erstaunte studentin mit laptop

Expertensprechstunde: Erstelle ein Angebot, dass dir deine Kunden aus den Händen reißen!

– Was ist der größte Fehler, den Coaches und Trainer mit ihrem Angebot machen und wie kannst DU ihn vermeiden?
– Was ist der richtige Preis für mein Angebot?
– Wie schaffe ich es, ein Angebot zu erstellen, das Kunden mir tatsächlich aus den Händen reißen?

Kathrin Luty in unserer Expertensprechstunde

In der heutigen Expertensprechstunde beantwortet Kathrin Luty Fragen zum Thema „Wie du ein Angebot erstellst, das dir deine Kunden aus den Händen reißen“ – denn dein Angebot ist die Basis, auf der dein Coaching Business gedeiht…oder vor sich hin vegetiert.

kathrinLutyKathrin Luty ist die Marketing Super Heldin bei Frauenbusiness und hilft ihren Kunden
(zu 90% Coaches, Trainer u.ä.), auf sozialen Medien Kunden zu gewinnen

Diese Expertensprechstunde findet jeden Freitag in der Facebookgruppe „Werde sichtbar als Coach“ statt, jede Woche mit einem anderen Experten. Und damit dieses wertvolle Wissen nicht einfach wieder in den Untiefen Facebooks verschwindet, habe ich beschlossen, eine Zusammenfassung davon als Gastartikel hier einzustellen. Die Fragen sind natürlich anonymisiert zusammengefasst.

Viel Spaß und viele neue Erkenntnisse wünscht Euch

Christina

Was macht ein Angebot interessant?

Beatrice:

Was macht das Angebot zum interessanten Angebot? Und was macht es zum Gegenteil?

kathrinLutyKathrin Luty:

Der erste Schritt zu einem „interessanten“ Angebot ist, dass es ein Problem lösen muss, dass deine potentiellen Kunden nachts wachhält. Daher „interessant“ in Gänsefüßchen. Es muss wirklich die Schmerzpunkte deiner potentiellen Kunden aufdecken und ganz klar zeigen, dass du die Lösung hast oder bist.

Beatrice:

Ich finde das immer schwierig ein Problem zu deklarieren. Ich male Bilder malen die guttun und auf der Seelenebene berühren. – jedoch, die eigene Mitte zu finden, sich zu motivieren, in die Ruhe kommen usw. sind ja auch Lösungsansätze?

kathrinLutyKathrin Luty :

Nur, wenn diese Probleme im Leben deines Kunden solche enormen Auswirkungen haben, dass es sie nicht schlafen lässt.

Beatrice:

Vielleicht muss ich anders fragen: Wie findet man denn die richtigen schlaflosmachenden Probleme der Kunden, die zu meinem Produkt passen?

kathrinLutyKathrin Luty :

Am einfachsten, wenn du mit potentiellen und bestehenden Kunden sprichst. Frag sie einfach.

Ein Event richtig bewerben

Daniela:

Hallo Kathrin, dass kommt ja wie gerufen. ich arbeite gerade an meinem Flaggschiff Programm, wie du es nennst. Es heißt Flow-Wochenende.

Könntest du vielleicht mal drüber schauen und mir aus deiner Sicht sagen, was unbedingt anders gemacht oder verbessert werden muss? ich glaube, es kommt schon viel Leidenschaft rüber.

Aber wie schaffe ich es, dass die Frauen mir meinen Workshop quasi aus den Händen reißen? Dass es viele toll finden und begeistert sind, reicht nicht. die Leute sollen es ja auch bitteschön so geil finden, dass sie es sofort buchen.

kathrinLutyKathrin Luty:

Hi, also Events aller Art sind als erstes leider immer schwierig. Leute vom Sofa herunterholen ist heutzutage nicht mehr so ganz einfach. Ich finde was dort steht schon mal recht ansprechend. ABER wichtig ist: was ist der NUTZEN für mich? Was habe ich davon? Und zwar spezifisch. Was mir auch auffällt, ist das du viele „Metaphern“ mischst. Da ist „Flow“, dann kommt „Zeitreise“, „Schatzsuche“, „Kraft tanken“. Ich würde versuchen, eine dieser Metaphern zu nehmen und daraus die ganze Geschichte zu spinnen.

Das mit der Schatzsuche passt im Ritterschloss doch wunderbar. Darauf kann man aufbauen, aber eben nicht alles durcheinandergemischt. Du solltest davon ausgehen, dass ca. die Hälfte der Gesamtteilnehmer kurz vor dem Wochenende erst buchen. Das heißt, wenn du bis zur Woche vorher Tickets verkaufst, kannst du davon ausgehen, dass in der letzten Woche noch mal ca.  weggehen.

kathrinLutyKathrin Luty:

Schließlich hängt bei Events alles davon ab, wie gut dich die Leute schon kennen – sprich von der Größe und der Engagiertheit deiner Liste. D.h. du solltest IMMER daran arbeiten, deine Liste zu erweitern, damit du immer genügend Teilnehmer für deine Events hast.

Daniela:

Dass die Masse so kurzfristig bucht ist ja krass. danke für die Info. An den Metaphern feile ich nochmal!

kathrinLutyKathrin Luty:

Ja, das schockt uns auch immer wieder. Ist für den Veranstalter einfach schwierig.

Wie spreche ich meine Kunden richtig an?

