Was ich mir in eineinhalb Jahren Bloggen alles zusammengebastelt habe

Website, Email-Verteiler, Mitgliederbereich, Shop- und Bezahlsystem, Kundenverwaltung, Bilderarchiv, Terminverwaltung, E-Mail-Marketing, Newsletter, Widgets, PlugIns, Spamfilter, Forum, Landingpage, facebook-Verknüpfung, Affiliatesystem, Freebie, Social Media, Autoresponder, Sales Funnel…

Da startest Du als Coach einen Blog und denkst Dir nicht viel dabei. Du willst einfach eine nette Seite, auf der Du für Dein Publikum ein paar schöne Blogartikel schreibst. Jemand hat Dir gesagt, dass das ein super Marketinginstrument ist, um Deine Kunden zu erreichen und jetzt willst Du eigentlich nur eines: Blogartikel schreiben.

Das machst Du auch erstmal. Doch dann stellt sich schnell heraus, dass die ganze Schreiberei alleine Dir noch nicht wirklich Kunden anspült. Du stellst vielleicht sogar fest, dass fast niemand Deinen Blog liest.

Wie machen das die anderen, erfolgreichen Blogger?

Du schaust Dir dann mal an, was die Kollegen da so tun… und ehe Du Dich versiehst, bist Du in einem Dschungel von Begriffen, von denen Du noch nie etwas gehört hast.

Freebie, Salesfunnel, Autoresponder & Co.

Doch Du bist ja clever und kämpfst Dich durch. Du erstellst ein Freebie und legst einen Newsletterverteiler an. Du teilst Deine Beitrage auf facebook oder anderen social media Kanälen. Du erstellst einen Autoresponder für Deine Newsletterabonnenten und Schritt für Schritt kommen nun ein paar Menschen durch Deinen Salesfunnel und werden zu Kunden.

Im Idealfall wächst Dein Business und Du hast vielleicht Lust, einen Teil Deines Coachingbusiness zu automatisieren. Deshalb entschließt Du Dich, Deinen ersten Online-Kurs zu erstellen. Dafür brauchst Du dann ein automatisiertes System. Du wählst eines aus, installierst alles, erstellst Deine Inhalte. Vielleicht legst Du auch einen kostenlosen oder bezahlten Mitgliederbereich an.

Und immer wieder mal zwischendurch fragst Du Dich, ob Du mehr Zeit mit Deiner Arbeit als Coach oder mehr Zeit mit der Technik verbringst.

Ich habe das alles durch…

Ich bin den ganzen Weg gegangen, doch bevor ich Dir davon erzähle, kommt noch eine klitzekurze Geschichte dazwischen:

Im September 2014, ca. 4 Monate nach meinem Blogstart, begegnete mir Holger. Holger fand meinen E-Kurs interessant und was ich da alles so auf die Beine stelle. Im Grunde war ich ich noch ziemlich am Anfang, doch ein paar Dinge, wie Newsletter einrichten und einen Mitgliederbereich für meine Kursteilnehmer anlegen, hatte ich schon hinter mir.

Holger und ich, wir trafen uns also im September und saßen zusammen, um uns über unsere Arbeit auszutauschen. Er erzählte mir etwas von einem „Gesamtsystem für Coaches“, einem System, das Coaches die leidige, technische Arbeit abnehmen sollte und das gerade erst in der Entwicklung war.

Ich, noch voll in der Eupheurie der Anfangsmonate und auch halbwegs technisch begabt, verstand irgendwie nur Bahnhof. Wozu sollte das gut sein? Das war doch alles halb so wild. Meine WordPress-Seite hatte ich von einem Experten machen lassen und ich fand es recht einfach, nun damit weiterzuarbeiten. Einen Mitgliederbereich konnte ich auch ruckzuck anlegen, dank der tollen Anleitung auf Marit Alkes Blog. Wenn jemand einen Termin von mir wollte, sah ich in meinem Outlookkalender. Wo sah Holger hier nur ein Problem?

Ich sagte ihm, das wäre bestimmt spannend und er solle sich doch melden, wenn er mit seinem Gesamtsystem mal in der Endphase der Entwicklung wäre.

