Love couple

Wie Du als Coach ein verdammt sexy Leben führen kannst.

Als ich 10 war und in der 4. Klasse hat es angefangen. Meine Mitschüler sind zu mir gekommen und wollten wissen, wie nochmal diese Aufgabe in Mathe ging. Sie sagten: „Christina, wenn Du es erklärst, verstehe ich es besser.“ Das passierte mir überdurchschnittlich oft und ich kam zu dem Schluss, dass ich auf jeden Fall einmal Lehrerin werden musste, damit ich es mal besser machen konnte, als meine Lehrer. Ich wollte alle zukünftigen Schüler retten.

Ich bin nie offiziell Lehrerin geworden, doch ich war es schon immer. Ich hatte schon von klein auf die Fähigkeit, scheinbar komplizierte Dinge einfach zu erklären und ich habe es mir bis heute bewahrt, mich nicht mit komplizierten Ausdrücken oder Fremdwörtern schmücken zu müssen, um meinen Status zu zeigen, sondern mich schlicht in die Person hineinversetzen zu können, die etwas verstehen will und ein Bild zu kreieren, das anschaulich und verständlich ist.

Kleiner Zeitsprung

Als ich 24 wurde und vergeblich ein paar Jahre versucht hatte, mich in die Struktur des klassischen Bürolebens einzufügen, bekam ich einen Job als Ausbilderin bei der Handwerkskammer München. Ich hatte eine normale Ausbildung als Bürokauffrau gemacht, ein Studium nach dem Fachabitur war damals überhaupt nicht auf meinem Schirm. In diesem Job als Ausbilderin bekam ich dennoch die Chance zu unterrichten, das war möglich, da ich offiziell nach einer Ausbildereignungsprüfung „ausbildete“. In der Realität gab ich Kurse für Auszubildende in kaufmännischen Fächern und mein Traum Lehrerin zu sein erfüllte sich auch ohne Studium, dafür mit sehr viel Gestaltungspielraum!

Christina Emmer 2002

2002 bei einem Vortrag in der HWK

Von Anfang an kamen die Schüler in den Pausen zu mir und redeten mit mir über ihre persönlichen Dinge und auch über Probleme, für die sie sich Lösungen erhofften. Ob man das nun Beratung, Coaching oder persönliches Gespräch nennen will ist mir einerlei. Es hatte immer – das weiß ich nun im Nachhinein – von allem etwas. 2009 machte ich dann meine erste Coachingausbildung und durfte mich offiziell nun auch Coach nennen. 😉

Mein Job als Ausbilderin entwickelte sich und ich gab immer mehr unterschiedliche Kurse in der Erwachsenenbildung. 2006 kündigte ich und machte mich selbständig. Ich bin also (bis auf 2 Jahre Babypause) seit 11 Jahren als Trainerin und Coach freiberuflich unterwegs.

Warum erzähle ich Dir das alles?

  1. Mein Blog ist noch jung, dies ist Woche 8. Doch meine Erfahrung als Selbständige ist nicht 8 Wochen, sondern über 11 Jahre alt. Und ich möchte Dir etwas von diesem Erfahrungsschatz abgeben!
  2. Diese 11 Jahre haben mich vieles gelehrt. Ich war sehr erfolgreich und weniger erfolgreich. Ich habe wirklich viel ausprobiert und seit kurzem schreibe ich auch darüber. Ich will Dich ermutigen, Neues zu lernen und zu testen, was für DICH richtig ist.
  3. Ich habe keinen Diplom und ich war auch nie Topmanagerin. Doch was zählt sind die nicht die Titel, sondern Deine Fähigkeiten und Dein Engagement.
  4. Ich habe Höhen und Tiefen erlebt in den letzten Jahren. Doch was immer auch passiert ist, ich im Grunde habe ich nie aufgehört, an meinen Traum zu glauben. Ich wünsche mir, dass Du auch wieder an Deine glaubst!

Was kann ich Dir geben?

