Concept Image. Another Side Of Human.

Die 7 größten Ängste, die Deinen Traum zerplatzen lassen

In den letzten Wochen habe ich mit sehr vielen Coaches (bzw. Menschen, die sich gerade als Einzelunternehmer selbständig machen) gesprochen.

Es ist toll, wie viele Menschen da draußen einen Traum haben. Den Traum, anderen Menschen zu helfen, wirklich etwas zu bewegen, ein eigenes Business aufzubauen.

Und in fast jedem Gespräch sind mir Ängste begegnet. Ängste, die ich selbst gut kenne oder kannte.

Das ist das Schöne in meinem Beruf als Coach. Bei jedem Gespräch lernst Du etwas über die Menschen – und über Dich selbst.

Die Essenz

Hier ist die Essenz aus all den Begegnungen mit diesen tollen Menschen, die oft nur einen kleinen Schritt vom Erfolg entfernt sind. In ganz vielen Fällen ist es eine oder mehrere Ängste, die sie diesen letzten Schritt nicht tun lassen, der nötig ist, um aus dem grauen Nebel der unbedeutenden Masse ans Licht zu kommen.

Hier sind die 7 Ängste, die mir immer wieder begegnen, die so echt sind, wie die Menschen, die sie haben und die auf alle Fälle ALLE eines gemeinsam haben: sie sind überwindbar!

1. Die Angst, der Traum könnte platzen

Das ist einer der größten Verhinderer überhaupt. Viele Menschen haben wunderbare Träume. Und solange sie diese nicht anpacken, können sie auch nicht kaputtgehen. Dass sie sich dadurch auch niemals erfüllen, nehmen viele in Kauf.

Und so reden wir immer wieder über unsere Träume und das lässt uns in der schönen Illusion, dass wir es hätten schaffen können, wenn nur…

Am Ende meines Lebens will ICH nicht dastehen und sagen: „Ich hätte es ja versucht, wenn nur…“. Und Du?

2. Die Angst, nicht gut genug zu sein

Wir haben uns fortgebildet ohne Ende. Wir haben Zertifikate. Wir haben Lebenserfahrung. Wir sind wirklich gut.

Ich kenne inzwischen so viele tolle und gebildete Menschen, vornehmlich Frauen, die von sich glauben, noch nicht gut genug zu sein, dass es schon fast weh tut.

Und ja, diese spezielle Baustelle war lange auch meine. Irgendwann war jedoch Schluss. Ich hatte keine Lust mehr auf Bescheidenheit und diesen ganzen – sorry – Mist!

Und Du?

3. Die Angst vor Konkurrenz

Vielleicht ist diese Angst auf „die Angst, nicht gut genug zu sein“ begründet… wie auch immer… ich erlebe diese Angst als solches immer wieder sehr konkret bei meinen Kunden.

Ich selbst kenne diese Angst kaum. Ja wirklich. Ich habe schon vor 10 Jahren als Trainerin alle meine Unterlagen mit meinen Kolleginnen geteilt. Warum sollten wir uns die Arbeit doppelt machen? Und auch heute als Coach weiß ich eines ganz sicher: für jeden Coach sind genügend und genau die richtigen Kunden da. Das einzige Problem ist, dass sie uns vielleicht nicht finden, weil wir „unsichtbar“ sind. Doch daran sind nicht die Kollegen schuld.

Vielleicht ist es abgedroschen, doch jeder von uns ist einzigartig. Es gibt keine Konkurrenz. Bist Du noch meine Konkurrentin oder zeigst Du Dich schon?

4. Die Angst, die eigene Idee ist nicht gut (oder exklusiv) genug.

Wer sicher gehen will, dass die eigene Idee nicht gut genug ist und dass es das gleiche Produkt schon 100 mal gibt, wer also sicher sein will, niemals mit dem eigenen Projekt zu starten, der gehe ins Internet und sehe sich immer und immer wieder an, was die anderen machen.

Ich hab das dann mal ausprobiert… und ich kann Dir sagen: Das ist NICHT witzig.

Natürlich bin ich nicht der erste Coach, der anderen bei der eigenen Positionierung hilft bzw. dabei unterstützt das eigenen Business smarter zu gestalten. Doch ich bin ganz gewiss die einzige, die es auf meine Weise tut. Und natürlich gibt es bei „meiner Weise“ ebenfalls Überschneidungen mit anderen. Es gibt wahrscheinlich keine Komponente in meinem Tun oder Sein, die es nicht auch schon woanders gibt. Doch wie bei den Genen kommt es nicht darauf an, dass da plötzlich ganz neue Bausteine wären. Es sind immer die gleichen, die Kombination ist jedoch jedesmal einzigartig.

Irgendwie gleicht das nun der Angst vor Konkurrenz. Was ist der Unterschied? Ich glaube, hier steckt in Wahrheit weniger der Vergleich mit anderen dahinter, sondern mehr die zu laute Stimme des inneren Kritikers. Eine Art Perfektionismus, der nicht mehr förderlich, sondern verhindernd wirkt.

Tada! Mit dem 1. Testdurchlauf meines „The Smart Coach-Programms“ habe ich einen unperfekten Erfolg vorzuweisen. Und Du?

5. Die Angst, durch eine enge Nischenpositionierung Kunden zu verlieren.

Okay, jetzt wird es sehr spezifisch. Doch auch genau das begegnet mir mit meinen Coache(e)s immer wieder. Fast alle meinen Kunden reagieren auf die Frage: „Ist Dein idealer Kunde weiblich oder männlich?“ mit der Antwort: „Ich weiß nicht, ich will ja in Zukunft beide als Kunden.“ Fast genauso lustig verläuft es mit den anderen Kriterien, die ich abfrage. 😉

Und ich kann das gut verstehen. Auch ich habe immer wieder mal Momente in denen ich denke: „Oh je, ich könnte doch so viel mehr Leute ansprechen, wenn meine Nische nicht so eng wäre.“ Die Wahrheit ist: NEIN. Könnte ich nicht. Die Wahrheit ist: Ich könnte meine Nische sogar noch enger machen und das wäre wahrscheinlich sogar für mich von Vorteil. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Jaja, ich sag ja, ich kenne die Bedenken. 😉

Und ich gehe Schritt für Schritt weiter. Bisher habe ich so ca. jedes halbe Jahr meine Nische noch verkleinert. Und es funktioniert. Ich erreiche genau die Menschen, die dann auch perfekt zu meinem Angebot passen. ALLE ANDEREN WILL ICH NICHT HABEN.

