Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem.

Es gibt einen Teil an Menschen in unserem Umfeld, die wollen eigentlich keine Lösung.

So scheint es zumindest manchmal und ich erinnere mich dann immer an obige Liedzeile von Annett Louisan: „Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem!“

Zumindest wollen sie keine Lösung von uns. So selbstkritisch darf man durchaus im Business auch mal sein.

Dennoch tragen sich solche Menschen auch in unseren Newsletter ein. Sei es aus Interesse am Freebie (was völlig in Ordnung ist) oder weil sie sich selbst vorgaukeln, ganz viel für ihr Business zu tun, wenn sie sich nur in viele Newsletter eintragen und auf diesem Wege viele Informationen bekommen.

Warum auch immer sie da sind – sie werden in der Regel nicht unsere Kunden.

Das ist erst einmal nicht schlimm. Nein, ich würde sogar das Gegenteil behaupten. Nicht-Kunden sind gut und wichtig. Wir sollten arg darauf achten, sie nicht zu schnell als Abstauber oder Schmarotzer zu verurteilen, was oft geschieht, ich bekomme das immer wieder mit.

Viele von ihnen sind wunderbare treue Leser oder sogar Fans. Sie liken, kommentieren, machen bei unseren kostenlosen Angeboten mit, empfehlen diese vielleicht sogar weiter.

Manche von ihnen stellen irgendwann fest, dass sie unsere Lösung vielleicht doch brauchen und manche lösen ihre Probleme ganz allein durch die Impulse, die wir in Newsletter, Blog und Co. geben.

Alle diese Nicht-Kunden sind super, denn sie helfen uns auf irgendeine Art, unser Business voran zu bringen und unsere Berufung dadurch zu leben.

Doch es gibt noch eine Art von Nicht-Kunden. Ich nenne sie „die Meuterer“.

Die Meuterer

Sie wollen weder Deine Lösung, noch ein gutes Haar an Dir lassen. Du darfst sie ziehen lassen. Ja, Du darfst sogar aktiv dafür sorgen, dass Du nicht so viele von ihnen in Deinem Verteiler hast.

Doch wie geht das?

„Sorge für Newsletteraustragungen! Ja, ja, AUStragungen.“

Manchmal hinterlassen Menschen nur einen Satz in unserem Leben, der uns immer wieder trägt.

Markus Cerenak hat obigen Satz bei mir vor nun schon fast zwei Jahren bei mir hinterlassen. Nach einer Meisterklasse, beim gemütlichen Abendessen sagte er zu mir, dass wir viel zu viel Aufmerksamkeit darauf legen, dass Menschen in unserem Newsletter bleiben.

Kommen und gehen…

Es ist gut und richtig, dass Menschen in unser Businessleben kommen und irgendwann auch wieder gehen. Die Zeitspanne ist unterschiedlich lang und wenn unser Business reiche Früchte tragen soll, ist es essentiell, dass sie in dieser Zeitspanne irgendwann Kunden oder Empfehlungsgeber (oder beides) werden.

Geschieht dies nicht (oder werden sie gar zu Meuterern), ist es auch gut, wenn sie sich wieder vom Newsletter abmelden bzw. wieder aus unserem Businessleben verschwinden.

Eine Austragung bedeutet KEINEN persönlichen Bruch (manche von diesen Menschen sind heute noch gute Bekannte oder Freunde), sondern signalisiert nur, dass kein Interesse oder Bedarf mehr an unserem Produkt oder Angebot besteht.

Wir haben nur eine bestimmte Zeit im Leben der anderen Menschen, in der sie ein Problem haben, das wir lösen können.Newsletteraustragungen bedeuten, dass diese Zeit vorbei ist. Nichts weiter.

Indem Du verkaufst, sortierst Du aus.

Es ist eigentlich ganz einfach.

Fange an, zu verkaufen und Du wirst lustige Sachen erleben. Die Onlinewelt ist manchmal ein wenig crazy und Du es ist ratsam, hier etwas Humor an den Tag zu legen, denn… mmmh… ich will es mal so sagen:

Niemand verurteilt einen Bäcker, dass er ein Angebotsschild vor seine Türe stellt und dass er Dich aktiv fragt, was Du gerne möchtest, wenn Du die Bäckerei betrittst.

