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Die Positionierung der Positionierung – dein Buch und dein Business

Wie wichtige eine genaue Positionierung für den Erfolg deines Business als Coach, Trainerin, Beraterin ist, brauche ich dir hier nicht zu schreiben. Das hast du sicher schon oft von Christina gehört und auch umgesetzt.

Allerdings ist es meine Erfahrung, dass es nicht ausreicht dich EINMAL zu positionieren. Das Leben geht nach der ersten Positionierung weiter, du entwickelst dich, dein Business wächst und auch deine Zielgruppe kann sich verändern. Daher ist es gute Idee deine Positionierung regelmäßig wieder zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Ein eigenes Buch zu schreiben eignet sich dazu als Anlass und Mittel gleichermaßen hervorragend.

Ich verwende der Einfachheit halber in diesem Artikel durchgehend die weibliche Form. Selbstverständlich bist du dabei auch mit angesprochen, wenn du ein Mann bist.

Buchschreiben als Werkzeug für deine Positionierung

Es gibt viele gute Gründe gerade als Coach, Trainerin, Beraterin einen Ratgeber, ein Sachbuch, eine persönliche Erfolgsgeschichte zu schreiben und veröffentlichen.

Du:

  • stärkst dein Branding
  • schaffst dir eine zusätzliche, regelmäßige Einnahmequelle
  • gewinnst hochwertige Kontakte
  • bekommst einen „Türöffner“ für Einladungen zu Vorträgen, Webinaren, Challenges
  • wirst besser in dem, was du tust
  • positionierst dich als Expertin in deinem Gebiet.

Vielleicht fragst du dich, wieso du besser wirst, in dem, was du tust und was das mit deiner Geschäftsausrichtung zu tun hat?

Du musst dich festlegen, wenn du ein Buch schreibst. Vieles, das du in deinem Alltag einfach locker anwendest, schreibst du jetzt auf – und zwar so, dass es ein Mensch, der wesentlich weniger Wissen und Erfahrung hat als du (deswegen schreibst du ja ein Buch) leicht verstehen, lernen und umsetzen kann.

Das heißt, du darfst dein Thema aus vielen Perspektiven betrachten und sowohl einen guten Überblick geben, als auch in die Details gehen. Eines von den beiden wird eine besondere Herausforderung für dich sein, weil die Menschen i.d.R. eine Vorliebe für das Globale oder die Einzelheiten haben.

Neue Perspektiven und Weglassen

Du musst dich ganz in den Blick deiner idealen Leserin, deines idealen Lesers hineinversetzen und deine Strategien zum Teil übersetzen und vielfach ausformulieren, weil vieles zwar für dich klar und eindeutig ist, nicht jedoch für dein Publikum.

Du musst auch Vieles weglassen. Du weißt so viel, hast so viele Erfahrungen und triffst für dein Buch eine Auswahl. Dieser Mix aus dem das Wesentliche auswählen und es so einbetten, dass es auch leicht lernbar und anwendbar bist, lässt dich auch deine Positionierung in neuem Licht sehen.

Du verfeinerst den Filter noch mehr, als du es tust, wenn du dir dein ganzes Business ansiehst. Weil du nur einen bestimmten Ausschnitt herausfilterst.

Von der Wunschkundin zur Wunschleserin

Ich gehe davon aus, dass du dir klar darüber bist, mit welchen Menschen du idealerweise zusammenarbeiten willst. Du kennst deine ideale Kundin sicher. Ist das automatisch auch das perfekte Publikum für dein Buch?

Zum Teil wird das wahrscheinlich so sein. Du darfst dir aber drei Tatsachen vor Augen halten:

  • Nicht alle deinen potentiellen Kundinnen werden auch dein Buch lesen (wollen). Gerade wenn du mit Unternehmerinnen oder Führungskräften arbeitest, ist Zeit oft das knappste Gut. Diese Menschen lesen oft nicht gerne, sie bezahlen dich dafür, dass du für sie eine maßgeschneiderte Auswahl triffst …
  • Viele Menschen werden nie zu deinen potentiellen Kundinnen zählen, sind jedoch perfekte Leserinnen deines Buchs.
  • Manche Menschen werden erst durch das Lesen deines Buchs zur potentiellen Kundin.

Was bedeutet das konkret für dich und deine Positionierung?

Du darfst dir für dein Buch ganz spezifisch deine Ziele und deine Zielgruppe anschauen und dieses neue Angebot, dein neues Produkt entsprechend ausrichten. Überhaupt, wenn es dir darum geht, mit deinem Buch ein Einstiegsprodukt zu schaffen, über das du die Kommunikation mit „neuen“ Menschen in Gang bringst.

Faszinierend ist, dass du so einen wechselseitigen Prozess in Gang setzt.

Buch und Business befruchten sich gegenseitig

So wie du deine praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse aus deinem Business zu deinem Buch verarbeitest, so hilft dir dein Buch dich weiter zu fokussieren.

  • Welche Schwerpunkte setzt du?
  • Worauf legst du am meisten Gewicht?
  • Was zeigt dir das Feedback deiner Leserinnen?
  • Was ist dir selbst am Wichtigsten, was ist deine Kernbotschaft?

Vielleicht geht es auch dir so, dass das Buchschreiben einen bestimmten Abschnitt, eine Phase der Entwicklung von dir und deinem Business zum Abschluss bringt. Schließlich setzt du mit Niederschreiben Platz in deinem Hirn, deinem Geist frei – und schaffst Raum für Neues. So förderst du dein Wachstum als Unternehmerin und Persönlichkeit.