Das ist nicht Arroganz oder Überheblichkeit. Ich will einfach für ein paar Leute das Beste tun, was ich tun kann. Und für ein paar Menschen da draußen bin ich der beste Coach, den sie kriegen können. Und Du? Für wen genau bist Du der beste Coach (oder der beste was auch immer)?

6. Die Angst, Fehler zu machen

Wir leben in einer Kultur, in der Fehler falsch sind. Punkt. Fehler sind falsch und Du darfst sie nicht machen. Fehler sind ein Hinweis darauf, dass Du es halt einfach nicht kannst. Oder?

Ok, hier kommen zwei meiner größten Business-Fehler der letzten 6 Monate:

  • Ich habe mit meinem Blog (und Business) zu lange vor mich alleine hingewurschtelt. Wollte erstmal was „Vorzeigbares“ haben, bevor ich mich an „die Großen“ der Szene herantraute. Als ich dann soweit war, habe ich gemerkt, dass „die Großen“ gar nicht so groß sind (also sprich ganz normale Menschen – Überraschung!!), teilweise genauso weit wie ich und die allermeisten davon wirklich interessiert daran, sich gegenseitig zu unterstützen oder zu kooperieren.Dennoch hat mein „Fehler“ mir etwas gebracht: Ich habe gelernt, dass ich tatsächlich auch alleine etwas schaffen kann und diese Lektion war wohl wichtig für mich. 🙂
  • Ich habe den 2. Testdurchlauf meines Smart-Coach-Programmes viel zu nah an das Ende des 1. Kurses gelegt. Nur eine Woche dazwischen. Praktisch keine Zeit, um den alten Kurs abzuschließen mit Feedback und allem und neu zu akquirieren. Und während des 1. Durchgangs… ganz ehrlich, da hatte ich weder Zeit noch Nerven, schon Marketing für den nächsten Kurs zu machen. Ich wollte zu viel in zu kurzer Zeit. Immerhin habe ich in 4 Tagen noch 7 neue Kunden bekommen.Was hat mir mein Fehler gebracht? Ich habe gelernt, meine Energie besser einzuteilen und ein klitzekleines bisschen weniger spontan zu planen. 😉

Ich habe noch ein paar anderen kleinere und größere Fehler im letzten halben Jahr gemacht. In diesen 6 Monaten ist mein Business so stark gewachsen, wie noch nie zuvor. Und Du so?

7. Die Angst, zu Versagen

Hier spreche ich nicht mehr von Fehlern. Ich spreche vom Scheitern im Sinne von „Ich muss aufgeben, weil ich nicht davon leben kann und es einfach nicht funktioniert.“

Hinter der Angst zu Versagen steckt nach meiner Erfahrung noch ein viel mächtigeres Gefühl. Eines unserer mächtigsten und schlimmsten Gefühle überhaupt: die Scham. Egal ob vor uns selbst oder vor den anderen – ich weiß gar nicht, was von beiden tatsächlich schlimmer ist.

Bei mir sind es definitiv die anderen. Sagen, nein… Zugeben zu müssen, dass ich falsch lag, dass es nicht funktioniert hat und reumütig in einen Angestelltenjob zurückzukehren ist einer meiner größten Alpträume überhaupt. Ja, das ist vielleicht nicht heldenhaft und weise, aber es ist die Wahrheit. Ich höre schon die freundlichen Stimmen, die sagen: Hey, das ist doch nicht so schlimm, Du hast es wenigstens versucht!

NEIN, DAS GEHT GAR NICHT. ICH WILL NICHT. NEIN, NEIN, NEIN und DOCH, DAS IST SCHLIMM. Und soll ich Dir was sagen, genau diese Angst will ich am allerwenigsten loswerden.

Warum? Im NLP nennen wir das „Propulsion System“ (Antriebs-System). Das bedeutet folgendes: Für meine Arbeit als Coach habe ich einen sehr starken Hin-Zu Antrieb, das heißt, ich möchte erreichen, dass gaaaanz viel Coaches, gaaaanz erfolgreich werden (um es mal vereinfacht auszudrücken). Ich habe also ein Ziel, eine Vision, die mich sehr stark antreibt.

Es gibt allerdings Situationen, in denen reicht dieser Antrieb nicht aus. Schlechte Momente oder wenn mal Dinge zu tun sind, für die ich mich so gar nicht motivieren kann. Solche Momente hat (glaub ich) jeder Mal. Wenn das Ziel, die Vision so weit weg erscheinen und/oder überhaupt alles aussichtslos ist.

In diesen Momenten greift sehr effektiv, mein Von-Weg Antrieb. Die Vorstellung, dass… NEIN! Dann schreib ich lieber auch diesen Blogartikel noch um 1 Uhr nachts fertig. 😉

Mein Von-weg und Hin-zu-Antrieb wirken hier also sehr gut zusammen. Extra Beschleunigung sozusagen. Und im Übrigen glaube ich ja, dass ich diese Angst überhaupt nur habe, weil mir das was ich tue so verdammt wichtig ist. Sonst könnte es mir ja egal sein.

 

Das waren die TOP 7 Ängste, das Elixier aus so vielen Gesprächen. Und nun interessiert mich natürlich, wie Du darüber denkst! Welche Strategien hast Du entwickelt, um Deine Ängste zu überwinden?