Kerstin:

Ich kann mich dem nur anschließen – ich finde auch alles interessant. Aber mich würde am meisten interessieren: Wie spricht man überhaupt seine Kunden auf sozialen Medien an? Wie tritt man an sie heran – d.h. wenn man nur eine eigene Facebookseite hat, hilft das wahrscheinlich wenig. M.a.W.: Wie mache ich auf mein Angebot aufmerksam – und das möglichst auf charmante und interessante Weise für die Zielgruppe?

kathrinLutyKathrin Luty:

Hallo Kerstin – das ist leider ein ganz anderes Thema…heute geht es um das Angebot selbst, nicht um das vermarkten. Sorry

Kerstin:

Dann muss ich es refomulieren: Wie erstelle ich ein Angebot, dass die Kunden in den sozialen Medien unwiderstehlich (emp-)finden? Welches Angebot eignet sich für soziale Medien?

kathrinLutyKathrin Luty:

Jedes Angebot, dass attraktiv ist für deine Kunden ist, eignet sich für jedes Medium.

Kerstin:

Welchen Fehler mache ich denn dann bei meinem Angebot? Das würde mich wirklich interessieren. Denn die Kunden sprechen mich weniger direkt an als vielmehr über andere Vertriebskanäle. Ich habe auch ein attraktives Angebot (=Begleitung der Abschlussarbeit), dass auch wirklich eine Lösung auf ein drängendes Problem bereithält (Abschlussarbeit fertigschreiben)

Dann kann es doch nur am Medium liegen, oder? Zufrieden sind meine Kunden dann auch und ich habe zahlreiche Referenzen, aber mich erreichen wenige…

kathrinLutyKathrin Luty:

Da habe ich gerade mehr Fragen als Antworten – was für eine Abschlussarbeit, wie alt sind deine potentiellen Kunden (ich gehe davon aus um die 0?) und wie ist das Angebot formuliert. Am Medium liegt es GARANTIERT nicht.

Kerstin:

Vielen Dank erst einmal, dass du dich meiner annimmst. Abschlussarbeiten jeglicher Art – aber akademische (d.h. von der Bachelorarbeit bis zur Doktorarbeit). Ich helfe den Studierenden, weil sie meist ohne Betreuung + Hilfe die Arbeit nicht abschließen können + Zeitdruck. Meine Zielgruppe ist also so zwischen 3-3 (Doktorand kann man ja lange sein – insbesondere in Deutschland)…

kathrinLutyKathrin Luty:

Also die findest du hier garantiert. Ich würde da mal Facebook Werbung machen, die kannst du sehr genau auf solche Leute einstellen…das könnte SEHR gut funktionieren.

Welche Medien kann/soll ich nutzen?

Ivanka:

Spielt die Wahl der Medien eine Rolle? Also wenn ich z.B. ein Buch über das Backen kreiert habe, sollte ich es mit einem Werbevideo oder doch lieber leckeren Bildern anpreisen? Oder ist das abhängig von meiner Persönlichkeit?

kathrinLutyKathrin Luty:

Spielt die Wahl der Medien eine Rolle – JA! Und JA – es ist abhängig von deiner Persönlichkeit. Denn du solltest das Medium wählen, das DU liebst und in dem du dich wohlfühlst. Es hat keinen Zweck ein Video zu machen, wenn du dich darauf offensichtlich nicht wohl fühlst. Das ist dann eher abschreckend.

Katja:

Hallo Kathrin, toll, dass du heute hier dein Wissen so individuell teilst! Meine Angebots-Herzensbabys sind „Coaching in Andalusien“ und „Coaching in der Natur“.

kathrinLutyKathrin Luty:

Katja, du sitzt quasi auf einer Goldmine, denn dies ist der neuste Trend aus den USA: https://www.washingtonpost.com/…/forest-bathing-is…/

Du hast für mich erst mal zu viele Angebote. Einzel-, Paar-, Team-, Führungskräfte…das sieht nach aussen immer nach Bauchladen aus. Versuche dich zunächst auf dein BESTES Angebot zu fokussieren.

Katja:

Goldmine? Wunderbar, dass du es auch so siehst! Meine spezielle wartet nur noch darauf, entdeckt zu werden. Das Waldbaden kommt übrigens ursprünglich aus Japan und ist dort eine anerkannte Therapieform.

Die Preisgestaltung

Andrin:

Werde in Kürze einen Mitgliederbereich (Schach lernen) erstellen im Abo-Modell. Meine Frage: Welchen Preis verlange ich über welche Zeitperiode und soll ich den ganzen Inhalt sofort freischalten oder scheibchenweise?

kathrinLutyKathrin Luty:

GENIAL. I love it!!! Was für eine COOLE Nische! Wir sollten reden…haha. Super finde ich die Nische, weil es in Deutschland immer noch viel zu wenig LEIDENSCHAFTS-Nischen gibt. Die Frage nach dem Preis ist schwierig, ohne zu wissen, was sie alles bekommen und wie exklusiv das Ganze ist. Von €3 im Monat bis €00 im Monat ist alles drin…und auch mehr.

Aber wie gesagt, dass kommt drauf an, wer genau die Zielgruppe ist und was drin ist. Scheibchenweise freischalten ist aller Erfahrung nach besser für die Teilnehmer, weil sie sonst schnell mit dem vielen Inhalt überfordert sind.

Wie wichtig ist mein Angebot für mein Business?

Maike:

Ich bin gerade an der Frage hängengeblieben, wie wichtig mein Angebot für mein Business ist. Kannst du das näher erläutern? Ich bin nur nebenberuflich selbstständig und von daher hat mein Angebot, keine in dem Sinne finanzielle Wichtigkeit. Weiß aber nicht ob es bei der Frage allein ums Geld geht. Danke für deine Zeit.

kathrinLutyKathrin Luty:

Hi, nein, keinesfalls NUR wegen des Geldes. Bei mir geht es eh nie wirklich um Geld. Es geht immer darum, neue Kunden zu gewinnen. Denn ohne Kunden – kein Business. Egal welche Rolle das Geld in deinem Leben und in deinem Business spielt. Aber ohne Kun…Mehr anzeigen

Stephanie:

Tolles Angebot Daniela – mein Wohlfühltag im (Monat) für Mütter und andere Heldinnen ist da eine reduzierte Version. Aus den Händen gerissen wird es mir allerdings noch nicht und die super kurzfristigen Buchungen habe ich noch nicht erlebt.