Als wir uns ca. 8 Monate später wieder auf einen Kaffee zusammensetzen, war ich soweit, um zu verstehen, was Holger mir damals hatte erzählen wollen. 🙂

Was ich für mein Business alles zusammengebaut habe

Inzwischen gibt es meinen Blog etwas über ein Jahr. Inzwischen würde ich allerdings nicht mehr von meinem Blog, sondern von meinem Online-Business reden. Denn aus dem Blog von damals ist ein größtenteils automatisiertes System geworden.

Dieses System besteht im wesentlichen aus zwei strukturellen Komponenten:

  1. dem Salesfunnel (Verkaufstrichter, der die Menschen in meinen Newsletterverteiler bringt) und
  2. dem Membership- bzw. Onlinekurs-Bereich (die meine Produkte darstellen).

1. Der Salesfunnel

Ein Salesfunnel ist ein Trichter, der die Kunden Schritt für Schritt durch einen Vertrauensbildungsprozess bis zum Kauf bringen soll.

Dieser besteht bei mir inzwischen aus

  • einer facebook-Gruppe („Werde sichtbar als Coach“)
  • einer facebook-fanpage
  • einem privat-geschäftlichen fb-Profil
  • weitere social-media Kanäle und Netzwerke
  • Webinare
  • meinem Blog
  • einem Freebie
  • der Newslettereintragung
  • einer Autoresponder-Sequenz und
  • Email-Marketing

SalesFunnel

Was habe ich dafür jeweils verwendet?

  • Social Media: facebook, twitter, xing – mehr Netzwerk schaffe ich nicht.
  • Webinare: Webinarjam
  • Blog: Meinen Blog habe ich mir (diesmal) erstellen lassen. Ich nutze WordPress
  • Freebie: eine Checkliste, ein pdf mit Tipps oder ein kleiner E-kurs
  • Newsletter, Autoresponder und Email-Marketing:  KlickTipp

2. Membership- bzw. Onlinekursbereich

Meine Produkte sind inzwischen zu einem großen Teil digitalisiert und somit skalierbar. Wenn Kunden sich in meinen Newsletter eingetragen haben, kommt zuerst natürlich der Vertrauensaufbau und irgendwann folgt dann auch ein Angebot.

Meine Online-Angebote bestehen dabei aus:

  • einer Landingpage
  • einem Buchungssystem
  • einem Mitgliedersystem
  • einem Emailsystem
  • einer Benutzerverwaltung
  • dem Inhalt des Kurses

Dafür habe ich folgende Kompontenten verwendet, die nach meiner bisheriger Erfahrung sehr gut zusammenarbeiten:

  • Landingpage: leadpages.com
  • Buchungssystem: Digistore
  • Mitgliedersystem: Digimember
  • Emailsystem: Klick-Tipp
  • Benutzerverwaltung: WordPress
  • Inhalt des Kurses: WordPress, Digimember

Das ist die Grundstruktur

Jetzt hast Du die Grundstruktur meines Onlinebusiness kennengelernt. Dazu kommen noch so einige weitere Tools und PlugIns, die ich nutze, aber für einen ersten Überblick sollte dies erst einmal reichen, oder? 😉

Alle diese Kompontenten arbeiten sehr gut zusammen, allerdings ist es dafür auch notwendig sich wirklich gut in die einzelnen System einzuarbeiten.

Dieser Artikel soll jetzt keine Bedienungsanleitung werden, wie man all diese Komponenten miteinander verbinden kann. Dafür gibt es andere Experten.

Doch was ich in diesem und den folgenden 5 Artikeln aufzeigen will ist, welche Möglichkeiten es als Coach gibt, sich neben dem 1:1 Business auch ein Online-Business aufzubauen, wie ich das strukturiert habe, was mich das alles kostet und welche Tools es sonst noch so gibt, die mir die Arbeit erleichtern oder bereichern.

Technik???

Ja, ich habe beschlossen, mich eine Weile diesem relativ technischen Aspekt zu widmen, da es für mich ein wesentlicher Bestandteil war, um mein Business aufzubauen.

Und ich hoffe natürlich sehr, dass ich Dir mit meinen Erfahrungswerten weiterhelfen kann.

Kurz vor Weihnachten wird diese Artikelserie zu Ende sein und vielleicht kannst Du dann ja für 2016 noch genauere Entscheidungen treffen und Pläne machen, was Dein Onlinebusiness als Coach angeht.