Das ist eine wunderbare Gelegenheit deiner Kreativität freien Lauf zu lassen, indem du die Strukturen, die du dir geschaffen hast, wirken lässt und im gleichen Prozess weiterentwickelst und anpasst.

Ich habe schon oft erlebt, wie Unternehmerinnen ihr Buch einerseits genutzt haben, um noch mehr Schwung in ihr Business zu bringen und es andererseits als Sprungbrett genutzt haben. Mit dem Buch sind sie z.B. von reinen Businessthemen stärker in den Mindsetbereich gewachsen und umgekehrt.

Ein Wirklichkeitscheck tut immer wieder gut

Letztlich stellst du mit deinem Ratgeber deine Positionierung auf eine neue Probe, du gleichst sie in einem viel größeren Rahmen mit der Wirklichkeit ab, weil du mit diesem Produkt umso viel mehr Menschen erreichst. 1.000 Bücher im Jahr zu verkaufen ist planbar, wenn du zu dem Thema, über das du schreibst auch praktisch arbeitest und dir ein aktives Netzwerk aufbaust, oder noch besser, bereits aufgebaut hast. 1.000 Coachings oder Trainingsteilnehmerinnen zu gewinnen, das dauert meist viel länger.

Du prüfst und testest in der Praxis, wie gut deine Wunschkundin zu dir passt, wie sehr deine Spezialisierung dir entspricht und wie weit du deine persönlichen Vorlieben und Stärken, deinen USP einbringen kannst.

All das nutzt dir nicht nur für dein Buch, sondern für dein ganzes Business.

Die Positionierung auf Zeit

Es gibt auch Unternehmerinnen, die es als schwierig empfinden sich spitz zu positionieren. Vielleicht haben sie Angst Menschen auszugrenzen oder sie empfinden diese Festlegung als Einschränkung.

Fall du zu diesen Menschen gehören solltest, habe ich zum Abschluss noch einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn du dich nur zeitlich befristet festlegst, nur für dein Buch eben?

So hast du die Möglichkeit danach wieder andere Bereiche hinzuzunehmen oder auch die Richtung anzupassen. Das ist ein sehr spielerischer Zugang zum Thema Positionierung, der schon vielen geholfen hat, diese Hürde zu meistern.

Denn sobald du verstanden und angenommen hast, dass jede Positionierung eine Momentaufnahme in einem Prozess der ständigen Veränderung und Entwicklung ist, hast du gewonnen.

Was meinst du? Hast du Lust das zu testen? Oder willst gar mehr zum Thema Buch und Marketing erfahren? Dann schau dir mein aktuelles Buch „Mission Bestseller – Ratgeber und Sachbücher erfolgreich vermarkten und verkaufen. Eine Anleitung“ an. Es ist als eBook und Taschenbuch auf Amazon und den anderen Online-Portalen erhältlich.

Viel Erfolg bei allem, was du tust und frohes Schreiben – be wonderful!

Tom Oberbichler, Bestsellerautor und Buchmentor

www.be-wonderful.com

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Heart-shape for the nature.

Case Study: Vom Wald- und Wiesen-Coach zur Liebes-Expertin

Ich bin gerade dabei, das Bierzelt zu verlassen. Irgendein Impuls lässt mich am Ausgang noch einmal kurz umdrehen und in die Menschenmenge blicken. Da seh ich ihn sitzen. Meine Augen werden riesig und mein Herz hüpft.

„Mann, wie lange haben wir uns nicht gesehen?“, frage ich ihn strahlend, als ich ihm um den Hals falle. „Das muss über 10 Jahre her sein“, antwortet er grinsend. Ich hab mir all die Jahre oft gewünscht, ihn wieder zu sehen, doch wir sind uns nie begegnet.

ProfilbildIn ihrem Gastartikel erzählt uns Melanie Mittermaier, wie sie es geschafft hat, aus ihrer Leidenschaft ein funktionierendes Business aufzubauen.

Ein riesen Hallo!

„Wie geht’s dir? Was macht deine Frau? Wie viele Kinder hast du? Was macht der Sport?“ Wie in einem liebevollen Verhör bombardiere ich ihn mit allen möglichen Fragen. Wir sitzen und quatschen und sitzen und quatschen.

Er begleitet mich zu meinem Auto und wir tauschen unsere Handynummern aus. Zum Abschied schau ich ihm lange in seine tollen blauen Augen, umarme ihn nochmal und kann mich nur schwer lösen. Widerwillig steige ich in ein und fahre nach Hause. Während der Fahrt spüre ich ein Gefühl, das ich schon lange nicht mehr gespürt habe.

Ich brenne lichterloh!

Ich hab mich soeben bis über beide Ohren verliebt und mein Herz rast schneller, als mein Auto fahren kann. Ach du Scheiße! Wie ist das möglich? Je näher ich nach Hause komme, desto dunklere Schatten überziehen mein Gemüt.

„Das darfst du nicht!“, schimpft eine innerliche Stimme mit mir und hebt drohend den Zeigefinger. „Du bist verheiratet! Hör sofort damit auf!“ Mir wird schwer ums Herz und ganz schlecht. Doch es ist mir absolut nicht möglich, damit aufzuhören.

Der erste Gedanke am Morgen: ER! Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen: ER! Alle anderen Gedanken den ganzen Tag lang: ER! Ich kann kaum schlafen, nichts essen und denken kann ich überhaupt nicht. So geht das die nächsten Wochen. Wir schreiben uns und auch ihm geht es nicht anders. Krass!