Einer der wichtigsten Wendepunkte in meinem Leben war 2000, als ich mich zwischen einem sehr guten bezahlten Job als Assistentin der Geschäftsleitung und dem Job als Ausbilderin entscheiden musste. Ja, ich weiß, oben habe ich schon geschrieben, dass das DIE Chance für mich war in einen neuen Beruf zu kommen, doch da gab es noch einen kleinen Haken:

  • Alter Job: Einkommen: 5000 DM
  • Neuer Job: Einkommen: 4200 DM (Bezahlung nach Beamtentarif)
  • Alter Job: Im Büro sitzen und mir Diskussionen der Kolleginnen über den falschen Gebrauch der Milchschaumdüse am Kaffeeautomaten anhören
  • Neuer Job: Dem eigenen Traum näher kommen und Menschen Dinge beibringen.

800 DM ??? Ich bin mir sicher, so einige Menschen hätten sich für das Geld entschieden.
Wie Du bereits weißt, habe ich mich für den Traum entschieden und ich habe es nie bereut. Und seit diesem Tag suche ich Wege und Mittel, auch anderen Menschen ihren Traum näher zu bringen.

Und GENAU DAS kann ich Dir geben: Ich bringe Dich Deinem Traum näher.

Ich konzentriere mich dabei auf Coaches, die in der Dienstleisterfalle „Zeit gegen Geld“ stecken, die gerne zeitlich unabhängiger werden und trotzdem von ihrem Business leben wollen. Oder anders formuliert:

Ich unterstütze Coaches darin, ein profitables Geschäftsmodell zu finden, das genau zu ihrem Potential und Lebensstil passt.

Ich beschreibe einen Weg zu diesem Ziel – einen Weg, den ich gehe und der mir sehr viel Spaß macht.

1. Schritt:

Überlege Dir genau, wie Du Leben und Arbeiten willst. Wie viel Zeit Du zur Verfügung hast. Wie wichtig ist Dir Dein Familienleben, Deine Partnerschaft, etc. Das habe ich auch in DIESEM Artikel schon genauer beschrieben.

2. Schritt:

Finde Deine vorhandenen Ressourcen. Den Artikel mit Ideen dazu findest Du HIER.

3. Schritt:

Finde ein dazu passendes Geschäftsmodell für Dich und richte Deine Wahl danach, welche Prozesse dort ablaufen. Es gibt viele Möglichkeiten aus vorhandenen Ressourcen ein Produkt umzuwandeln. Bei diesem Schritt sind wir meist zu schnell, wie ich selbst auch schon feststellen durfte. 😉

In meinem letzten Artikel habe ich das Beispiel beschrieben, wie ich die Räume meiner Begabungsakademie als Ressource nutzte, um mir ein Grundeinkommen zu verschaffen. Prompt schrieb Petra Schwehm (von Entfalte Dein Seelenpotential), dass sie gleich einmal neu darüber nachdenken werde, wie sie ihre neuen, wunderschönen, ländlich gelegenen Seminarräume nutzen könnte.

Das ist natürlich eine super Idee, die ich auch gar nicht bremsen will… aaah obwohl… nur kurz, ok Petra? 🙂

Als ich angefangen habe, meine Räume zu vermieten und Projekte dort zu starten, war ich ganz begeistert bei der Sache und hatte mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, welcher Aufwand hier dahinter stecken könnte. Nach ca. einem Jahr war es so, dass ich viel Zeit investierte, um Termine abzusprechen, den Raum Interessenten vorzustellen, Einweisungen zu machen, wie alles funktioniert und wo alles ist, Schlüssel übergeben und wieder in Empfang nehmen und vieles mehr.

