Concept Image. Another Side Of Human.

Die 7 größten Ängste, die Deinen Traum zerplatzen lassen

In den letzten Wochen habe ich mit sehr vielen Coaches (bzw. Menschen, die sich gerade als Einzelunternehmer selbständig machen) gesprochen.

Es ist toll, wie viele Menschen da draußen einen Traum haben. Den Traum, anderen Menschen zu helfen, wirklich etwas zu bewegen, ein eigenes Business aufzubauen.

Und in fast jedem Gespräch sind mir Ängste begegnet. Ängste, die ich selbst gut kenne oder kannte.

Das ist das Schöne in meinem Beruf als Coach. Bei jedem Gespräch lernst Du etwas über die Menschen – und über Dich selbst.

Die Essenz

Hier ist die Essenz aus all den Begegnungen mit diesen tollen Menschen, die oft nur einen kleinen Schritt vom Erfolg entfernt sind. In ganz vielen Fällen ist es eine oder mehrere Ängste, die sie diesen letzten Schritt nicht tun lassen, der nötig ist, um aus dem grauen Nebel der unbedeutenden Masse ans Licht zu kommen.

Hier sind die 7 Ängste, die mir immer wieder begegnen, die so echt sind, wie die Menschen, die sie haben und die auf alle Fälle ALLE eines gemeinsam haben: sie sind überwindbar!

1. Die Angst, der Traum könnte platzen

Das ist einer der größten Verhinderer überhaupt. Viele Menschen haben wunderbare Träume. Und solange sie diese nicht anpacken, können sie auch nicht kaputtgehen. Dass sie sich dadurch auch niemals erfüllen, nehmen viele in Kauf.

Und so reden wir immer wieder über unsere Träume und das lässt uns in der schönen Illusion, dass wir es hätten schaffen können, wenn nur…

Am Ende meines Lebens will ICH nicht dastehen und sagen: „Ich hätte es ja versucht, wenn nur…“. Und Du?

2. Die Angst, nicht gut genug zu sein

Wir haben uns fortgebildet ohne Ende. Wir haben Zertifikate. Wir haben Lebenserfahrung. Wir sind wirklich gut.

Ich kenne inzwischen so viele tolle und gebildete Menschen, vornehmlich Frauen, die von sich glauben, noch nicht gut genug zu sein, dass es schon fast weh tut.

Und ja, diese spezielle Baustelle war lange auch meine. Irgendwann war jedoch Schluss. Ich hatte keine Lust mehr auf Bescheidenheit und diesen ganzen – sorry – Mist!

Und Du?

3. Die Angst vor Konkurrenz

Vielleicht ist diese Angst auf „die Angst, nicht gut genug zu sein“ begründet… wie auch immer… ich erlebe diese Angst als solches immer wieder sehr konkret bei meinen Kunden.

Ich selbst kenne diese Angst kaum. Ja wirklich. Ich habe schon vor 10 Jahren als Trainerin alle meine Unterlagen mit meinen Kolleginnen geteilt. Warum sollten wir uns die Arbeit doppelt machen? Und auch heute als Coach weiß ich eines ganz sicher: für jeden Coach sind genügend und genau die richtigen Kunden da. Das einzige Problem ist, dass sie uns vielleicht nicht finden, weil wir „unsichtbar“ sind. Doch daran sind nicht die Kollegen schuld.

Vielleicht ist es abgedroschen, doch jeder von uns ist einzigartig. Es gibt keine Konkurrenz. Bist Du noch meine Konkurrentin oder zeigst Du Dich schon?

4. Die Angst, die eigene Idee ist nicht gut (oder exklusiv) genug.

Wer sicher gehen will, dass die eigene Idee nicht gut genug ist und dass es das gleiche Produkt schon 100 mal gibt, wer also sicher sein will, niemals mit dem eigenen Projekt zu starten, der gehe ins Internet und sehe sich immer und immer wieder an, was die anderen machen.

Ich hab das dann mal ausprobiert… und ich kann Dir sagen: Das ist NICHT witzig.

Natürlich bin ich nicht der erste Coach, der anderen bei der eigenen Positionierung hilft bzw. dabei unterstützt das eigenen Business smarter zu gestalten. Doch ich bin ganz gewiss die einzige, die es auf meine Weise tut. Und natürlich gibt es bei „meiner Weise“ ebenfalls Überschneidungen mit anderen. Es gibt wahrscheinlich keine Komponente in meinem Tun oder Sein, die es nicht auch schon woanders gibt. Doch wie bei den Genen kommt es nicht darauf an, dass da plötzlich ganz neue Bausteine wären. Es sind immer die gleichen, die Kombination ist jedoch jedesmal einzigartig.