Lebendigkeit, Leidenschaft und Schuldgefühle

Ich gebe zu, ich hab mir das gewünscht. Ich habe sehnsuchtsvoll daran gedacht, wie schade es ist, dass ich mich nie wieder im Leben verlieben darf. Ich liebe meinen Mann sehr, doch diese Schmetterlinge im Bauch waren über die Jahre verschwunden.

AHA! Mir fehlt etwas!

Schnell war klar, dass mit mir etwas nicht stimmt und ich analysiere aufs Genaueste meine Ehe. Wenn ich mich so verliebe, muss doch irgendwas faul sein. Zum Glück finde ich nichts dergleichen. Mein Mann und ich haben eine blöde Sex-Krise bewältigt und sind gerade jetzt so glücklich wie schon lange nicht mehr. Auch mit unserem Liebesleben.

Meine Fremdliebe heizt mir zusätzlich ein, so dass mein Mann sein Glück kaum glauben kann, weil wir wieder so oft miteinander schlafen, wie zu Beginn unserer Beziehung. Ich genieße meine Gefühle sehr und spüre auch die Liebe zu meinem Mann noch intensiver.

Hier stimmt doch was nicht!

Wie kann etwas, was sich so schön anfühlt, verkehrt sein? Wie kann es sein, dass ich mich großartig fühle, obwohl ich das eigentlich nicht darf? Wieso nur ist es verboten, mich zu verlieben? Ich bin glücklich, fühle mich sinnlich und großartig, das kann doch nicht falsch sein!

Ich mach mich auf die Suche und lese alles, was mir zu dem Thema in die Finger kommt. Blogs, Bücher und Berichte von Menschen, die das auch so erlebt haben. Bisher wusste ich nicht, dass es durchaus möglich ist, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben. Bin ich doch ganz klassisch (und katholisch) mit dem Treue-Ideal groß geworden.

Jetzt lese ich von Polyamorie, von offenen Beziehungen und von Menschen, die nicht fremd-, sondern bekanntgehen. Liebe wird mehr durch lieben! Ja! Genau!

Vor mir tut sich eine Welt auf, die ich nicht kannte und ich fühle, welche Bereicherung diese Welt für mich, mein Leben und meine Beziehung haben kann. Ich rede zum ersten Mal in meiner fast 10-jährigen Ehe mit meinem Mann über Treue und erfahre von ihm, dass auch er ab und zu Gelüste nach anderen Frauen hat.

Mein Bauchladen-Business liegt völlig brach

In dieser Zeit habe ich mich null komma null um mein Business gekümmert. Seit ein paar Jahren dümpelt meine Coaching-Praxis vor sich hin. Ich coache alles, was nicht bei drei am Baum ist, oder nicht hochkommt. Doch viel ist das leider nicht. Der Sommer meines Lebens (wie ich ihn gerne nenne) ändert daran erst einmal nichts.

„Scheiß auf’s Business!“, sage ich zu meiner Freundin Christina, während wir beim Tee in meiner Küche sitzen. Wir haben zusammen die Coach-Ausbildung gemacht und sind seither im intensiven Austausch. „Ich weiß jetzt, wofür ich auf diesem Planeten gelandet bin“, verkünde ich vielversprechend. „Ich bin hier um zu lieben und sonst nix!“

Mein Glück ist, dass Christina sich schon damals sehr viel mit Positionierung beschäftigt hat und sie mir einen zunächst ganz kleinen Floh ins Ohr setzt: „Du kannst ja Liebes-Coach werden…“

„Aber dann verliere ich ja alle anderen Kunden!“

Ich protestiere und wehre mich noch eine Weile dagegen, doch der Samen ist gesät. Ein paar Tage später registriere ich mir die Domain Liebeleben.me mit der Idee, einen Blog zu starten. Meine negativen Glaubenssätze verhindern noch lange, dass das wirklich passiert.

  • Ich kann gar nicht schreiben.
  • Wer will das schon lesen?
  • Das weiß doch jeder, das ist doch nichts Besonderes.
  • Was, wenn mir die Ideen nach drei Artikeln ausgehen?

Auch hier hatte ich wieder das Glück, dass Christina mir immer wieder einen sanften Tritt in den Hintern gegeben hat. Durch sie habe ich mich zum Business-Momentum-Contest von Markus Cerenak angemeldet und meine ersten (grauenvollen) Blog-Artikel auf meiner Coaching-Homepage geschrieben. Ein winziger Anfang war gemacht. Doch überzeugt hat mich mein Tun noch nicht.

Liebe Leben – Eine schwere Geburt

In einer Fortbildung habe ich mir als Master-Aufgabe dann das Ziel gesetzt, endlich einen „richtigen“ Blog zu starten. Die Domain hatte ich ja schon. Meine Trainerin verunsichert mich nochmal massiv mit der Frage: „Willst du jetzt Beziehungs-Coach werden, oder was?“

Kann ich mich wirklich auf dieses eine Thema festlegen? Soll ich das echt wagen? Ein paar Tage später hab ich die Entscheidung getroffen. JA! Ich bin ab sofort Liebes-Coach! Weg mit dem Bauchladen, her mit der Expertise.

Vier Wochen hab ich Zeit, meinen Blog aufzusetzen. Zwei davon miste ich den Kleiderschrank meiner Tochter aus, meinen eigenen und putze das Ofenrohr von innen. Die anderen zwei Wochen hab ich dann Gas gegeben und am 31.03.2014 ging mein Baby online!

