Concept Image. Another Side Of Human.

Die 7 größten Ängste, die Deinen Traum zerplatzen lassen

In den letzten Wochen habe ich mit sehr vielen Coaches (bzw. Menschen, die sich gerade als Einzelunternehmer selbständig machen) gesprochen.

Es ist toll, wie viele Menschen da draußen einen Traum haben. Den Traum, anderen Menschen zu helfen, wirklich etwas zu bewegen, ein eigenes Business aufzubauen.

Und in fast jedem Gespräch sind mir Ängste begegnet. Ängste, die ich selbst gut kenne oder kannte.

Das ist das Schöne in meinem Beruf als Coach. Bei jedem Gespräch lernst Du etwas über die Menschen – und über Dich selbst.

Die Essenz

Hier ist die Essenz aus all den Begegnungen mit diesen tollen Menschen, die oft nur einen kleinen Schritt vom Erfolg entfernt sind. In ganz vielen Fällen ist es eine oder mehrere Ängste, die sie diesen letzten Schritt nicht tun lassen, der nötig ist, um aus dem grauen Nebel der unbedeutenden Masse ans Licht zu kommen.

Hier sind die 7 Ängste, die mir immer wieder begegnen, die so echt sind, wie die Menschen, die sie haben und die auf alle Fälle ALLE eines gemeinsam haben: sie sind überwindbar!

1. Die Angst, der Traum könnte platzen

Das ist einer der größten Verhinderer überhaupt. Viele Menschen haben wunderbare Träume. Und solange sie diese nicht anpacken, können sie auch nicht kaputtgehen. Dass sie sich dadurch auch niemals erfüllen, nehmen viele in Kauf.

Und so reden wir immer wieder über unsere Träume und das lässt uns in der schönen Illusion, dass wir es hätten schaffen können, wenn nur…

Am Ende meines Lebens will ICH nicht dastehen und sagen: „Ich hätte es ja versucht, wenn nur…“. Und Du?

2. Die Angst, nicht gut genug zu sein

Wir haben uns fortgebildet ohne Ende. Wir haben Zertifikate. Wir haben Lebenserfahrung. Wir sind wirklich gut.

Ich kenne inzwischen so viele tolle und gebildete Menschen, vornehmlich Frauen, die von sich glauben, noch nicht gut genug zu sein, dass es schon fast weh tut.

Und ja, diese spezielle Baustelle war lange auch meine. Irgendwann war jedoch Schluss. Ich hatte keine Lust mehr auf Bescheidenheit und diesen ganzen – sorry – Mist!

Und Du?

3. Die Angst vor Konkurrenz

Vielleicht ist diese Angst auf „die Angst, nicht gut genug zu sein“ begründet… wie auch immer… ich erlebe diese Angst als solches immer wieder sehr konkret bei meinen Kunden.

Ich selbst kenne diese Angst kaum. Ja wirklich. Ich habe schon vor 10 Jahren als Trainerin alle meine Unterlagen mit meinen Kolleginnen geteilt. Warum sollten wir uns die Arbeit doppelt machen? Und auch heute als Coach weiß ich eines ganz sicher: für jeden Coach sind genügend und genau die richtigen Kunden da. Das einzige Problem ist, dass sie uns vielleicht nicht finden, weil wir „unsichtbar“ sind. Doch daran sind nicht die Kollegen schuld.

Vielleicht ist es abgedroschen, doch jeder von uns ist einzigartig. Es gibt keine Konkurrenz. Bist Du noch meine Konkurrentin oder zeigst Du Dich schon?

4. Die Angst, die eigene Idee ist nicht gut (oder exklusiv) genug.

Wer sicher gehen will, dass die eigene Idee nicht gut genug ist und dass es das gleiche Produkt schon 100 mal gibt, wer also sicher sein will, niemals mit dem eigenen Projekt zu starten, der gehe ins Internet und sehe sich immer und immer wieder an, was die anderen machen.

Ich hab das dann mal ausprobiert… und ich kann Dir sagen: Das ist NICHT witzig.

