Mother and daughter holding hands and running on sunny beach

Mama sein und Geld verdienen – was ist das Schlimmste daran?

Egal auf welche Weise Du sichtbar und erfolgreich wirst, es sollte genau Deinem Lebensmodell entsprechen!

Heute spreche ich mal in meiner Rolle als Unternehmerin und Mama.

Ich bin mit ganzen Herzen Mama – und auch Unternehmerin. Und falls das bei Dir auch zutrifft, traue ich mich wetten….

Du hattest schon mal ein schlechtes Gewissen!

Ich habe jedenfalls fast täglich damit zu kämpfen – mal mehr, mal weniger. Jeden Tag, wenn ich meine Kinder am Nachmittag vom Kindergarten abhole, kommt kurz der Gedanke auf, wie viel mehr Zeit ich mit ihnen verbringen könnte, wenn ich sie Mittags schon abholen würde. Und dann eben nur halbtags meinen Job machen würde. Doch ganz ehrlich? Das wäre mir zu wenig Job.

Ich gebe zu, ich bin mehr der Papa-Typ. Morgens und abends die Kinder und dazwischen das Geld für die Familie verdienen. Klingt jetzt sehr nach Klischee, ich weiß, aber das wäre so genau mein Ding. Und mein Mann und ich arbeiten an der Verwirklichung!

Ich arbeite locker 40 Stunden die Woche, denn ich verteile meine Arbeitszeit auf tagsüber und abends. Und wenn es mal hoch her geht, dann arbeite ich auch mal am Wochenende.

Wir könnten jetzt darüber diskutieren, ob das zu viel ist, doch heute geht es mir um einen anderen Aspekt.

Wenn ich so viel Zeit in meinen Beruf investiere und vergleichsweise wenig Zeit in meine Kinder….

… bin ich dann eine schlechtere Mama als andere?

Ich glaube nicht. Wir, also mein Mann und ich, haben einfach ein anderes Lebensmodell.

Dass das nicht für jeden geeignet ist, ist klar. Und jeder in unserem Umfeld hat darüber eine andere Meinung.

Doch es gibt etwas, das ich wirklich schlimm finde!

Nicht meine Freunde oder mein berufliches Umfeld sind bei dieser Sache das Problem.

Sondern meist andere Mütter. Das ist das Schlimmste!

Boah, was können Mütter anderen Müttern gegenüber gemein sein. Gut für jene, die das nicht erleben!

Da wird geredet, gekuckt, gelästert und was weiß ich alles.

Warum bringe ich meine Kids von 8 bis 15 Uhr in den Kindergarten, hab dabei gemütliche Kleidung an und gehe anschließend wieder nach Hause??? Keiner fragt mich nach der Antwort, die wie folgt lauten würde: Weil ich mein Business von zu Hause aus leite. Und weil ich es so möchte. Punkt.

Mir ist ja inzwischen ziemlich egal, was sie reden, doch ich glaube es gibt zig kleine Punkte in unserem Alltag, wo wir immer wieder im Konflikt sind zwischen

Mamasein und Geldverdienen!

Die einen wollen gerne zu Hause sein und möglichst viel Zeit mit ihren Kindern verbringen. Und gut wäre vielleicht, nebenbei etwas Geld dazu zu verdienen.

Allerdings hören wir da plötzlich im Internet (auf facebook!) von so tollen Frauen, die Kids haben, das alles spielend managen und nebenbei locker 5000 Euro im Monat verdienen.

Da kann einem plötzlich die Lust vergehen, weil man es vielleicht grade auf ein paar hundert Euro schafft und sich ständig fragt:

Mache ich was falsch? Bin ich unfähig?

Die anderen wollen ihr Business voranbringen und sich beruflich richtig verwirklichen. Und super wäre es, dabei auch noch etwas Zeit für die Kinder zu haben.

Doch da lesen wir plötzlich von Lifestylebusiness, wie man das ganz locker alles in 10 Stunden pro Woche (vom Strand aus) schafft und dabei in 3 Monaten ein 5-stelliges Einkommen generiert.

Da kann einem dann auch die Lust vergehen, weil man schon seit 3 Wochen vor der Website sitzt, die man selbst nicht so einfach aus dem Ärmel geschüttelt bekommt und sich fragt:

Mache ich was falsch? Bin ich unfähig?

Sind wir unfähig und machen es falsch?

Ich glaube nicht. Unabhängig davon, ob uns von diversen „Vorbildern“ nun etwas vorgegaukelt wird oder nicht – das einzige, was letztlich zählt ist, wie wir unser Leben nach unseren Maßstäben leben können. Und hier dürfen wir, glaube ich, unsere eigenen Maßstäbe ganz oft erst einmal für uns selbst herausfinden.