Alleine nur die Terminabsprache läuft meist in etwa so ab:


 Mail: „Liebe Frau Emmer, ich habe Interesse….. „
Antwort: „Lieber Herr .., vielen Dank für Ihr Interesse, hier kommt mein Angebot….“
Antwort: „Liebe Frau Emmer, danke für Ihr Angebot. Wir wollen den Raum buchen. Diese Termine schweben uns vor: ….“
Ich checke alle Termin im Kalender und suche ggf. Alternativen
Antwort: „Lieber Herr .., dieser Termin geht, jeder nicht, alternativ schlage ich vor…“
Antwort: „Liebe Frau Emmer, danke für die Vorschläge. Wir nehmen diesen und jenen Termin, der und der geht aber nicht, wann geht es denn noch?“
…………….

HURRA, wir haben einen Termin. 🙂

Composite image of happy classy businesswoman jumping while holding clipboard


Das kann also schon mal etwas dauern. Meine lieben Kunden sind ja mein ein und alles und daher finden wir so gut wie immer eine Lösung, doch was ich sagen will ist, da steckt ein gewisser Aufwand dahinter. Erst nach ca. 14 Monaten habe ich das nun so richtig durchschaut und daher nun anders aufgezogen.

Vielleicht hast Du, Petra, das alles ja schon in Erwägung gezogen, dann los!!! 🙂 Falls nicht, würde ich sagen, fang bei den Prozessen an und schau, wie Du sie so gestalten kannst, dass sie für Dich von Anfang an möglichst wenig zeitlichen Aufwand bedeuten. Du willst ja auch hin und wieder noch coachen! 😉

4. Schritt:

Wenn Du Prozesse gefunden hast, die zu Dir und Deinem Leben passen, DANN wähle eine Deiner Ressourcen und „schiebe“ sie (erstmal gedanklich) durch den Prozess. Hier schließen sich dann natürlich die Fragen an nach dem idealen Klienten, dem Nutzen für diesen idealen Klienten, Marketingstrategien, etc. an. Möglicherweise stellst Du fest, dass Deine jetzt entstandenes Produkt keine Abnehmer findet oder die möglichen Klienten überhaupt nicht „Dein Ding“ sind. Das kann passieren und dann beginnst Du nochmal von vorne. Irgendwann wirst Du eine Möglichkeit finden.

Doch was Dir NICHT passieren kann, wenn Du Dich strikt an diese Strategie hältst ist, dass Du an Dir selbst vorbeisteuerst und ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietest, die Dich auszehrt.

FreudeSmartCoach

So, das war’s für heute. Ich freue mich darauf, in den Kommentaren von Dir zu lesen.

Liebe Grüße

Christina

PS: Vielleicht fragst Du Dich schon die ganze Zeit, WTF das heutige Titelbild mit dem Thema zu tun hat?!? Ich wollte es schon immer mal hernehmen, weil ich es so schön finde.

 

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15 thoughts on “Wie Du als Coach ein verdammt sexy Leben führen kannst.

  1. Big smile, liebe Christina, vor allem der letzte Kommentar! 🙂
    Und vielen Dank für die Erwähnung meinerseits in deinem Artikel!

    Falls es den ein oder anderen Trainer interessiert, unsere Räumlichkeiten befinden sich in 91575 Windsbach (das ist zwischen Ansbach und Nürnberg) und auf der Seite meines Mannes gibt es Bilder zu sehen (ich bin noch nicht dazu gekommen, sie auf meiner Homepage hoch zu laden) http://www.intsel.de/Uebernachtung-und-Verpflegung.php

    Eine Vereinfachung und extreme Zeiteinsparung zwecks Terminplanung ist übrigens ein Onlinekalender, z.B. wie er bei acuityscheduling.com zu finden ist. Das durfte ich gerade in den letzten Tagen feststellen, als ich eine Menge Termine bzgl. meines „Finde deine Bestimmung“-Angebotes vergeben habe. Das dürfte ja auch mit Seminarraum-Buchungen funktionieren …

    Danke für deine tollen Hinweise Christina, deine Artikel sind top!
    Alles Liebe,
    Petra

  2. Liebe Christina,

    vielen Dank für den Einblick in dein Leben und das Teilen deiner Erfahrungen.
    Ich erwische mich dabei, dass jedes Wort von dir „aufsauge“ und finde den Kontakt mit dir sehr beREICHernd und WERTvoll !
    Du hast so viel zu geben und das online-Programm mit dem coaching ist eine tolle Idee !
    Ich freue mich auf „mehr“ Christina und besonders darauf, dass ich dich in Zukunft unterstützen darf mit der Organisation des Seminarräume.