Irgendwie gleicht das nun der Angst vor Konkurrenz. Was ist der Unterschied? Ich glaube, hier steckt in Wahrheit weniger der Vergleich mit anderen dahinter, sondern mehr die zu laute Stimme des inneren Kritikers. Eine Art Perfektionismus, der nicht mehr förderlich, sondern verhindernd wirkt.

Tada! Mit dem 1. Testdurchlauf meines „The Smart Coach-Programms“ habe ich einen unperfekten Erfolg vorzuweisen. Und Du?

5. Die Angst, durch eine enge Nischenpositionierung Kunden zu verlieren.

Okay, jetzt wird es sehr spezifisch. Doch auch genau das begegnet mir mit meinen Coache(e)s immer wieder. Fast alle meinen Kunden reagieren auf die Frage: „Ist Dein idealer Kunde weiblich oder männlich?“ mit der Antwort: „Ich weiß nicht, ich will ja in Zukunft beide als Kunden.“ Fast genauso lustig verläuft es mit den anderen Kriterien, die ich abfrage. 😉

Und ich kann das gut verstehen. Auch ich habe immer wieder mal Momente in denen ich denke: „Oh je, ich könnte doch so viel mehr Leute ansprechen, wenn meine Nische nicht so eng wäre.“ Die Wahrheit ist: NEIN. Könnte ich nicht. Die Wahrheit ist: Ich könnte meine Nische sogar noch enger machen und das wäre wahrscheinlich sogar für mich von Vorteil. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Jaja, ich sag ja, ich kenne die Bedenken. 😉

Und ich gehe Schritt für Schritt weiter. Bisher habe ich so ca. jedes halbe Jahr meine Nische noch verkleinert. Und es funktioniert. Ich erreiche genau die Menschen, die dann auch perfekt zu meinem Angebot passen. ALLE ANDEREN WILL ICH NICHT HABEN.

Das ist nicht Arroganz oder Überheblichkeit. Ich will einfach für ein paar Leute das Beste tun, was ich tun kann. Und für ein paar Menschen da draußen bin ich der beste Coach, den sie kriegen können. Und Du? Für wen genau bist Du der beste Coach (oder der beste was auch immer)?

6. Die Angst, Fehler zu machen

Wir leben in einer Kultur, in der Fehler falsch sind. Punkt. Fehler sind falsch und Du darfst sie nicht machen. Fehler sind ein Hinweis darauf, dass Du es halt einfach nicht kannst. Oder?

Ok, hier kommen zwei meiner größten Business-Fehler der letzten 6 Monate:

  • Ich habe mit meinem Blog (und Business) zu lange vor mich alleine hingewurschtelt. Wollte erstmal was „Vorzeigbares“ haben, bevor ich mich an „die Großen“ der Szene herantraute. Als ich dann soweit war, habe ich gemerkt, dass „die Großen“ gar nicht so groß sind (also sprich ganz normale Menschen – Überraschung!!), teilweise genauso weit wie ich und die allermeisten davon wirklich interessiert daran, sich gegenseitig zu unterstützen oder zu kooperieren.Dennoch hat mein „Fehler“ mir etwas gebracht: Ich habe gelernt, dass ich tatsächlich auch alleine etwas schaffen kann und diese Lektion war wohl wichtig für mich. 🙂
  • Ich habe den 2. Testdurchlauf meines Smart-Coach-Programmes viel zu nah an das Ende des 1. Kurses gelegt. Nur eine Woche dazwischen. Praktisch keine Zeit, um den alten Kurs abzuschließen mit Feedback und allem und neu zu akquirieren. Und während des 1. Durchgangs… ganz ehrlich, da hatte ich weder Zeit noch Nerven, schon Marketing für den nächsten Kurs zu machen. Ich wollte zu viel in zu kurzer Zeit. Immerhin habe ich in 4 Tagen noch 7 neue Kunden bekommen.Was hat mir mein Fehler gebracht? Ich habe gelernt, meine Energie besser einzuteilen und ein klitzekleines bisschen weniger spontan zu planen. 😉

Ich habe noch ein paar anderen kleinere und größere Fehler im letzten halben Jahr gemacht. In diesen 6 Monaten ist mein Business so stark gewachsen, wie noch nie zuvor. Und Du so?