Liebe Grüße
Christina

Selbstwert & Geld

Wie viel Geld ist Dein Selbst wert?

In meinem bisher erfolgreichsten Artikel „Bist Du noch Coach oder verdienst Du schon Geld?“ ging es hier bereits einmal um das Thema Geld. Dass ich es nun nochmal aufgreife, hat ziemlich viele und vor allem gute Gründe.

In den letzten Tagen ist eine wahre Flut von – nennen wir es mal wertfrei – Erlebnissen über mich hereingebrochen. So mein Empfinden, ich weiß es natürlich besser. Diese Erlebnisse habe ich selbst in mein Leben gerufen und sie sind alle perfekt, um mich weiterzubringen, auch wenn ich bei einiger dieser „Erlebnisse“ erstmal ziemlich angenervt war… um es mal sanft auszudrücken. 😉

Was war denn los?

fragst Du jetzt vielleicht und um Dir das zu beantworten, will ich Dir kurz etwas sehr persönliches verraten, ohne das diese ganze Story ziemlich sinnlos erscheinen würde.

Mein Mann und ich sind beide Freiberufler. Wir verdienen zusammen gutes Geld. Bevor ich in die Babypause ging, war mein Anteil daran schon ansehnlich. Dann sank er während der Babypause auf Null – logisch. Und seit 2013 baue ich nun meinen Anteil wieder auf. Das funktioniert langsam, aber stetig. Es sieht inzwischen schon ganz gut aus. Mein Online-Coachingprogramm wird gekauft und seitdem werden auch mehr Live-Coachings bei mir gebucht.

Doch unser Ziel ist es, dass ich den Löwenanteil übernehmen kann und dahin ist es doch noch ein Stückchen. Ich wünsche mir mehr Berufszeit und mein Mann wünscht sich mehr Kinderzeit. Am besten JETZT GLEICH. Der Deal zwischen uns ist perfekt.

Das Universum allerdings hat das irgendwie noch nicht so richtig mitgekriegt! Hey, da oben, Deal???

Also… wovon wir konkret reden1 ist ein monatliches Umsatzziel von 15.000 Euro. Das ist doch nicht zu viel verlangt oder? Oder doch?

Und genau hier fängt es an, interessant zu werden. Was genau ist es in mir, das verhindert, dass genau dieses Geld zu mir kommt? Im Grunde ist die Antwort immer dieselbe. Mein Selbstwert ist (noch) nicht hoch genug. (Und das Leute, obwohl ich nun seit ca. 15 Jahren daran arbeite! Frechheit oder?)

Und in den letzten Tagen sind dann eben einige Dinge passiert, die im Grunde ALLE das gleiche Thema hatten:

Meinen Selbstwert

Ok, wenn Du das hier jetzt gleich liest, wirst Du Dich vielleicht fragen, warum das alles mit Geld zu tun hat. Ich denke, wenn Du die Geschichte zu Ende liest wird es wieder rund werden. Es ist eine kleine Heldenreise und sie beginnt im Alltag als ich noch dachte, alles ist besten und ich fühle mich ganz toll.

Es begann letzte Woche:

Donnerstag:

Child Watching TV

Endlich habe ich mich mal aufgerafft und an einem WIN-Treffen teilgenommen. Vortragende an diesem Abend: Sonja Kreye – Business Celebrity: Werden Sie zur Expertin in Ihrer Branche.“ Sonja hat mir in ihrem spannenden Vortrag klargemacht, dass es mein eigenes Mind-Set ist, das bestimmt, wie ich von außen wahrgenommen werde. Als netter Coach und Bloggerin – oder als Expertin auf meinem Gebiet. Natürlich bin ich letzteres. Doch letztlich ziehe ich Kunden nicht damit an, was ich bin, sondern was ich von mir glaube, dass ich bin. Oder vielmehr: im Grunde bin ich eben wieder nur oder genau das, was ich glaube zu sein.

Nach diesem Abend war ich sehr nachdenklich…

Ich verlasse damit meine gewohnte (Gedanken-)Welt und ohne es zu wissen, starte ich meine Heldenreise.

Freitag:

Child Watching TV

Es ist Nachmittag. Mein Mann macht sich auf zum Wochenend-Trainingslager. Er ist keine 30 Minuten außer Haus, da beginnen die Weihnachtsplätzchen, die meine Tochter gegessen hat, ihre Wirkung zu entfalten. Ausschlag über und über, sie weint vor Juckreiz und Schmerzen. Wir wissen, dass sie eine Nussallergie hat und dass sie die falschen Plätzchen erwischt hat, habe ich nicht mitbekommen. Ich rufe meinen Mann zurück. Glücklicherweise hilft das Notfall-Zäpfchen, das wir dafür immer zu Hause haben, doch bis einigermaßen eine Linderung eintritt, vergeht natürlich noch eine Weile. Immerhin müssen wir diesmal nicht ins Krankenhaus. Irgendwann schläft sie auf meinem Bauch kauernd ein.

Ich fühle mich elend. Natürlich kann ich im Grunde nichts für diesen Vorfall. Doch die Woche ist schon irgendwie nicht so gut gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte, die Gedanken vom Vortag hängen mir noch nach, ich bin erschöpft und überhaupt… mein Selbstwertgefühl befindet sich in der Abwärtsspirale oder anders gesagt…

Ich bin auf meiner Heldenreise auf dem Weg in die Unterwelt.

Samstag:

Child Watching TV

Mein Mann konnte doch noch ins Trainingslager fahren und ich will den Tag mit den Kindern bei Omi verbringen. Doch vorher muss ich unbedingt noch kurz bei meinem Pferd vorbeifahren. Ich war die ganze Woche nicht dort. Habe es einfach nicht geschafft. Dort am Offenstall treffe ich auf meine Freundin und die versichert mir, dass die Knoten in der Mähne ihres Pferdes nur deswegen nicht so schlimm sind wie die in der Mähne von meinem, weil sie es halt einfach öfter bürstet. Ich weiß, dass der nicht böse gemeint war und… der saß. Schuldig im Sinne der Anklage. Ich mache aber irgendwie auch gar nichts richtig.

