Auf Augenhöhe mit meinen Kunden. So geht’s.

ein gutes team

Danke an Nils Terborg von www.deineperfektebeziehung.de für diese wunderbare Blogparade: „Blogger packen aus“

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Nur falls Du keine Ahnung hast, was eine Blogparade überhaupt ist und wie das funktioniert, kannst Du das hier nachlesen.

Sinn und Zweck ist, dass unsere Leser auch andere Blogs kennenlernen und… mehrere, ganz verschiedene Standpunkte zu einem Thema kennenzulernen ist sicher auch interessant.

Das Thema dieser Blogparade ist:

Was war deine wichtigste Beziehungserfahrung?

Über diese Frage habe ich jetzt eine Weile nachgedacht, denn zu allererst sind mir die wichtigsten Menschen eingefallen, die es derzeit in meinem Leben gibt. Doch es geht ja hier gar nicht um die wichtigsten Menschen, sondern um Erfahrungen. Dann ist mir als nächstes die Beziehung zu mir selbst eingefallen. Ja, ich würde sagen, dass diese Beziehungserfahrung eindeutig die wichtigste meines Lebens war. Darüber könnte ich wohl einen eigenen Blog füllen.

Da es in dieser Blogparade jedoch schon einige andere Experten für das Thema Selbstliebe und Partnerbeziehungen gibt, möchte ich mich einer anderen, sehr wichtigen Erfahrung widmen:

Die Beziehungserfahrung mit meinen Kunden

Die Veränderung und die Entwicklung in dieser speziellen Beziehung hat mein Leben nämlich auch dramatisch beeinflusst und tut es noch heute. Ich wachse jeden Tag daran. Ist sie perfekt? Nicht immer, aber immer öfter geht es in die richtige Richtung.

Wie es mal war… (oder mein Single-Dasein Teil 1)

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, war die Beziehung zu meinen Kunden nicht die allerbeste. Das lag natürlich nicht an mir. Meine Kunden waren alle doof. Denn entweder sie kamen erst gar nicht oder ich war ihnen zu teuer. Ich war der Meinung, die sollten sich alle mal ein besseres Werteverständnis aneignen. Hatten die denn eigentlich keine Ahnung, was so ein Coaching bei mir wert war? Kapierten die nicht, dass und wie sehr ich ihr Leben verändern konnte?

woman standing on the head of thoughtful manMit ziemlich hohem (und ziemlich nutzlosem) Aufwand versuchte ich, all die Menschen da draußen, für die ich und meine Arbeit doch so wertvoll sein konnte, davon zu überzeugen. Also nur um es nochmal deutlich zu sagen: Praktisch ALLE Menschen können von dem was ich kann, profitieren. Ich war mir sicher, dass sie es irgendwann verstehen würden. Ich musste nur dranbleiben. Diese leicht Ahnungslosen… der Groschen würde schon irgendwann fallen.

Ist er dann auch… nur nicht bei den anderen.

Mein Thema damals war noch hauptsächlich die Hochbegabung. Und ich war überzeugt, dass wirklich jeder Menschen eine Hochbegabung hat, die irgendwo in ihm schlummert und die es Wert ist gelebt zu werden. (In diesem einen Punkt hat sich meine Meinung übrigens bis heute nicht geändert).

Meine Mission war: So viele Menschen wie nur möglich sollten ihre Begabung leben. Ihr Potential ausschöpfen. Praktisch war ich damit schon fast in der Lage, die Welt zu retten. War das nicht offensichtlich? Warum kam dann (fast) keiner? Hallo, ich war die Expertin!

Was dann passierte… (oder mein Single-Dasein Teil 2)

Gut, dass diese Phase meines Lebens nicht allzu lange dauerte. Sie hätte mich beruflich wohl Kopf und Kragen gekostet.

Irgendwann fiel dann eben der Groschen… und natürlich bei mir. Mir wurde klar: es geht hier gar nicht um mich. Es geht nicht darum, wie toll ich bin und was ich alles zu Geben habe. Es geht nur um den Kunden. Es geht darum, welche Probleme der Kunde hat und was er haben will. Es geht darum, alles aus Kundensicht zu betrachten. Der Kunde ist König.

36cc04f1-e2b1-4edd-ae78-4616b9776479Moment, was bin dann ich? Ah ja klar, der Hoflieferant. Also liefere ich alles, was der Kunde haben will. Ich richte mein Angebot voll und ganz danach aus. Ich überlege, was der Kunde auf meiner Homepage lesen will, was ihn anspricht, ich hübsche mich auf, Minirock, Lippenstift… ähäm, nein sorry, kleiner Abrutscher in meine Twen-Zeit. Also ich tue auf jeden Fall alles, damit der Kunde mich attraktiv findet.