7. Die Angst, zu Versagen

Hier spreche ich nicht mehr von Fehlern. Ich spreche vom Scheitern im Sinne von „Ich muss aufgeben, weil ich nicht davon leben kann und es einfach nicht funktioniert.“

Hinter der Angst zu Versagen steckt nach meiner Erfahrung noch ein viel mächtigeres Gefühl. Eines unserer mächtigsten und schlimmsten Gefühle überhaupt: die Scham. Egal ob vor uns selbst oder vor den anderen – ich weiß gar nicht, was von beiden tatsächlich schlimmer ist.

Bei mir sind es definitiv die anderen. Sagen, nein… Zugeben zu müssen, dass ich falsch lag, dass es nicht funktioniert hat und reumütig in einen Angestelltenjob zurückzukehren ist einer meiner größten Alpträume überhaupt. Ja, das ist vielleicht nicht heldenhaft und weise, aber es ist die Wahrheit. Ich höre schon die freundlichen Stimmen, die sagen: Hey, das ist doch nicht so schlimm, Du hast es wenigstens versucht!

NEIN, DAS GEHT GAR NICHT. ICH WILL NICHT. NEIN, NEIN, NEIN und DOCH, DAS IST SCHLIMM. Und soll ich Dir was sagen, genau diese Angst will ich am allerwenigsten loswerden.

Warum? Im NLP nennen wir das „Propulsion System“ (Antriebs-System). Das bedeutet folgendes: Für meine Arbeit als Coach habe ich einen sehr starken Hin-Zu Antrieb, das heißt, ich möchte erreichen, dass gaaaanz viel Coaches, gaaaanz erfolgreich werden (um es mal vereinfacht auszudrücken). Ich habe also ein Ziel, eine Vision, die mich sehr stark antreibt.

Es gibt allerdings Situationen, in denen reicht dieser Antrieb nicht aus. Schlechte Momente oder wenn mal Dinge zu tun sind, für die ich mich so gar nicht motivieren kann. Solche Momente hat (glaub ich) jeder Mal. Wenn das Ziel, die Vision so weit weg erscheinen und/oder überhaupt alles aussichtslos ist.

In diesen Momenten greift sehr effektiv, mein Von-Weg Antrieb. Die Vorstellung, dass… NEIN! Dann schreib ich lieber auch diesen Blogartikel noch um 1 Uhr nachts fertig. 😉

Mein Von-weg und Hin-zu-Antrieb wirken hier also sehr gut zusammen. Extra Beschleunigung sozusagen. Und im Übrigen glaube ich ja, dass ich diese Angst überhaupt nur habe, weil mir das was ich tue so verdammt wichtig ist. Sonst könnte es mir ja egal sein.

 

Das waren die TOP 7 Ängste, das Elixier aus so vielen Gesprächen. Und nun interessiert mich natürlich, wie Du darüber denkst! Welche Strategien hast Du entwickelt, um Deine Ängste zu überwinden?

Liebe Grüße
Christina

ein gutes team

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Danke an Nils Terborg von www.deineperfektebeziehung.de für diese wunderbare Blogparade: „Blogger packen aus“

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Nur falls Du keine Ahnung hast, was eine Blogparade überhaupt ist und wie das funktioniert, kannst Du das hier nachlesen.

Sinn und Zweck ist, dass unsere Leser auch andere Blogs kennenlernen und… mehrere, ganz verschiedene Standpunkte zu einem Thema kennenzulernen ist sicher auch interessant.

Das Thema dieser Blogparade ist:

Was war deine wichtigste Beziehungserfahrung?

Über diese Frage habe ich jetzt eine Weile nachgedacht, denn zu allererst sind mir die wichtigsten Menschen eingefallen, die es derzeit in meinem Leben gibt. Doch es geht ja hier gar nicht um die wichtigsten Menschen, sondern um Erfahrungen. Dann ist mir als nächstes die Beziehung zu mir selbst eingefallen. Ja, ich würde sagen, dass diese Beziehungserfahrung eindeutig die wichtigste meines Lebens war. Darüber könnte ich wohl einen eigenen Blog füllen.

Da es in dieser Blogparade jedoch schon einige andere Experten für das Thema Selbstliebe und Partnerbeziehungen gibt, möchte ich mich einer anderen, sehr wichtigen Erfahrung widmen:

Die Beziehungserfahrung mit meinen Kunden

Die Veränderung und die Entwicklung in dieser speziellen Beziehung hat mein Leben nämlich auch dramatisch beeinflusst und tut es noch heute. Ich wachse jeden Tag daran. Ist sie perfekt? Nicht immer, aber immer öfter geht es in die richtige Richtung.