Alle meine Erfolge der letzten beiden Jahre sind wie weggewischt. Gefühlt.

Ich treffe auf meine eigenen Dämonen und ich sag’s Dir, die sind nicht nett.

Sonntag:

Child Watching TV

Als mein Mann mittags vom Trainingslager heimkommt, sitze ich auf der Treppe und heule. Tiefpunkt. Ablenkungsprogramm am Nachmittag. Gegen Abend komme ich auf folgenden Gedanken: „Ich glaube, ich hatte noch nie eine so große Chance zu scheitern wie jetzt!“ Ok, bei dem Satz geht NLP-technisch noch was, doch er macht mir klar, warum ich diesen ganzen Zirkus inszeniere.

Ich hatte einfach Angst. Und Angst ist das Gegenteil von Selbstvertrauen. Und Selbstvertrauen speist meinen Selbstwert – oder eben auch nicht.

Die Transformation beginnt.

Montag:

Child Watching TVIch bekomme einige tolle Geschenke und eine Prüfung

Ich lese den wunderbaren und natürlich gerade genau passenden Beitrag von Vladi auf seinem affenblog und den von Gordon Schönwalder von Podcast-Helden und beide berühren mich sehr.

Kirsten Kailbach, meine persönliche Heldenreise-Heldin ist zu Besuch und schenkt mir ein paar tolle Erkenntnisse.

Am Abend gebe ich ein kleines Webinar – mein allererstes überhaupt – und ich bin ziemlich aufgeregt. Es klappt technisch nicht alles perfekt und trotzdem sind die Teilnehmer sehr zufrieden und begeistert.

Ich erlebe, dass ich drei Dinge in meinem Leben unterschätzt habe:

– wie viel Unterstützung da ist, wenn ich welche brauche.

– wie sehr ich mich auf meine Fähigkeiten verlassen kann.

– wie viel ich tatsächlich wert bin.

Dienstag:

Child Watching TV

Meine kleine Heldenreise hat mir neue Energie gegeben und mein Selbstwertgefühl erweitert. Ich gehe mit einem neuen Gefühl an die Arbeit und wunderbare Dinge passieren, alle an einem Tag, alle – heute:

– Tolle Kooperationen entstehen
– Menschen kontaktieren mich für ein Coaching, von denen ich vorher gedacht hätte, dass ich „zu klein“ bin, als dass sie mich als Coach buchen würden
– Ich bekomme Dankeschön-Nachrichten für meine Arbeit

Ich bin wieder da! Doch ganz anders als zuvor. Die Heldenreise ist (für dieses Mal) zu Ende.

Und das Geld?

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß wie ich ticke: Wie innen, so außen. Und es fängt immer im Innen an. Ich bin gewachsen. Mein Selbstwertgefühl auch. Und ich fresse einen Besen, wenn sich das nicht in Kürze bemerkbar macht. Die ersten Zeichen sind ja schon sichtbar… und ich werde Dich auf dem laufenden halten. Oft geht es ja viel schneller, als wir denken! 😉

Liebe Grüße
Christina

 

ein gutes team

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Danke an Nils Terborg von www.deineperfektebeziehung.de für diese wunderbare Blogparade: „Blogger packen aus“

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Nur falls Du keine Ahnung hast, was eine Blogparade überhaupt ist und wie das funktioniert, kannst Du das hier nachlesen.

Sinn und Zweck ist, dass unsere Leser auch andere Blogs kennenlernen und… mehrere, ganz verschiedene Standpunkte zu einem Thema kennenzulernen ist sicher auch interessant.

Das Thema dieser Blogparade ist:

Was war deine wichtigste Beziehungserfahrung?

Über diese Frage habe ich jetzt eine Weile nachgedacht, denn zu allererst sind mir die wichtigsten Menschen eingefallen, die es derzeit in meinem Leben gibt. Doch es geht ja hier gar nicht um die wichtigsten Menschen, sondern um Erfahrungen. Dann ist mir als nächstes die Beziehung zu mir selbst eingefallen. Ja, ich würde sagen, dass diese Beziehungserfahrung eindeutig die wichtigste meines Lebens war. Darüber könnte ich wohl einen eigenen Blog füllen.

Da es in dieser Blogparade jedoch schon einige andere Experten für das Thema Selbstliebe und Partnerbeziehungen gibt, möchte ich mich einer anderen, sehr wichtigen Erfahrung widmen:

Die Beziehungserfahrung mit meinen Kunden

Die Veränderung und die Entwicklung in dieser speziellen Beziehung hat mein Leben nämlich auch dramatisch beeinflusst und tut es noch heute. Ich wachse jeden Tag daran. Ist sie perfekt? Nicht immer, aber immer öfter geht es in die richtige Richtung.

Wie es mal war… (oder mein Single-Dasein Teil 1)

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, war die Beziehung zu meinen Kunden nicht die allerbeste. Das lag natürlich nicht an mir. Meine Kunden waren alle doof. Denn entweder sie kamen erst gar nicht oder ich war ihnen zu teuer. Ich war der Meinung, die sollten sich alle mal ein besseres Werteverständnis aneignen. Hatten die denn eigentlich keine Ahnung, was so ein Coaching bei mir wert war? Kapierten die nicht, dass und wie sehr ich ihr Leben verändern konnte?

woman standing on the head of thoughtful manMit ziemlich hohem (und ziemlich nutzlosem) Aufwand versuchte ich, all die Menschen da draußen, für die ich und meine Arbeit doch so wertvoll sein konnte, davon zu überzeugen. Also nur um es nochmal deutlich zu sagen: Praktisch ALLE Menschen können von dem was ich kann, profitieren. Ich war mir sicher, dass sie es irgendwann verstehen würden. Ich musste nur dranbleiben. Diese leicht Ahnungslosen… der Groschen würde schon irgendwann fallen.

