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Wie viel soll ich bloß verlangen? Tipps für die Preiskalkulation für Coaches, Berater und Trainer

Gerade als Berater, Coach oder Trainer ist es oft sehr schwer, für sich den richtigen Preis zu finden. Einerseits möchte man doch gut leben können, andererseits darf der Preis, so sagt man, auch nicht zu hoch sein. Denn wenn man teurer ist als der Rest, kann man keine Kunden bekommen. Aber – stimmt das tatsächlich?

Wie viel soll ich nur verlangen?

Für viele selbstständige Dienstleister stellt sich diese Frage. Die Preiskalkulation ist auch darum so schwierig, weil man ja „nur“ die eigene Zeit verkauft. Diese jedoch ist wertvoll, auch wenn Sie das selbst manchmal nicht so recht glauben können. Read More

Ein Coach kann alles verkaufen. Außer sich selbst.

Mein Coach-Netzwerk ist sehr groß. Und meine Timeline wird immer voller davon. Coaches, die alles verkaufen. Nur nicht sich selbst, sprich, nicht ihre eigene Dienstleistung.

Ich sehe sie alles mögliche verkaufen. Schönheits- und Gesundheitsprodukte. Nahrungsergänzungsmittel. Tupperware. Kerzen. Nuggets. Schmuck. Und was nicht noch alles.

Und all das verkaufen sie nicht etwa genervt so nach dem Motto „Oh nein, schon wieder muss ich ein Angebot raushauen. Bestimmt nerve ich schon mein Netzwerk damit!“ wie ich es oft genug höre, wenn ich mit Coaches über das Verkaufen bzw. über Marketing spreche.

Nein! Da gibt es plötzlich:

Lebendige Erfahrungsberichte.

Man ist sozusagen spürbar live dabei, wenn der Rosenduft am morgen so ganz nebenbei für gute Laune sorgt, während die absolut natürlichen Inhaltsstoffe die Haut in Minuten um Jahre jünger aussehen lassen. Ich sehe das Gesicht der Frau vor mir, die sich hingebungsvoll vor dem spiegel anlächelt, während sie mit sanften, kreisenden Bewegungen die wohlduftende Creme, nein, nicht einfach aufträgt… sie widmet sich ihren Gesichtszügen und massiert die wertvolle Essenz vorsichtig ein. Dabei umspielt sie ein Hauch von Luxus. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Spannende Erfolgsgeschichten.

„Danke an das beste Team der Welt! Business mit Euch ist eine einzige Party! Yeah!“ Klingt das nicht großartig? Sei doch auch dabei und verdiene wie ich schon im ersten Jahr Dein erstes, richtig gutes Geld. Seitdem ich mich da so richtig reinhänge, geht es voll ab bei mir und das macht auch noch richtig viel Spaß! Ist ja auch kein Problem, denn es geht um etwas, hinter dem ich voll stehen kann und mit dieser Begeisterung geht es fast wie von selbst. Let’s rock!

Kreative Eventideen.

Von romantischen Spa-Abenden für die anspruchsvolle Frau, die gerne jung, schlank und göttlich sein will, bis hin zu lustigen Abenteuer-Nachmittagen mit einer luftig-lockeren Einführung in die Welt der bunten Pillen. Auf einer Tupperparty war ja jeder schon mal oder? Zumindest hat man schon davon gehört. Jetzt gibt es das in vielen verschiedenen Varianten. Unglaublich und großartig, was da so an Ideen entsteht.

So schön kann Verkaufen sein!

Überzeugung, Begeisterung und Kreativität. Alles da.

Ein tolles Produkt, gute Preise, kreative Angebote. Alles da.

Schöne Worte, schöne Bilder, schöne Gefühle. Alles da.

WTF???

Ich hab mich ja lange gefragt, warum mich das alles so nervt.

Und nein, es ist nicht die Vertriebsstruktur. Das sind keine Abzocker-Schnellballsysteme wie es sie früher viel gab. Das hab ich schon kapiert.

Und es sind auch nicht die Produkte. Bestimmt sind die toll. Ob sie toller sind als das, was ich im ausgesuchten Fachhandel bekomme kann ich nicht beurteilen.

Was ist es dann?