Außerdem habe ich ein Training für Gelassenheit – wäre lieb, wenn Du mal schaust, ob das Angebot Dich als Mutter und Heldin anspricht.

kathrinLutyKathrin Luty:

Darf ich ehrlich sein? Ok. Also für mich wäre es nichts. Aber ich bin wahrscheinlich auch nicht deine Zielgruppe.

Also – die Seite sieht schön aus. Aber die Fragen, die sich deine Besucher stellen, sind – warum soll ich ihr vertrauen, dass sie mir zeigen kann, wie das mit der Lebensfreude geht.

kathrinLutyKathrin Luty:

Also ich bin jetzt mal frech – und sag: wenn ich als Marketerin so eine Seite sehe, dann denke ich mir: die stellt sich das wirklich einfach vor! Das ist unsere Event Seite http://traumbusiness.biz/

Stephanie:

Frech ist gut! Was fehlt noch?

kathrinLutyKathrin Luty:

Naja, vergleich es mal mit unserer Seite. Und damit schaffen wir es, im JAHR 80 Tickets zu verkaufen. Event Marketing ist die Königsdisziplin und ich glaube das wichtigste bei Events ist deine Bekanntheit und deine Glaubwürdigkeit.

Leidenschaftsnischen

Beatrice:

Du hast von LEIDENSCHAFTS-Nischen gesprochen (Schach) – worum geht es da?

Da sind die Kunden kaum schlaflos weil sie es nicht können… da redet man ja nicht von Problemen die gelöst werden sollen.

kathrinLutyKathrin Luty:

Das sind eher so die Hobby-Nischen. Von Angeln, bis Kartoffelgewehr basteln, bis Kräutergarten anlegen. Und nein – in diesen Nischen geht es nicht um schlaflose Nächte, das ist wahr. Aber wir sind hier ja in einer Coaching Gruppe.

Maike:

Heißt mein Angebot sollte beim Kunden die Leidenschaft entfachen? Für die nicht-Coaches hier in dieser Gruppe.

kathrinLutyKathrin Luty:

Sollte zuerst bei DIR die Leidenschaft entfachen. Du sollst DEINE Leidenschaft zum Beruf machen

Und Maike – was ist deine Leidenschaft?

Maike:

Ich liebe es kreativ zu sein, zu malen, zu designen zu schreiben. Ich bin aber noch nicht den Schritt in den Verkauf gegangen, zumindest nicht richtig. Ich halte nur immer mal den Fuß nach vorne…

kathrinLutyKathrin Luty:

SUPER Videos! Siehst du und ich würde jetzt sagen – schön, verkauf deine Taschen. Aber verkauf vor allem den Online Kurs, wie Frau so eine Tasche selber machen kann oder wie Frau selber schöne Bilder malen kann. Denn DA liegt im Moment die Chance.

Vielen Dank für eure spannenden Fragen, es hat mir wirklich Spaß gemacht!

 

Portrait of a beautiful young English teacher ready to write on a board and teach her class

Expertensprechstunde „Mit dem eigenen Kurs auf Erfolgskurs“

– Wie erstelle ich die Struktur für einen Kurs?
– Ich habe so viele Ideen, wie bekomme ich die alle unter einen Hut?
– Wieviel passt in einen Workshop?

Stephanie Mertens in unserer Expertensprechstunde

StephanieMertensStephanie Mertens (http://www.dozentin-mertens.de/) motiviert und unterstützt seit mehr als zehn Jahren Solo-Selbständige auf dem Weg zu Ihrem eigenen Kurs.

In unserer Expertensprechstunde am 13.05.2016 hat Stephanie Fragen rund um das Thema „Mit dem eigenen Kurs auf Erfolgskurs“ – Inhalt und Konzeptionierung von Kursen. beantwortet.

Diese Expertensprechstunde findet jeden Freitag in der Facebookgruppe „Werde sichtbar als Coach“ statt, jede Woche mit einem anderen Experten. Und damit dieses wertvolle Wissen nicht einfach wieder in den Untiefen Facebooks verschwindet, habe ich beschlossen, eine Zusammenfassung davon als Gastartikel hier einzustellen. Die Fragen sind natürlich anonymisiert zusammengefasst.

Viel Spaß und viele neue Erkenntnisse wünscht Euch

Christina

Kurzer Exkurs: Online-Kurs

Janina:

Wenn es um Online Kurse geht, welche ist die sinnvollste Technik dafür?

StephanieMertensStephanie Mertens

Bei Onlinekursen bietet sich zunächst die Frage an, wie viel in Eigenregie übernommen werden soll. Man kann alles selbst machen, was aber einiges an Know-How und Zeit erfordert. Üblicherweise setzt man dazu auf einer WordPress-Seite an, bindet für die Zahlungen Digistore ein und für den Mitgliederbereich Digimember.

Unterstützung für das eigene Aufsetzen eines Onlinekurses auf diesem Weg bietet Simone Weissenbach, deren Online-Technikkurs demnächst wieder startet.

Es können aber auch fertige Plattformen sinnvoll sein, bei denen man seinen Onlinekurs anbietet. Das kostet meist eine monatliche Gebühr, die abhängig ist von der Anzahl der Kurse z.B. Provisionen fallen auch an. Auch da wird sicher am Anfang einige Einarbeitungszeit sein, doch man hat den Support und die Vorgaben was wann gemacht werden muss.