Ist er dann auch… nur nicht bei den anderen.

Mein Thema damals war noch hauptsächlich die Hochbegabung. Und ich war überzeugt, dass wirklich jeder Menschen eine Hochbegabung hat, die irgendwo in ihm schlummert und die es Wert ist gelebt zu werden. (In diesem einen Punkt hat sich meine Meinung übrigens bis heute nicht geändert).

Meine Mission war: So viele Menschen wie nur möglich sollten ihre Begabung leben. Ihr Potential ausschöpfen. Praktisch war ich damit schon fast in der Lage, die Welt zu retten. War das nicht offensichtlich? Warum kam dann (fast) keiner? Hallo, ich war die Expertin!

Was dann passierte… (oder mein Single-Dasein Teil 2)

Gut, dass diese Phase meines Lebens nicht allzu lange dauerte. Sie hätte mich beruflich wohl Kopf und Kragen gekostet.

Irgendwann fiel dann eben der Groschen… und natürlich bei mir. Mir wurde klar: es geht hier gar nicht um mich. Es geht nicht darum, wie toll ich bin und was ich alles zu Geben habe. Es geht nur um den Kunden. Es geht darum, welche Probleme der Kunde hat und was er haben will. Es geht darum, alles aus Kundensicht zu betrachten. Der Kunde ist König.

36cc04f1-e2b1-4edd-ae78-4616b9776479Moment, was bin dann ich? Ah ja klar, der Hoflieferant. Also liefere ich alles, was der Kunde haben will. Ich richte mein Angebot voll und ganz danach aus. Ich überlege, was der Kunde auf meiner Homepage lesen will, was ihn anspricht, ich hübsche mich auf, Minirock, Lippenstift… ähäm, nein sorry, kleiner Abrutscher in meine Twen-Zeit. Also ich tue auf jeden Fall alles, damit der Kunde mich attraktiv findet.

Ja, gewissermaßen entspricht dieser Zeitabschnitt in meinem Business dem Zeitabschnitt in meinem Leben, indem ich aus der besserwisserischen Teenagerzeit herausgewachsen und eine junge Erwachsenen geworden war. Und ja, ich hatte diese Phase, in der ich unbedingt allen gefallen wollte. Damals war das zwischen 20 und 25. Im Business ist es zwischen „Meine Kunden werden schon erkennen…“ und „Ich bin Partner meiner Kunden“.

Glücklicherweise hat das nicht 5 Jahre oder so gedauert. Ich werde älter, schlauer und schneller. 😉

Nächster Schritt: Die Partnerschaft.

Ich habe relativ schnell begriffen, dass es als Hoflieferant also auch nicht wirklich funktioniert. Zumindest nicht so, dass ich mich dabei wohlfühle. Was ist also die beste Rolle? Wie funktioniert eine Partnerschaft mit Kunden?

Meine 3 wertvollsten Zutaten für sehr gute Kundenbeziehungen:

1. Respekt und Wertschätzung

Aus meiner Single-Phase 1 nehme ich mit, dass es in meinem Business darum geht, meinen Kunden eine Lösung anzubieten, die sie brauchen. Es geht nicht darum, was ich alles kann, wie viele Zertifikate ich habe und wie toll das alles ist. Seitdem ich respektiere, welche Sorgen, Nöte, Wünsche und Ziele meine Kunden haben geht es nicht mehr um meine Methoden, sondern darum, wie und was sie bewirken können und welche Lösung sie bringen.

  • Seitdem steht auf meiner website auch nicht mehr als erstes: „Herzlich willkommen. Ich bin…“.
  • Die Über-mich-Seite ist nicht gleich am Anfang im Menü.
  • Bevor ein „Ich“ irgendwo auftaucht, liest mein Besucher zuerst ein „Du“, „Deine“ und „Dich“ und die Worte „Coach“, Positionierung“ und „kostenloser E-Kurs“.

In meinem Blogartikeln kommt dann das „ich“ schon relativ häufig vor, weil ich gerne aus meinem persönlichen Nähkästchen plaudere, anstatt in theoretischen Floskeln. Doch auch hier habe ich im Blick, dass die Geschichten, die ich erzähle einen Nutzen für meine Leser haben.

2. Selbstwert

Aus Phase 2 nehme ich mit, dass es für mich und auch für meine Kundenbeziehung nicht gut ist, den Kunden über mich zu stellen. Ja, mein Kunde ist schon noch König, doch mir gefällt es besser, mich in der Rolle des unabhängigen, königlichen Beraters, oder sollte ich besser sagen, des königlichen Coaches 😉 wiederzufinden.

In dieser Funktion sehe ich mich auf Augenhöhe des Kunden bzw. Klienten. Dazu ist ein gesunder Selbstwert nötig. Ich kann diese Rolle nur dann gut ausfüllen, wenn die Bedingungen der Zusammenarbeit für beide Seiten stimmen.

  • Ich will authentisch sein können
  • Ich muss mir selbst klar darüber sein, was ich und meine Arbeit wert ist und
  • der Preis für meine Leistungen darf einen passenden Gegenwert darstellen, so dass ich nicht unbewusst meinen Klienten in die Rolle des Schuldners bringe.

Ich glaube, dass ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen enorm wichtig ist. Wer sich selbst (vorallem gefühlt!) unter Wert verkauft, drückt nicht nur die fehlende Wertschätzung sich selbst gegenüber aus, sondern entzieht auch dem Kunden die Möglichkeit für einen adäquaten Ausgleich zu der empfangenen Leistung. Wer geht schon gerne aus einer Begegnung mit einem Gefühl von Restschuld (wenn auch vielleicht unbewusst)?

3. Vertrauen

Aus alledem und einer zusätzlichen Zutat entsteht eine Vertrauensbasis zum Kunden. Die weitere Zutat ist Verlässlichkeit.