Die Verschwendung von Talent

„Christina, was nützt es mir ein superguter Coach zu sein, wenn ich nicht davon leben kann? Also hab ich eben mal was Neues ausprobiert!“

Ja, das kann ich nachvollziehen. Das ist blöd – also wenn man nicht davon leben kann. Und es ist nicht nur blöd, es ist auch auf Dauer nicht tragbar. Schon gar nicht, wenn vielleicht noch Familie im Spiel ist und man die Verantwortung nicht für sich alleine trägt. Uns selbst wenn man alleine ist, Geldsorgen können einfach erdrückend sein.

Dennoch frage ich mich manchmal, ob es nicht mit dem Einkommen als Coach etwas besser klappen würde, würde man die Energie, die man für fremde Produkte aufbringt, in die eigenen stecken.

Aber warum klappt das nicht?
Fehlt es an Vertriebskompetenz?
An Erfahrung?
Fehlt es etwa an Reichweite oder Sichtbarkeit?
An Strategie?

Ich glaube nicht.

Faulheit. Feigheit. Eitelkeit.

Das sind – so hab ich es von meiner lieben Kollegin Melanie Mittermaier gelernt – DIE 3 Erfolgsverhinderer.

Was könnten sie damit zu tun haben, dass wir die Produkte von anderen besser, leichter und erfolgreicher verkaufen als die eigenen?

Faulheit

In einer so schön von außen vorgegeben Vertriebsstruktur ist meistens schon alles da. Ein Name, ein Logo, Texte, Bilder, Sprüche, Überzeugungen, eine Vertriebsstruktur und natürlich Produkte.

Wird man Vertriebspartner braucht man das alles in der Regel dann nicht selbst machen. Man kann sich einfach dranhängen und gut.

Zum Glück sind die Initiatoren auch meist noch so geschickt, einem die Idee als Sprung in die eigene Selbstverwirklichung zu verkaufen. Eigentlich wollten wir ja schon als kleine Prinzessin mit 8 Jahren am liebsten den ganzen Tag mit Glitzerschmuck spielen und jetzt dürfen wir diesen Traum endlich leben.

Auf einer großen Party mit genug Alkohol und Spaß fühlen wir uns das erste Mal wieder so richtig lebendig. Endlich raus aus dem einsamen Bürodasein als selbständiger Einzelkämpfer. So kann man mit voller Begeisterung hochmotiviert starten. Den Kater am nächsten morgen vertreibt man total easy mit einer gelben Pille und einem Aloe Vera Superfit Drink (Name von mir frei erfunden, Ähnlichkeiten sind zufällig. Ehrlich, ich hab keine Ahnung, was es da alles gibt. :-D).

Die eigene Faulheit ausgehebelt. Wunderbar.

Die eigene Idee auch.

Feigheit.

Letztens saß ich zwei Stunden vor einem Blogartikel. Ich hab mich da so richtig reingehängt, war voll im Flow, das Thema total meins und es sprudelte nur so aus mir heraus. Das wird einer meiner besten Artikel, dachte ich die ganze Zeit über. Mein Herzblut liegt da drin.

Und vor ein paar Monaten, da hab ich mein größtes Produkt überhaupt verkauft. Ein Produkt, von dem ich so überzeugt und begeistert war, dass es wirklich total leicht war, Kunden dafür zu gewinnen, obwohl es wirklich hochpreisig war. Es sollte großartig werden! Der Durchbruch. HAMMA!

Beides – der Herzblut-Blogartikel und das HAMMA-Produkt – waren, sagen wir mal etwas sanft, ein Flop. Den Artikel wollte niemand lesen. Kaum Likes, keine Shares, ein einziger Kommentar von einer meiner treuesten aus sonst über 3000 Lesern. Das Produkt… ich will nicht weiter darüber sprechen.

Das sind die Momente, wo Du nicht nur am liebsten alles hinschmeißen willst. Dann sind auch die Momente, in denen Du ne ganze Menge MUT brauchst, um wieder einen neuen Artikel zu schreiben und wieder ein neues Produkt zu kreieren.

Kein Verstecken, keine Ausreden, kein „Die anderen…“ – es sind MEINE Produkte, die entweder funktionieren oder nicht. Und an deren Entwicklung ich wachse.

Natürlich können wir auf vielfältige Weise wachsen und uns entwickeln. Auch das Verkaufen von Produkten anderer Menschen ist völlig ok.

Wir sollten uns einfach nur einen Moment lang fragen, ob wir nicht eigentlich unserer eigene Feigheit verkaufen.

Wenn nicht – alles gut.

Eitelkeit.