Insbesondere, wenn es hierbei um Mutterschaft und Beruf geht, haben wir ganz tiefe Prägungen in uns, die uns schon oft genug zu schaffen machen. Die alten Rollenvorbilder, tief verankerte Muster, damit haben wir doch schon genug zu tun.

Wäre es da nicht sinnvoll, wenn wir uns wenigstens gegenseitig als Mütter und Unternehmerinnen, also Mompreneure wie Sandra Heim es nennt, unterstützen würden, anstatt uns gegenseitig dafür zu verurteilen, was wir so tun bzw. leben wollen?

Gemeinsam weniger einsam

Ich glaube, wenn viel mehr Mütter sich in ihrer individuellen Lebensart gegenseitig akzeptieren oder sogar unterstützen würden, dann wäre vieles leichter, wir könnten so viel mehr voneinander lernen und so viel mehr gemeinsam bewegen.

Es tut mir im Herzen weh, wenn ich sehe, dass wir konkurrieren, statt zu kooperieren.

Und genau das ist der Grund, warum Sandra Heim und ich ein Event ins Leben gerufen haben, das sich „Moms & Money“ nennt. Wir haben uns überlegt, dass wir Mompreneure zusammenbringen und dabei unterstützen wollen, ihr eigenes Business noch erfolgreicher und vorallem lebensstilgerechter aufzuziehen.

Sandra Heim und ich sind hier das perfekte Gegensatzpaar. Denn Sandra liebt ihren Rolle als Mama und möchte ihr Business in Teilzeit führen. Dann dauert eben alles ein bißchen länger. Was soll’s? Und ich bin die Business-Mama, die gerne mal Vollgas gibt und den Gedanken liebt, dass die Kids in solchen Zeiten auch beim Papa bestens aufgehoben sind.

Beide lieben wir unsere Kinder von Herzen. Beide sind wir ganz tolle Mamas. Beiden wollen wir finanziell unabhängig sein – mehr oder weniger – langsamer oder schneller. Jeder auf seine Art, in seinem eigenen Tempo.

Und jetzt Du!

Liebe Grüße
Christina
(und liebe Grüße von Sandra Heim von www.mamarevolution.de/)

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15 thoughts on “Mama sein und Geld verdienen – was ist das Schlimmste daran?

  1. Liebe Christina, ich habe es ja schon in unserem Interview gespürt und wir haben darüber gesprochen das es soooo wichtig ist ZUSAMMEN zu stehen.

    Dein Artikel spricht mir aus dem Herzen und ich hoffe das wir uns bald persönlich kennen lernen können!

    Euer event wird sicher klasse.

    Herzliche grüße deine Nicole

  2. Claudia

    Hallo Christina, mir war nicht bewusst, dass die Mamas sich tatsächlich untereinander – ich nenne es mal bekriegen😉 ich finde die Idee mit dem Event spitzenmässig, werde aber nicht daran teilnehmen, da ich zur dritten Kategorie Frau gehöre – die Berufstätige ohne Kinder, da ernte ich auch nicht immer nette Blicke und Kommentare von Mamis, weil ich ja sowieso keine Ahnung vom Leben habe 😄 ich werde aber für dein Event in Facebook gerne Werbung machen, weil ihr damit aus meiner Sicht auf dem richtigen Weg seid ! Liebe Grüße Claudia

    • Vielen Dank liebe Claudia,

      naja, glücklicherweise sind nicht alle Mamas so und zu unserem Event werden hoffentlich ganz viele kommen, die bereits anders denken. 🙂

      Vielen Dank für Dein Feedback und danke schon mal, wenn Du es teilst. Das freut mich sehr.

      Liebe Grüße
      Christina

    • Liebe Claudia, vielen Dank für Dein Feedback zum Event und dass Du Werbung machen möchtest. Du könntest auch gerne „vorbeugend“ teilnehmen, solltest Du irgendwann in den nächsten Jahren ein Kind bekommen wollen 🙂
      Alles Liebe, Sandra