Liebe Grüße
Christina


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30 thoughts on “Was ich mir in eineinhalb Jahren Bloggen alles zusammengebastelt habe

  1. Klasse Christina, danke für Deinen Einblick hinter die Kulissen. Ich werde Deine weiteren Artikel verfolgen 🙂

    Ich habe auch gemerkt, dass wenn man mit dem Bloggen beginnt, es nicht länger nur dabei bleibt :-). Und ich finde das klasse. Ich habe auch so eine Freude beim Erforschen der Technik, dass ich schauen muss, dass das live Coachingbusiness nicht zu kurz kommt. Denn das möchte ich (noch) nicht missen.

    Liebe Grüße,
    Diana

  2. Liebe Christina,

    das ist ja toll geworde!

    Eine schöne Übersicht, bei der ich auch vergleichen kann, wo ich selbst gerade stehe, nachdem ich dieselbe Erfahrung mache, dass immer noch was obendrauf kommt an Technik. 😉 Vielen Dank dafür.

    Was ist denn nun aus Holger geworden? Hat er ein solches Angebot erstellen können? Wäre ja für Einsteiger und Feststeckende interessant, oder? 🙂

    Liebe Grüße

    Stephanie

  3. Toller Artikel, liebe Christina!

    Ich wäre die letzten 250 Jahre 😉 offline im Coaching unterwegs und arbeite mich nun Stück für Stück in diese Welt rein. Immerhin habe ich schon ein Blog und ein paar andere Dinge.
    Der erste Online-Kurs mit zusätzlichem Skype-Coaching entsteht gerade und ich erahne langsam, wie viel Arbeit hinter Deinem komplexen System steckt.
    Danke Dir für die Einblicke, ich nutze noch Mailchimp, weil mir Klicktipp keinen Transport meiner bestehenden Liste anbietet 🙁
    Ich werde weiter gespannt Deine Beiträge hier verfolgen.
    Liebe Grüße
    Julia

    • Danke Julia 🙂

      ja, es dauert etwas, bis man in „diese Welt“ hineinwächst. Und nur keine Sorge, einfach Schritt für Schritt voran gehen.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem ersten Online-Kurs.

      Liebe Grüße
      Christina

  4. Liebe Christina, das hat mir so gut gefallen, dass ich es jetzt einer Freundin empfohlen und den Link geschickt habe. Die Freundin sucht eine Anstellung und will statt dessen jetzt auch „ein bisschen freiberuflich online“ versuchen.

    Schon dein Titelbild mit den Bohrmaschinen ist klasse! Weiter so!

    Liebe Grüße Sonja

  5. Liebe Christina,
    das ist ein super Artikel und – er kommt genau zur richtigen Zeit für mich. 😉
    Ich starte gerade mein Coaching-Business und habe den Start über Facebook gemacht. Jetzt möchte ich mit dem Newsletter starten und ich hab das Gefühl, dass es nicht nur dabei bleiben wird. 😉
    Ich freu mich auf deine weiteren Artikel!
    Hab ein tolles Wochenende,
    Julia

  6. Liebe Christina,

    danke für die tolle Aufstellung. Und ja, man steckt den kleinen Zeh ins Wasser Bloggen und schrittweise wird man tiefer und tiefer hineingezogen.
    Du könntest die Liste sicher noch weiterführen, wie Grafikdesign erlernen, Werbetexten uvm.

    Und dass du auf die gleichen Komponenten aufsetzt wie ich, das beruhigt mich enorm.

    Viele liebe Grüße,
    David

  7. Hallo Christina,

    habe deinen Artikel mit riesengroßen Interesse gelesen, bin schon ein Stück weit mit den selben Komponenten unterwegs und nun super gespannt auf den Artikel zu meinem Dauer-Bauchweh-Zeit-Und-Nerven-Fresser-Thema Technik 😉

    Gespannte Grüße! Mona

  8. Mirella Perron

    Liebe Christina
    Ich drehe mich mit dieser Technik schon länger im Kreis, und komme nicht weiter! Deine Impulse kommen für mich genau zum richtigen Zeitpunkt! (Was für ein Zu-fall! ;-)). Kannst Du ev. jemanden vermitteln, der das alles im Packet anbietet? Der Tag hat zwar 24 Stunden, aber die ganze Technik nebenbei zu erlernen, nebst allem Anderen (Family & Co), kostet mir viel zu viel Energie. Ich möchte einfach nur Online durchstarten! ,-)

    Herzlichen Dank, dass Du Dein Wissen auf dieser Weise so grossatig vermittelst!
    (Im Leben kommt bekanntlich alles 7-fach zurück, was man gibt (und was man nicht gibt..) )

    Von Herzen alles Liebe und weiterhin viel Erfolg!

