Sandra StaubSquareSandra Staub
Social Media Beraterin und Autorin
www.sandra-staub.de

Sichtbarwerden durch authentisches Facebook-Marketing

Nach über 17 Tagen Challenge bin ich immer noch schwer beeindruckt von all den tollen Diskussionen, Videos, Podcasts und mutigen Erkenntnissen, die in der Facebook Gruppe geteilt werden. Auch die schiere Größe der Gruppe mit über 1700 Coaches ist großartig. Christina hat ganze Arbeit geleistet und dafür gebührt ihr ganz viel Dank von meiner Seite! APPLAUS! (Anm. Christina: Das war der Stand während der Live-Challenge)

Aber ich konnte und wollte auch gar nicht allem immer die gleiche Aufmerksamkeit schenken.

Das liegt daran, dass ich ein Leben außerhalb von Facebook und Blogs habe. Ja, glaubt man kaum. Ich bin Unternehmerin und muss meine Zeit und Kraft gut einteilen. Das wird Dir sicher ähnlich gehen. Damit bin ich gleich bei meinem ersten Punkt für authentisches Facebook-Marketing:

1) Du brauchst einen Bullshitfilter.

Gerade in Facebook prasseln pro Minute schon unfassbar viele Informationen auf Dich ein. Denke doch einfach mal nur an den persönlichen Newsfeed, wenn Du auf das Facebook f oben links klickst. Bei jedem Klick verändern sich die News. Ständig wird irgendwas gepostet. Zwischen 6.00h morgens und Mitternacht steht Facebook immer unter Strom. Authentisch sein beginnt auch genau hier.

Du musst anfangen zu sortieren, was wirklich wichtig ist und punktuell Deine Aufmerksamkeit auch zeigen. Von Zeitungslesern wird schließlich auch nicht erwartet, dass sie alle Neuigkeiten kennen.

Wie man nicht verloren geht beim Surfen in Facebook…

Ich setze mir immer eine feste Zeit, um in Facebook zu surfen. Gerne verwende ich dafür auch den Tomato-Timer der sich aus der Pomodorotechnik ableitet und meine Tage strukturiert.

Loben nicht vergessen

Wenn ich etwas Gutes lese, einen tollen Linktipp bekomme oder ein witziges Video zwischendurch sehe, dann gebe ich auch etwas zurück. Ein Like, einen Kommentar, teile es vielleicht sogar.

Warum?

Weil jemand der nicht mal ein Like gibt und nie Kommentare schreibt, auch nichts von der Community bekommen kann. Das gilt übrigens nicht nur für Facebook.

Nur Artikel, die ich wirklich gut finde, sind mir einen Kommentar wert. Andere nicht. Wenn ich hier Sympathien heuchle, fällt mir das nur Selbst auf den Kopf und ich sehe lauter Neuigkeiten, die mich nicht interessieren. Facebook hat das auch bemerkt und passt die Neuigkeiten darauf an, ob und wie ich reagiere. Wer also nie ein Like hinterlässt, nirgends drauf klickt, keine Kommentare schreibt und schon gar nie etwas teilt, der bekommt immer weniger Neuigkeiten von dieser Quelle.

Daher gibt es bei mir von Zeit zu Zeit das große Kontaktekicken. Es hat nichts mit Fußball und Elfmeter zu tun und es ist nicht persönlich. Es hat tatsächlich damit zu tun, dass ich digitale Freundschaften zu manchen Menschen auflöse. Nicht weil ich ein böser Mensch bin. Aber weil ich mich von den Inhalten dieser Menschen befreien möchte. Damit schwirrt dann einfach weniger Bullshit in meinen Neuigkeiten herum. Das mache ich übrigens auch mit Gruppen und Unternehmensseiten. Ist ungemein befreiend.

Das ist auch meine Aufgabe an Dich:

Überprüfe, ob Du mit den richtigen Menschen auf Facebook befreundet bist.
(Anm.: Ganz unten gibt es noch einmal eine Zusammenfassung aller Aufgaben in diesem Text)

Niemand verlangt, dass alles immer zu 100 % genial sein muss und das Du mit jedem „beste Freunde für’s Leben“ sein musst. Aber befreie Dich von Kontakten, die dich nicht weiter bringen, runter ziehen und für Dich persönlich nicht spannend sind.

Wie geht das?

Dafür besuche ich die Profile immer einzeln, klicke dann auf das Wort „Freunde“ und danach auf „Als FreundIn entfernen“. Die Person wird nicht informiert darüber. Wenn Du die Freundschaft nicht auflösen möchtest, kannst Du auch einfach auch auf den „Abonniert“-Button im Profil der Person klicken. Ist ein Häkchen zu sehen, erhältst Du die Neuigkeiten der Person. Ist dort ein Punkt mit mehreren Halbkreisen zu sehen und das Wort „Abonnieren“ erhältst Du keine Neuigkeiten, also auch keinen Bullshit.