  3. Katrin

    Liebe Christina
    Dein Artikel gefällt mir sehr gut. Oh ja, gerade Mütter sind so oft am sich gegenseitig be(ver-)urteilen. Möglicherweise, weil jede versucht, „alles richtig“ zu machen – und sieht dann durch jede, die es anders macht, ihr Modell in Frage gestellt. Oft ist sicherlich auch noch eine Portion Neid drin – so wie zugegebenermassen bei mir (nicht viel, aber ein klein bissel 😉 ), wenn ich mir beim Lesen so denke „ja, und dann gibt es da noch die Mütter, die alleinerziehend sind, keine Tagesschule – noch nicht mal Blockzeiten oder einen Mittagstisch! – zur Entlastung haben und gleichzeitig mit Vollgas daran arbeiten, zwecks der schlicht notwendigen finanziellen Unabhängigkeit ihr Business voranzubringen….“
    Doch! Ich hab das genau so gewollt! Aber man steht schon oft ziemlich alleine da und wird (vor allem in einem kleinen Dorf mit so vielen Mutter-Vater-2 Kinder-Familien) schräg angeschaut, wenn man nicht dauernd für die Schule Taxidienste übernehmen kann und nicht an jedem Eltern-Blabla mindestens einen Kuchen anschleppt…. (Hier wird in der Schule wie auch in jedem Verein, in dem die Kids sind, Wert auf elterliche Aktivität gelegt…………)
    Ich wünsche mir auch mehr Zusammenhalt und finde Euer Treffen toll. Nur leider ist es für mich viel zu weit weg.
    So – und jetzt ist fertig gejammert (darf man ja auch mal, ne? 😉 ). Ich geh jetzt arbeiten 🙂
    Ich find’s super, dass Ihr so viel auf die Beine stellt und wünsch Euch viel Spass und Erfolg – wohlwissend, dass Ihr das eh habt 🙂
    Liebe Grüsse 🙂

    • Hallo Katrin,

      danke für Dein Feedback. Ich lebe ja auch auf dem Dorf und weiß genau, was Du meinst. Aus dem „ständig irgendwo Kuchen hinbringen“ halte ich mich bewusst raus. Ich nehme in Kauf, dass ich dadurch nicht die beliebteste Mama im Kindergarten bin. Eigentlich schon krass oder? Was für ein Unsinn!

      Und mal sehen, was aus diesem Event noch alles entsteht, vielleicht strecken wir ja die Arme dann irgendwann auch bis in die Schweiz aus. 🙂

      Liebe Grüße
      Christina

    • Liebe Katrin, lass Dich nicht unterkriegen. Es gibt viele Mamas, die ähnlich fühlen. Mindestens in jedem Dorf eine 🙂 Eines Tages wirst Du auf die Zeit jetzt zurück schauen und wahnsinnig stolz auf Dich sein. Liebe Grüße, Sandra

  4. Manchmal glaube ich wirklich, dass Ost und West noch Jahrzehnte trennen… Ich fuehle mich selbst genauso wenig als mompreneur wie sich Vaeter als dadpreneur fuehlen.. Kinder haben ja manchmal nicht nur Muetter (auch wenn es in unserer Familie zwei Muetter gibt)… Dass es Eltern schwer haben, weil wir als Gesellschaft nicht das Dorf sind, das es braucht, um Kinder gross zu ziehen – ja! Aber dieser ewige Fokus auf Muetter (auch zum Nachteil von Vaetern) ist mir unbegreiflich. Kinder haben Eltern. Lasst uns doch dort anfangen.
    Es gibt uebrigens ein super Netzwerk fuer arbeitende Eltern: Nie:solo Anders arbeiten mit Familie.
    Ich kann die sehr gute Absicht hinter diesem Artikel sehen, fuehle mich aber wie aus der Vergangenheit angesprochen…

    • Hallo Jesta,

      danke für Dein Feedback. Ja, ich verstehe Dich. Und mir kommt genau das eben auch oft so superaltmodisch vor. Doch zu leugnen, dass es sich hier in meinem Leben einfach genau so anfühlt, ist für mich auch nicht die Lösung.

      Ich finde es toll, wenn Eltern gestärkt werden, keine Frage. Wir wollen auch nicht die Mütter als die armen Opfer hinstellen, das sehe ich ganz und gar nicht so. Und ein Nachteil für Väter soll daraus schon gar nicht entstehen.
      Ich und mein Mann, wir sehen uns als Eltern. Mein Mann hat den Wunsch, mehr zu Hause sein zu können und empfindet dies nicht als Nachteil – ganz im Gegenteil, er freut sich drauf. Doch ich bin diejenige, die da mal dieses total überflüssige schlechte Gewissen ablegen durfte, weil ich jetzt mehr arbeite.

      Ich sehe einfach immer noch wirklich viele Mütter, die sich einfach nicht trauen, aus den alten Mustern und Rollenbildern rauszukommen, obwohl sie damit nicht nur sich, sondern eben sogar den Vätern und auch den Kindern einen großen Gefallen tun könnten. Mit glücklichen Eltern haben Kinder es einfach viel leichter. Doch was ich so sehe, sind wir davon noch ziemlich weit entfernt. Das ist meine Gegenwart. 🙂

      Und ich hoffe, dass wir mit unserem Event einfach etwas dafür tun können, dass die Zukunft diesbezüglich für alle etwas fröhlicher wird.