    Von Herzen

    Monika

  3. Cathrina

    Liebe Christina, ein weiterer Klasse-Artikel! Ich finde es sehr spannend zu lesen, wie sich dein Leben entwickelt hat und bin mir sicher, dass viele deiner Leser sich in einigen Punkten wieder erkennen – und das macht deine Artikel so großartig: die Nähe zu deinen Lesern! Ich habe großes Interesse an deinem Workshop. Ein sexy Dasein? Ein Job der Spaß macht, ausreichend Zeit für mich und meine anderen Interessen und optimale Nutzung meiner Resourcen und eine tolle Partnerschaft? Da sag ich doch mal JA zu allem 😉

    Ich freue mich über mehr Infos darüber!

    Cathrina

  4. Liebe Christina,
    Deine Beiträge sind sehr inspirierend und machen mir Mut meinen Plan und mein Buisness zu verfolgen und durchzustarten. Im Kopf ist alles drin und jahrelange Erfahrung und Leidenschaft vorhanden, daher bin ich guter Dinge und freue mich total von Anderen lernen zu dürfen, Danke dafür!

    LG,Andrea

  5. Hallo Christina,

    Solche Artikel liebe ich. Wo man etwas lernt durch die persönlichen Erfahrungen und Gedanken der bloggenden Person.

    800 DM könnten viel sein. Kommt drauf in was für einer Phase man steckt. So könnte man denken. Aber du hast das ‚Risiko‘ auf dich genommen und bist damit erfolgreich und glücklich und das ist was nun zählt und nichts anderes.

    Beste Grüße aus Hamburg,
    Dennis

  6. Liebe Christina,
    Sex sells 😉
    Aber es ist auch wirklich „verdammt“ sexy, genau das Leben zu führen (inkl. „Arbeit“), das mein Herz will! Sehr ansprechender Titel & Foto!
    Danke auch für den Einblick in deine persönliche Geschichte / Erfahrungen, das inspiriert mich…
    Herzliche Grüße, Stefanie

  7. Liebe Christina,
    wie sehr es sich für Dich in jeder Hinsicht gelohnt hat auf die 800 € zu verzichten!
    Ich habe gestern bereits gelesen, dass Dein Kurs mit 15 Teilnehmern komplett belegt ist. Das ist so wunderbar. Und das beste daran: es geht ja (jetzt) nicht mehr „nur“ um Geld. Du liebst was Du tust. (Obwohl ich mir sicher bin, dass Du die Gespräche über die Milchschaumdüse vermisst…) Ich wünsche Dir & uns allen den Mut, neues auszuprobieren und unseren Interessen nachzugehen.
    Weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße,
    Andrea

  8. Liebe Christina, Dein Coach Programm spricht mich selbst als Coach sehr an und ich wünsche Dir ganz viel Erfolg damit. Die vielen Jahre Erfahrung tragen echte Früchte für Dich und Deine Kunden. Herzlichen Glückwunsch und alles Liebe 🙂 Sandra

  9. Danke Christina für deinen erfrischenden Artikel!
    Eine Frage noch zum Nachsatz und dem Bild (das ich auch super finde!!!) Ist es nicht sehr anstrengend, wie dein Mann dich da gegen die Wand drückt????? 😉

  10. *lach*
    Eigentlich ja völlig logisch, dass wenn Du glücklich bist, es auch mit Deinem Mann besser läuft. Komisch, wie schnell man das immer wieder vergisst oder verdrängt.

  11. Liebe Christina! Danke für diesen tollen Einblick. Sehr wertvolle Tipps, die ich als Blogger Neuling neugierig aufsauge! 🙂

    Herzliche Grüße,

    Kiwi

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