Ein Jahr später erblickt das Liebe Leben Event das Licht der Welt, was wiederum ein voller Erfolg war und meine Positionierung weiter gefestigt hat. Am 09. April gab es die zweite Auflage meines Events in München!

Deutschland – Österreich – Schweiz

Mein Business entwickelt sich großartig. Ich finde mehr und mehr meinen eigenen Schreibstil, für den ich mittlerweile hoch gelobt werde. Kunden aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz bitten mich um einen Termin. Menschen, die sich fremdverliebt haben (oder deren Partner) kommen über Google auf meine Seite und nehmen Kontakt zu mir auf. Wie geil ist das denn?

Trotzdem coache ich weiterhin alle Themen, die sonst so daher kommen. Eine Angst, Mini-Traumata ausgelöst durch Horror-Filme bei Kindern, oder sonstige Blockaden löse ich nach wie vor. Meine Positionierung hat mir MEHR Kunden gebracht, nicht weniger.

Und auch meine Freundin Christina hat sich genau ihrer Expertise entsprechend positioniert. Sie ist heute sehr erfolgreicher Coach für Coaches, Gründerin eines großartigen Netzwerkes und Positionierungs-Expertin (was sonst?). Ich bin dankbar, dass ich auf ihrem tollen Blog heute diesen Artikel veröffentlichen darf.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst

Melanie

 

 

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15 Schlüssel-Elemente für Deine ganzheitliche & authentische Positionierung als Coach

Wir wollen es alle!

Mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Geld, mehr Spaß, mehr Freiheit, mehr Leichtigkeit… mehr Erfolg mit unserem Business!

Und dafür wollen wir alle!

Am besten alle Kunden, die wir kriegen können.

Wir werfen ein großes, breites Fangnetz mit riesigen Maschen aus – und alle Fische schlüpfen einfach hindurch.

Wir wundern uns.

Wir haben doch versprochen, jeden glücklich zu machen, der zu uns kommt.

Warum zum Teufel funktioniert das nicht???

Der Widerstand

Vielleicht bist Du genau so gerade aus Deiner Coachingausbildung rausgekommen, hast Deine erste Website gebastelt und Dir gedacht:

„Jetzt verdiene ich erst einmal ein bisschen Geld und dann leiste ich mir eine genauere Ausarbeitung meiner Positionierung.“

Kann funktionieren. Bei den meisten klappt das nicht.

Dann lesen sie meine Artikel und stellen fest, dass ich davon rede, nicht mehr ALLE Menschen glücklich zu machen, sondern nur noch – sagen wir – 500.

„Ja wie jetzt? Dafür bin ich doch nicht angetreten! Und ich kann doch so viel mehr! Nein, das geht auch anders und ich lasse mich nicht einschränken!“

Der Denkfehler

Aha – Positionierung heißt also Einschränkung.

Ja, das höre ich immer wieder und dann sucht man sich schnell eine andere Website mit ungefähr dieser Aussage:

„Du bist Scanner oder vielbegabt und willst alles ausleben? Klar geht das!“

Puuh, Glück gehabt! Alles wieder gut.

Versteh mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Scanner oder Vielbegabte. Bin selbst einer. 😉

Nur am Ende kommst Du auch dort mit einer Positionierung raus. Wetten?

Denn ohne Positionierung hast Du keinen Standpunkt und ohne Standpunkt bist Du ein Jedermann! 

Überprüfe das bitte gerne. Falls Du bereits Kunden hast, wird es etwas geben, woran sie Dich erkannt haben und finden konnten und ich vermute, dass es nicht nur „Deine nette Art“ ist. 😉

Positionierung ist ein wunderschönes Glasperlen-Mobile, eine Komposition von Schlüssel-Elementen, eine Sammlung Deiner Golden Nuggets, die Schlüssel zu den Toren der Sichtbarkeit.

In meiner Facebookgruppe „Werde sichtbar als Coach“ habe ich bei einem gemeinsamen Brainstorming diese tollen Begriffe bekommen zur Frage:

Wie könnte man die „Bestandteile der Positionierung“ noch nennen?

Hört sich das wirklich nach Einschränkung an? Für mich nicht. 🙂

Und daher habe ich heute etwas für Dich zusammengestellt und ich hoffe, Du erkennst die Schönheit und Vielfalt darin ebenso wie ich:

Die 15 Schlüssel-Elemente für Deine ganzheitliche & authentische Positionierung

Du kannst Dich eh NICHT NICHT Positionieren.

Positionierung ist die Haltung hinter Deiner Kommunikation und Du kannst NICHT NICHT kommunizieren.

Deine Haltung wird immer durchscheinen.

Die Menschen nehmen IMMER etwas von Dir wahr. Auf so vielen Ebenen.

Manches davon passiert von ganz allein, ist quasi der Wind in Deinen Segeln.

Doch manches solltest Du steuern, damit Du nicht auf dem endlosen Meer rumschipperst mit Deinem riesigen Fangnetz und ziellos irgendwann verhungerst mit Tausenden von Fischen unterm Kiel.

Here we go:

Schluessel-rund1. Positionierung durch Dein Mindset

  • Was denkst Du selbst über Dich und Dein Business?
  • Was glaubst Du, erreichen zu können?

Dieser Punkt steht nicht zufällig am Anfang, denn hier beginnt alles.

Das richtige Mindset ist entscheidend für Deine Sichtbarkeit und Deinen Erfolg als Coach.

