Frau entspannt sich in der Mittagspause mit Meditation

Negativ = Positiv?

In letzter Zeit passiert mir das wirklich oft. Wie in der Geschichte mit dem Zen-Meister…

[box type=“success“ width=“100%“ ] „Es war einmal ein Junge, der bekam zu seinem vierzehnten Geburtstag ein Pferd, und alle im Dorf sagen: „Oh, wie wunderbar! Der Junge hat ein Pferd!“, und der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

Zwei Jahre später fällt der Junge vom Pferd, bricht sich das Bein, und alle im Dorf schreien: „Wie grauenvoll!“ Der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

Dann bricht Krieg aus und alle jungen Männer müssen in den Kampf, bis auf ihn, wegen seines kaputten Beins, und alle im Dorf sagen: „Wie wunderbar!“, und der Zen-Meister sagt: „Man wird sehen.“

(Der Krieg des Charlie Wilson) [/box]

Mir passieren also grade ein paar Dinge, von denen ich im ersten Moment sagen würde: „Nö… nicht so schön!“ Und es gelingt mir ehrlicherweise nicht immer, in Zen-Manier zu reagieren mit einem bedachten: „Man wird sehen.“ Doch es geht immer schneller. Ich habe im letzten Jahr durch meine Ausbildung in der fresh-academy gelernt, meinen eigenen State immer besser zu reflektieren und wo ich mich früher noch einige Stunden geärgert oder einen heftigen Temperamentsausbruch gehabt hätte, gelingt es mir heute bereits viel schneller… ach, was soll die ganze Theorie?

Hier ist ein Beispiel und zwar brandaktuell:

Wie einige meiner Leser wissen, ist gestern, am Montag, der zweite Testdurchlauf meines Online-Coachingprogrammes gestartet. Und zwar mit genau 7 Teilnehmern.

Das ist jetzt nicht so genau die Zahl, von der ich geträumt hatte. Der erste Testdurchlauf des Programms war letzte Woche Sonntag zu Ende. Ich hatte super Feedback von meinen Teilnehmern und am Ende hatte alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Natürlich hat es ein paar Tage gedauert, bis das Feedback per Email bei mir war. Mein Teilnehmer haben ja auch in ihrem Alltag ein paar andere Dinge zu tun, als mir Feedback zu schreiben. Doch es ging eh superschnell. Nach 3 Tagen konnte ich schon anfangen, damit zu arbeiten und die Referenzen auf meine Homepage stellen.

Außerdem gab es noch ein paar Dinge aus dem Kurs, die ich im Nachhinein erledigen durfte. Noch ein paar Verbesserung hier und dort.

Und dann war da noch meine Familie. Ich war echt froh, sie nach 6 Wochen „verschlossener Bürotür“ mal wiederzusehen. Endlich mal wieder Zeit zusammen.

Ja und na klar: In dieser einen Woche zwischen den beiden Kursen mache ich das komplette Marketing und die Aquise für den nächsten Kurs. Ich muss an der Stelle im Nachhinein wirklich über mich selbst lachen. Hurra! 😀

Plötzlich war es schon Sonntag. Und ich war gar nicht Zen-mäßig drauf!

Ich habe erst einmal angefangen, mich ziemlich über mich selbst zu ärgern. Warum hatte ich das eigentlich nicht kommen sehen? In meinem Flow der absoluten Begeisterung hatte ich zum einen solche Dinge wie Entspannungspausen (haha) nicht eingeplant, zum anderen auch kaum Zeit zum Aufbau neuer Kunden berücksichtigt. Warum hast Du nicht dies und warum hast Du nicht jenes gemacht? Mit diesen Fragen machte ich mir erstmal das Leben selbst schwer.

Dabei zählte es dann auch nicht mehr, dass ich immerhin in einer Woche 5 Kunden gefunden hatte und dass ich den anderen Kurs erfolgreich zu Ende gebracht hatte.

Ok, ist das nun wirklich so schlimm?

Ich habe mir dann überlegt, was das denn nun in Wirklichkeit genau bedeutet:

1. Es sind weniger Teilnehmer und ich kann diese dann nochmal sehr intensiv betreuen.

2. Nachdem der Kurs nun schon angelegt ist und der zweite Testdurchlauf auch schon etwas mehr kostet als der erste, verdiene ich insgesamt mehr als bei ersten Mal.