Und NIEMAND würde in eine Bäckerei gehen, dort einfach stehenbleiben und die Verkäuferin – sobald sie fragt – anbrüllen:

„Ich habe gerade kein Interesse mehr an Brot!“
„Ich erhalte derzeit zuviel Brot!“
„Sie verkaufen immer nur Brot, das entspricht nicht meinen ethischen Werten!“
„Hier wird mir zuviel verkauft, ich gehe wieder!“
„Ihr Brot ist für mich irrelevant!“

… und laut stampfend den Laden wieder verlassen!

Lustige Vorstellung oder?

Wenn Du jetzt gerade den Impuls verspürst, zu sagen: „JAAAA, das ist ganz unmöglich! Online sind die Menschen alle so unverschämt!“ kann ich Dir nur sagen:

Nein, online sind nicht ALLE Menschen unverschämt, aber manche werden zu Meuterern, denn sie sind anonym, sie sind vielleicht frustriert und sie wollen vielleicht auch tatsächlich keine Lösung für Ihr Problem. Wer weiß das schon so genau?

Fokusiere Dich auf die, die bleiben und/oder kaufen

Gestern habe ich eine Angebotsemail an ca. 3400 Menschen verschickt. 35 haben sich sofort abgemeldet, weil… ich weiß es nicht. Und es ist auch nicht relevant.

3365 Menschen haben sich nicht abgemeldet und laut Stand heute (ein Tag später) haben einige von ihnen mir ca. 500 Euro Umsatz beschert.

Das ist es, was letztlich zählt.

Klar, wenn Du immer nur Austragungen und niemals Kunden bzw. Umsatz generierst, dann solltest Du Deine Strategie, Deinen Ansprache, Deine Kommunikation, etc. überdenken.

Doch die Wahrheit ist, dass ich es viel seltener erlebe, dass jemand anbietet und keiner kauft, als dass gar nicht erst etwas angeboten wird aus Angst, Menschen zu vergraulen.

Eine große, aber tote Liste nützt Dir nichts

Die Wahrheit ist auch, ich habe keine irre große Newsletterliste, wie manch andere Kollegen, die ich kenne.

Doch ich mache gute Umsätze damit, weil ich zwei Dinge tue:

  1. Ich versuche (und dabei habe ich auch bereits einiges ausprobiert) immer ein Freebie zu haben, das die richtigen Kunden zu mir bringt.
  2. Ich mache meiner Liste aktiv Angebote – und zwar schon ab der 3. Autoresponder-Email.

Diese zwei Dinge sorgen dafür, dass Menschen in meine Liste kommen… und wieder gehen. Und die, die bleiben wollen in der Regel auch irgendwann meine Lösung.

Denn dafür bin ich angetreten:

Meine Lösung soll der Tod für ein Problem ganz vieler Coaches sein!

Werde ich jetzt leidenschaftlich? Ja ok, mal kurz:

Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie viele geniale Coaches es da draußen gibt, wie viele Menschen dringend ein Coaching brauchen könnten und wie wenige Coaches und Kunden zusammenfinden!

Und damit geht einher, dass zu wenige Coaches von ihrem Beruf leben können.

Ich will diejenigen Coaches in meiner Liste haben, die eine Lösung für sich finden und umsetzen wollen.

Wenn Du zu diesen Coaches gehörst und noch nicht in meiner Liste bist, kannst Du das hier jetzt sofort ändern und meine Schatzkarte ausprobieren. 🙂

Alles Liebe
Deine Christina

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29 thoughts on “Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem.

  1. Liebe Christina,

    vielen Dank, da habe ich glatt meine Kaffee & Kuchen-Pause vertagt, um Deinen Beitrag zu lesen.
    Die tote Liste ist wirklich sinnlos und sogar eine gruselige Vorstellung. An das „unsubscribe“ musste ich mich erstmal gewöhnen, weiß aber auch, dass das Austragen nicht böse gemeint ist und es den Teich meiner Wunschkunden klarer werden lässt.

    Um den Nörglern und Forderern mehr Luft im Posteingang zu geben, werde ich mir mal eine Strategie überlegen.