Ja, gewissermaßen entspricht dieser Zeitabschnitt in meinem Business dem Zeitabschnitt in meinem Leben, indem ich aus der besserwisserischen Teenagerzeit herausgewachsen und eine junge Erwachsenen geworden war. Und ja, ich hatte diese Phase, in der ich unbedingt allen gefallen wollte. Damals war das zwischen 20 und 25. Im Business ist es zwischen „Meine Kunden werden schon erkennen…“ und „Ich bin Partner meiner Kunden“.

Glücklicherweise hat das nicht 5 Jahre oder so gedauert. Ich werde älter, schlauer und schneller. 😉

Nächster Schritt: Die Partnerschaft.

Ich habe relativ schnell begriffen, dass es als Hoflieferant also auch nicht wirklich funktioniert. Zumindest nicht so, dass ich mich dabei wohlfühle. Was ist also die beste Rolle? Wie funktioniert eine Partnerschaft mit Kunden?

Meine 3 wertvollsten Zutaten für sehr gute Kundenbeziehungen:

1. Respekt und Wertschätzung

Aus meiner Single-Phase 1 nehme ich mit, dass es in meinem Business darum geht, meinen Kunden eine Lösung anzubieten, die sie brauchen. Es geht nicht darum, was ich alles kann, wie viele Zertifikate ich habe und wie toll das alles ist. Seitdem ich respektiere, welche Sorgen, Nöte, Wünsche und Ziele meine Kunden haben geht es nicht mehr um meine Methoden, sondern darum, wie und was sie bewirken können und welche Lösung sie bringen.

  • Seitdem steht auf meiner website auch nicht mehr als erstes: „Herzlich willkommen. Ich bin…“.
  • Die Über-mich-Seite ist nicht gleich am Anfang im Menü.
  • Bevor ein „Ich“ irgendwo auftaucht, liest mein Besucher zuerst ein „Du“, „Deine“ und „Dich“ und die Worte „Coach“, Positionierung“ und „kostenloser E-Kurs“.

In meinem Blogartikeln kommt dann das „ich“ schon relativ häufig vor, weil ich gerne aus meinem persönlichen Nähkästchen plaudere, anstatt in theoretischen Floskeln. Doch auch hier habe ich im Blick, dass die Geschichten, die ich erzähle einen Nutzen für meine Leser haben.

2. Selbstwert

Aus Phase 2 nehme ich mit, dass es für mich und auch für meine Kundenbeziehung nicht gut ist, den Kunden über mich zu stellen. Ja, mein Kunde ist schon noch König, doch mir gefällt es besser, mich in der Rolle des unabhängigen, königlichen Beraters, oder sollte ich besser sagen, des königlichen Coaches 😉 wiederzufinden.

In dieser Funktion sehe ich mich auf Augenhöhe des Kunden bzw. Klienten. Dazu ist ein gesunder Selbstwert nötig. Ich kann diese Rolle nur dann gut ausfüllen, wenn die Bedingungen der Zusammenarbeit für beide Seiten stimmen.

  • Ich will authentisch sein können
  • Ich muss mir selbst klar darüber sein, was ich und meine Arbeit wert ist und
  • der Preis für meine Leistungen darf einen passenden Gegenwert darstellen, so dass ich nicht unbewusst meinen Klienten in die Rolle des Schuldners bringe.

Ich glaube, dass ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen enorm wichtig ist. Wer sich selbst (vorallem gefühlt!) unter Wert verkauft, drückt nicht nur die fehlende Wertschätzung sich selbst gegenüber aus, sondern entzieht auch dem Kunden die Möglichkeit für einen adäquaten Ausgleich zu der empfangenen Leistung. Wer geht schon gerne aus einer Begegnung mit einem Gefühl von Restschuld (wenn auch vielleicht unbewusst)?

3. Vertrauen

Aus alledem und einer zusätzlichen Zutat entsteht eine Vertrauensbasis zum Kunden. Die weitere Zutat ist Verlässlichkeit.

Noch vor ein paar Monaten hätte ich mich absolut gescheut, immer und immer wieder mich und mein Angebot so präsent zu zeigen. Ich wollte nicht aufdringlich wirken und auf keinen Fall irgendjemanden zumüllen. Jetzt will ich immer noch niemanden zumüllen, doch ich habe gelernt, dass es ein großer Unterschied ist, Menschen zu belästigen oder zu zeigen, dass ich „immer noch da“ bin. Die heutige Zeit ist schneller denn je. Woher sollen Kunden wissen, dass es mich noch gibt, wenn sie wochen- oder monatelang nichts von mir hören?

  • Ich zeige mich verlässlich jede Woche mit meinem Blogartikel und Newsletter und
  • fast jeden Tag auf facebook.
  • Ich bin da.

Meine wichtigste Beziehungserfahrung mit meinen Kunden ist kurzgefasst also folgende:

Eine gesunde und glückliche Partnerschaft mit meinen Kunden basiert genau auf den gleichen Werten wie jede andere Partnerschaft auch. Auf Respekt & Wertschätzung, gesundem Selbstwert und Vertrauen.