Wie es mal war… (oder mein Single-Dasein Teil 1)

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, war die Beziehung zu meinen Kunden nicht die allerbeste. Das lag natürlich nicht an mir. Meine Kunden waren alle doof. Denn entweder sie kamen erst gar nicht oder ich war ihnen zu teuer. Ich war der Meinung, die sollten sich alle mal ein besseres Werteverständnis aneignen. Hatten die denn eigentlich keine Ahnung, was so ein Coaching bei mir wert war? Kapierten die nicht, dass und wie sehr ich ihr Leben verändern konnte?

woman standing on the head of thoughtful manMit ziemlich hohem (und ziemlich nutzlosem) Aufwand versuchte ich, all die Menschen da draußen, für die ich und meine Arbeit doch so wertvoll sein konnte, davon zu überzeugen. Also nur um es nochmal deutlich zu sagen: Praktisch ALLE Menschen können von dem was ich kann, profitieren. Ich war mir sicher, dass sie es irgendwann verstehen würden. Ich musste nur dranbleiben. Diese leicht Ahnungslosen… der Groschen würde schon irgendwann fallen.

Ist er dann auch… nur nicht bei den anderen.

Mein Thema damals war noch hauptsächlich die Hochbegabung. Und ich war überzeugt, dass wirklich jeder Menschen eine Hochbegabung hat, die irgendwo in ihm schlummert und die es Wert ist gelebt zu werden. (In diesem einen Punkt hat sich meine Meinung übrigens bis heute nicht geändert).

Meine Mission war: So viele Menschen wie nur möglich sollten ihre Begabung leben. Ihr Potential ausschöpfen. Praktisch war ich damit schon fast in der Lage, die Welt zu retten. War das nicht offensichtlich? Warum kam dann (fast) keiner? Hallo, ich war die Expertin!

Was dann passierte… (oder mein Single-Dasein Teil 2)

Gut, dass diese Phase meines Lebens nicht allzu lange dauerte. Sie hätte mich beruflich wohl Kopf und Kragen gekostet.

Irgendwann fiel dann eben der Groschen… und natürlich bei mir. Mir wurde klar: es geht hier gar nicht um mich. Es geht nicht darum, wie toll ich bin und was ich alles zu Geben habe. Es geht nur um den Kunden. Es geht darum, welche Probleme der Kunde hat und was er haben will. Es geht darum, alles aus Kundensicht zu betrachten. Der Kunde ist König.

36cc04f1-e2b1-4edd-ae78-4616b9776479Moment, was bin dann ich? Ah ja klar, der Hoflieferant. Also liefere ich alles, was der Kunde haben will. Ich richte mein Angebot voll und ganz danach aus. Ich überlege, was der Kunde auf meiner Homepage lesen will, was ihn anspricht, ich hübsche mich auf, Minirock, Lippenstift… ähäm, nein sorry, kleiner Abrutscher in meine Twen-Zeit. Also ich tue auf jeden Fall alles, damit der Kunde mich attraktiv findet.

Ja, gewissermaßen entspricht dieser Zeitabschnitt in meinem Business dem Zeitabschnitt in meinem Leben, indem ich aus der besserwisserischen Teenagerzeit herausgewachsen und eine junge Erwachsenen geworden war. Und ja, ich hatte diese Phase, in der ich unbedingt allen gefallen wollte. Damals war das zwischen 20 und 25. Im Business ist es zwischen „Meine Kunden werden schon erkennen…“ und „Ich bin Partner meiner Kunden“.

Glücklicherweise hat das nicht 5 Jahre oder so gedauert. Ich werde älter, schlauer und schneller. 😉

Nächster Schritt: Die Partnerschaft.

Ich habe relativ schnell begriffen, dass es als Hoflieferant also auch nicht wirklich funktioniert. Zumindest nicht so, dass ich mich dabei wohlfühle. Was ist also die beste Rolle? Wie funktioniert eine Partnerschaft mit Kunden?

Meine 3 wertvollsten Zutaten für sehr gute Kundenbeziehungen:

1. Respekt und Wertschätzung

Aus meiner Single-Phase 1 nehme ich mit, dass es in meinem Business darum geht, meinen Kunden eine Lösung anzubieten, die sie brauchen. Es geht nicht darum, was ich alles kann, wie viele Zertifikate ich habe und wie toll das alles ist. Seitdem ich respektiere, welche Sorgen, Nöte, Wünsche und Ziele meine Kunden haben geht es nicht mehr um meine Methoden, sondern darum, wie und was sie bewirken können und welche Lösung sie bringen.