 2. Erzähle, wer Du bist.

Ich finde, wenn Du auf Facebook bist, musst Du so sein, wie Du bist. Gerade am privaten Profil, das in Wahrheit oft nicht so wirklich privat ist. Denn die Kund_Innen sehen sich mein Profil an und überprüfen daran, ob ich zu ihnen passe. Ob ich die Person bin, die Ihnen weiterhelfen kann. Ob unsere Werte übereinstimmen. Das wird bei Dir ähnlich sein. Wenn Du eine Maske trägst, werden die Kunden das sofort bemerken.

Daher meine nächste Aufgabe für Dich:

Fang an auf Deinem persönlichen Facebook-Account zu erzählen, wer Du bist.

Gleich heute. Wofür Du stehst. Was Du magst und was Du nicht magst. Stehe zu etwas, aber lass immer Deine Kinder raus. Gerade bei Kinderfotos möchte ich Dir meinen Artikel dazu ans Herz legen.

Arbeite heraus, was Du auf Facebook von Dir als Person kommunizieren möchtest. Liebst Du Tee? Dann schreib einmal pro Woche über Deine neueste Tee-Entdeckung. Du malst? Dann erzähle, welche Ausstellungen Du besuchst und was Du malst. Lass Deine Facebook-Freunde in Deine Persönlichkeit blicken. Damit wirst Du die richtigen Kunden anziehen.

 3) Lerne Deine Kunden kennen

Mein größter Vorteil gegenüber vielen meiner Mitbewerber_innen ist sicher, dass ich meine Kunden und Kundinnen sehr gut kenne. Ich mag die echt gerne. Ich bin mit ihnen befreundet auf Facebook. Ich duze meine Kunden. Ich lebe mit ihnen und ihren großen wie kleinen Problemen. Nur daher weiß ich, wie ich ihnen am Besten helfen und mit ihnen arbeiten kann.

Das kannst Du auch machen. Hier kommt die nächste Aufgabe:

Sprich mit Deinen Kund_innen, ob sie das möchten und dann stelle Freundschaftsanfragen.

Sortiere sie in eigens erstellte Freundeslisten, die Du unter https://www.facebook.com/bookmarks/lists erstellen und verwalten kannst. Damit kannst Du beim Posten am privaten Profil auch genauer steuern, was Deine Kunden sehen können. Jetzt kannst Du sagen: Hey, sollte ich nicht den Bullshitfilter anschalten und umspannende Leute rauswerfen?

Gegenfrage: Wenn Du mit Deine Kunden nicht befreundet sein möchtest, warum arbeitest Du dann mit ihnen? Wie viel Distanz möchtest Du zwischen Dir und Deinen Kunden?

Ich weiß, dass die Frage wehtun kann, aber Du musst sie Dir stellen. Wenn Du nämlich „keinen Bock“ auf Deine Kunden hast, musst Du Dir die ganze Facebook-Nummer überlegen. Da bin ich knallehrlich.

Denn Du musst nicht auf Facebook sein, um ein erfolgreiches Online-Business zu haben. Aber es ist bedeutend einfacher, weil Du einfacher gefunden wirst.
(Und weil der Satz so gut ist, hier gleich nochmal für Dich zum Twittern:

 4) Sei erst ein Mensch, dann Unternehmer_In beim Posten.

Jetzt erst kommen wir zu den Unternehmensseiten auf Facebook. Wenn Du nämlich ohne privates Profil versuchst, eine Unternehmensseite als Coach zu starten, dann kann ich Dir leider von keinem einzigen Beispiel erzählen, wo es funktioniert hätte. Daher baue Dir erst ein privates Profil auf und starte Deine Unternehmensseite, wenn Du Deine Kunden kennst. Wenn Du weißt, was sie an Dir mögen, was sie lesen und worauf sie reagieren. Nicht vorher.

Wenn Du nun eine Unternehmensseite startest, vergiss nicht neben den nützlichen Inhalten auch Persönliches einzustreuen. Denn: Die Fans müssten Deine Wellenlänge spüren. Dann sollte es aber nicht mehr um den persönlich als lecker empfundenen Tee gehen, sondern um Meinungen zu Themen aus Deinem Fachgebiet.

Deine Aufgabe:

Versuche jeden Tag einen spannenden Inhalt auf Deiner Unternehmensseite zu veröffentlichen.