3. Ich habe eine wertvolle Lektion gelernt und werde mir beim nächsten Mal entsprechend mehr Zeit einplanen.

Ja, das klingt WIRKLICH schlimm. *lach*

Man wird sehen…

Der Zen-Meister hat Recht behalten. Und im Grunde bin ich recht schnell wieder runtergekommen von meinem Selbstanklagetrip. Und dann habe ich mir am Montag morgen noch eine nette Dame aus Südtirol manifestiert, die einfach nur anrief, um mir zu sagen, wie toll sie meinen Blog und meine Arbeit findet. Und gestern Abend hat meine facebook-Seite die 500er Marke gesprengt.

Ok, liebes Universum, ich bin wieder versöhnt.

Und was die kleine, feine Zahl der Teilnehmer in meinem Programm angeht… man wird sehen. 😉

 

Kennst Du das auch? Du erlebst etwas, das Du nicht so toll findest und im Nachhinein ist es das Beste, was Dir passieren konnte? Erzähl mir bitte in den Kommentaren davon, ich liebe solche Geschichten!

Liebe Grüße

Deine Christina

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9 thoughts on “Negativ = Positiv?

  1. Diana Winterfeldt

    Liebe Christina,

    gut, dass du darüber sprichst! Ich hatte ein ähnliches Erlebnis vor ein paar Tagen.

    Du weisst, ich bin voll motiviert, meine Selbstständigkeit aufzubauen. Immer wieder neue Ideen, immer wieder verändere ich meine Gedanken, meinen Plan. Ich hibbel von einer Idee zur anderen. Kreiere immer wieder meine Website neu und bekommen von vielen Seiten Inspiration. Sitze bei jeder Gelegenheit am Laptop.
    Und dann tickt mich von hinten meine Gesundheit an: „Nene, so nicht! Bleib mal locker!“ Im Klartext war ich dann erstmal richtig krank und tatsächlich danach noch mal. Sooooo blööööd! 😉
    Dann werde meine Jungs krank und das natürlich nicht zusammen sondern schön nacheinander.

    Mein Resumee aus der Krankheit: Das geht zu schnell, das ist zuviel UND ich kümmere mich mal wieder überhaupt nicht um mich. Umdenken! Das Zeitmanagement optimieren und … Waaas?? Noch weniger Zeit für meine Ideen??? Ich hab doch nur X h Zeit pro Woche. In der Woche bis kurz vor 12 Zeit, etwas zu schaffen, dann darf der Kleinste schon abgeholt werden. Und dann soll ich noch ne Runde „Wellness“ für mich machen?

    Ein Plan in Sachen Gesundheit: Einfach mal meine Ernährung umgestellt auf vollwertig, Gemüse, Obst, fettreduziert.. etc. Das Vollprogramm. Boooaahhhh was für ein Aufwand. Da geht noch mehr Zeit verloren!

    Nachdem ich letzte Woche mal so richtig mies drauf war, weil einfach gar nichts geht, ich nicht vorankomme, hab ich mich besonnen und mal näher hingeschaut.
    – der Auwand fürs gesunde Essen hatte den Bomerang Effekt, dass es mir wirklich gut geht und ich richtig Energie habe. Es hat erstaundliche gesundheitliche Auswirkungen;
    – wenig Zeit weil… weil ich nun mal entschieden habe, dass ich, solange meine Kinder klein sind, für sie da sein möchte und soviel Zeit mit ihnen verbringen möchte, wie es geht. Das habe ICH entschieden und so wollte ich es haben. Und meine Selbstständigkeit darf ja gerade deswegen so flexibel sein, damit ich für meine Kinder da bin. Und besonders wenn sie krank sind!
    – beides kombiniert: Ich habe festgestellt, dass ich viele mehr Spass mit meinen Kindern habe, mit ihnen tolle und kreative Sachen mache und ein größeres Durchhaltevermögen bei Konflikten habe… seitdem ich meine Ernährung umgestellt habe!!!

    Ich habe mich besonnen, dass das Negative gar nicht negativ ist, auch ohne die Freshacademy! 😉 Hat etwas gedauert und ich habs gerafft! 😉 Meine Selbstständigkeit läuft nicht weg und ich arbeite Schritt für Schritt dran!

    Alles ist GUT!!