  • Seitdem steht auf meiner website auch nicht mehr als erstes: „Herzlich willkommen. Ich bin…“.
  • Die Über-mich-Seite ist nicht gleich am Anfang im Menü.
  • Bevor ein „Ich“ irgendwo auftaucht, liest mein Besucher zuerst ein „Du“, „Deine“ und „Dich“ und die Worte „Coach“, Positionierung“ und „kostenloser E-Kurs“.

In meinem Blogartikeln kommt dann das „ich“ schon relativ häufig vor, weil ich gerne aus meinem persönlichen Nähkästchen plaudere, anstatt in theoretischen Floskeln. Doch auch hier habe ich im Blick, dass die Geschichten, die ich erzähle einen Nutzen für meine Leser haben.

2. Selbstwert

Aus Phase 2 nehme ich mit, dass es für mich und auch für meine Kundenbeziehung nicht gut ist, den Kunden über mich zu stellen. Ja, mein Kunde ist schon noch König, doch mir gefällt es besser, mich in der Rolle des unabhängigen, königlichen Beraters, oder sollte ich besser sagen, des königlichen Coaches 😉 wiederzufinden.

In dieser Funktion sehe ich mich auf Augenhöhe des Kunden bzw. Klienten. Dazu ist ein gesunder Selbstwert nötig. Ich kann diese Rolle nur dann gut ausfüllen, wenn die Bedingungen der Zusammenarbeit für beide Seiten stimmen.

  • Ich will authentisch sein können
  • Ich muss mir selbst klar darüber sein, was ich und meine Arbeit wert ist und
  • der Preis für meine Leistungen darf einen passenden Gegenwert darstellen, so dass ich nicht unbewusst meinen Klienten in die Rolle des Schuldners bringe.

Ich glaube, dass ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen enorm wichtig ist. Wer sich selbst (vorallem gefühlt!) unter Wert verkauft, drückt nicht nur die fehlende Wertschätzung sich selbst gegenüber aus, sondern entzieht auch dem Kunden die Möglichkeit für einen adäquaten Ausgleich zu der empfangenen Leistung. Wer geht schon gerne aus einer Begegnung mit einem Gefühl von Restschuld (wenn auch vielleicht unbewusst)?

3. Vertrauen

Aus alledem und einer zusätzlichen Zutat entsteht eine Vertrauensbasis zum Kunden. Die weitere Zutat ist Verlässlichkeit.

Noch vor ein paar Monaten hätte ich mich absolut gescheut, immer und immer wieder mich und mein Angebot so präsent zu zeigen. Ich wollte nicht aufdringlich wirken und auf keinen Fall irgendjemanden zumüllen. Jetzt will ich immer noch niemanden zumüllen, doch ich habe gelernt, dass es ein großer Unterschied ist, Menschen zu belästigen oder zu zeigen, dass ich „immer noch da“ bin. Die heutige Zeit ist schneller denn je. Woher sollen Kunden wissen, dass es mich noch gibt, wenn sie wochen- oder monatelang nichts von mir hören?

  • Ich zeige mich verlässlich jede Woche mit meinem Blogartikel und Newsletter und
  • fast jeden Tag auf facebook.
  • Ich bin da.

Meine wichtigste Beziehungserfahrung mit meinen Kunden ist kurzgefasst also folgende:

Eine gesunde und glückliche Partnerschaft mit meinen Kunden basiert genau auf den gleichen Werten wie jede andere Partnerschaft auch. Auf Respekt & Wertschätzung, gesundem Selbstwert und Vertrauen.

All das resultiert in meiner Welt ohnehin aus der Selbstliebe. Womit wir wieder am Anfang wären, nämlich bei der perfekten Beziehung – zu Dir selbst. Und ich denke, ich habe auch das Ziel dieser Blogparade erfüllt – Du kennst mich jetzt wieder ein Stückchen besser. 🙂

Gibt es für Dich noch weitere Zutaten? Ich freue mich auf Ergänzungen oder Gedanken zu diesem Artikel. Wir sehen uns in den Kommentaren.

Liebe Grüße

Christina

PS: Weitere interessante Artikel zum Thema „Meine wichtigste Beziehungserfahrung“ findest du hier:

 

Zum ersten Mal hier? Ich würde Dich gerne als Leser gewinnen. Wenn Du also Interesse hat an wöchentlichen Infos und Inspirationen zum Thema „Coach und Unternehmer sein“, dann trag Dich doch hier ein.