Kann es wirklich sein, dass wir Coaches so eitel sind? Haben wir nicht diese Ego-Sache in der letzten Coachingsausbildung hinter uns gelassen?

Warum zum Teufel glauben viele Coaches dann an die absolut arrogante und blödsinnige Superweisheit, dass die Menschen da draußen ja nur unsere Brillanz erkennen müssten, damit sie uns buchen? Warum glauben wir, dass wir mit unserer „Coaching-Sprache“ die Menschen da draußen erreichen? Wann steigen wir ab von unserem hohen Ross und denken in der Sprache der Menschen, die noch im Problem drin stecken?

Und warum können wir das plötzlich, wenn es nicht mehr um Coaching, also unser eigenes Produkt, sondern um Plastikdosen oder Wunderpulver von anderen geht? Warum sprühen wir hier vor Begeisterung? Und holen die Menschen genau da ab, wo sie stehen?

Warum kann eine meiner intelligensten und intellektuellsten Kolleginnen sich plötzlich auf Schulmädchensprache-Niveau begeben (was by the way keine negative Wertung von mir ausdrücken soll, sondern viel mehr die geniale Fähigkeit genau dies zu tun, unterstreichen soll!)?

Wie kommen wir nur auf die – sorry – abgefuckte Idee ein Produkt jemand anderem wäre so viel besser als unser eigenes, dass wir hierfür alles aktivieren, was wir haben?

Und warum setzen wir diese Fähigkeiten, lebendige Erfahrungsberichte, spanndende Erfolgsgeschichten und kreative Eventideen zu erschaffen, nicht für unsere eigenen Ziele ein?

Sind wir wirklich zu eitel für einen geplatzten Traum?

Eigenverantwortung

Ok, ich höre jetzt wieder auf. Denn ich hab ja in meinem bisher 40 jährigen Leben noch etwas wichtiges gelernt: Ich kann nicht jeden retten! 😉

Muss ich auch nicht.

Ich darf Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen lassen und jeder darf seine eigenen Erfahrungen machen.

Und es steht mir auch nicht zu, diese zu beurteilen, auch wenn ich schon eigene Erfahrungen damit gemacht habe.

Nur um es nochmal zu betonen: Ich verurteile nicht die Verkaufssysteme und auch nicht die Produkte. Was weiß ich schon davon?

Und es mag bestimmt viele gute Gründe geben, warum Menschen sehr begeistert in diesen Systemen mitwirken und die Produkte verkaufen.

Eines weiß ich aber:

Wenn Faulheit, Feigheit oder Eitelkeit der Grund dafür ist, dass Du in diesem einen Leben nicht DEIN Ding machst, dann ist das definitiv… schade.

Denn Du bist großartig, wundervoll und genial!

Und Du hast es verdient, dass Du Deine Liebe, Deine Energie und Dein Herzblut in Dich selbst steckst.

Und wenn Du noch nicht weißt, wie verdammt gut Du bist, dann komm mal gerne vorbei… and I’ll show you!

Alles Liebe
Christina

 

 

Du und ich – wir können die Welt verbessern!

Ich will mit Dir flirten. Flirten bedeutet „anderen Menschen gute Gefühle machen“.

Da Du – falls Du dies liest – wahrscheinlich Coach bist und ich auf Coaches echt total stehe, würde ich Dir gerne so gute Gefühle machen, dass Du Dich am Ende auf mich einlässt, wir beide eine tolle Beziehung aufbauen und ganz viel Liebe… in die Welt bringen. 😉

Okay, kommen wir zu

Flirtstufe 1 – Aufmerksamkeit. Es geht mir um DICH!

Ich will Dich erfolgreich machen!

(Ich hoffe nun sehr, dass Dir dieser Satz schon mal ein wenig gute Gefühle macht. ;-))

Warum will ich das?

Weil ich der Meinung bin, dass die Welt da draußen noch viel mehr gute Coaches wie Dich braucht, die erfolgreich sind.

Warum braucht die Welt gute UND erfolgreiche Coaches?

Weil nur die guten UND erfolgreichen Coaches langfristig auch andere Menschen glücklich machen können.

Und ich weiß, dass Du genau dafür angetreten bist. Du wärst sonst nicht Coach.

Können also Coaches die Welt retten?

Naja, wohl nicht allein.

Aber ich glaube, dass wir als Coaches Menschen dazu befähigen können, ihr Leben besser, eigenverantwortlicher und glücklicher zu gestalten und das macht auch die Welt zumindest ein Stückchen besser.