    • Hallo Mirella,

      danke für Dein Feedback. Also leider kenne ich niemanden, der genau diese Tools, die ich aufgelistet habe, in einem Paket anbietet. Allerdings hat eben Holger aus meinem Artikel ein schönes Gesamtpaket im Aufbau, das ich Euch im Laufe der nächsten Wochen vorstellen werde.

      Liebe Grüße
      Christina

  9. Liebe Christina!
    Eine super Zusammenfassung, selbst beim Lesen dachte ich mir, dass man oder „frau“ zu anfangs – und so ging es mir genauso – einfach mal beginnt zu bloggen 😉 rasch erfolgt das Einarbeiten in die Online-Materie und der Rest darf im Gehen entstehen.
    Toll, was du auf die Beine gestellt hast!
    Liebe Grüße
    Katharina

  10. Liebe Christina!

    Danke für die Zusammenfassung. Kommt genau zur richtigen Zeit und ermutigt, weiter zu machen 🙂
    Genial, was du bisher alles auf die Beine gestellt hast 🙂 Bitte weiter so… es mach total Spaß dir zuzusehen, dich zu lesen und ein Vorbild zum „Anfassen“ zu haben 😉 😉

    Herzliche Grüße, Gabriela

  11. Pingback: Die eigene Vision leben! Wie ich mit meinem Online Business den Durchbruch geschafft habe - MarkusCerenak.com

  12. Hallo Christina,

    bin über deinen Beitrag bei Markus Cerenak auf diese Artikelserie aufmerksam geworden – sehr interessant! Freue mich schon auf die weiteren Beiträge! Fühle mich gerade ein wenig aufgehoben und getragen mit meiner neuen Idee, die im Moment noch ziemlich verschwommen ist … Danke!

    LG Rita

  13. Hallo,

    vielen Dank für die vielen Tipps und auch den Ausblick, wie man irgendwann (und zwar vielleicht auch schnell) mit seinem Internetengagement Geld verdienen kann. Wir versuchen gerade eine Seite aufzubauen, in der Frauen über Geld reden. Ob wir damit Geld verdienen wollen, wissen wir noch gar nicht, im Augenblick ist es uns erstmal ein Bedürfnis, unsere Erkenntnisse und Erfahrungen zu teilen.
    Tschüß Monika

  14. Liebe Christina,

    danke, dass du uns so detailliert hinter die Kulissen schauen lässt. Als ich damals mit der Selbstständigkeit begonnen habe, wusste ich noch nicht einmal, was ein Blog ist *lach* Damals hat mir die Seite von Markus Cerenak sehr weitergeholfen. Dadurch habe ich nebenbei auch noch erfahren, was ein Podcast ist, denn ich habe ihn ständig gehört 😉

    Wenn ich beim Start meines Blogs schon gewusst hätte, was da noch alles auf mich zukommt – wie du so schön in deinem Artikel beschrieben hast, hätte ich wahrscheinlich gar nicht erst damit angefangen. Von daher war das schon ganz gut so mit der Reihenfolge 😉

    Das Thema „Autoresponder“ liegt nach wie vor auf meiner „ToDo-Liste“ *hust* Aktuell bin ich dabei, eine neue Strategie auszuarbeiten, da ich meinen Fokus zukünftig auf digitale Produkte legen möchte.

    Da „Sichtbarkeit mir keinen Cent bringt“ – zumindest ohne passende digitale Strategie dahinter – kümmere ich mich jetzt um diese Basis, um anschleißend alles weitere darauf aufsetzen zunkönnen. Unter anderem auch den Autoresponder 😉

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und schicke dir liebe Grüße,
    Melanie

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