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Businesswoman using laptop away from co-workers

Ich bin Coach. – Ah ja, und für was? oder Der ideale Klient

Vor einiger Zeit war ich auf einer größeren Veranstaltung und bin mit einigen interessanten Leuten ins Gespräch gekommen. Eine der neuen Bekanntschaften fragte mich, was ich denn beruflich tun würde. Etwas so in der Art: „Und was machen Sie beruflich?“

Kleiner Zwischengedanke: Ich habe mir vor einiger Zeit bereits einen Elevator Pitch ausgearbeitet. Das ist ein Satz (oder zwei) der auf den Punkt bringen soll, was ich beruflich mache und das sollte möglichst so formuliert sein, dass es möglichst interessant für das Gegenüber klingt und neugierig macht. Für alle die den Begriff nicht kennen, das Ding heißt Elevator Pitch, weil es eine persönliche Vorstellung in dem Rahmen ermöglichen soll, die eine Aufzugfahrt dauern kann. Also nicht so sehr lange. Auf jeden Fall keine Zeit für ausschweifende Erklärungen und Hintergrundgeschichten. Erwiesenermaßen haben wir ja nur wenige Sekunden, um unseren Gesprächspartner davon zu überzeugen, dass wir etwas wirklich Interessantes zu sagen oder anzubieten haben.

Mein Elevator Pitch lautet:

Ich unterstütze Coaches darin, ein profitables Geschäftsmodell zu finden, das genau zu ihrem Potential und Lebensstil passt.

Klingt doch nicht schlecht oder? Naja, so viel dazu.

Zum Zeitpunkt des obigen Gesprächs war ich da noch nicht so klar und ich antwortete: „Ich bin Coach.“ Sehr spannend. Und daraufhin folgte auch prompt die Gegenfrage „… ah ja. Und für was?“

Das war für mich die Aufforderung, meine halbe Lebensgeschichte zu erzählen. Ich hatte keine eindeutige Botschaft parat, also holte ich weit aus und erklärte, wie ich geworden war, was ich jetzt bin und warum. Nach einigen Minuten merkte ich zwar meist, dass die Aufmerksamkeit meines Gesprächpartners drastisch absank, doch jetzt war ich schon mittendrin. Ich konnte doch unmöglich aufhören, bevor ich nicht wenigstens gesagt hatte, was am Ende meiner Reise zum Coachsein rauskam.

Dabei war ich selbst noch nicht einmal am Ende dieser Reise angelangt. Ich hatte damals noch keine eindeutige Positionierung. Und… auch noch keine Kunden.

Der Weg zur Sichtbarkeit

Meine jetzige Positionierung auszuarbeiten hat mich ca. 2 Jahre und etliche Seminare und Fortbildungen gekostet. Seitdem mir selbst ganz klar ist, was ich machen möchte, ist es auch meinen Lesern und Kunden klar und sie kommen zu mir.

Eines der größten Geheimnisse dazu hat mir Marie Forleo in ihrer B-School geschenkt (naja ok, geschenkt ist übertrieben, der Kurs war teuer und jeden Cent wert!) und ich teile es gerne hier mit Dir. Sie nennt es ICA – Ideal Costumer Avatar. Auf deutsch nenne ich es: Dein idealer Klient.

Es gibt natürlich noch ein paar mehr sehr wichtige Bausteine für die eigene Posititonierung – dazu später mehr – doch dieses Tool ist sowohl für Coaches, als auch für sonst jeden superhilfreich, der seine Kunden perfekt persönlich ansprechen will.

Seitdem ich meinen idealen Klienten gefunden, oder besser gesagt, erschaffen habe, weiß ich immer genau, an wen ich mich mit meinem Business richte. Egal mit welcher Botschaft. Damit positioniere ich mich klar und steche aus der Masse raus.

Der ideale Klient

Wie erschafft man sich also seinen idealen Klienten?

Das ist eigentlich ganz einfach. Wenn Du Dir einen Klienten aussuchen dürftest, also den perfekten Klienten… wäre das ein Mann oder eine Frau?

Möööööp – wer jetzt sagt: „Ich arbeite aber gerne mit beiden Geschlechtern und will niemand ausschließen“ ist schon raus. 😉 Darum geht es hier nicht. Meine ideale Klientin ist eine Frau. Trotzdem kommen Männer zu mir ins Coaching. Wie das? Einfach nur deswegen, weil ich eindeutig und klar bin.

Also wir versuchen es nochmal. Stell dir vor die gesetzlichen Bestimmungen ändern sich und Du darfst nur noch ein Geschlecht coachen. Du musst Dich jetzt entscheiden. Mann oder Frau?

