Selbstwert & Geld

Wie viel Geld ist Dein Selbst wert?

In meinem bisher erfolgreichsten Artikel „Bist Du noch Coach oder verdienst Du schon Geld?“ ging es hier bereits einmal um das Thema Geld. Dass ich es nun nochmal aufgreife, hat ziemlich viele und vor allem gute Gründe.

In den letzten Tagen ist eine wahre Flut von – nennen wir es mal wertfrei – Erlebnissen über mich hereingebrochen. So mein Empfinden, ich weiß es natürlich besser. Diese Erlebnisse habe ich selbst in mein Leben gerufen und sie sind alle perfekt, um mich weiterzubringen, auch wenn ich bei einiger dieser „Erlebnisse“ erstmal ziemlich angenervt war… um es mal sanft auszudrücken. 😉

Was war denn los?

fragst Du jetzt vielleicht und um Dir das zu beantworten, will ich Dir kurz etwas sehr persönliches verraten, ohne das diese ganze Story ziemlich sinnlos erscheinen würde.

Mein Mann und ich sind beide Freiberufler. Wir verdienen zusammen gutes Geld. Bevor ich in die Babypause ging, war mein Anteil daran schon ansehnlich. Dann sank er während der Babypause auf Null – logisch. Und seit 2013 baue ich nun meinen Anteil wieder auf. Das funktioniert langsam, aber stetig. Es sieht inzwischen schon ganz gut aus. Mein Online-Coachingprogramm wird gekauft und seitdem werden auch mehr Live-Coachings bei mir gebucht.

Doch unser Ziel ist es, dass ich den Löwenanteil übernehmen kann und dahin ist es doch noch ein Stückchen. Ich wünsche mir mehr Berufszeit und mein Mann wünscht sich mehr Kinderzeit. Am besten JETZT GLEICH. Der Deal zwischen uns ist perfekt.

Das Universum allerdings hat das irgendwie noch nicht so richtig mitgekriegt! Hey, da oben, Deal???

Also… wovon wir konkret reden1 ist ein monatliches Umsatzziel von 15.000 Euro. Das ist doch nicht zu viel verlangt oder? Oder doch?

Und genau hier fängt es an, interessant zu werden. Was genau ist es in mir, das verhindert, dass genau dieses Geld zu mir kommt? Im Grunde ist die Antwort immer dieselbe. Mein Selbstwert ist (noch) nicht hoch genug. (Und das Leute, obwohl ich nun seit ca. 15 Jahren daran arbeite! Frechheit oder?)

Und in den letzten Tagen sind dann eben einige Dinge passiert, die im Grunde ALLE das gleiche Thema hatten:

Meinen Selbstwert

Ok, wenn Du das hier jetzt gleich liest, wirst Du Dich vielleicht fragen, warum das alles mit Geld zu tun hat. Ich denke, wenn Du die Geschichte zu Ende liest wird es wieder rund werden. Es ist eine kleine Heldenreise und sie beginnt im Alltag als ich noch dachte, alles ist besten und ich fühle mich ganz toll.

Es begann letzte Woche:

Donnerstag:

Child Watching TV

Endlich habe ich mich mal aufgerafft und an einem WIN-Treffen teilgenommen. Vortragende an diesem Abend: Sonja Kreye – Business Celebrity: Werden Sie zur Expertin in Ihrer Branche.“ Sonja hat mir in ihrem spannenden Vortrag klargemacht, dass es mein eigenes Mind-Set ist, das bestimmt, wie ich von außen wahrgenommen werde. Als netter Coach und Bloggerin – oder als Expertin auf meinem Gebiet. Natürlich bin ich letzteres. Doch letztlich ziehe ich Kunden nicht damit an, was ich bin, sondern was ich von mir glaube, dass ich bin. Oder vielmehr: im Grunde bin ich eben wieder nur oder genau das, was ich glaube zu sein.

Nach diesem Abend war ich sehr nachdenklich…

Ich verlasse damit meine gewohnte (Gedanken-)Welt und ohne es zu wissen, starte ich meine Heldenreise.

Freitag:

Child Watching TV

Es ist Nachmittag. Mein Mann macht sich auf zum Wochenend-Trainingslager. Er ist keine 30 Minuten außer Haus, da beginnen die Weihnachtsplätzchen, die meine Tochter gegessen hat, ihre Wirkung zu entfalten. Ausschlag über und über, sie weint vor Juckreiz und Schmerzen. Wir wissen, dass sie eine Nussallergie hat und dass sie die falschen Plätzchen erwischt hat, habe ich nicht mitbekommen. Ich rufe meinen Mann zurück. Glücklicherweise hilft das Notfall-Zäpfchen, das wir dafür immer zu Hause haben, doch bis einigermaßen eine Linderung eintritt, vergeht natürlich noch eine Weile. Immerhin müssen wir diesmal nicht ins Krankenhaus. Irgendwann schläft sie auf meinem Bauch kauernd ein.