Plattformen, die eine Menge zu bieten haben, sind zum Beispiel e-shepherd von Anton Korduan, Spreadmind, teachable und mit einem eignen Preismodell auch udemy. Natürlich gibt es noch mehr. Dies nur für den Anfang.

Wie biete ich meinen Kurs richtig an?

Daniela:

Ich bin gerade mit einer Kollegin in der Planung für ein Auszeit-Wochenende. Es soll dabei um die Kombination Auszeit und Coaching an einem außergewöhnlichen Ort, auf einem alten Rittergut, gehen. Preislich liegt der Workshop bei 489,- (all inkl.) für 3 Tage.

Ich bin gerade in der Zwickmühle, einerseits möglichst viel für das Geld anbieten zu wollen, gleichzeitig soll es ja gerade nicht so vollgepfropft wirken, weil es ja neben dem Coaching auch um Durchatmen, Entspannung und Ruhe geht.

Wie vermittle ich am besten die hohe Wertigkeit des Workshops, ohne zu wenig oder zu viel anzubieten, sodass der Wert für den Teilnehmer spürbar ist? Bisher habe ich viel mit Bildern gearbeitet, sodass die Leute das Gefühl haben, da will ich hin.

 

StephanieMertensStephanie Mertens:

Was ist denn an inhaltlichen Stunden für den Workshop selbst geplant?

Um die Frage vorab zu beantworten, sollte das Ziel des Wochenendes sowohl als auch kommunizieren. Es geht also darum Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Ist die Aufteilung des Workshops zum Beispiel so, dass in Partien gearbeitet wird? Also eine Einheit Körper, eine Einheit Geist, eine Einheit Seele? Das könnte man dann einzeln aufzeigen, damit sichtbar wird was genau für was geboten wird.

Wenn der Workshop dann noch verbindende Elemente hat, sollte das in den Partien erarbeitete zusammenfließen. Ich denke für ein solches Konzept ist es sinnvoll, wenn die Interessenten sich ein genaueres Bild machen können, was sie am Ende davon haben.

StephanieMertensStephanie Mertens:

Was mir an dem Angebot noch nicht ganz klar ist: Wer genau soll kommen? Vielleicht kriegst du es ja hin Dich auf ein Ziel für eine Problemlösung festzulegen. Dann stellt sich die Frage auch nicht mehr so sehr welcher Inhalt.

Also: 1. Wer etwas Neues im Zusammenhang mit der Natur etwas Neues erkunden möchte, und dazu bislang in seinem stressigen Alltag nicht so viel Zeit hatte, für den kann man das gemeinsame Kochen, das Brotbacken, die Kräuterwanderung, das Herstellen von Kräutersalzen und Ölen anbieten.

2. Wer Entschleunigung sucht, der ist gut bei der Gartenarbeit, dem Versorgen der Tiefer und dem Verwöhnt werden aufgehoben. Ggf. bieten sich also kleine Pakete an, die neben dem Coaching, der Gruppenarbeit gebucht werden können. Daher wirst Du vermutlich auch Unterstützung brauchen, also nicht alleine das Wochenenden bestreiten.

3. Das Coaching, die Gruppenarbeit können ein zentraler Anker sein. Aber vielleicht möchten manche ja wirklich auf die Erfahrungen und ihre Wirkung setzen, weil die schon per Se therapeutisch wirken?

->Du könntest also aussuchen lassen, ob an dem Wochenende ein Coaching, Gruppenarbeit enthalten sein soll, und dafür einen höheren Preis ansetzen. Das Basispaket könnte die Erfahrung sein, wahlweise mit den Sinneseindrücken über Kochen und Natur, oder das Entschleunigen und das Verwöhnt werden.

Ich glaube auch, dass alles zusammen für ein Wochenende zu viel ist, zumal es dann wieder den Mustern entspricht, die uns das Leben im Alltag oft so schwermachen: Viel zu viel in viel zu wenig Zeit. Da willst Du ja gegenhalten.

Daniela:

Ja, ich habe schon versucht, deutlich zu machen, dass die Elemente, die ich anbiete, nicht alle abgearbeitet werden müssen. zentraler Punkt ist das die Gruppenarbeit und alles andere läuft nebenher.

Aber ich habe auch etwas Angst, dass der Text dann endlos wird, wenn ich alles zu genau erkläre.

Die Workshop-Beschreibung übersichtlich halten

StephanieMertensStephanie Mertens

Zitat von Dir, Daniela „habe auch etwas Angst,, dass der Text dann endlos wird, wenn ich alles zu genau erkläre.

Wichtig ist, dass Du den Kern herausarbeitest. Und der könnte darauf liegen auszusteigen und mal was ganz anderes zu machen, das Frauen in ihren Bedürfnissen entgegenkommt. Die Gruppe im Zentrum, der Rest drum herum in Unterpunkten.

Da könntest Du mit wenig Text auskommen und es übersichtlich halten, weil die Kernbotschaft Dir erlaubt Dich auf wenige Aufzählungen und Stichworte zu beschränken. Du weißt schon: Sprich den Schmerz an, zeig die Lösung auf.

Preisgestaltung

Stephanie:

Die Beispielfragen find ich auch interessant und weiter geht’s mit:

– Preisgestaltung?

– und nach dem Kurs? Wie holt man sich das Feedback?

 

StephanieMertensStephanie Mertens

Preisgestaltung – Was soll es für ein Kurs sein? Preise hängen oft mit Zeitaufwand und Gewinnwunsch zusammen. Wenn Du einen Workshop im Präsenzbereich anbietest, dann willst Du einerseits einen attraktiven Preis anbieten, zu dem die Kunden auch buchen würden.