Ok, ich hoffe, der Punkt ist jetzt durch. Dann geht’s weiter:

Geh ins Internet, rufe die Google Bildersuche auf und gib Mann oder Frau ein, je nachdem was Du gewählt hast. Such Dir jemand aus, der Dir auf Anhieb supersympathisch ist. Druck das Bild ungefähr in Passbildgröße aus (ist ausschließlich für Deine Übung hier, also kein Problem) und klebe es in die Mitte eines DIN A4 Blattes. Dann schreib drum herum stichpunktartig folgendes auf: (der einfacheren Lesbarkeit halber wähle ich ab jetzt die männliche Form)

  • Was ist das Geburtsdatum des Klienten? (Ich will damit eine „Zwischen … und … Jahren -Antwort“ vermeiden.)
  • Welche Haarfarbe hat er?
  • Wo lebt er? Land, Stadt, Ort, Dorf? Wo genau?
  • Wie lebt er? Haus, Wohnung, Villa am Meer?
  • Was arbeitet er?
  • Welche Hobbys hat er?
  • Welche Haustiere hat er?
  • Welche Eigenschaften hat er?
  • Welche besonderes Fähigkeiten hat er?
  • etc. (Was Dir sonst noch einfällt)

Dann kannst Du auf dem nächsten Blatt folgende Fragen beantworten:

  • Welche Träume, Hoffnungen und Ängste hat er bezüglich seiner gegenwärtigen Situation und der Zukunft?
  • Was erhofft er sich von Dir als Coach?
  • Was denkt und fühlt er, wenn er Dein Angebot zum ersten Mal sieht?
  • Was denkt und fühlt er, wenn er Dein Angebot bucht?
  • Was wäre das optimale Ergebnis Deines Angebots für ihn?

Wenn Du das alles schriftlich beantwortet hast, bist Du den Kunden, die für Dich richtig und für die Du richtig bist, schon etwas näher gekommen.

Liebe Grüße

Deine Christina

 

 

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Du bist unglücklich, weil Du keine Kunden hast? Es ist umgekehrt!

Bist Du unglücklich, weil Du keine Kunden hast? Es ist umgekehrt:

Du hast keine Kunden, weil Du nicht glücklich bist.

Als Coaches haben wir Vorbildfunktion, kein Mensch will einen Coach, der es „selbst nicht drauf hat“. Was auch immer. Wenn jemand sich einen Coach sucht, dann will er jemanden, der das Leben lebt, das er selbst gerne hätte oder das Ziel erreicht hat, das er selbst gerne erreichen will. Soweit alles klar.

Wir suchen uns also als Coach jemanden, zu dem wir aufschauen können, weil er in irgendeiner Weise eine tolle Ausstrahlung hat.

Welche Ausstrahlung aber hat jemand, der verzweifelt auf der Suche nach Kunden ist? Und selbst, wenn das nicht das drängende Problem wäre, gibt es ja auch im Leben von Coaches immer wieder Situationen, wo es mal nicht so rund läuft. Sei es Ärger mit dem Partner, Stress mit den Kindern oder sonstige missliche Umstände, die uns nicht grade vor Glück sprühen lassen.

Leider ist unseren Kunden das herzlich egal.

Sie scheinen praktisch zu spüren, dass wir grade gar nicht so vorbildlich unterwegs sind. Und natürlich spüren sie es, weil wir es unterschwellig ausstrahlen. Mit jedem Satz, den wir sprechen oder irgendwo schreiben und über unsere Körpersprache, die so ein schlechter Lügner ist.

Ich will dazu ein kleines Beispiel erzählen:

Vor einigen Jahren war ich noch Trainerin und habe Schulungen für Azubis gegeben. An manchen Tagen war die Stimmung super, an manchen nicht so. Eine Zeitlang war ich versucht, es liebevoll auf die Teilnehmer zu schieben: „Die sind halt heute einfach mal schlechter drauf, kann ja mal vorkommen.“ Nach einer Weile merkte ich jedoch, dass die Teilnehmer in Wahrheit nur ein perfekter Spiegel für mich waren.

Natürlich habe ich nun an diesen schlechteren Tagen nicht einfach meinen Launen freien Lauf gelassen. Ich war mir ja meiner Verantwortung soweit schon bewusst. Wenn ich mal morgens nicht so gut drauf war, habe ich mich in mein Büro gestellt und so lange künstlich gegrinst, bis ich besser gelaunt war (inzwischen ist ja wissenschaftlich belegt, dass nicht nur unsere Gefühle unsere Körperhaltung beeinflussen, sondern auch unsere Körperhaltung unsere Gefühle), erst dann habe ich in den Seminarraum betreten. 🙂

Das hat bis zu einem gewissen Grad auch funktioniert. Doch wenn wirklich irgendetwas Schlimmeres mich bedrückte oder mir irgendwelche Sorgen im Hinterkopf rumgeisterten, dann konnte ich das, trotz aller Gute-Laune-Versuche, den Teilnehmern nicht wirklich verbergen.