Das funktioniert vielleicht nicht jeden Tag, aber Du solltest es versuchen. Verlinke spannende Inhalte von Anderen mit Deiner Anmoderation und Meinung dazu!

 5) Mach die richtige Facebook-Werbung.

Nun ist es so, dass Facebook die organische Reichweite unserer Facebook Unternehmensseiten drosselt. Unsere mühsam erarbeiteten Fans sehen also nicht mehr jede Neuigkeit, die wir posten. Um diesem Trend von immer und immer weniger Sichtbarkeit entgegenzuwirken, kannst Du Facebook-Werbung schalten. Aber bitte die Richtige.

Vergiss Facebook-Werbung um Facebook-Fans zu bekommen. Du kannst Dir von der Anzahl Deiner Fans nix kaufen. Es ist viel wichtiger, dass die Fans was bei Dir kaufen wollen, als anders herum.

Mach Deine starken Inhalte stärker. Ich kann Dir aus persönlicher Empfehlung sagen, dass es nichts bringt, die Inhalte hervorzuheben, die die Fans als „nicht so spannend“ oder „grad nicht so dringend“ eingestuft haben. Wenn Du Werbung für Deine Facebook-Posts machen möchtest, wenn Du Sichtbarkeit bei neuen Menschen bekommen möchtest, dann nimm’ Inhalte, die Deine Community schon gut fand.

Bewirb Deinen Newsletter auf Facebook. Ja, es steht wirklich da. Mach Werbung, damit sich die Menschen auf Facebook in Deinen Newsletter eintragen. Nur damit bekommst Du nämlich die Garantie, dass Du diese tollen Menschen, Deine Fans, mit einem Newsletter erreichen kannst. Auch wenn Facebook dann mal wieder irgendwann der Meinung ist, dass Deine Inhalte noch weniger gesehen werden sollen.

Genau dazu lade ich Dich jetzt auch ein: Wenn Du Lust hast, aus Deiner Facebook-Präsenz mehr geschäftlichen Gewinn zu ziehen, dann trag dich gerne in meinen ‚Facebook für Frauen‘ Newsletter ein. Übrigens: 1/5 der Abonnenten sind männlich.

Herzlichst,

Sandra

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Sandra Staub

SuccessSessionsSandra Staub ist Social Media Beraterin und Autorin mit Frauen-Focus (Buch:‚Facebook für Frauen‘). Sie bloggt seit 2010 auf www.sandra-staub.de über anwendbare Trends im Online-Marketing und auf www.facebook-fuer-frauen.de rund um Facebook Tipps & Tricks.

Sandra begleitet Persönlichkeiten und Unternehmer_Innen auf Ihrem Weg durch die Welt des Online-Marketing bei Facebook & Co.

 

5 Kommentare zu „Sichtbarwerden durch authentisches Facebook-Marketing“

  1. Liebe Christina,
    erst mal ein herzliches Dankeschön für die Wahnsinnsarbeit, die du dir mit der Challenge gemacht hast und machst. Du hast meine höchste Anerkennung, vor allem im Hinblick darauf, dass du auch noch 2 kleine Kinder und „Hof“ hast.
    Der heutige Artikel ist wirklich Klartext und wie du schreibst ehrlich – fast bis zum Wehtun!Ich wollte den Tweet teilen, doch er ist zu lang.
    Jetzt werde ich mich wieder meinen Aufgaben widmen und grüße dich gerzlich
    Charlotte

  2. Liebe Christina,

    auch wenn ich mich überwiegend zurückhalte, möchte ich Dir dennoch ein ganz großes Kompliment machen und mich der Aussage von Charlotte anschließen. Toll, wie Du Dich für „uns“ engagierst!

    Liebe Grüße
    Hermann

  3. Liebe Christina,

    durch „Zufall“ bin ich auf diesen Artikel gestoßen. Ich kann mich meinen Vorgängern und Vorgängerinnen nur in ihren Komplimenten anschließen – Einfach spitze und toll. Der Artikel von Sandra ist toll. Auch wenn ich schon vieles weiß, es haapert stets immer in der Umsetzung. Man möchte so vieles gleichzeitig tun, doch es ist kaum möglich… Step by Step. Dennoch, herzlichen Dank für diese vielen Inspirationen und Impulse.

    Herzliche Grüße,
    Karin

    1. Liebe Karin,
      Vielen Dank für Deine lieben Worte. Es stimmt: Christina hat hier etwas Großes geschaffen und Facebook Marketing ist kein Zauberding. Es ist wie beim Sport. Es geht um’s Durchhalten.

      Herzlichst!
      Sandra

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