      Liebe Grüße
      Christina

      • Liebe Christina,
        Ich verstehe Dich auch sehr gut.
        Ich erlebe in meinen Coachings einfach zu viele Muetter und auch Vaeter, die es anders leben moechten, die ihre Kinder 50/50 grossziehen (was fuer ein bloedes Wort…) wollen und einfach kein Model, kein Vorbild und wenig Ermutigung von aussen finden. Stattdessen nur „Horrormeldungen“ wie schlimm und unmoeglich es ist… Das ermutigt nicht nicht nur als Mutter, sondern vor allem auch als Elternteam eigene Wege zu finden… Ich coache eltern und Elternpaare, die gern arbeiten und gern Eltern sind. Und ja, eines der Hauptprobleme sind immerwieder Glaubenssaetze, die wir noch mit uns herumschleppen, deren Verfallsdatum fuer uns doch laengst abgelaufen ist. Und ja, ignorieren ist keine Loesung, da gebe ich dir vollkommen recht.
        Ich glaube, ich habe da zuviel Pippi Langstrumpf in mir, die sich die Welt macht, wie es ihr gefaellt (fake it till you make it) und konzentriere mich auf wie es sein sollte…
        Ich habe uebrigens echte Schwierigkeiten fuer meinen Blog Eltern zu finden, die sich nicht nur 50/50 vornehmen, sondern auch ziemlich gut schaffen(mit allen Scheierigkeiten). Ich moechte mit den Interviews und Geschichten Mut machen, sich als Familie, das eigene System zurecht zu mcgyvern… Wenn hier jemand ist, die/der ueber 50/50 Versuche und Bemuehungen, was zu erzaehlen hat – einfach melden, ich freu mich.
        Und dir, Christina, danke, dass du das Thema ins Rollen gebracht hast. Es ist ein grosses…

  5. Ja, liebe Christina, ich wundere mich auch immer, warum sich die Mütter untereinander kritisieren, runtermachen und schief anschauen. Ich verstehe nicht, warum nicht jede Mutter selbst entscheiden darf, welcher Weg für sie der richtige ist. Du und Sandra, ihr spiegelt es ja so schön wieder – egal, wie die Entscheidung ausfällt, ob Teilzeit oder Vollzeit, das macht doch aus einer guten Mutter keine schlechte! Wichtig ist doch, dass es einer Mutter gut geht.
    Mein Mann sagt immer so liebevoll: happy wife, happy life! Und er hat so recht – wenn es uns Mamis gut geht, dann können wir auch gut für die anderen da sein.
    Und bei all dem Stress, den wir Mamis von außen bekommen, vergessen wir leider auch zu oft, uns selbst auf die Schultern zu klopfen und stolz auf das zu sein, was wir leisten! Wenn ich sehe, welchen Wert du und Sandra liefert, hoffe ich, dass auch ihr euch manchmal auf eure Schultern klopft 😉
    Ich würde so wahnsinnig gerne zu diesem Event kommen und euch endlich einmal live treffen! Aber leider hat mein Großer seinen 5. Geburtstag und den möchte ich natürlich mit ihm feiern 🙂 Aber ich hoffe jetzt einfach mal, bzw. bitte einfach jetzt um eine Wiederholung, hihi.
    Alles Liebe,
    Katja

    • Liebe Katja, das wäre superschön gewesen, Dich in echt zu treffen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich wünsche Euch eine ganz wundervolle Feier. 5 ist so ein schönes Alter! Alles Liebe, Sandra

  6. Tja, liebe Christina…

    ich hätte echt gerne an dem Event teilgenommen. Wirklich von Herzen gerne und neue Verbindungen geknüpft und tolle Leute kennengelernt.

    Leider fällt der Termin exakt in MEINE Business-Zeit: die Zeit der Buchmesse FFM, um mein Buch und den (Buch-Marketing-)Kurs weiter zu pushen. 🙁

    Solltet ihr noch ein zweites Event planen, bitte ich auf JEDEN Fall um Benachrichtigung, gell!? Da wäre ich gerne dabei.

    Übrigens hab ich mich in dem Artikel so manches Mal wiedergefunden.
    Vor allem in der Bekundung, dass ich gerne viel in und an meinem eigenen Business arbeite und dadurch oft nur Kopfschütteln von Mamas ernte, die das nicht begreifen können. Oder wollen.
    Ich zucke dann mit den Schultern und denke mir: Ein jeder nach seiner Facon!

    Liebe Grüße
    Yvonne

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