Hier kommst du auf Dein Geld über die Menge der Teilnehmer. Niedrigpreisigere Angebote haben meist eine bestimmte Teilnehmerzahl. Als Basis kannst Du Deinen Stundenlohn nehmen, die Zeit des Workshops plus Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit ansetzen.

Wobei Du beim ersten Mal nicht alle Stunden in der Vorbereitung 1:1 umsetzen kannst, sondern überlegen musst, wie oft Du den Kurs geben musst, bis die ersten Anfangsinvestitionen an Zeit und Material ggf. wieder drin sind.

Also rechnest Du zur Preisfindung die Zeit, die Du für Wiederholungstermine brauchst.

Dann schlägst Du auf. Was Du prozentual auf die einzelnen Termine an zusätzlichen Aufwendungen verteilt haben willst. Manche machen das nach Gefühl, andere rechnen sich das genau und betriebswirtschaftlich sinnvoll aus.

Bei einem Onlinekurs hast Du andere Investitionen, die neben Deinem Zeitaufwand bedacht werden müssen. Für die Technik, für Weiterbildung, für laufende Kosten, um die Technik zu unterhalten. Deine Betreuungszeit musst Du überlegen und berechnen. Du musst recherchieren welche Preise am Markt von den Kunden am eheste angenommen werden.

Du musst schauen, wie Du Deine Kosten so verteilen kannst, das Du recht bald auf die Gewinnseite kommst. Natürlich spielen auch Deine eigenen Umsatzziele eine Rolle.

Feedback nach dem Kurs

StephanieMertensStephanie Mertens:

Nach dem Kurs – Feedback – Du kannst Feedback-Formulare vorbereiten, die die Teilnehmer zum Ende des Kurses ausfüllen sollen, egal ob Präsenz oder Online. Hier kannst Du auf Deine Folgeangebote hinweisen und das Interesse abfragen.

Du kannst dir qualitatives Feedback geben lassen, indem Du Punkte zum Ankreuzen vorgibst, die Du abfragen möchtest, also was Dich interessiert, wie die Teilnehmer das sehen, und Du kannst dazu ein Freifeld lassen, wo die Teilnehmer notieren können, wie es Ihnen gefallen hat.

Hier kannst Du auch noch steuern, indem Du fragst, ob die Teilnehmer für sich das Kursziel als erreicht ansehen. Du kannst um Empfehlungen bitten, Du kannst Prozente oder Geschenke für Empfehlungen ausloben (was den Vorteil hat, dass Du es an Folgebuchungen knüpfen kannst).

Online kannst Du Umfragen verschicken, Du kannst um Testimonials bitten – hier würde ich empfehlen schon Leitfragen vorzubereiten. Du kannst Follow up mails verschicken, die den Transfer überprüfen. Du kannst Folgeangebote machen.

Spaß und Kennenlernen – Teilnehmeraktivierung

Claudia:

Wie kann ich dafür sorgen, dass 1. der Spaß nicht zu kurz kommt, 2. sich die Teilnehmer untereinander kennenlernen und 3. die Kursinhalte auch danach noch in Kopf und Herz bleiben.

Und insgesamt welches Verhältnis von jenen Anteilen zur Inhaltsvermittlung ist sinnvoll? (was sicher auf das Thema an sich ankommt und wie ‚tief‘ es geht)

StephanieMertensStephanie Mertens:

Claudia Deine Fragen gehen in die Richtung Teilnehmeraktivierung. Das heißt, Du baust Spiele, Methoden wie Quizze, Rollenspiele, Interviews, Gruppenaufgaben, Rätsel usw. ein, die das Eis brechen helfen für den Start, die Teilnehmer miteinander bekannt werden lassen, und auf die Kursinhalte einstimmen sollen.

Das heißt, dass die ausgewählten Methoden zu dem Kursthema an sich passen sollten, also bereits die Kompetenzen ansprechen, die zur Aktivierung für die Kursinhalte sinnvoll sind. Wenn der Kurs z.B. mit dem Schwerpunkt Kommunikation angesetzt ist, ob es nun Verkaufstrainings sind, Techniken für Gespräche, Erlernen von Methoden, die anschließend bei Klienten eingesetzt werden sollen, dann empfehlen sich kleine Einheiten, die zum Reden bringen, Gedanken und Sprache anregen, die Kreativität anregen.

Wenn im Präsenzbereich auf das Tun von etwas eingestimmt werden soll, empfehlen sich Bewegungseinheiten. Für das Erlernen neuer Inhalte, die gedanklich erfasst werden müssen, sind perspektivische Methoden gut geeignet, die aus dem üblichen Denkrahmen herausholen.

Spaß machen diese Dinge alle, und den meisten. Am Anfang gibt es oft etwas Scheu, die man den Teilnehmern durch eine lustige, lockere und offene Art (im angemessenen Rahmen) nehmen kann.

Möglicherweise kannst Du Dir währenddessen auch Unterstützung aus der Gruppe holen, wenn Du merkst, oder durch die Vorstellungsrunde hörst, dass Du Experten an Bord hast.

Emotionalen Bezug aufbauen

StephanieMertens

Stephanie Mertens:

Dass die Inhalte in Kopf und Herz bleiben, erreichst Du über emotionalen Bezug. Du brauchst mindestens praxisnahe, anschauliche Fallbeispiele, die erläutern worum es geht. Die also das Problem zeigen, den Bezug zum Thema herstellen.

