, Gedanken und Gefühle Deiner Zuhörer im Mittelpunkt. Ziel ist nicht, dass Du etwas sagst, sondern dass Deine Zuhörer informiert, motiviert und berührt werden.[/box]

2) Business

Du willst, nach Abzug aller Schnörkel, Deinen Gewinn maximieren. Ein vollkommen legitimes Anliegen und Motiv.

Der sicherste Weg, den Gewinn zu steigern ist, der beste Problemlöser Deiner Zielgruppe zu sein. Der hingegen kannst Du nur werden, wenn Du zuhörst und verstehst, wo der Schuh den andern drückt. Für das definierte Problem dann die passende Lösung zu haben, ist eine wunderbare Möglichkeit sowohl nachhaltigen Umsatz zu generieren, als auch Deinen Kunden glücklich zu machen. Du hast schließlich etwas zu geben. Es ist Dein Beitrag für eine bessere Welt.

Tipp: Kenne Dein Publikum. Wisse, wo der Schuh drückt und biete Deine Hilfe an. Bleib Dir dabei treu.

3) Vision

Du bist begeistert von einem Produkt, einer Idee, einer Dienstleistung, einer Person. Du bist der festen Überzeugung, dass Dein Angebot, das Leben Deiner Zuhörer verbessern wird. Auf welchem Gebiet auch immer. Du brennst für etwas und musst darüber reden. Es wird wenig erstaunen, dass ich persönlich diese dritte Variante eindeutig bevorzuge und jeder Person, die andere gewinnen will, wärmstens ans Herz lege.

Menschen, die für etwas brennen, Menschen, die von dem Willen beseelt sind, die Welt besser zu machen, das sind die Menschen, die es schaffen uns zu inspirieren, uns zu begeistern und zu motivieren. Ihnen hören wir gerne zu, sie sind es, denen wir gerne mehr Sichtbarkeit zubilligen.

[box type=“info“ width=“100%“ ]Tipp:

Diejenigen, die langfristig erfolgreich sind, haben eine grosszügige und gebende Grundhaltung. Ihre Frage ist nicht: “Wie kann ich am meisten rausholen?”, sondern: “Was kann ich für Sie tun?” [/box]

Zusammenfassung

Wenn Du ein Schiff bauen willst, trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, (…) sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
(Antoine de Saint-Exupéry)

Fast ausnahmslos jede, der einer Vision folgt, ist beseelt davon, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Gleichgültig, wie “klein” oder “groß” der Beitrag ist. Was sich vermittelt, ist das Brennen für das Thema. Wenn sich dann noch Humor und Leichtigkeit dazugesellen, ist die Mischung unwiderstehlich und wir freuen uns, wenn sie gut sichtbar ist.

Die Zeit der reinen Informationsvermittlung ist vorbei. Wer hirngerecht und zeitgemäss präsentieren will, darf sich in erster Linie an die Herzen seiner Zuhörer wenden und ihr Interesse für das Thema wecken. Mit Bildern, mit Geschichten.

Gelegentlich höre ich den Einwand: „Mein Thema ist zu faktenlastig, da muss ich Informationen vermitteln.“

Wieviele Zahlen, Daten, Fakten hast Du jemals aus einem Vortrag mitgenommen? Wieviel hast Du dir gemerkt, wenn Du sie nicht notiert, oder als Handout bekommen hast? Tendenz: Null. Es ist sinnlos, das Publikum mit unendlichen Zahlenkolonnen zu bombardieren, sie merken es sich sowieso nicht. Stecke sie an mit Deiner Begeisterung. Gleichgültig was der Inhalt Deiner Präsentation ist.

Das kann sehr wohl auch im Business-Kontext der Fall sein. Denn auch hier ist der beste Problemlöser beseelt davon, die Welt auf seinem Gebiet etwas besser zu machen.

Nachdem wir uns nun ein bisschen mit dem Motiven beschäftigt haben, kommen wir zum „wie“ und sehen, dass wir die längste Zeit schon über das Thema reden.

Wie?