Ich fühle mich elend. Natürlich kann ich im Grunde nichts für diesen Vorfall. Doch die Woche ist schon irgendwie nicht so gut gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte, die Gedanken vom Vortag hängen mir noch nach, ich bin erschöpft und überhaupt… mein Selbstwertgefühl befindet sich in der Abwärtsspirale oder anders gesagt…

Ich bin auf meiner Heldenreise auf dem Weg in die Unterwelt.

Samstag:

Child Watching TV

Mein Mann konnte doch noch ins Trainingslager fahren und ich will den Tag mit den Kindern bei Omi verbringen. Doch vorher muss ich unbedingt noch kurz bei meinem Pferd vorbeifahren. Ich war die ganze Woche nicht dort. Habe es einfach nicht geschafft. Dort am Offenstall treffe ich auf meine Freundin und die versichert mir, dass die Knoten in der Mähne ihres Pferdes nur deswegen nicht so schlimm sind wie die in der Mähne von meinem, weil sie es halt einfach öfter bürstet. Ich weiß, dass der nicht böse gemeint war und… der saß. Schuldig im Sinne der Anklage. Ich mache aber irgendwie auch gar nichts richtig.

Alle meine Erfolge der letzten beiden Jahre sind wie weggewischt. Gefühlt.

Ich treffe auf meine eigenen Dämonen und ich sag’s Dir, die sind nicht nett.

Sonntag:

Child Watching TV

Als mein Mann mittags vom Trainingslager heimkommt, sitze ich auf der Treppe und heule. Tiefpunkt. Ablenkungsprogramm am Nachmittag. Gegen Abend komme ich auf folgenden Gedanken: „Ich glaube, ich hatte noch nie eine so große Chance zu scheitern wie jetzt!“ Ok, bei dem Satz geht NLP-technisch noch was, doch er macht mir klar, warum ich diesen ganzen Zirkus inszeniere.

Ich hatte einfach Angst. Und Angst ist das Gegenteil von Selbstvertrauen. Und Selbstvertrauen speist meinen Selbstwert – oder eben auch nicht.

Die Transformation beginnt.

Montag:

Child Watching TVIch bekomme einige tolle Geschenke und eine Prüfung

Ich lese den wunderbaren und natürlich gerade genau passenden Beitrag von Vladi auf seinem affenblog und den von Gordon Schönwalder von Podcast-Helden und beide berühren mich sehr.

Kirsten Kailbach, meine persönliche Heldenreise-Heldin ist zu Besuch und schenkt mir ein paar tolle Erkenntnisse.

Am Abend gebe ich ein kleines Webinar – mein allererstes überhaupt – und ich bin ziemlich aufgeregt. Es klappt technisch nicht alles perfekt und trotzdem sind die Teilnehmer sehr zufrieden und begeistert.

Ich erlebe, dass ich drei Dinge in meinem Leben unterschätzt habe:

– wie viel Unterstützung da ist, wenn ich welche brauche.

– wie sehr ich mich auf meine Fähigkeiten verlassen kann.

– wie viel ich tatsächlich wert bin.

Dienstag:

Child Watching TV

Meine kleine Heldenreise hat mir neue Energie gegeben und mein Selbstwertgefühl erweitert. Ich gehe mit einem neuen Gefühl an die Arbeit und wunderbare Dinge passieren, alle an einem Tag, alle – heute:

– Tolle Kooperationen entstehen
– Menschen kontaktieren mich für ein Coaching, von denen ich vorher gedacht hätte, dass ich „zu klein“ bin, als dass sie mich als Coach buchen würden
– Ich bekomme Dankeschön-Nachrichten für meine Arbeit

Ich bin wieder da! Doch ganz anders als zuvor. Die Heldenreise ist (für dieses Mal) zu Ende.

Und das Geld?

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß wie ich ticke: Wie innen, so außen. Und es fängt immer im Innen an. Ich bin gewachsen. Mein Selbstwertgefühl auch. Und ich fresse einen Besen, wenn sich das nicht in Kürze bemerkbar macht. Die ersten Zeichen sind ja schon sichtbar… und ich werde Dich auf dem laufenden halten. Oft geht es ja viel schneller, als wir denken! 😉

Liebe Grüße
Christina