„Ist mir auch schon so gegangen, könnte mir auch passieren“ z.B. , die Wege zur Lösung aufzeigen und das Ziel benennen. Dazu kannst Du ggf. auch jemanden aus der Gruppe fragen, ob er sein eigenes Fallbeispiel einbringen möchte.

Das geht bei Präsenzkursen ebenso wie bei Onlinekursen. Wenn das Thema an sich schon auf die persönliche Weiterentwicklung abzielt, ist es wichtig auch vorab schon zu recherchieren, und später durchaus auch die angemeldeten Teilnehmer nach dem aktuellen Stand zu befragen.

So kannst Du sicherstellen, dass Du auf die zu erwartende Gruppe direkt eingehen kannst. Je näher Du am Schmerz des Einzelnen bist und dort Lösungen erarbeiten kannst, umso nachhaltiger ist Dein Unterricht. Das wirkt nach und wird noch weitere Auswirkungen haben.

Das Verhältnis von Anteilen zur Inhaltsvermittlung

StephanieMertens

Stephanie Mertens:

Das Verhältnis hängt davon ab, welche Kursform es ist. Ein Workshop zum Beispiel hat zum Ziel etwas zu erlernen durch selbertun. Hier brauchst Du am meisten Zeit für den eigentlichen Inhalt zum Ausprobieren.

Das heißt, Du kannst nicht eine Riesenbandbreite an Wissen dazu packen. In der Regel gibt es eine Einführung zum Thema, das Benennen des Kerns, das Ziel des Workshops und den Weg dorthin. Dann wird gemacht.

Für was hat man alles Zeit?

StephanieMertensStephanie Mertens:

Dazu kannst du mit reflektierenden Methoden Zwischenziele sichern und durch das Feedback und weitere Angebote die Sache zunächst rund machen. Im Anschluss kann man Arbeitskreise, Zirkel usw. vorschlagen.

Ein Kurs kann zum Beispiel Ausbildungsanteile beinhalten. Hier muss man aufpassen, besonders im Onlinebereich, dass man unter die Zulassungsvorschriften der ZVU fallen kann. Alles, was Zertifikate zum Ziel hat, Lernerfolgskontrollen beinhaltet, fällt darunter. Der Theorieanteil ist hier entsprechend breiter und tiefer angelegt, und beinhaltet oft auch einen Praxisteil.

Generell kannst Du davon ausgehen: Je mehr Beteiligung und wünschenswerte Einbeziehung von Teilnehmern erfolgt, desto mehr Zeit brauchst Du und umso weniger Inhalte kannst du zeitlich schaffen.

Vielleicht hilft euch auch dieser Artikel von mir ein bisschen weiter, wenn ihr jetzt vielleicht noch eher unspezifische Fragen habt. http://www.dozentin-mertens.de/auf-den-punkt-kommen/

StephanieMertensStephanie Mertens:

Generell biete ich euch die Möglichkeit auf meinem Blog viel Wissenswertes aus der Praxis zu lesen. Dort biete ich auch den Kurs Mein eigener Kurs an, der strukturiert mit allem Drum und Dran einen eigenen Kurs entwickeln oder verbessern hilft.

Demnächst gibt es auch den Online-Workshop „Entwickeln Sie Ihr Charisma“ und in Arbeit ist der Onlinekurs „Ihre persönliche Berufsnavigation“.

Für das Entwickeln einer eigenen Kursidee und noch viel mehr, biete ich auf meiner Seite eine Mastermindgruppe an.

Vielen Dank für eure interessanten Fragen. Ich wünsche euch allen gutes Gelingen mit euren Projekten und bedanke mich bei Cathrina und Christina, dass ich euch hier mit Antworten zur Seite stehen durfte. Alles Liebe!

Danke, ich brauche deine Ängste nicht! Warum Deine Bedenken nur Sand in meinem Getriebe sind.

„Verstehen die denn nicht, dass ich meinen Traum lebe? Ja, hin und wieder ist es knapp, aber ich habe vollstes Vertrauen und immer, wenn ich im Vertrauen bin, bekomme ich Aufträge ohne Ende. Aber dieser ständige Zweifel von außen erschwert das nur.“

So ärgerte sich vor kurzem eine Freundin von mir, die von ihrem Umfeld immer noch suggeriert bekommt, dass man sich Sorgen um sie macht, weil sie doch regelmäßigere Einnahmen bräuchte.

Freundschaften sind mein Ein und Alles – oder?

In den letzten eineinhalb Jahren ist mir etwas aufgefallen. Gleich nach Partnerschaft, hatte für mich Freundschaft den allerhöchsten Stellenwert. Freunde sind für einen da, geben gute Ratschläge, weil sie einen ja lange kennen und überhaupt, was ist man ohne Freunde?

Bis ich mal einen Rückblick gewagt und mir dann ausgemalt habe, wo ich heute beruflich stände, wenn ich auf sie gehört hätte.

Ich schreibe diesen Artikel nicht, um Freunde und Familie anzuprangern. Ich schreibe ihn, um anderen Selbständigen oder Menschen, die sich dafür entscheiden, ihr Leben komplett auf den Kopf zu stellen, ein besseres Gefühl bezüglich ihrer beruflichen Entscheidungen zu geben.

Heute

Ich bin selbständig mit festen und auch wechselnden Auftraggebern. Während ich das schreibe, sitze ich in Key West – im Winter. Ziemlich cool.

Zu Hause in Deutschland habe ich eine Wohnung die ich mag, der nächste Urlaub ist in Planung, ich arbeite, wenn ich Aufträge habe und abgesehen davon, wann und wo ich möchte.