Noch vor ein paar Monaten hätte ich mich absolut gescheut, immer und immer wieder mich und mein Angebot so präsent zu zeigen. Ich wollte nicht aufdringlich wirken und auf keinen Fall irgendjemanden zumüllen. Jetzt will ich immer noch niemanden zumüllen, doch ich habe gelernt, dass es ein großer Unterschied ist, Menschen zu belästigen oder zu zeigen, dass ich „immer noch da“ bin. Die heutige Zeit ist schneller denn je. Woher sollen Kunden wissen, dass es mich noch gibt, wenn sie wochen- oder monatelang nichts von mir hören?

  • Ich zeige mich verlässlich jede Woche mit meinem Blogartikel und Newsletter und
  • fast jeden Tag auf facebook.
  • Ich bin da.

Meine wichtigste Beziehungserfahrung mit meinen Kunden ist kurzgefasst also folgende:

Eine gesunde und glückliche Partnerschaft mit meinen Kunden basiert genau auf den gleichen Werten wie jede andere Partnerschaft auch. Auf Respekt & Wertschätzung, gesundem Selbstwert und Vertrauen.

All das resultiert in meiner Welt ohnehin aus der Selbstliebe. Womit wir wieder am Anfang wären, nämlich bei der perfekten Beziehung – zu Dir selbst. Und ich denke, ich habe auch das Ziel dieser Blogparade erfüllt – Du kennst mich jetzt wieder ein Stückchen besser. 🙂

Gibt es für Dich noch weitere Zutaten? Ich freue mich auf Ergänzungen oder Gedanken zu diesem Artikel. Wir sehen uns in den Kommentaren.

Liebe Grüße

Christina

PS: Weitere interessante Artikel zum Thema „Meine wichtigste Beziehungserfahrung“ findest du hier:

 

Zum ersten Mal hier? Ich würde Dich gerne als Leser gewinnen. Wenn Du also Interesse hat an wöchentlichen Infos und Inspirationen zum Thema „Coach und Unternehmer sein“, dann trag Dich doch hier ein.



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Struktur statt Inhalt

Warum Inhalt nichts und Struktur alles ist (und wie Dir diese Erkenntnis hilft, Dein Business weiterzubringen)

Ich bin Bloggerin. Ich liebe Content Marketing. Wie kann ich also behaupten, dass Inhalt NICHTS ist? Widerspricht sich das nicht? Ich sage Nein.

Content Marketing ist genau mein Ding!

Über gute, wertvolle Inhalte Leser und irgendwann auch Kunden zu gewinnen ist für mich die smarteste Art von Marketing, die ich kenne. Ich verkaufe nicht, ich argumentiere nicht. Ich ZEIGE meine Kompetenz einfach dadurch, indem ich regelmäßig in meinem Blog darüber schreibe, ein kostenloses EBook oder einen E-Kurs anbiete.

Auch viele meiner Bloggerkolleginnen und -kollegen machen das so. Wir halten nicht mit unserem Wissen hinter dem Berg, geben alles raus. Wissen ist heutzutage sowieso überall abrufbar. Wer sichtbar werden und Vertrauen bei den Menschen aufbauen will, der stellt sein Wissen einfach kostenlos zur Verfügung. Und zwar alles.

Und eines lässt sich leicht beobachten: Bei den wirklich Guten gibt es kein „Wenn Du mehr wissen willst, kaufe dies und das…!“ oder „Das war Tipp 1-3, für die restlichen genialen Tipps, klicke (und kaufe) hier…!“

Warum funktioniert das und wie kommen dadurch Kunden?

An der Stelle lese ich oft die einfache Begründung:

„Die Kunden kommen, 1. weil sie Vertrauen haben und 2. weil das persönliche Coaching nochmal was ganz anderes ist.“

Zugegeben, solange ich mir selbst nicht ganz im Klaren darüber war, was das genau bedeutet, habe ich den Satz auch schon oft genau so gesagt. Im Grunde ist das auch nicht falsch. Ein Text vermittelt natürlich nicht genau das Gleiche, wie der Autor im persönlichen Gespräch, da dieser im Dialog natürlich ganz anders auf sein Gegenüber reagiert. Das heißt, die Inhalte werden individueller, viel mehr Informationen (Stimme, Körpersprache, etc.) werden mit einbezogen.

Doch was ist der wirklich entscheidende Unterschied?

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht darin, dass im persönlichen Gespräch, im Coaching oder im Online-Coachingprogramm die Inhalte (noch) besser werden oder gar völlig anders.

Der Unterschied liegt in der Struktur.

Ganz einfach gesagt heißt das:

…nichts. Oder nicht viel.

Das liegt daran, dass wir Menschen hinter unserem Verhalten eine bestimmte Struktur haben. Wir tun Dinge immer und immer wieder auf die gleiche Weise. Meist bekommen wir davon gar nichts mit. In vielen Bereichen sichert das unser Überleben und ist somit sehr hilfreich. Niemand von uns muss jeden Tag darüber nachdenken, WIE man kaut, schluckt, sich die Schuhe zu bindet oder die Treppe runtergeht (zumindest nicht mehr ab einem bestimmten Alter und bis zu einem bestimmten Alter ;-))

In anderen Bereichen – und leider kriegen wir auch davon meist bewusst nichts mit – ist das leider nicht so hilfreich, z. B. wenn es darum geht, das eigene Verhalten zu ändern, weil

  • eine Spinnenphobie im Grunde absolut sinnlos ist
  • Du es schon wieder nicht hinbekommen hast, morgens joggen zu gehen oder
  • Du immer wieder die gleiche, erfolglose Strategie fährst, um mehr Kunden als Coach zu bekommen. 😉