Natürlich bin ich nicht der erste Coach, der anderen bei der eigenen Positionierung hilft bzw. dabei unterstützt das eigenen Business smarter zu gestalten. Doch ich bin ganz gewiss die einzige, die es auf meine Weise tut. Und natürlich gibt es bei „meiner Weise“ ebenfalls Überschneidungen mit anderen. Es gibt wahrscheinlich keine Komponente in meinem Tun oder Sein, die es nicht auch schon woanders gibt. Doch wie bei den Genen kommt es nicht darauf an, dass da plötzlich ganz neue Bausteine wären. Es sind immer die gleichen, die Kombination ist jedoch jedesmal einzigartig.

Irgendwie gleicht das nun der Angst vor Konkurrenz. Was ist der Unterschied? Ich glaube, hier steckt in Wahrheit weniger der Vergleich mit anderen dahinter, sondern mehr die zu laute Stimme des inneren Kritikers. Eine Art Perfektionismus, der nicht mehr förderlich, sondern verhindernd wirkt.

Tada! Mit dem 1. Testdurchlauf meines „The Smart Coach-Programms“ habe ich einen unperfekten Erfolg vorzuweisen. Und Du?

5. Die Angst, durch eine enge Nischenpositionierung Kunden zu verlieren.

Okay, jetzt wird es sehr spezifisch. Doch auch genau das begegnet mir mit meinen Coache(e)s immer wieder. Fast alle meinen Kunden reagieren auf die Frage: „Ist Dein idealer Kunde weiblich oder männlich?“ mit der Antwort: „Ich weiß nicht, ich will ja in Zukunft beide als Kunden.“ Fast genauso lustig verläuft es mit den anderen Kriterien, die ich abfrage. 😉

Und ich kann das gut verstehen. Auch ich habe immer wieder mal Momente in denen ich denke: „Oh je, ich könnte doch so viel mehr Leute ansprechen, wenn meine Nische nicht so eng wäre.“ Die Wahrheit ist: NEIN. Könnte ich nicht. Die Wahrheit ist: Ich könnte meine Nische sogar noch enger machen und das wäre wahrscheinlich sogar für mich von Vorteil. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Jaja, ich sag ja, ich kenne die Bedenken. 😉

Und ich gehe Schritt für Schritt weiter. Bisher habe ich so ca. jedes halbe Jahr meine Nische noch verkleinert. Und es funktioniert. Ich erreiche genau die Menschen, die dann auch perfekt zu meinem Angebot passen. ALLE ANDEREN WILL ICH NICHT HABEN.

Das ist nicht Arroganz oder Überheblichkeit. Ich will einfach für ein paar Leute das Beste tun, was ich tun kann. Und für ein paar Menschen da draußen bin ich der beste Coach, den sie kriegen können. Und Du? Für wen genau bist Du der beste Coach (oder der beste was auch immer)?

6. Die Angst, Fehler zu machen

Wir leben in einer Kultur, in der Fehler falsch sind. Punkt. Fehler sind falsch und Du darfst sie nicht machen. Fehler sind ein Hinweis darauf, dass Du es halt einfach nicht kannst. Oder?

Ok, hier kommen zwei meiner größten Business-Fehler der letzten 6 Monate:

  • Ich habe mit meinem Blog (und Business) zu lange vor mich alleine hingewurschtelt. Wollte erstmal was „Vorzeigbares“ haben, bevor ich mich an „die Großen“ der Szene herantraute. Als ich dann soweit war, habe ich gemerkt, dass „die Großen“ gar nicht so groß sind (also sprich ganz normale Menschen – Überraschung!!), teilweise genauso weit wie ich und die allermeisten davon wirklich interessiert daran, sich gegenseitig zu unterstützen oder zu kooperieren.Dennoch hat mein „Fehler“ mir etwas gebracht: Ich habe gelernt, dass ich tatsächlich auch alleine etwas schaffen kann und diese Lektion war wohl wichtig für mich. 🙂
  • Ich habe den 2. Testdurchlauf meines Smart-Coach-Programmes viel zu nah an das Ende des 1. Kurses gelegt. Nur eine Woche dazwischen. Praktisch keine Zeit, um den alten Kurs abzuschließen mit Feedback und allem und neu zu akquirieren. Und während des 1. Durchgangs… ganz ehrlich, da hatte ich weder Zeit noch Nerven, schon Marketing für den nächsten Kurs zu machen. Ich wollte zu viel in zu kurzer Zeit. Immerhin habe ich in 4 Tagen noch 7 neue Kunden bekommen.Was hat mir mein Fehler gebracht? Ich habe gelernt, meine Energie besser einzuteilen und ein klitzekleines bisschen weniger spontan zu planen. 😉

Ich habe noch ein paar anderen kleinere und größere Fehler im letzten halben Jahr gemacht. In diesen 6 Monaten ist mein Business so stark gewachsen, wie noch nie zuvor. Und Du so?

7. Die Angst, zu Versagen

Hier spreche ich nicht mehr von Fehlern. Ich spreche vom Scheitern im Sinne von „Ich muss aufgeben, weil ich nicht davon leben kann und es einfach nicht funktioniert.“

Hinter der Angst zu Versagen steckt nach meiner Erfahrung noch ein viel mächtigeres Gefühl. Eines unserer mächtigsten und schlimmsten Gefühle überhaupt: die Scham. Egal ob vor uns selbst oder vor den anderen – ich weiß gar nicht, was von beiden tatsächlich schlimmer ist.

Bei mir sind es definitiv die anderen. Sagen, nein… Zugeben zu müssen, dass ich falsch lag, dass es nicht funktioniert hat und reumütig in einen Angestelltenjob zurückzukehren ist einer meiner größten Alpträume überhaupt. Ja, das ist vielleicht nicht heldenhaft und weise, aber es ist die Wahrheit. Ich höre schon die freundlichen Stimmen, die sagen: Hey, das ist doch nicht so schlimm, Du hast es wenigstens versucht!

NEIN, DAS GEHT GAR NICHT. ICH WILL NICHT. NEIN, NEIN, NEIN und DOCH, DAS IST SCHLIMM. Und soll ich Dir was sagen, genau diese Angst will ich am allerwenigsten loswerden.

Warum? Im NLP nennen wir das „Propulsion System“ (Antriebs-System). Das bedeutet folgendes: Für meine Arbeit als Coach habe ich einen sehr starken Hin-Zu Antrieb, das heißt, ich möchte erreichen, dass gaaaanz viel Coaches, gaaaanz erfolgreich werden (um es mal vereinfacht auszudrücken). Ich habe also ein Ziel, eine Vision, die mich sehr stark antreibt.

Es gibt allerdings Situationen, in denen reicht dieser Antrieb nicht aus. Schlechte Momente oder wenn mal Dinge zu tun sind, für die ich mich so gar nicht motivieren kann. Solche Momente hat (glaub ich) jeder Mal. Wenn das Ziel, die Vision so weit weg erscheinen und/oder überhaupt alles aussichtslos ist.

In diesen Momenten greift sehr effektiv, mein Von-Weg Antrieb. Die Vorstellung, dass… NEIN! Dann schreib ich lieber auch diesen Blogartikel noch um 1 Uhr nachts fertig. 😉

Mein Von-weg und Hin-zu-Antrieb wirken hier also sehr gut zusammen. Extra Beschleunigung sozusagen. Und im Übrigen glaube ich ja, dass ich diese Angst überhaupt nur habe, weil mir das was ich tue so verdammt wichtig ist. Sonst könnte es mir ja egal sein.

 

Das waren die TOP 7 Ängste, das Elixier aus so vielen Gesprächen. Und nun interessiert mich natürlich, wie Du darüber denkst! Welche Strategien hast Du entwickelt, um Deine Ängste zu überwinden?

Liebe Grüße
Christina