Heute habe ich nicht mehr das Gefühl, mich und meinen Lebensstil vor anderen verteidigen oder entschuldigen zu müssen. Ich denke mit einem Lächeln an die Zeit zurück, in der ich dachte, dass ich ein „wertloserer“ Mensch bin, weil ich es nie hinbekommen habe, acht Stunden auf einem Bürostuhl zu sitzen.

Damals

Früher habe ich mir einreden lassen, dass man mit Sprachen, vor allem mit Englisch kein Geld verdienen kann, also habe ich zwei Jahre an der Uni mit einem langweiligen Studium verschwendet, das ich schließlich abgebrochen habe.

Nachdem ich in zwei Angestelltenverhältnisse war, die mir wenig Spaß gemacht hatten – abgesehen von der Interaktion mit den Kollegen und den Situationen, in denen ich andere unterstützen konnte – bekam ich die Gelegenheit, mich mit dem Gründerzuschuss selbständig zu machen.

Ich wusste, etwas wird sich ändern

Meine Befürchtung war damals: ich habe keine Ahnung von sowas und ich hasse es, Steuererklärungen zu machen. Also so die Standardängste. 🙂

Doch es waren die Worte bestimmter Freunde, die mich fast dazu veranlasst hätten, es nicht zu tun, den Antrag nicht abzuschicken.

Wie das? Weil ich mich von ihren Ängsten zum Thema Selbständigkeit beeinflussen lies. „Was ist mit dem Risiko“, „Du hast ja gar keine Ahnung, wie das alles funktioniert“, „Was ist, wenn du in eine rechtliche Falle tappst?“.

Das ist also der erste wichtige Punkt: lerne zu unterscheiden, was deine Ängste sind und welche die der anderen und viel wichtiger: lass dich nicht von ihnen hinunterziehen. Willst du dich entwickeln, dann rede mit Menschen, die auf dem Gebiet in das du vordringen möchtest, schon weiter sind.

Und auch dann ist das keine Garantie, dass du die „richtigen“ Antworten für dich bekommst. Deine Entscheidung darfst du am Ende des Tages aus dir heraus treffen. Die negativen Glaubenssätze der anderen – in diesem Fall die von Freunden sowie Kollegen – bringen uns nicht weiter.

Wenn sich alles in dir sträubt

Ich solle mich doch im Bereich Wirtschaft weiterbilden, um größere Chancen zu haben zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, wurde mir geraten. Ja, das mag auf den ersten Blick gar nicht so verkehrt klingen. Die Sache war nur die: ich wollte mich auf diesem Gebiet nicht weiterbilden. Wozu würde ich denn in einem Job arbeiten wollen, der mir gar nicht liegt? Sonst hätte ich diese Ausbildungen doch von vorneherein gemacht.

Dennoch habe ich mir Aussagen dieser Art zu Herzen genommen, sie haben wieder meinen alten Glauben befriedigt, nicht gut genug zu sein und es hat sich auch so furchtbar vernünftig angehört. Das „furchtbar“ passt hier ganz gut. Das war einfach nicht ich!

Und dann habe ich es einfach getan

Gottseidank hatte ich eine Bekannte/Kollegin, die selbständig war und sich witzigerweise auch noch um meine Steuer kümmern wollte. Sie sagte: „Das ist alles ganz einfach, das kriegen wir auf jeden Fall hin“.  Das war der Turning Point. Zwei Minuten später habe ich den Antrag abgeschickt und es in den letzten 2 Jahren nicht eine Sekunde bereut.

Und noch schnell eine Prise Realität für die Skeptiker

Das heißt nicht, dass es immer leicht und schön war. Es gab Phasen, in denen ich nicht wusste, ob und wann der nächste Auftrag kommen würde. Phasen, in denen ich an mir gezweifelt habe und froh war, wenn ich meine Fixkosten decken konnte.

Ich möchte das Thema „erfolgreiche Selbständigkeit“ hier aber nicht ausführen – dazu gibt es viele gute Artikel oder Blogs. Für mich ist Selbständigkeit eine Kombination aus einer Tätigkeit, die man tun möchte (egal welche!) und einer gewissen Vorbereitung bzw. Auseinandersetzung mit der Realität (Steuern, Gewerbe oder Freiberufler, etc.).

Achja und ein Punkt, der mir auch noch am Herzen liegt: Netzwerken. Für mich die Basis von so vielen Aufträgen, konstruktiven Gesprächen und dem Gefühl der Zugehörigkeit – das ja als Selbständiger manchmal verloren gehen kann.

Ganz wichtig: wo ist die Grenze?

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich in diesem Artikel die Fälle behandle, in denen sich Menschen mit ihren Ideen in etwas verrennen und scheitern – ein Argument gegen die Selbständigkeit, das ich für berechtigt halte – und bin zu folgendem Schluss gekommen:

Selbst, wenn das Umfeld zu erkennen glaubt, dass die Person nicht erfolgreich sein wird, bin ich der Meinung, dass die Person es selber herausfinden, ja spüren muss. Ein einfacher Vergleich: Wie viele Milliarden Elternpaare haben versucht, ihre Kinder aufgrund ihrer eigene Erfahrungen vor irgendwelchen Dingen zu warnen? Und wie viele Kinder haben es trotzdem ausprobiert? Um wieviel ärmer an Innovatioen wäre diese Welt, wenn alle Kinder auf ihre Eltern hören würden?

Und ja, es gibt Grenzen. Wenn die Person ihre Existenz verliert (auch da kann man noch streiten, was das genau bedeutet – sie kann ja auch wieder eigenständig raus aus dem Dilemma) oder anderen schadet. Ob es wirklich unser Verantwortungsbereich ist, eine andere Person zu retten, ist eh fraglich. Jedoch sehe ich ein, dass man jemanden, der einem nahesteht, nicht unnötig tief fallen sehen will.