Es würde meiner Ansicht nach schon mal erheblich etwas verändern, wenn z.B. zumindest die meisten Menschen beruflich etwas tun würden, das sie erfüllt. Stattdessen… naja, man braucht sich nur mal morgens um 7 Uhr in eine UBahn einer Großstadt setzen… Da ist schon ziemlich viel Elend zu sehen.

Und dann spielen wir mal Mäuschen beim Abendessen in Familien… oder in Meetingräumen in Unternehmen. Oder…

Nicht immer lustig.

Also ich sehe da ne Menge Bedarf.

Warum haben dann nicht alles Coaches jede Menge Kunden?

Dafür gibt es so einige Gründe. Einer (ich betone ausdrücklich einer) davon ist, dass hier in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum Coaching ansich noch nicht wirklich ein gängiger Begriff ist. Und da wo man ihn kennt, ist er nicht immer mit positiven Vorstellungen verknüpft.

Woran das liegt, will ich heute hier nicht diskutieren.

Ich will mich nicht darum kümmern, woher es kam.

Ich will mich mit Dir zusammen darum kümmern, dass es sich ändert.

Flirtstufe 2 – Annäherung.

Sind wir schon so weit, dass ich ein Stück näher rücken darf? Ja? Okay.

Während ich mich also mal wie beiläufig neben Dir auf den Stuhl gesetzt habe, wirst Du das Gefühl nicht los, dass wir uns schon mal begegnet sind.

Und ich sag Dir warum:

Damals… also vor diesem Leben… als wir gerade als zwei so kleine Seelen da oben auf der Wolke saßen und wir richtig Spaß hatten… da haben wir uns mit ein paar anderen kleinen Seelen zusammengetan und beschlossen, „jetzt mal gemeinsam zu reinkarnieren und die Welt da unten ein wenig aufzumischen, indem wir Coaches werden und mal für ein wenig Glück in der Welt sorgen!“

Es war halt irgendwie doch ein bisschen traurig, da oben zu sitzen und auf all die Seelen runterzuschauen, die sich da so unglaublich abmühen.

„DAS GEHT AUCH ANDERS!“

haben wir uns gesagt und uns jeweils ein paar Eltern ausgesucht, die uns genau das erleben ließen, was wir brauchten, um hier unten auf Erden den unbedingten Wunsch zu entwickeln, etwas mehr als „Beamten-Dasein“ aus unserem Leben zu machen – nämlich als Coaches etwas zum Glück der Welt beizutragen.

So… und Du fragst Dich, warum wir uns so vertraut sind? Jetzt ist es klar oder? 🙂

Wir wollen etwas bewegen!

Ja, wir beide wollen das. Und ein möglicher Schritt ist, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Coaching selbst bekannter und beliebter wird.

Flirtstufe 3: Erstes Geplauder & sich in einem möglichst guten Licht zeigen

Ich bin ja kein Anfänger. Daher frage ich Dich jetzt nicht sofort – kaum dass wir ein wenig plaudern – ob Du gerne Mitglied bei The-Coach.Net werden willst oder einen Kurs von mir buchst. Das wäre etwas plump. So, als ob ich Dich beim ersten Flirt direkt nach der Farbe Deiner Unterwäsche fragen würde.

Ich frage Dich lieber danach, von was Du so träumst und da Du Coach bist und wahrscheinlich ziemlich kommunikativ, wirst Du mir bestimmt gerne etwas darüber erzählen, warum Du Deinen Beruf als Coach so sehr liebst und welche Ziele Du noch so hast.

Das ist klasse, denn daran knüpfe ich an und lade Dich ein, es mit mir gemeinsam zu tun.

Also die Welt verbessern. 😉

Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass Coaching auch hier im deutschsprachigen Raum immer bekannter wird und dass Menschen ihr Leben verändern und/oder verbessern, indem sie die vielfältigen Möglichkeiten kennenlernen, die Coaching bietet.

Wie können wir das gemeinsam tun?

Im Frühjahr 2016 habe ich ein Projekt gestartet.

Eine Messe. Eine Online-Messe. Für Coaches. Die Onlinemesse LebensZiele.

Unsere Vision: „Wir wollen Coaching und Coaches bekannter machen!“

Und wir wollen dies so tun, dass es sich jeder Coach leisten kann, daran teilzuhaben.