    Viele Grüße
    Eva

    • Liebe Eva,

      ich hoffe, Du hast Dir Kaffee und Kuchen dann noch schmecken lassen! 🙂

      Ja, ich weiß genau, wie sich das mit dem „Unsubscribe“ anfühlt. Ich habe mir auch angewöhnt, mir noch noch höchstens einmal im Monat die Austragungsfeedbacks anzusehen, denn manchmal sind da schon echt Kracher dabei und es macht im Grunde keinen Sinn, sich hier von den Meuterern unnötig runterziehen zu lassen. Ich lese es aber trotzdem hin und wieder, denn dazwischen ist ja auch mal wertvolles Feedback. 🙂

      Alles Liebe
      Christina

  2. Hi Christina,

    ich bewundere dich für dein Standing. Ich kenne diese Theorie vom „austragen ist gar nicht so schlecht“ schon einige Zeit und ich verstehe dieses Prinzip.. aber, wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, schmerzt mich jeder Austrag. Und ja, ich kann mir dann sagen, dass es o.k. ist und irgendwie sowieso besser, als all die inaktiven Newsletter-Abonnenten, und trotzdem fühlt es sich jedes Mal einfach wie eine Zurückweisung an. Es ist kein Drama, ich habe auch keinen emotionalen Zusammenbruch, wenn sich jemand austrägt, aber mir gibt es jedes Mal, dieses klitzekleinen Stich…

    Liebe Grüße

    Dee

    • Hey liebe Dee,

      ich fühle ihn auch, diesen klitzekleinen Stich. Und wenn böses Meutererfeedback kommt ist er auch mal größer.
      Es ist eine immer wiederkehrende Entscheidung, ob ich mich davon runterziehen lasse oder ob ich den Schmerz fühle, zu- und gehen lasse.

      35 Abonnenten, die mich verlassen haben!!! Das sind 35 Menschen, die NEIN zu meinem Angebot gesagt haben!!! Und wie das piiiiiieeekst. Mein Standing besteht darin, so schnell wie möglich den Fokus wieder auf die 3365 anderen zu lenken, die mich und mein Angebot noch brauchen und wollen. 🙂

      Alles Liebe
      Christina

  3. Liebe Christina, erst heute haben Leticia und ich ein Interview mit Anton Korduan für unseren OnlineCoachingKongress geführt, und im Nachgespräch genau DARÜBER gesprochen! Ich werde Deinen genialen Artikel gleich posten und auf Dein Interview beim Kongress hinweisen. Danke für Deine herrliche Bebilderung der Bäckerphrase⭐️ Sei herzlichst gegrüßt aus Portugal! Stefanie*

  4. Großartig, liebe Christina.

    Ich verfolge Deine Arbeit schon länger und dieser Artikel – insbesondere das Bäckerei-Beispiel – ist großartig.

    Ganz herzliche Grüße
    Anton

  5. Liebe Christina,

    vielen Dank, dass du uns einen Einblick in dein Herz schenkst! Wie Dee Stolla sagt – auch ich kenne diesen Stich, wenn sich Blog-Abonnenten verabschieden. Du hast Recht – einfach ohne Groll weiterziehen lassen und weiter machen.
    Ganz herzlichen Dank für alles, was du für uns tust!

    Christine

  6. Klasse Artikel Christina. Trifft gerade voll meinen Nerv. Denn ich tue mich immer noch schwer, direkt im Newsletter zu verkaufen. Ach, ich könnte Dich gerade knuddeln! Das Beispiel mit der Bäckerei ist der absolute Hit! Danke dafür und ganz liebe Grüße, Diana

  7. Trudy Henn

    Liebe Christina,
    hier schreibt dir eine ansonsten stille Mitleserin, Gern-Ausprobieren-und-Vorwärts-kommen-aber-noch-keine-Zeit-haben-Wollerin;-)… und es ist genau wie Du beschreibst – trotzdem nehme ich viel mit und auf…und irgendwo reift es…. und eines – nicht allzufernen Tages, dann….
    Vielen Dank für deine Impulse und alles was Du anbietest.
    herzliche Grüße
    Trudy Henn

  8. Hallo Christina,

    das „Brot“-Beispiel ist klasse! 🙂
    Auch ich gehöre zu deinen „stillen“ Lesern (bei Challenges nicht nur still 😉 ) und habe noch(?!) nichts gekauft. Wer weiß…

    Zum Glück kann ich von meinem Business als Coach leben – bisher alles offline. Doch das möchte ich ändern… peu à peu. Deshalb beginne ich gerade eine Email-Liste aufzubauen (Erstellung eines Freebies) und werde das „AUStragen“ definitiv im Hinterkopf haben!