All das resultiert in meiner Welt ohnehin aus der Selbstliebe. Womit wir wieder am Anfang wären, nämlich bei der perfekten Beziehung – zu Dir selbst. Und ich denke, ich habe auch das Ziel dieser Blogparade erfüllt – Du kennst mich jetzt wieder ein Stückchen besser. :-)

Gibt es für Dich noch weitere Zutaten? Ich freue mich auf Ergänzungen oder Gedanken zu diesem Artikel. Wir sehen uns in den Kommentaren.

Liebe Grüße

Christina

PS: Weitere interessante Artikel zum Thema „Meine wichtigste Beziehungserfahrung“ findest du hier:

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Zum ersten Mal hier? Ich würde Dich gerne als Leser gewinnen. Wenn Du also Interesse hat an wöchentlichen Infos und Inspirationen zum Thema „Coach und Unternehmer sein“, dann trag Dich doch hier ein.



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12 thoughts on “Auf Augenhöhe mit meinen Kunden. So geht’s.

  1. Hi Christina,

    danke für deinen wundervollen Beitrag! Den Bogen zwischen Liebesbeziehung und Kundenbeziehung hast du echt beeindruckend hinbekommen, finde ich :-)

    Vor allem ist das ein super Beispiel, für Ressourcenübertragung. Wer gut im Beziehungen führen mit seinem Partner ist, kann daraus einiges lernen, um auch im Business erfolgreich zu sein. Hatte ich echt nicht wirklich auf dem Schirm!

    Danke dir und lg,

    Nils

  2. Vielen Dank, dass Du deinen „Werdegang“ mit uns teilst. Besonders schön finde ich die Kombination von MindSet mit tatsächlichem Tun wie z.B. die Über Mich – Seite nach hinten oder das Du zuerst etc. Danke lg Riccarda

  3. Toller Artikel Christina – danke dafür! Auch die zwei Phasen, die du beschrieben hast kenne ich :-) Und den drei Punkten kann ich nur zustimmen.
    Es ist so wertvoll sich auf Augenhöhe zu begegen und wenn jeder das auch spürt. Für mich ist auch Ehrlichkeit sehr wichtig, eine liebevolle Ehrlichkeit, die nicht verletzend ist aber klar. Das erleichert auch viele Umwege in jeder Beziehung.

    Herzliche Grüße
    Silvia

  4. Vielen Dank für diesen tollen Artikel, der, wie so vieles in meinem Leben gerade, genau zum perfekten Zeitpunkt erscheint! Ich bin gerade dabei, mich positionieren und zu überlegen, was ich anbieten möchte (manchmal ist es eben auch ein Fluch, dass ich zu viele Dinge gut kann). Ich habe mich 100x gefragt, was meine größte Leidenschaft ist, womit ich wirklich den Großteil meines Geldes verdienen möchte und mit allem mal angefangen. Doch nichts von alldem läuft so richtig gut, bis gestern bei mir der Groschen, den du so schön beschreibst, gefallen ist. Es muss sich nicht im Weg stehen, dass ich mit all dem Geld verdienen kann, wenn ich genau die Probleme der Kunden löse und nicht darauf warte, dass sie erkennen, wie toll ich doch bin. Und aus diesen Erkenntnissen ist es sicher einfacher, mich selbst zu positionieren! Uhhh, bei mir kribbelt’s, ich muss gleich alles aufschreiben, was mir durch den Kopf schwirrt! :-)
    Danke dir für die Denkanstöße, Christina!!!

  5. Christina, vielen Dank, dass Du mal wieder daran erinnerst, um wen es eigentlich wirklich geht. Unsere Kunden nämlich. Und wenn wir ganz ehrlich sind, ist das auch offensichtlich. Wir selbst wollen ja auch immer, dass es um uns geht, wenn wir etwas kaufen… Am meisten Spaß macht es auf jeden Fall mit Kunden auf Augenhöhe, voller Respekt und gegenseitigem Vertrauen zusammen zu arbeiten.

    1. Hallo Sonja,

      danke für Dein Feedback. Und Du hast vollkommen recht. Aus einem Film habe ich folgendes Zitat: „Jeder Mensch will seine Geschichte erzählen.“ Und genau so fange ich oft Neukundengespräche an, z.B. „Erzählen Sie mir doch einfach mal etwas über Ihre Situation.“ Wirkt natürlich nur, wenn es von Herzen kommt. :-)

      Liebe Grüße
      Christina

  6. .. ein wundervolles Beispiel, warum man einen Blogbeitrag auch ein halbes Jahr später noch einmal auf Twitter erwähnen sollte. Danke für den zum Nachdenken anregenden Beitrag.
    Viele Grüße Suse

  7. Hallo Christina, das stimmt tatsächlich was du sagst, die Leute gehen zuerst auf „über mich“ und interessieren sich auf die Person. So kann man viele Kunden gewinnen. Schön ist auch, dass deine Navigation mitkommt 😉

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