Nur wenn Du selbst wirklich Klarheit darüber hast, wohin Du willst und ob Du es auch erreichen kannst, werden Deine Kunden Dich wahrnehmen können.

Schluessel-rund2. Positionierung durch Ziele

  • Welches Ziel verfolgst Du für Dich und für Deine Kunden?
  • Was willst Du erreichen?

Es ist wichtig, dass Du Dir klar bist über Deine Ziele. Was willst Du erreichen?

Heute interessiert die Menschen nicht mehr nur Dein Angebot, sondern immer mehr auch der Mensch dahinter.

Sie wollen wissen, ob Du „nur für Geld“ arbeitest oder ob Du Deinen Job liebst und wo Du gerne hinmöchtest.

Die eigenen Ziele stehen natürlich in Deinem Marketing nicht im Vordergrund, dennoch ist es spürbar, ob ein Kapitän weiß, wo sein Schiff hinsegeln soll. 🙂

Schluessel-rund3. Positionierung durch Deine Botschaft

  • Wofür stehst Du?
  • Was ist Deine Botschaft an die Welt?

Du hast der Welt etwas zu sagen! Lass es raus!

Wenn Du wirklich denkst, dass Deine Gedanken eh niemand interessieren, dann suche Dir bitte, bitte einen Coach! Mein ich ernst.

Wie soll ein Kunde Dich ernst nehmen, wenn Du es selbst nicht tust?

Wir alle haben etwas in uns, was es wert ist, angehört zu werden. Komm diesem Schatz auf die Spur, lass das allgemeine Coaching-Blabla weg und erzähle den Menschen, was DICH bewegt!

Schluessel-rund4. Positionierung durch Werte

  • Was sind Deine stärksten und wichtigsten Werte?
  • Was sind die Werte Deiner Kunden, die Du für sie repräsentierst?

Finde heraus, was Deine Werte sind. In dem Hörbuch „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ von Stefan Merath habe ich gelernt, dass wir diese Frage nicht im Jetzt beantworten können. Denn wenn wir die Werte aufzählen, die uns da einfallen, sind das Werte die wir uns bewusst überlegen. Meist hätten wir gerne dieses Leben.

Leider werden wir aber den größten Teil des Tages unbewusst gesteuert und unser Unterbewusstsein ist so viel schlauer als wir. 😉

Daher macht es Sinn, Dir wichtige Entscheidungen oder Wendepunkte aus Deiner Vergangenheit anzuschauen.

Ich glaubte immer, mein höchster Wert ist Freiheit. Ha ha, genau.

Deswegen sitze ich jetzt hier in Reihenendhaus mit Ehemann und 2 Kindern. Immerhin nur zur Miete. Und ich bin selbständig. Doch jetzt mal ehrlich, ein Leben mit wirklich höchstem Wert Freiheit würde doch anders aussehen, also so in meinem Weltbild und wenn ich mir nix schönrede ;-). Also… Freiheit spielt eine Rolle. Aber wirklich entschieden hab ich mich an wichtigen Stellen meines Leben oft aufgrund anderer Werte. Meine wahren Werte.

Wie ist es bei Dir?

Schluessel-rund5. Positionierung durch Dein Warum

  • Was ist Dein tiefstes Herzensanliegen?
  • Warum tust Du das alles wirklich?

Dein Warum herauszufinden ist so wichtig, weil das der Motor für Dein Business ist. Falls Du noch nie das Video von Simon Sinek zum „Golden Circle“ angeschaut hast, solltest Du das unbedingt tun! Ich habe daraus so viel gelernt und anfangen, anders zu kommunzieren.

Dein Warum ist es, was die Menschen am Ende kaufen. Wenn Du es nicht kennst, hast Du also ein Problem. 😉

Schluessel-rund6. Positionierung durch Deine Philosophie

  • Wie führst Du Dein Unternehmen?
  • Wie gehst Du mit Deinen Kunden um?

Natürlich bekommen die Menschen da draußen auch mit, wie Du Dein Unternehmen führst. Deine Kunden bekommen sehr schnell heraus, wie Du Ihnen gegenüber eingestellt bist. Wie schnell werden Emails beantwortet? Wie schnell gibt es Unterstützung bei Problemen? Und wie sehr steht die Kundenzufriedenheit wirklich im Vordergrund, wenn es einmal Probleme gibt?

Überlege Dir, auf was Du besonderen Wert legen willst. Auch hier gibt es viele Chancen, den Menschen in Erinnerung zu bleiben.

Schluessel-rund7. Positionierung durch Deine Fähigkeiten

  • Welche Stärken hast Du?
  • Welche Fähigkeiten zeichnen Dich besonders aus?

Als Coach hast das sicherlich schon mal irgendwann gemacht: ein Stärkenprofil. Falls nicht, wird es höchste Zeit, denn Deine Stärken und Fähigkeiten sind die Grundlage für Dein spezielles Angebot. Was kannst Du gut? Was kannst Du am besten? Manchmal entsteht auch gerade durch eine ungewöhnliche Kombination verschiedener Stärken, von denen man im ersten Moment denkt, dass sie gar nicht zusammenpassen, ein besonderes Alleinstellungsmerkmal.

Schluessel-rund8. Positionierung durch Kompetenzen

  • Welche Ausbildung hast Du?
  • Welche Zertifikate?