Deswegen online. Auf einer Onlinemesse ist ein Stand bezahlbar und man kann ihn immer wieder verwenden.

Und man kann sehr viele Menschen über das Internet erreichen. D.h. wir können als Coaches auch sehr viele Menschen über das Internet erreichen.

Das klingt gut oder?

Flirtstufe 4: Der Morgen danach

Wow, wir waren nun tatsächlich so lange zusammengesessen und haben uns unterhalten. Du bist immer noch hier.

Und langsam gehen die Lichter auf der Straße wieder aus und der Morgen bricht an.

Wir stellen fest, dass bei Tageslicht ein wenig der Schleier der Romantik fällt und langsam fragen wir uns vielleicht doch, worauf wir uns hier einlassen.

Zum Glück kann ich Dich an dieser Stelle beruhigen.

Denn bevor Du Dich auf eine Beziehung und das Abenteuer mit mir einlässt, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, habe ich hier ein paar Fakten für Dich.

Lies es ruhig in Ruhe durch und dann kannst Du entscheiden, ob wir beide diesen Weg gehen wollen.

Vielleicht bist Du auch noch nicht bereit. Das ist ok. Wir werden uns wiedersehen – spätenstens oben auf der Wolke. :-

Alles Liebe
Christina

dog in grass taking a selfie looking so cool

Die Positionierung der Positionierung – dein Buch und dein Business

Wie wichtige eine genaue Positionierung für den Erfolg deines Business als Coach, Trainerin, Beraterin ist, brauche ich dir hier nicht zu schreiben. Das hast du sicher schon oft von Christina gehört und auch umgesetzt.

Allerdings ist es meine Erfahrung, dass es nicht ausreicht dich EINMAL zu positionieren. Das Leben geht nach der ersten Positionierung weiter, du entwickelst dich, dein Business wächst und auch deine Zielgruppe kann sich verändern. Daher ist es gute Idee deine Positionierung regelmäßig wieder zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Ein eigenes Buch zu schreiben eignet sich dazu als Anlass und Mittel gleichermaßen hervorragend.

Ich verwende der Einfachheit halber in diesem Artikel durchgehend die weibliche Form. Selbstverständlich bist du dabei auch mit angesprochen, wenn du ein Mann bist.

Buchschreiben als Werkzeug für deine Positionierung

Es gibt viele gute Gründe gerade als Coach, Trainerin, Beraterin einen Ratgeber, ein Sachbuch, eine persönliche Erfolgsgeschichte zu schreiben und veröffentlichen.

Du:

  • stärkst dein Branding
  • schaffst dir eine zusätzliche, regelmäßige Einnahmequelle
  • gewinnst hochwertige Kontakte
  • bekommst einen „Türöffner“ für Einladungen zu Vorträgen, Webinaren, Challenges
  • wirst besser in dem, was du tust
  • positionierst dich als Expertin in deinem Gebiet.

Vielleicht fragst du dich, wieso du besser wirst, in dem, was du tust und was das mit deiner Geschäftsausrichtung zu tun hat?

Du musst dich festlegen, wenn du ein Buch schreibst. Vieles, das du in deinem Alltag einfach locker anwendest, schreibst du jetzt auf – und zwar so, dass es ein Mensch, der wesentlich weniger Wissen und Erfahrung hat als du (deswegen schreibst du ja ein Buch) leicht verstehen, lernen und umsetzen kann.

Das heißt, du darfst dein Thema aus vielen Perspektiven betrachten und sowohl einen guten Überblick geben, als auch in die Details gehen. Eines von den beiden wird eine besondere Herausforderung für dich sein, weil die Menschen i.d.R. eine Vorliebe für das Globale oder die Einzelheiten haben.

Neue Perspektiven und Weglassen

Du musst dich ganz in den Blick deiner idealen Leserin, deines idealen Lesers hineinversetzen und deine Strategien zum Teil übersetzen und vielfach ausformulieren, weil vieles zwar für dich klar und eindeutig ist, nicht jedoch für dein Publikum.

Du musst auch Vieles weglassen. Du weißt so viel, hast so viele Erfahrungen und triffst für dein Buch eine Auswahl. Dieser Mix aus dem das Wesentliche auswählen und es so einbetten, dass es auch leicht lernbar und anwendbar bist, lässt dich auch deine Positionierung in neuem Licht sehen.