Also es war nicht so, dass sie es mir bewusst anmerkten. Ich bin sicher, die allermeisten hätten nicht mal sagen können, dass sie sich irgendeines negativen Einflusses bewusst gewesen wären. Und trotzdem war da weniger Aufmerksamkeit, mehr Unruhe, etc.

Wie ist das nun als Coach mit Deinen Kunden?

Ich habe mal einen interessanten Artikel gelesen zum Thema „Wie vermeide ich es, needy zu wirken?“ Da standen dann interessante Tipps und Tricks, was man besser tun oder lassen sollte, um nicht den Eindruck zu erwecken, etwas (z. B. Kunden) dringend zu brauchen. Das ist schon ganz nett.

Doch ich behaupte, dass das nicht die Stellschraube ist, an der sich wirklich etwas bewegt. Die Stellschraube mit der viel größeren Wirkung ist Deine wahre innere Haltung. Ich behaupte auch, dass Du diese mit 1000 Tricks nicht wirklich verbergen kannst. Am Ende kommt die wirkliche Energie immer unterschwellig an. Ein Wort, ein Blick, ein Link zuviel auf Deine Homepage irgendwo… es kommt IMMER an.

Was kannst Du also tun, um Deine innere Haltung, Dein inneres Strahlen, wieder zurückzubekommen?

Dazu hat mir diesmal Jyotima Flak einen sehr schönen Tipp gegeben. Jyotima ist Glücks-Coach und Spirituelle Lehrerin.

Sie hat mir für Euch eine kleine Übung geschenkt. Hier ist, was JyotiMa zum Thema Glück sagt:

Gastbeitrag von JyotiMa Flak

jyotimaflak_glueckscoach_400„Erfolgs-Coach, Sexbombe, Energie bis zum Umfallen sind nicht gerade die Worte, mit denen man dein Leben beschreiben könnte?

Im Moment jedenfalls gerade nicht? Hast du die Leidenschaft an dem, was du tust, verloren?

Ist das gerade deine Situation?

  • Du hast so viel Stress, dass du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist.
  • Du bist ausgebrannt, du hast Nackenschmerzen.
  • Das, was du tust, macht dich leer – dabei war es mal deine Leidenschaft.
  • Du hast das Gefühl, du hast die Führung über deinen Job und dein Leben verloren.

Du würdest gerne:

  • Dich wieder energiegeladen fühlen.
  • Verrückte Dinge wagen, ohne dass du die Kontrolle behalten musst.
  • Selig lächelnd an deine letzten Unternehmungen denken und
  • deine Kunden gutgelaunt tausendfach besser beraten.
  • Erfolgreicher und glücklicher durchstarten.

Hi, ich bin JyotiMa. Lass uns deine Leidenschaft und Lebensfreude zurückerobern.

Du darfst an dich am meisten denken, wenn du andere führen möchtest. Wenn du dein Herz nicht offen halten kannst, dich leer und ausgebrannt fühlst, der letzte Urlaub viel zu lange her ist – dann ist die folgende Übung ein wichtiges Hilfsmittel für mehr Kraft & Freude in deinem Alltag und um für dich neue Aktivitäten & Erlebnisse, die dich glücklich machen, zu erobern:

postkarte_jyotimaflak

Drucke die Postkarte aus.

Nimm dir ein paar Minuten für dich und brainstorme über die Fragen. Trage deine Stichworte ein und sage „Ja“ dazu, sie definitiv zu erobern:

Mache das, was du dir einträgst, immer wieder und denke an dich und deine Vorbildfunktion. Wenn du anderen helfen willst, fange immer wieder bei dir an.

Gehe in Kontakt mit dir und deiner Liebe, frage um Hilfe, mach etwas für dich, investiere in deine Kraft. Damit zauberst Du wieder mehr Power und Lebenslust in deinen Alltag.

Alles Liebedeine JyotiMa Flak
Glücks-Coach
– aus dem Grau in dein Abenteuer Freiheit

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Vielen Dank JyotiMa für diese wunderschöne Übung!

 

Toll, dass ich heute einen so wunderbaren Gast für Dich hier auf meinen Blog einladen konnte.

JyotiMa und ich freuen uns auf Deine Kommentare! 🙂

Liebe Grüße

Christina

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