    Ganz liebe Grüsse
    deine Diana

    • Liebe Diana,

      das ist ja schon fast ein Blogartikel für sich. Du hättest heute meinen Artikel schreiben sollen! 😀

      Danke für die tolle und ehrliche Geschichte. Und ich bin überzeugt davon (aber das weißt Du eh), dass Du Deinen Weg gehen wirst. Ganz in Deinem Tempo. Und das hat mit langsam noch lange nichts zu tun. 😉

      Liebe Grüße
      Deine Christina

  2. Hallo Christina!
    Ich bin erst vor Kurzem auf deinen Blog gestoßen und finde ihn richtig gut. Einfach wie du rüberkommst und was du machst – Hut ab!
    Gerade dieser Post hat mich total angesprochen. Die kleine Geschichte mit dem Mann und dem Sohn kenne ich auch. Ich liebe sie und habe sie bestimmt schon allen erzählt, die ich kenne. 😉 Denn auf mich trifft sie vollkommen zu:
    Nach meinem Pädagogik-Studium habe ich keinen Job gefunden und war in einer richtig üblen Krise. Ich machte mir selbst Vorwürfe, probierte alles, um mich irgendwo zu bewerben, doch es wollte nicht klappen. Ich habe sogar schon mit selbstzerstörerischen Verhaltensweisen angefangen, bevor ich mich selbst am Zopf aus dem Schlamm gezogen habe. Im Nachhinein betrachtet war diese Zeit das Beste, das mir passieren konnte. Ich habe währenddessen einen 1000-seitigen Roman geschrieben und nur durch die Krise im Endeffekt zu mir selbst gefunden. Und ich bin sehr froh, niemals in das Hamsterrad geraten zu sein, wo jetzt meine Freunde drinstecken. Wenn ich mir das schon ansehe, wie sie sich vor dem Montag fürchten! Da läuft doch irgendwas schief?! Ich bin noch nicht mit beiden Beinen im Berufsleben, doch seither ist viel passiert und ich habe so einige Steine ins Rollen gebracht. Wohin das alles mich führen wird, weiß ich noch nicht genau, aber ich habe Vertrauen. Alles hat seinen Sinn. 🙂
    Alles Liebe dir und mach weiter so! 🙂
    Anna

    • Hallo Anna,

      ganz lieben Dank für diese tolle Geschichte.

      Sie erinnert mich sehr an mich selbst. 🙂 Ich wollte schon seit der 4. Klasse Lehrerin werden, dann habe ich aber nicht studiert und bin über meinen Beruf ins freiberufliche Trainer- und Coch-Leben gerutscht (um es sehr kurz zu fassen). Was für ein Glück. Ich als Beamtin! Unvorstellbar. 😀

      Du wirst Deinen Platz sicher finden. Und ich kann Dich in Deinem Vertrauen nur bestärken!
      Liebe Grüße
      Christina

      • Ein Glück, dass ich mein Studium mit Diplom in Erwachsenenbildung anstatt auf Lehramt abgeschlossen habe. 😉 So denke ich, dass ich damit trotzdem etwas anfangen kann. Wenn nicht sofort, so vielleicht später.

        Vielen Dank für’s Vertrauen bestärken, das bringt ein Lächeln auf mein Gesicht an diesem wolkenverhangenen Tag! 🙂