Du verfeinerst den Filter noch mehr, als du es tust, wenn du dir dein ganzes Business ansiehst. Weil du nur einen bestimmten Ausschnitt herausfilterst.

Von der Wunschkundin zur Wunschleserin

Ich gehe davon aus, dass du dir klar darüber bist, mit welchen Menschen du idealerweise zusammenarbeiten willst. Du kennst deine ideale Kundin sicher. Ist das automatisch auch das perfekte Publikum für dein Buch?

Zum Teil wird das wahrscheinlich so sein. Du darfst dir aber drei Tatsachen vor Augen halten:

  • Nicht alle deinen potentiellen Kundinnen werden auch dein Buch lesen (wollen). Gerade wenn du mit Unternehmerinnen oder Führungskräften arbeitest, ist Zeit oft das knappste Gut. Diese Menschen lesen oft nicht gerne, sie bezahlen dich dafür, dass du für sie eine maßgeschneiderte Auswahl triffst …
  • Viele Menschen werden nie zu deinen potentiellen Kundinnen zählen, sind jedoch perfekte Leserinnen deines Buchs.
  • Manche Menschen werden erst durch das Lesen deines Buchs zur potentiellen Kundin.

Was bedeutet das konkret für dich und deine Positionierung?

Du darfst dir für dein Buch ganz spezifisch deine Ziele und deine Zielgruppe anschauen und dieses neue Angebot, dein neues Produkt entsprechend ausrichten. Überhaupt, wenn es dir darum geht, mit deinem Buch ein Einstiegsprodukt zu schaffen, über das du die Kommunikation mit „neuen“ Menschen in Gang bringst.

Faszinierend ist, dass du so einen wechselseitigen Prozess in Gang setzt.

Buch und Business befruchten sich gegenseitig

So wie du deine praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse aus deinem Business zu deinem Buch verarbeitest, so hilft dir dein Buch dich weiter zu fokussieren.

  • Welche Schwerpunkte setzt du?
  • Worauf legst du am meisten Gewicht?
  • Was zeigt dir das Feedback deiner Leserinnen?
  • Was ist dir selbst am Wichtigsten, was ist deine Kernbotschaft?

Vielleicht geht es auch dir so, dass das Buchschreiben einen bestimmten Abschnitt, eine Phase der Entwicklung von dir und deinem Business zum Abschluss bringt. Schließlich setzt du mit Niederschreiben Platz in deinem Hirn, deinem Geist frei – und schaffst Raum für Neues. So förderst du dein Wachstum als Unternehmerin und Persönlichkeit.

Das ist eine wunderbare Gelegenheit deiner Kreativität freien Lauf zu lassen, indem du die Strukturen, die du dir geschaffen hast, wirken lässt und im gleichen Prozess weiterentwickelst und anpasst.

Ich habe schon oft erlebt, wie Unternehmerinnen ihr Buch einerseits genutzt haben, um noch mehr Schwung in ihr Business zu bringen und es andererseits als Sprungbrett genutzt haben. Mit dem Buch sind sie z.B. von reinen Businessthemen stärker in den Mindsetbereich gewachsen und umgekehrt.

Ein Wirklichkeitscheck tut immer wieder gut

Letztlich stellst du mit deinem Ratgeber deine Positionierung auf eine neue Probe, du gleichst sie in einem viel größeren Rahmen mit der Wirklichkeit ab, weil du mit diesem Produkt umso viel mehr Menschen erreichst. 1.000 Bücher im Jahr zu verkaufen ist planbar, wenn du zu dem Thema, über das du schreibst auch praktisch arbeitest und dir ein aktives Netzwerk aufbaust, oder noch besser, bereits aufgebaut hast. 1.000 Coachings oder Trainingsteilnehmerinnen zu gewinnen, das dauert meist viel länger.

Du prüfst und testest in der Praxis, wie gut deine Wunschkundin zu dir passt, wie sehr deine Spezialisierung dir entspricht und wie weit du deine persönlichen Vorlieben und Stärken, deinen USP einbringen kannst.

All das nutzt dir nicht nur für dein Buch, sondern für dein ganzes Business.

Die Positionierung auf Zeit

Es gibt auch Unternehmerinnen, die es als schwierig empfinden sich spitz zu positionieren. Vielleicht haben sie Angst Menschen auszugrenzen oder sie empfinden diese Festlegung als Einschränkung.

Fall du zu diesen Menschen gehören solltest, habe ich zum Abschluss noch einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn du dich nur zeitlich befristet festlegst, nur für dein Buch eben?