Ich bin kein Fan davon, 1000 Fortbildungen zu machen, um endlich „gut genug“ zu sein. Und ich glaube auch nicht, dass Menschen uns Coaches wegen unserer Zertifikate alleine buchen. Doch eine solide Grundausbildung als Coach kann sicher nicht schaden. Und oft hiflt es auch, eine gewisse Spezialisierung zu haben. Wenn das so ist, ist das natürlich auch Teil der eigenen Positionierung und fließt in das Gesamtbild mit ein.

Schluessel-rund9. Positionierung durch Deine persönliche Geschichte

  • Erzähle Deine Geschichte
  • Ermögliche Identifikation

Deine persönliche Geschichte macht Dich als Mensch und als Coach einzigartig. Wenn wir andere Menschen an unserer Geschichte teilhaben lassen, können sich die Leser oder Kunden mit uns identifizieren. Sie können sich in den Geschichten wiedererkennen und fassen so viel leichter Vertrauen zu uns. Sie fühlen sich verstanden und können vielleicht auch direkt etwas für sich mitnehmen.

Natürlich steht Deine Geschichte nie wirklich im Vordergrund. Wenn Du Deine Geschichte(n) erzählst, dann solltest Du Dich beim Schreiben immer wieder fragen, was davon für Deinen Kunden nützlich ist und was er für sich daraus mitnehmen kann.

Schluessel-rund10. Positionierung durch Deinen Lebensstil

  • Wie lebst Du?
  • Wie willst Du Leben?

Für die einen ist es wichtig, dass sie arbeiten können wo sie wollen. Für andere ist es wichtiger, arbeiten zu können wann sie wollen, um vielleicht Beruf und Famile unter einen Hut zu bringen.

Für die einen ist es wichtig, viel Zeit in der Natur zu verbringen, für die anderen ist ein Leben in Luxus das allerschönste.

Was auch immer Deinen Lebenstil ausmacht, Du wirst immer Menschen finden, die genau das toll finden und andere nicht. Wichtig finde ich, auch hier authentisch zu sein und sich nicht zu verbiegen, bloß weil vielleicht gerade alle auf einen bestimmten Trend stehen.

Was macht Deinen Lebensstil besonders?

Schluessel-rund11. Positionierung durch den Preis

  • In welcher Preisklasse kannst und willst Du spielen?
  • Was bist ist Deine Leistung wert?

Hier sind wir an einem heißen Thema angelangt, denn bei der Bestimmung des eigenen Wertes – und somit bei der Festlegung des Preises für die eigene Dienstleistung – tun sich viele Coaches besonders schwer.

Wer seine Leistung zu günstig anbietet, wird unter Umständen nicht ernst genommen und/oder beutet sich selbst auf Dauer aus. Wer zu teuer ist, kann seinen Preis nicht authentisch kommunizieren und „stottert herum“, wenn man ihn danach fragt.

Überlege Dir also gut, was der richtige Preis für Deine Leistung ist, es wird mitentscheiden, wie Deine Kunden Dich sehen.

Schluessel-rund12. Positionierung durch Marketing

  • Welche Art von Marketing liegt Dir und welches nicht?
  • Welche Marketinginstrumente liegen Dir?

Heute gibt es so viele verschiedene Wege, sich mit der eigenen Positionierung sichtbar zu machen. Doch auch WIE Du Dich sichtbar machst, ist wiederum Teil Deiner Positionierung. Denn es ist eben ein Unterschied, ob man bloggt, Podcasts macht, Videos dreht, Flyer verteilt oder Werbung schaltet.

Die Kombination der Kanäle, die Du wählst wird nicht nur verschiedene Kundentypen ansprechen, sondern sagt im Rückschluss auch etwas über Dich aus.

Schluessel-rund13. Positionierung durch Deinen Auftritt

  • Was sind Deine Farben?
  • Was ist Dein Stil?

Selbstredend, oder? Dein Auftritt muss Dich wiederspiegeln und ist ein zentraler Baustein Deiner Positionierung. Deine Farben bzw. Dein Design sind oft das erste, was der Kunde wahrnimmt, wenn er das erste Mal Deine Website besucht oder einen Flyer von Dir in der Hand hält.

Schluessel-rund14. Positionierung durch Deine Zielgruppe

  • Mit wem willst Du wirklich arbeiten?
  • Wer ist Dein idealer Klient und welchen Nutzen hast Du für ihn.

Das ist wohl der Punkt, über den ich am häuftigsten spreche, weil er tatsächlich für viele am schwierigsten ist. Den meisten Coaches fällt es viel leichter, all die anderen Punkte oben zu berücksichtigen und festzulegen, doch wenn es um die Zielgruppe geht, sind viele Coaches schier am verzweifeln.

Denn wir wollen und können doch schließlich fast allen Menschen Gutes tun!

Das ist vielleicht sogar richtig und bestimmt ist es eine schöne Absicht. Doch meine Erfahrung ist, dass es gerade am Anfang der eigenen Selbständigkeit überlebenswichtig ist, die eigenen Energie zu fokussieren und sich auf eine bestimmte Zielgruppe zu konzentrieren, da sich sonst in der Fülle der heutigen Angebote niemand wirklich von Deinem Angebot angesprochen fühlt.

Schluessel-rund15. Positionierung durch Identität

  • Wer bist Du?
  • Was ist der Kern?

Identität ist die Gesamtheit all Deiner Facetten. Sind Dir Deine Facetten bewusst? Weißt Du, in welchen bunten Farben Deine Persönlichkeit schillert? Wo gehörst Du dazu, wo grenzt Du Dich ab? Was ist Dein Wesenskern?