“Alles reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.”
(Franz Kafka)

Vielleicht hast Du schon einiges ausprobiert, um für Dein Angebot Wahrnehmung oder Sichtbarkeit zu schaffen. Homepage, Flugblätter, Inserate, AdWords, vielleicht hast Du sogar schon Radio- und/oder TVSpots geschaltet. Jetzt möchtest Du noch einen Schritt weiter gehen. Was mehr kannst Du in die Waagschale werfen, als Dich selbst? Wer kann besser die Begeisterung für Dein Produkt wecken, als Du selbst? Wer vermag besser die Leidenschaft für Dein Angebot erlebbar zu machen, als Du?

Du bist das Gesicht hinter dem Angebot. Um zu entscheiden, ob ich von Dir “kaufen” will, will ich Dich vorher kennenlernen. Der erste Eindruck zählt. „Sehr sympathisch“ steht gegen „Dem würde ich nicht mal einen Gebrauchtwagen abkaufen“. Dank neuster Hirnforschung wissen wir, dass wir schneller entscheiden, als wir denken können. Wissenschaftler in Harvard haben in Experimenten rausgefunden, dass unser Unterbewusstsein bereits 250 Millisekunden nach einem Reiz entschieden hat über pro oder kontra, während das Bewusstsein für eine Entscheidung doppelt so lange braucht.

Das heisst also: Der Mensch trifft seine Entscheidungen auf emotionaler Ebene.

Die ganzen nachgelieferten rationalen Gründe, die für die getroffene Entscheidung sprechen, haben lediglich die Aufgabe, unsere Vernunft zu beruhigen. Die Ärmste sorgt sich so leicht.

Wenn uns eine Person sympathisch ist, sind wir bereit, ihr sehr weit zu folgen. Wir sind in so einem Fall eher bereit, kleinere Unstimmigkeiten zu übersehen, als bei jemandem, der uns weniger sympathisch ist, bei dem es uns schwerer fällt, empathisch zu reagieren. Deine Offenheit und Dein feiner Humor sind der direkte Weg in meine Emotion. Nur wer mein Herz gewinnt, kommt an meine Ratio ran.

Aber Vorsicht: So leicht wir uns faszinieren lassen, so feinfühlig sind wir auch für falsches Spiel. Deswegen: Sei ehrlich, authentisch, integer und liebevoll.

„The messenger is the message“

Du bist die Botschaft. Du als Person. Deine Vision. Deine Begeisterung. Du vermagst es aus Deinem puren Sein heraus, andere zu gewinnen: für Dich, für Dein Angebot, für Dein Produkt. Unverstellt. Sei Du selbst und bemühe Dich nicht, irgend eine Rolle zu spielen. Mach Dir immer wieder klar: Du bist ein Original. Lass Deine Zuhörer an Dir teilhaben. Sei grosszügig.

Keine Angst, Du musst nicht mit Paris Hilton frühstücken, um interessant zu sein. Du musst nicht mit dem Direktor Golf spielen, Du musst noch nicht mal erfolgreich sein. So wie Du bist, bist Du interessant, weil Du ein Original bist. Lass mich an Deinem Leben teilhaben, lass mich dabei sein, wenn Du scheiterst – vorausgesetzt, Du bist bereit, wieder aufzustehen – oder wenn Du die Hindernisse überwindest und am Ende erfolgreich bist. Je mehr Du bereit bist, von Dir zu geben, desto mehr wird Dich dein Publikum ins Herz schliessen und sich dafür dankbar zeigen.

Eine willkommene Nebenwirkung: Sobald Du angefangen hast, Dein Publikum als Hauptsache Deiner Präsentation zu sehen, ist Lampenfieber unmöglich.

Publikumszentriertes Präsentieren ®

Du wirst zusätzlich Aufmerksamkeit bekommen, weil diese Form des „publikumszentrierten Präsentierens“ im deutschsprachigen Raum noch nicht weit verbreitet ist. Im Gegensatz zum angelsächsischen Raum werden Präsentationen hierzulande noch viel zu häufig nach dem Konzept der Informationsvermittlung gehalten. Der rasanten Verbreitung der TED-Talks ist es zu verdanken, dass das publikumszentrierte Präsentieren auch hierzulande langsam heimisch wird.

Öffentlich auftreten und sichtbar werden ist wesentlich einfacher, als Du noch denkst. Du musst nichts darstellen, Du darfst „einfach“ sein.