Das stimmt natürlich nicht für alle Menschen. Es gibt durchaus Menschen, die, wenn sie bestimmte neue Informationen bekommen, sofort sich selbst durchschauen, genau erkennen, wie das eigene Verhalten beschaffen ist und woher es kommt und es entsprechend ändern. In bestimmten Situationen hast Du diesen Aha-Effekt sogar mit Sicherheit auch schon erlebt:

Du liest einen Blogartikel…, es fällt Dir wie Schuppen von den Augen…, Du denkst „Meine Güte, ja klar, wieso bin ich da nicht schon selbst drauf gekommen?“ Du schreibst vielleicht sogar einen Kommentar und bedankst Dich für diese Erkenntnis, die sicherlich Dein Leben ändern wird und dann…

… fällst Du entweder gleich oder nach ein paar Tagen in Dein altes Verhalten und Deine alte Struktur zurück. Wenn Du Glück hast, vergisst Du sogar komplett, was Du gelesen hast. So brauchst Du Dir nicht einmal mehr Vorwürfe machen. Das hat unser Gehirn schon geschickt eingefädelt. 😉

Willst Du nicht gleich wieder vergessen, was Du grade gelesen hast, sondern wirklich dranbleiben? Ja? Dann klicke bitte hier.

Wo bekommst Du also eine neue Struktur her?

Da können wir als bloggen und wertvollen Inhalt produzieren so viel wir wollen. Wir können supergroßzügig damit um uns werfen. Wir inspirieren, motivieren, schaffen neue Erkenntnisse und das alles for free! Das ist überhaupt kein Problem, denn es hilft nicht. Oder lass es mich genauer ausdrücken: die Inhalte alleine helfen nicht.

Wahrscheinlich fällt Dir jetzt sofort ein Gegenbeispiel ein. Ein Artikel, der Dein Leben verändert hat. Der Dich so sehr inspiriert hat, dass Du im nächsten Moment genau gewusst hast, was zu tun war und es auch umgesetzt hast. Natürlich gibt es diese Artikel.

Wenn Du genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass es dabei allerdings nicht die Inhalte waren, die Dich verändert haben. Mal ehrlich, so ziemlich alles, was wir schreiben, lesen, hören oder sehen ist nicht neu. Inhalte gibt es tausendfach auf der Welt und heutzutage haben wir in sekundenschnelle Zugriff auf alles. Es ist also (in den allermeisten Fällen) nicht die Information, die Dir vor besagtem Artikel gefehlt hat. Es ist die Art und Weise, in der sie zum genau richtigen Zeitpunkt in der für Dich genau richtig, aufbereiteten Form zur Verfügung steht.

Ich erlebe das im Live-Coaching und auch in Online-Kursen so.

In den meisten Online-Kursen, die ich kenne, wird nichts vermittelt, was ich nicht auch in einem Buch nachlesen könnte. Doch wenn ich eine bestimmte Zeit lang (wie z. B. in der 21-Tage-Challenge von Karin Wess) mit einer Gruppe von anderen Menschen zusammen eine bestimmten Prozess durchlaufe, der mir eine neue Struktur zu arbeiten anbietet und wenn der Kurs es schafft, mich entsprechend abzuholen und mitzunehmen, dann verändert sich etwas. Mal ehrlich, dass es nützlich ist, eine ToDo-Liste zu führen, wird nicht sehr vielen Menschen, die selbständig sind, wirklich neu sein.

Doch weil Karin es vermag, uns mit auf eine Reise zu nehmen und es schafft, einige von uns aus ihrem Trott zu reißen, funktioniert das Konzept.

Funny business yogaSie könnte uns auch dazu ermutigen, alle um 12 Uhr Mittags regelmäßig einen Kopfstand zu machen (niemand hat bisher bewiesen, dass das nicht auch gut für unser Business sein könnte), doch das würden wir dann sehr wahrscheinlich – bis auf ein paar Spaßvögel – als nicht sinnvoll erachten und die Struktur würde nicht greifen.

 

Ich erlebe das in meinem eigenen Coachingprogramm genauso. Das Programm ist für Coaches und vieles von den Inhalten ist (natürlich) für Coaches nicht neu. Die meisten haben eine gute Ausbildung und es ist ihnen durchaus klar, warum z. B. Ziele oder Glaubenssätze wichtig sind für den eigenen Erfolg. Und einige Inhalte sind bestimmt, wie natürlich auch bei Karin, für einige Teilnehmer wirklich neu. Doch auch hier ist der Inhalt hauptsächlich sinnvolles Füllmaterial, damit unser Gehirn nicht Alarm schlägt. Die wahre Veränderung findet in der Struktur statt, die die Teilnehmer durchlaufen.

Wie kann Dir das helfen, Dein Business weiterzuentwickeln?

Nur um Missverständnisse zu vermeiden: was ich mit diesem Artikel nicht sagen will ist, dass es egal wäre, ob wir guten oder schlechten Inhalt produzieren. Ich bin davon überzeugt, dass Content Marketing überhaupt nur mit guten Inhalten funktionieren kann. Was ich sage ist, dass es jedoch am Ende nicht die Inhalte sind, die uns verändern.

Wer das verstanden hat, sieht das „System dahinter“ und kann erkennen, warum es – wie Du vielleicht schon öfter gehört hast – nicht notwendig ist, inhaltlich „das Rad komplett neu zu erfinden“. Es kommt darauf an, die Menschen, die Du unterstützen willst, durch einen Prozess zu führen, in dem sie die Möglichkeit bekommen, ihre Struktur zu verändern. Das Schöne im Coaching, ob nun online oder live, ist, dass der Klient dabei seine volle Eigenverantwortung behält. Am Ende geht jeder mit genau dem Lernerfolg heraus, der für ihn jetzt genau richtig ist.

Wenn Du also mit Deinen Inhalten noch mehr Erfolg haben willst, dann gib diesen Inhalten eine übergeordnete Struktur.

Überlege Dir nicht nur, was der Leser/Zuschauer/Teilnehmer gerade an Informationen bekommt, sondern was diese Information mit ihm macht.