Heraklit sagte: „„Wir steigen in denselben Fluß und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.“

Wir verändern uns ständig. Dennoch ist es für unser Business wertvoll, eine konstanten Wiedererkennungswert zu schaffen, damit Menschen uns in Erinnerung behalten, zu uns Vertrauen aufbauen und uns z.B. auch Weiterempfehlen können.

Eine ganzheitliche & authentische Positionierung berücksichtigt hierbei unser ganzes Sein und ermöglicht es uns, als Coaches genau für unsere idealen Kunden sichtbar zu werden.

Alles Liebe
Christina


Wenn Du diese 15 Schlüsselelemente vertiefen und für Dich ausarbeiten willst, gibt es hier den passenden Online-Kurs dazu:

15 Schlüsselelemente für Deine ganzheitliche und authentische Positionierung

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Warum Deine eindeutige Positionierung sich (immer wieder) verändern muss.

Die eigene Positionierung ist ein Prozess. In diesem Prozess geht es manchmal langsam, manchmal in kleinen oder größeren Schritten vorwärts. Hin und wieder geht es überhaupt nicht weiter, man hat das Gefühl, als würde alles stagnieren oder auch einfach mal gut sein wie es gerade ist.

Und dann gibt es manchmal Ereignisse, die einen regelrechten Riesensprung verursachen, die einen zuerst einmal fast umwerfen, aus der Bahn bringen, alles durcheinander wirbeln… bis sich der Nebel langsam lichtet und man fast schon als komplett neue Person daraus hervorgeht. Zumindest fühlt es sich so an. 🙂

Wie reagiert Deine Umwelt auf Veränderung?

In so einem Fall kann sich dann auch die eigene Positionierung schneller ändern, als es für „den Markt da draußen“ gut ist. Sprunghaftigkeit – so kann das ja durchaus nach außen wirken – ist ja nicht gerade als Tugend angesehen. Die meisten Menschen möchten gerne wissen, woran sie mit jemandem sind, sie brauchen verständlicherweise eine Weile, bis sie Vertrauen aufbauen können. Wenn sich in dieser Zeit immer wieder alles verändert, wofür eine Person steht, ist das nicht gerade förderlich.

Wie geht man also am besten vor, wenn das eigene Selbstbild nicht mehr mit dem Bild nach außen übereinstimmt und das auch noch so plötzlich? Ich bin wie immer für den ehrlichen und direkten Weg. Und deswegen erzähle ich Euch heute eine kleine Geschichte von einer, die Beton bestellte, prompt auch geliefert bekam und wie das ihr Leben veränderte.

Annas Geschichte

Anna war gerade 39 geworden und ziemlich erfolgreich in ihrer Selbständigkeit. Anna ist glücklich verheiratet, hat zwei kleine Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Die beiden sind noch klein, gehen tagsüber in den Kindergarten und nachmittags stellen sie zu Hause gerne mal die Bude auf den Kopf.

Anna hat vor einigen Monaten einen Blog gestartet, der sich sehr gut entwickelt hat. In den letzten 6 Monaten hatte sie dafür auch einiges getan und sich eine gewisse Bekanntheit als Expertin für Positionierung aufgebaut. Wie auch immer… in letzter Zeit hatte Anna immer häufiger Rückenbeschwerden. Sie sitzt viel vor dem PC und bewegt sich zu wenig, was sie auch daran merkt, dass sie die 20 Kilo, die sie durch die beiden Schwangerschaften zugelegt hat, nicht wieder wegbekommt. Insgesamt ist sie jedenfalls nicht sehr zufrieden, was ihre körperliche Konstitution angeht.

Sie möchte diesbezüglich etwas tun und weil eine liebe Kollegin von ihr gerade „Entspannt & schlank – Meditationsabende“ anbietet, sieht sie das als gute Gelegenheit, mental etwas an dem „Problem“ zu arbeiten und nimmt teil.

Betonbestellung

Der Abend ist wunderbar. Petra, die Leiterin, schickt sie in eine Trance. Dort dürfen die Teilnehmer „ihr Wort“ finden, also das Wort, das in irgendeiner Weise wichtig ist für ein entspanntes Abnehmen. Sei es, weil genau das noch im Weg steht, gestärkt werden muss oder was auch immer…

Anna bekommt das Wort „Selbstwert“. Das überrascht sie nicht wirklich. Ihr (manchmal zu geringes) Selbstwertgefühl ist durchaus etwas, das sie daran hindert, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchte und gut zu sich selbst zu sein.

Nachdem jeder sein Wort gefunden hat, werden die Worte visuell, je nach Bedarf, verändert. Manche Wörter werden im Geiste geschmückt, verkleinert, vergrößert, bunt angemalt oder durchsichtig gemacht, jeder darf dabei so kreativ sein, wie er möchte. Anna vergrößert ihr Wort. Sie pumpt in Gedanken das Wort mit einer Luftpumpe auf. Blöd dabei ist nur, dass die Luft wieder rausgeht, sobald sie damit aufhört. Schon an dieser Stelle muss Anna über sich selbst, ob dieses Bildes, lachen.

Ok, denkt sie sich, dann brauche ich etwas Festeres als Luft. Und sie bestellt sich in Gedanken einen Betonmischer, der ihr Wort mit Beton auffüllt. Wow, das hält! Da verkleinert sich nichts mehr von selbst! Wunderbar! So einen stabilen Selbstwert kann nichts mehr umhauen! Dann kann das mit dem Abnehmen ja jetzt nur noch klappen.