Sei grosszügig und beschenke Dein Publikum. Das ist der Moment, in dem Du anfängst zu leuchten und in dem Deine Sichtbarkeit einen immensen Schub erlebt. Freue Dich drauf!

Jetzt wünsche ich Dir das innere Feuer, mit dem Du Deine Zuhörer begeistern wirst und viel Spaß beim Entdecken Deiner Möglichkeiten.

Werde sichtbarer durch Deine perfekte Präsentation! (die jetzt schon perfekt ist, einfach weil Du Du bist!)

Dein Laszlo

 

Das Pdf zu diesem Beitrag, das noch zusätzlich praktische Tipps für Deine Präsentation beinhaltet, kannst Du Dir direkt hier runterladen. Klick!

Auszug aus den Tipps im pdf:
Bevor Du beginnst, Deinen Vortrag zu bauen, beantworte folgende Fragen:
1. Um was geht’s in meinem Vortrag? (max. 2 Worte)
2. Was ist der Gewinn für meine Zuhörer? (max. 1 Satz)
……………….

Zu Laszlo I. Kish:

BildKommisar

Laszlo I. Kish steht seit über dreißig Jahren als Schauspieler auf den “Brettern, die die Welt bedeuten”. Er war für internationale Großproduktionen vor der Kamera und zieht immer wieder ein großes Publikum auf deutschsprachigen Bühnen in seinen Bann. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Rolle als Kommissar von Burg in der TATORT-Reihe der ARD bekannt. Als Regisseur hat er preisgekrönte Filme realisiert und hatte so auch Gelegenheit, Schauspieler anzuleiten und sie bei der Erarbeitung ihrer Gestaltung zu unterstützen. Als Trainer vermittelt er, wie sich Begeisterung als Geheimnis der Überzeugungskraft auf das Publikum übertragen lässt.

Auf www.thekish-experience.com schreibt interessante und sehr informative Beitrag für Speaker (oder solche, die es werden wollen).

 

6 Kommentare zu „Sichtbarwerden durch die perfekte Präsentation“

  1. Wieder ein wunderbarer Artikel heute morgen. Vielen Dank Christina und vielen Dank Lazlo. Schön dich hier zu treffen ;-). Das mit dem Lampenfieber und den Motiven kann ich so gut nachvollziehen. Solange ich mich als Business-Gesundheitsexperte präsentiert habe, fühlte ich mich unwohl in meiner Rolle. Ich hatte das Gefühl, dass ich das nicht wirklich bin. Hier stand das Motiv Eitelkeit und Business im Vordergrund und prompt war die Folge Lampenfieber. Heute erleichtert mir die Vision als Motiv mein Leben. Vielen Dank Lazlo, daran bist du stark beteiligt, nicht nur mit diesem Artikel hier.

  2. Die heutige Aufgabe muss man einfach anhören. Super gesprochen lieber Lazlo und ich freue mich, mit dir heute wieder einem neuen interessanten Menschen zu begegnen, der Wärme und Sinn in unser Dasein bringt.

    Tolle Übungen und klasse Fragen.

    Vielen Dank.

    Viele Grüße von Sabine

  3. Was für ein genialer Artikel! Danke an Laszlo und Christina. Ich habe ihn mir angehört und Deine wunderbare Stimme genossen Laszlo!

    Deine Begeisterung von dem was Du tust, ist herübergekommen. Ich nehme wertvolle Tipps für meinen nächsten .öffentlichen Auftritt mit (insbesondere den Hinweis mit dem Lampenfieber fand ich sehr spannend).

    Morgen nehme ich ein kleines Video auf. Danke Christina, dass Du uns diese Sichtbarkeit ermöglichst.

    Ganz liebe Grüße,
    Diana

  4. Liebe Christina, lieber Laszlo,

    ich kann mich den anderen Einträgen nur anschließen!
    Jede Menge gut umsetzbarer Tips, die mich motiviert haben, mich gleich für ein kurzes Video an den Rechner zu setze! Da sitze ich nun seit einer Stunde, hatte aber viel Spaß dabei!
    Das Thema Video ist nun einfach dran! 🙂

    Als Energetikerin finde ich auch die Idee mit dem positiv aufgeladenen „Unterstützungsstein“ ganz prima!

    Herzliche Grüße aus der Darmstädter Ecke und vielen Dank für die neuen Impulse!

    Silke

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