Überlege Dir nicht nur, wie wertvoll Dein Text/Vortrag/Seminar für jemanden inhaltlich ist, sondern welche inneren Schritte derjenige dabei durchlaufen soll.

Und auf einer noch höheren Ebene… wenn Du alle Deine Inhalte von oben auf dem „Spielfeld“ betrachtest, was hast Du damit vor? Wohin geht die Reise? Wohin begleitest Du Deine Kunden? Welche Strukturen willst Du durchbrechen, welche neu aufbauen?

 

Wow. Danke, dass Du bis hierher gelesen hast. Ich glaube, diesen Artikel schafft nicht jeder bis hier. Du schon! 🙂

Liebe Grüße
Christina

 

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Frau entspannt sich in der Mittagspause mit Meditation

Negativ = Positiv?

In letzter Zeit passiert mir das wirklich oft. Wie in der Geschichte mit dem Zen-Meister…

„Es war einmal ein Junge, der bekam zu seinem vierzehnten Geburtstag ein Pferd, und alle im Dorf sagen: „Oh, wie wunderbar! Der Junge hat ein Pferd!“, und der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

Zwei Jahre später fällt der Junge vom Pferd, bricht sich das Bein, und alle im Dorf schreien: „Wie grauenvoll!“ Der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

Dann bricht Krieg aus und alle jungen Männer müssen in den Kampf, bis auf ihn, wegen seines kaputten Beins, und alle im Dorf sagen: „Wie wunderbar!“, und der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

(Der Krieg des Charlie Wilson)

Mir passieren also grade ein paar Dinge, von denen ich im ersten Moment sagen würde: „Nö… nicht so schön!“ Und es gelingt mir ehrlicherweise nicht immer, in Zen-Manier zu reagieren mit einem bedachten: „Man wird sehen.“ Doch es geht immer schneller. Ich habe im letzten Jahr durch meine Ausbildung in der fresh-academy gelernt, meinen eigenen State immer besser zu reflektieren und wo ich mich früher noch einige Stunden geärgert oder einen heftigen Temperamentsausbruch gehabt hätte, gelingt es mir heute bereits viel schneller… ach, was soll die ganze Theorie?

Hier ist ein Beispiel:

Der zweite Testdurchlauf meines Online-Coachingprogrammes war gestartet. Und zwar mit genau 7 Teilnehmern.

Das ist jetzt nicht so genau die Zahl, von der ich geträumt hatte. Ich hatte für den ersten Testdurchlauf super Feedback von meinen Teilnehmern und am Ende hatte alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Natürlich hat es ein paar Tage gedauert, bis das Feedback per E-Mail bei mir war. Mein Teilnehmer haben ja auch in ihrem Alltag ein paar andere Dinge zu tun, als mir Feedback zu schreiben. Doch es ging eh superschnell. Nach 3 Tagen konnte ich schon anfangen, damit zu arbeiten und die Referenzen auf meine Homepage stellen.

Außerdem gab es noch ein paar Dinge aus dem Kurs, die ich im Nachhinein erledigen durfte. Noch ein paar Verbesserung hier und dort.

Und dann war da noch meine Familie. Ich war echt froh, sie nach 6 Wochen „verschlossener Bürotür“ mal wiederzusehen. Endlich mal wieder Zeit zusammen.

Ja und na klar: In dieser einen Woche zwischen den beiden Kursen mache ich das komplette Marketing und die Akquise für den nächsten Kurs. Ich muss an der Stelle im Nachhinein wirklich über mich selbst lachen. Hurra! 😀

Plötzlich war es schon Sonntag. Und ich war gar nicht Zen-mäßig drauf!

Ich habe erst einmal angefangen, mich ziemlich über mich selbst zu ärgern. Warum hatte ich das eigentlich nicht kommen sehen? In meinem Flow der absoluten Begeisterung hatte ich zum einen solche Dinge wie Entspannungspausen (haha) nicht eingeplant, zum anderen auch kaum Zeit zum Aufbau neuer Kunden berücksichtigt. Warum hast Du nicht dies und warum hast Du nicht jenes gemacht? Mit diesen Fragen machte ich mir erstmal das Leben selbst schwer.

Dabei zählte es dann auch nicht mehr, dass ich immerhin in einer Woche 5 Kunden gefunden hatte und dass ich den anderen Kurs erfolgreich zu Ende gebracht hatte.

Ok, ist das nun wirklich so schlimm?

Ich habe mir dann überlegt, was das denn nun in Wirklichkeit genau bedeutet:

1. Es sind weniger Teilnehmer und ich kann diese dann nochmal sehr intensiv betreuen.

2. Nachdem der Kurs nun schon angelegt ist und der zweite Testdurchlauf auch schon etwas mehr kostet als der erste, verdiene ich insgesamt mehr als bei ersten Mal.

3. Ich habe eine wertvolle Lektion gelernt und werde mir beim nächsten Mal entsprechend mehr Zeit einplanen.

Ja, das klingt WIRKLICH schlimm. *lach*

Man wird sehen…

Der Zen-Meister hat Recht behalten. Und im Grunde bin ich recht schnell wieder runtergekommen von meinem Selbstanklagetrip. Und dann habe ich mir am Montag morgen noch eine nette Dame aus Südtirol manifestiert, die einfach nur anrief, um mir zu sagen, wie toll sie meinen Blog und meine Arbeit findet. Und gestern Abend hat meine facebook-Seite die 500er Marke gesprengt.

Ok, liebes Universum, ich bin wieder versöhnt.

Und was die kleine, feine Zahl der Teilnehmer in meinem Programm angeht… man wird sehen. 😉

 

Kennst Du das auch? Du erlebst etwas, das Du nicht so toll findest und im Nachhinein ist es das Beste, was Dir passieren konnte? Erzähl mir bitte in den Kommentaren davon, ich liebe solche Geschichten!

Liebe Grüße

Deine Christina

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