Die Macht der Bilder

Die nächsten Wochen vergehen und gewichtsmäßig tut sich gar nichts. Doch die Macht der Bilder wirkt trotzdem. Annas Rücken wird im Laufe von 4 Wochen so hart, dass sie sich kaum noch ohne Schmerzen bewegen kann. Auch zwei Wochen Weihnachtsurlaub und Entspannung ändern daran nichts. Anna kommt in dieser Zeit nicht mal ansatzweise auf den Gedanken, dass das etwas mit dem Beton zu tun haben könnte, denn sie hatte ja schon vorher Rückenschmerzen, die sich halt nun einfach verstärkt hatten.

Lomi Lomi

Nach weiteren 2 Wochen beschließt Anna, dass es so nicht weitergehen kann und nimmt sich vor, einen Termin bei einer Osteopathin zu vereinbaren. Da bekommt sie gleich von zwei lieben Menschen in ihrem Umfeld den Hinweis auf eine Masseurin, die mit Lomi Lomi Massagen nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern dabei gleichzeitig mit Gesprächen auf mentaler Ebene arbeitet und Blockaden und alles Mögliche andere dabei auflöst. Das klingt genial in Annas Ohren und gleich in den nächsten Tagen, an einem Tag an dem es Anna mal wieder besonders schlecht geht, schreibt sie der Masseurin – sie nennt sich Helia – eine E-Mail.

Tatsächlich bekommt Anna kurzfristig einen Termin bei Helia, schon eine Woche später ist es soweit. Der 6 stündige Termin ist sehr intensiv, gefühlvoll, entspannend und gleichzeitig anstrengend. Denn eine „Baustelle“ nach der anderen löst sich auf. Als Anna nach Hause fährt, ist sie voller Eindrücke und Gefühle, es ist fast ein wenig überwältigend.

Das Urteil

Erst am nächsten Tag sortieren sich die Eindrücke langsam und eine Sache kristallisiert sich besonders heraus, nämlich die Auflösung einer Last, die ihre Großmutter, ihre Mutter und auch sie selbst getragen haben. Und wahrscheinlich auch noch ein paar Generationen vorher.

Es gab irgendwann – den für sie relevanten, genauen Zeitpunkt hat Anna noch nicht endgültig herausgefunden – einmal einen Moment in der Geschichte, in dem die Frauen für ihr besonderes Wissen und ihre Fähigkeiten nicht mehr geschätzt, sondern verurteilt wurden. Diese Frauen wurden als Hexen verbrannt oder auf sonstige Art und Weise geächtet, verstoßen oder als Eva mit dem verführerischen Apfel dargestellt.

Annas Großmutter hat in ihrem Leben eine Situation manifestiert, in der sich diese Verurteilung wiederholt hat. Und auch in Annas Mutter und in Anna selbst waren Sätze wie „das macht man eben so und dies und jenes macht man auf keinen Fall“ immer sehr stark. Schon ihre Mutter rebellierte dagegen, jedoch in einer eher selbstzerstörerischen Art. In Anna war diese Rebellin schon immer sehr stark, doch auch sie musste er 39 Jahre alt werden, um sich diesem alten Muster zu widersetzen und es aufzulösen.

War es jetzt tatsächlich soweit?

Sollte jetzt der Zeitpunkt da sein, die alten Muster aufzulösen, die alten Verurteilungen gehen zu lassen und ihre eigentliche Aufgabe anzunehmen? War es Zeit, ihren Tribe um sich zu versammeln, um etwas Größeres zu bewegen?

Und wie um Himmels Willen sollte sie bloß das weitermachen, was sie bisher getan hatte? Die anfangs fast schon lustige Sache mit dem bestellten Beton hatte sie auf einen Weg geführt, den sie ohne die extremen Rückenschmerzen nicht gegangen wäre. Und jetzt?

Anna beschloß, dass sie einfach darüber schreiben würde. Erst dieser Schritt, dann der nächste… Ihr Tribe würde sie schon verstehen. Ihre ideale Klientin auch. 🙂

Ja, ja… 😉

natürlich hast Du schon nach der 3. Zeile erkannt, wer Anna ist. Ich möchte sie Dir trotzdem noch einmal genauer vorstellen. Darf ich bekanntmachen: Anna – Protagonistin meiner Geschichte.

Du wirst dieses Jahr noch mehr von ihr hören, doch für heute ist es am wichtigsten, dass dieser Teil von Annas Geschichte so schön zeigt, wie sich eine Ausrichtung, eine Positionierung in kurzer Zeit sehr schnell verändern kann, ohne dass das etwas mit Unentschlossenheit oder Wankelmut zu tun hat. Das ist das Leben.

Was verändert sich also?

Nach wie vor bin ich Expertin dafür, wie Du als Coach Dein Business so gestalten kannst, dass es zu Dir und Deinen Potentialen passt. Ich helfe Coaches dabei, ihre einzigartige Positionierung zu finden & sichtbar zu werden. Doch wie es aussieht, werde ich das in Zukunft auf eine etwas andere Weise tun als bisher.

Als erstes werde ich meinen Tribe finden. Wenn Du bis hierher gelesen hast, bist Du ja vielleicht bereits ein Teil davon. Nächste Woche werde ich mehr darüber erzählen, wie das gelingen kann und was das genau bedeutet. Ich freue mich sehr, wenn Du dann auch wieder hier bist.

Liebe Grüße

Deine Christina