        Liebe Grüße
        Anna

  3. Martin Seidl

    Hallo liebe Christiana,
    ich verfolge schon seit einher Zeit deine Aktivitäten zum Thema Coaching. Ich sitze gerade in einem Hotel in der Nähe von Berlin und habe mir jetzt einfach die Zeit genommen, dir zu schreiben.
    Viele Themen die Du im Blog ansprichst kann ich sehr sehr gut nachvollziehen. Auch mir passieren Dinge, bei denen ich im ersten Augenblick denke:“Ups“ was soll das jetzt bedeuten, oder wie habe ich das in mein Leben gezogen.
    Beispiel: Ich bin im Urlaub und erfahre per E-Mail das mein größter Einzelkunde verkauft wurde.
    Da ich seit Januar 2013 mich mit dem Thema NLP, Gesetzt der Anziehung und The Magic täglich beschäftige, habe ich kurz überlegt: Was kann ich tun?
    Folgendes habe ich gemacht. Ich habe mein MacBook genommen und mich auf den Balkon des Zimmers gesetzt und eine Übung (= die ich 1x in der Woche mache) eingeschoben. Bei der Übung geht es darum, dass Du 10 positive Punkte findest, die das Thema auch für dich bedeuten kann. In meinem Fall halt: was kann dieser Verkauf positives für mich bedeuten. Was soll ich schreiben…es sind mir mehr als 10 Punkte eingefallen, ich habe mich deutlich besser gefühlt und bin anschließend mit meiner Frau an den Schliersee gegangen.
    Sicherlich hat mir der Prac. an der fresh academy auch dabei geholfen. Ich bin allerdings der felsenfesten Überzeugung, das es um das MACHEN geht. Das Wissen habe ganz viele Menschen, nur sie programmieren durch Training ihre Gedanken nicht um und fallen dann (zeitweise) in alte ungewünschte Denkstrukturen zurück. Dies ist eine tägliche Aufgabe für jeden. Ich übe jeden Tag (mit meiner Ehefrau zusammen) und bin dafür das ich die Tools kennengelernt habe sooooo dankbar. So, dass war mein Beitrag dazu, ich gehe jetzt meine Meditation machen (auch so ein Thema). Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg.
    Martin Seidl

    • Hallo Martin,

      vielen Dank für Deine Zeit und den schönen Kommentar.

      Die Übung ist super und ich gebe Dir vollkommen recht: das „Wünschen“ alleine ist’s nicht. Was mir am besten hilft, alte Glaubensätze zu überwinden ist, neue Erlebnisse und Erfahrungen zu machen. Und die haben mit TUN zu tun. 🙂

      Wie sagte letztens jemand so schön: Manche Leute sitzen im Wohnzimmer und warten darauf, endlich neue Erfahrungen zu machen. *lach*

      Liebe Grüße
      Christina

  4. Cathrina

    Liebe Christina,

    toller Artikel, das Thema ist einfach faszinierend! Ich habe ihn vor ein paar Tagen gelesen und dachte: klar, bin ganz deiner Meinung: es kommt wie es kommt und erweist sich im Nachhinein immer als richtig. So die Theorie in meinem Kopf. Interessanterweise befand ich mich haargenau in einer dieser Situationen, in denen man sich selber sagen darf: du weißt ganz genau, dass alles gut ist, es kommt schon noch das Richtige. In meinem Fall war es meine innere Unruhe, als selbständige Übersetzerin gerade keinen Auftrag und nur eine sehr unsichere Aussicht auf weitere Beschäftigung in meinem Nebenjob hatte. Nun wurde mir gestern ein wichtiger Termin abgesagt, um eben genau diesen Job wieder unter Dach und Fach zu bringen. Meine ersten Gedanken: das darf doch nicht wahr sein! Die Arbeit liegt bei denen rum und nur die Formalitäten müssen geklärt werden und ich sitze zu Hause und drehe Däumchen. Noch dazu eine weitere ganze Woche!
    Heute habe ich dann für mich beschlossen, dass ich eben andere Dinge mache und es einfach akzeptiere – nicht im Sinne von, es muss alles zu mir kommen, wenn ich auf der Couch sitze, sondern eher: ich habe die Weichen für 2 Aufträge gelegt, mehr zu machen erschien mir risikoreich, da ich als one-woman-show bewusst nicht zu viele Dinge gleichzeitig machen möchte.
    So, vor 5 Minuten bekam ich einem Mail von einem ehemaligen Auftraggeber mit einer Anfrage für eine komplette Homepage.

    Ich wollte vor Freude an die Decke springen. Erstens, weil ich mich über das Vertrauen freue, zweitens darüber, dass ich einen Auftrag habe und am allermeisten, weil ich mit meinem immer stärker werdenen Glauben, dass alles richtig läuft mal wieder genau richtig gelegen habe 🙂

    Viele Grüße an alle Leser, ich bin dankbar ein Teil dieser Gruppe zu sein!

    Cathrina

  5. Hallo Christina,
    tjaja, ich habe auch schon oft bekommen, was ich gebraucht habe. Das war aber selten das, was ich mir gewünscht habe. 🙂

    Soso, Freshie bist Du. Ich habe Marc und Wiebke jede Woche in meinem Ohr.

    Liebe Grüße,
    David

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