    Vielen Dank für deine Impulse!
    Ich wünsche dir und deinen Lesern einen wundervollen Tag! 🙂

    Herzliche Grüße aus Berlin
    Karen Jahn
    Coaching – Hypnose – Wingwave

  9. Christina

    Hallo liebe Christina E….. du machst so wertvollen content, wie kann denn da jemand meutern und wenn doch, also ganz ehrlich, dass würde mir am Allerwertesten vorbei gehen!!! Vielen Dank für dein Sein und herzliche Grüße von Christina S 🙂

  10. Hey Christina,

    danke, dass du da warst, als die erste „Austragungs-Welle“ meinen Newsletter (und mein Nervenkostüm) erschüttert hat. An das Verkaufen darf ich mich noch gewöhnen, an die Austragungen auch. Dein Artikel hat mir nochmal mehr Mut gemacht, mich davon nicht so sehr beeindrucken zu lassen. DANKE!

    Und das Bäcker-Beispiel ist mega!!! Vermutlich sind wir auch ein wenig selbst „Schuld“, weil wir permanent so viel verschenken (also ich zumindest) und die Menschen einfach nicht gewöhnt sind, dass ich auch Brot und Semmeln habe und die nicht für immer umsonst zu kriegen sind.

    Ganz liebe Grüße
    Mellie

    • Liebe Mellie,

      Du weißt ja, dass ich immer gerne für Dich da bin. <3

      Und ja, Du gewöhnst Dich daran, schneller als Du denkst.
      Gewöhnen heißt ja nicht, dass es uns gar nichts mehr aus macht (eine totale Mir-Egal-Haltung wäre ja auch nicht optimal), sondern nur, dass der "Schmerz" gefühlt jedesmal etwas kürzer und leichter wird. 😉

      Alles Liebe
      Christina

  11. Liebe Christina,
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ich halte mich glaub noch etwas zu viel zurück mit dem aktiven verkaufen, werde das aber ab sofort ändern und meine Liste mal säubern.
    Mach weiter so!
    Liebe Grüße Andrea

    • Liebe Andrea,

      mmmmh… beim Wort „säubern“ habe ich sofort die Assoziation „Schmutz“. Und ich glaube, wir wollen keinen unserer Leser oder Nicht-mehr-Leser so sehen. Und natürlich weiß ich was Du meinst und will Dich gerne ermutigen, aktiver zu werden und ein paar Menschen gehen zu lassen, die gerade woanders stehen. 🙂

      Alles Liebe
      Christina

  12. Wie immer toll geschrieben, liebe Christina,

    Ja – ich gehöre zu denen. ich lese mal und mal nach Bedarf mit. Und … aus tiefster Überzeugung empfehle ich weiter. so hast Du bis dato 2 direkte Fans oder Mitstreiter durch mich erhalten. Ich genieße es, mir die Freiheit zu nehmen, immer mal wieder vorbeizuschnuppern. Finde die Texte genial geschrieben, die Aufgabenverteilung super (Challenges) und die Bildsprache genial. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein genüsslicher und wählerischer Mitleser und wenn ich darf, würde ich es gerne bleiben, Deine Aktivitäten stoßen bei mir auf große Wertschätzung. Ein herzliches dankesehr und weiter so. Ich bin übrigens schon seit den Anfängen dabei und habe großen Respekt vor dieser Leistung, diesem Wachstum. Jeder Tropfen Herzblut ist zu spüren.

    Alles Liebe,
    Wencke

    • Liebe Wencke,

      vielen, lieben Dank für dieses überaus wertschätzende Feedback. Ich freue mich sehr darüber, da geht mir wirklich das Herz auf. 🙂

      Und ich freue mich natürlich, wenn Du weiterhin Leserin meiner Artikel bleibst und auch vielen Dank für die Empfehlungen.

      Alles Liebe
      Christina

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