So hast du die Möglichkeit danach wieder andere Bereiche hinzuzunehmen oder auch die Richtung anzupassen. Das ist ein sehr spielerischer Zugang zum Thema Positionierung, der schon vielen geholfen hat, diese Hürde zu meistern.

Denn sobald du verstanden und angenommen hast, dass jede Positionierung eine Momentaufnahme in einem Prozess der ständigen Veränderung und Entwicklung ist, hast du gewonnen.

Was meinst du? Hast du Lust das zu testen? Oder willst gar mehr zum Thema Buch und Marketing erfahren? Dann schau dir mein aktuelles Buch „Mission Bestseller – Ratgeber und Sachbücher erfolgreich vermarkten und verkaufen. Eine Anleitung“ an. Es ist als eBook und Taschenbuch auf Amazon und den anderen Online-Portalen erhältlich.

Viel Erfolg bei allem, was du tust und frohes Schreiben – be wonderful!

Tom Oberbichler, Bestsellerautor und Buchmentor

www.be-wonderful.com

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Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem.

Es gibt einen Teil an Menschen in unserem Umfeld, die wollen eigentlich keine Lösung.

So scheint es zumindest manchmal und ich erinnere mich dann immer an obige Liedzeile von Annett Louisan: „Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem!“

Zumindest wollen sie keine Lösung von uns. So selbstkritisch darf man durchaus im Business auch mal sein.

Dennoch tragen sich solche Menschen auch in unseren Newsletter ein. Sei es aus Interesse am Freebie (was völlig in Ordnung ist) oder weil sie sich selbst vorgaukeln, ganz viel für ihr Business zu tun, wenn sie sich nur in viele Newsletter eintragen und auf diesem Wege viele Informationen bekommen.

Warum auch immer sie da sind – sie werden in der Regel nicht unsere Kunden.

Das ist erst einmal nicht schlimm. Nein, ich würde sogar das Gegenteil behaupten. Nicht-Kunden sind gut und wichtig. Wir sollten arg darauf achten, sie nicht zu schnell als Abstauber oder Schmarotzer zu verurteilen, was oft geschieht, ich bekomme das immer wieder mit.

Viele von ihnen sind wunderbare treue Leser oder sogar Fans. Sie liken, kommentieren, machen bei unseren kostenlosen Angeboten mit, empfehlen diese vielleicht sogar weiter.

Manche von ihnen stellen irgendwann fest, dass sie unsere Lösung vielleicht doch brauchen und manche lösen ihre Probleme ganz allein durch die Impulse, die wir in Newsletter, Blog und Co. geben.

Alle diese Nicht-Kunden sind super, denn sie helfen uns auf irgendeine Art, unser Business voran zu bringen und unsere Berufung dadurch zu leben.

Doch es gibt noch eine Art von Nicht-Kunden. Ich nenne sie „die Meuterer“.

Die Meuterer

Sie wollen weder Deine Lösung, noch ein gutes Haar an Dir lassen. Du darfst sie ziehen lassen. Ja, Du darfst sogar aktiv dafür sorgen, dass Du nicht so viele von ihnen in Deinem Verteiler hast.

Doch wie geht das?

„Sorge für Newsletteraustragungen! Ja, ja, AUStragungen.“

Manchmal hinterlassen Menschen nur einen Satz in unserem Leben, der uns immer wieder trägt.

Markus Cerenak hat obigen Satz bei mir vor nun schon fast zwei Jahren bei mir hinterlassen. Nach einer Meisterklasse, beim gemütlichen Abendessen sagte er zu mir, dass wir viel zu viel Aufmerksamkeit darauf legen, dass Menschen in unserem Newsletter bleiben.

Kommen und gehen…

Es ist gut und richtig, dass Menschen in unser Businessleben kommen und irgendwann auch wieder gehen. Die Zeitspanne ist unterschiedlich lang und wenn unser Business reiche Früchte tragen soll, ist es essentiell, dass sie in dieser Zeitspanne irgendwann Kunden oder Empfehlungsgeber (oder beides) werden.

Geschieht dies nicht (oder werden sie gar zu Meuterern), ist es auch gut, wenn sie sich wieder vom Newsletter abmelden bzw. wieder aus unserem Businessleben verschwinden.

Eine Austragung bedeutet KEINEN persönlichen Bruch (manche von diesen Menschen sind heute noch gute Bekannte oder Freunde), sondern signalisiert nur, dass kein Interesse oder Bedarf mehr an unserem Produkt oder Angebot besteht.

Wir haben nur eine bestimmte Zeit im Leben der anderen Menschen, in der sie ein Problem haben, das wir lösen können.Newsletteraustragungen bedeuten, dass diese Zeit vorbei ist. Nichts weiter.

Indem Du verkaufst, sortierst Du aus.

Es ist eigentlich ganz einfach.

Fange an, zu verkaufen und Du wirst lustige Sachen erleben. Die Onlinewelt ist manchmal ein wenig crazy und Du es ist ratsam, hier etwas Humor an den Tag zu legen, denn… mmmh… ich will es mal so sagen:

Niemand verurteilt einen Bäcker, dass er ein Angebotsschild vor seine Türe stellt und dass er Dich aktiv fragt, was Du gerne möchtest, wenn Du die Bäckerei betrittst.

Und NIEMAND würde in eine Bäckerei gehen, dort einfach stehenbleiben und die Verkäuferin – sobald sie fragt – anbrüllen:

„Ich habe gerade kein Interesse mehr an Brot!“
„Ich erhalte derzeit zuviel Brot!“
„Sie verkaufen immer nur Brot, das entspricht nicht meinen ethischen Werten!“
„Hier wird mir zuviel verkauft, ich gehe wieder!“
„Ihr Brot ist für mich irrelevant!“

… und laut stampfend den Laden wieder verlassen!

Lustige Vorstellung oder?

Wenn Du jetzt gerade den Impuls verspürst, zu sagen: „JAAAA, das ist ganz unmöglich! Online sind die Menschen alle so unverschämt!“ kann ich Dir nur sagen:

Nein, online sind nicht ALLE Menschen unverschämt, aber manche werden zu Meuterern, denn sie sind anonym, sie sind vielleicht frustriert und sie wollen vielleicht auch tatsächlich keine Lösung für Ihr Problem. Wer weiß das schon so genau?

Fokussiere Dich auf die, die bleiben und/oder kaufen

Gestern habe ich eine Angebots-E-Mail an ca. 3400 Menschen verschickt. 35 haben sich sofort abgemeldet, weil… ich weiß es nicht. Und es ist auch nicht relevant.

3365 Menschen haben sich nicht abgemeldet und laut Stand heute (ein Tag später) haben einige von ihnen mir ca. 500 Euro Umsatz beschert.

Das ist es, was letztlich zählt.

Klar, wenn Du immer nur Austragungen und niemals Kunden bzw. Umsatz generierst, dann solltest Du Deine Strategie, Deinen Ansprache, Deine Kommunikation, etc. überdenken.

Doch die Wahrheit ist, dass ich es viel seltener erlebe, dass jemand anbietet und keiner kauft, als dass gar nicht erst etwas angeboten wird aus Angst, Menschen zu vergraulen.

Eine große, aber tote Liste nützt Dir nichts

Die Wahrheit ist auch, ich habe keine irre große Newsletterliste, wie manch andere Kollegen, die ich kenne.

Doch ich mache gute Umsätze damit, weil ich zwei Dinge tue:

  1. Ich versuche (und dabei habe ich auch bereits einiges ausprobiert) immer ein Freebie zu haben, das die richtigen Kunden zu mir bringt.
  2. Ich mache meiner Liste aktiv Angebote – und zwar schon ab der 3. Autoresponder-Email.

Diese zwei Dinge sorgen dafür, dass Menschen in meine Liste kommen… und wieder gehen. Und die, die bleiben wollen in der Regel auch irgendwann meine Lösung.

Denn dafür bin ich angetreten:

Meine Lösung soll der Tod für ein Problem ganz vieler Coaches sein!

Werde ich jetzt leidenschaftlich? Ja ok, mal kurz:

Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie viele geniale Coaches es da draußen gibt, wie viele Menschen dringend ein Coaching brauchen könnten und wie wenige Coaches und Kunden zusammenfinden!

Und damit geht einher, dass zu wenige Coaches von ihrem Beruf leben können.

Ich will diejenigen Coaches in meiner Liste haben, die eine Lösung für sich finden und umsetzen wollen.

Wenn Du zu diesen Coaches gehörst und noch nicht in meiner Liste bist, kannst Du das hier jetzt sofort ändern: 🙂

Alles Liebe
Deine Christina