Es gibt Menschen, die nach einem Fehlschlag ihr Leben ändern und daraus lernen und es gibt andere, die die mentale Stärke dafür nicht haben.

Meine Trickkiste

Und für die eigenen negativen Stimmen im Kopf habe ich auch Mittel und Wege gefunden.

  • Zu wenig Ansprache, weil ständig alleine vor dem Computer? -> Shared Office und regelmäßige Netzwerktreffen.
  • Angst, zu wenig Aufträge zu bekommen? -> Ich habe mir (damals als reiner Übersetzer) vorgestellt, wie schrecklich es wäre, wenn ich die ganze Zeit arbeiten müsste und keine Freizeit mehr hätte. 😉 Das hat meine komplette Einstellung verändert. Ich war entspannt und konnte die Leerlaufphase konstruktiv nutzen, anstatt mich innerlich verrückt zu machen.
  • Und für Fans des Gesetzes der Anziehung -> Ich habe mir in einer Phase von Lustlosigkeit und „keine Ahnung, was ich wirklich arbeiten will“ genau aufgeschrieben, was ich wirklich tun wollen würde (und ja, es kam mir damals lächerlich vor) und dann die Augen und Ohren offengehalten. Ich glaube, es hat keine 3 Wochen gedauert, bis ich den Job bekam, den ich wirklich machen wollte.

Wir stören die Realität der anderen

Was ich abschließend sagen will ist schlichtweg, dass man sich nicht entmutigen lassen soll, auch wenn die doch so gut gemeinten Ratschläge von den Menschen kommen, die einem am wichtigsten sind im Leben. Und an diesem Punkt ist es womöglich tatsächlich sinnvoll, Berufliches und Privates zu trennen, je nachdem wer sich da im eigenen Privatleben eben so tummelt.

Wer sich selbständig machen möchte, darf sich auf seinen Traum konzentrieren, aber auch die Konsequenzen miteinbeziehen und „das Außen“ darf sich überlegen, wie es Rückmeldungen formuliert und sich vor Augen halten, dass andere Menschen nicht zwingend in ihrer Realität leben und diese als ihre eigenen annehmen müssen – auch wenn das manchmal schwierig sein kann.

Wenn ein Auto nicht gut läuft, nehme ich ja auch erstmal Öl zur Hand und schütte keinen Sand in das Getriebe.

Liebe Grüße
Cathrina

PS: Vor einiger Zeit habe ich auf meinem Blog HabEsLeicht einen Artikel darüber geschrieben, wie wir unsere Meinung bilden und Entscheidungen treffen (können). Darüber, dass uns Freunde und Bekannte gerne beraten und uns Inspiration geben dürfen, es jedoch am Ende des Tages auf unser ganz eigenes Gefühl und vorher gemachte Erfahrungen ankommt, wie wir uns entscheiden. Gespräche mit selbständigen Kollegen und meine persönliche Erfahrung haben mich überzeugt, zusätzlich noch diesen Artikel zu schreiben.

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Cathrina MaierCathrina Maier – Bloggerin auf HabesLeicht, Feel Good Managerin bei Coach Success und freiberufliche Übersetzerin

Heart-shape for the nature.

Case Study: Vom Wald- und Wiesen-Coach zur Liebes-Expertin

Ich bin gerade dabei, das Bierzelt zu verlassen. Irgendein Impuls lässt mich am Ausgang noch einmal kurz umdrehen und in die Menschenmenge blicken. Da seh ich ihn sitzen. Meine Augen werden riesig und mein Herz hüpft.

„Mann, wie lange haben wir uns nicht gesehen?“, frage ich ihn strahlend, als ich ihm um den Hals falle. „Das muss über 10 Jahre her sein“, antwortet er grinsend. Ich hab mir all die Jahre oft gewünscht, ihn wieder zu sehen, doch wir sind uns nie begegnet.

ProfilbildIn ihrem Gastartikel erzählt uns Melanie Mittermaier, wie sie es geschafft hat, aus ihrer Leidenschaft ein funktionierendes Business aufzubauen.

Ein riesen Hallo!

„Wie geht’s dir? Was macht deine Frau? Wie viele Kinder hast du? Was macht der Sport?“ Wie in einem liebevollen Verhör bombardiere ich ihn mit allen möglichen Fragen. Wir sitzen und quatschen und sitzen und quatschen.

Er begleitet mich zu meinem Auto und wir tauschen unsere Handynummern aus. Zum Abschied schau ich ihm lange in seine tollen blauen Augen, umarme ihn nochmal und kann mich nur schwer lösen. Widerwillig steige ich in ein und fahre nach Hause. Während der Fahrt spüre ich ein Gefühl, das ich schon lange nicht mehr gespürt habe.

Ich brenne lichterloh!

Ich hab mich soeben bis über beide Ohren verliebt und mein Herz rast schneller, als mein Auto fahren kann. Ach du Scheiße! Wie ist das möglich? Je näher ich nach Hause komme, desto dunklere Schatten überziehen mein Gemüt.

„Das darfst du nicht!“, schimpft eine innerliche Stimme mit mir und hebt drohend den Zeigefinger. „Du bist verheiratet! Hör sofort damit auf!“ Mir wird schwer ums Herz und ganz schlecht. Doch es ist mir absolut nicht möglich, damit aufzuhören.

Der erste Gedanke am Morgen: ER! Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen: ER! Alle anderen Gedanken den ganzen Tag lang: ER! Ich kann kaum schlafen, nichts essen und denken kann ich überhaupt nicht. So geht das die nächsten Wochen. Wir schreiben uns und auch ihm geht es nicht anders. Krass!

Lebendigkeit, Leidenschaft und Schuldgefühle

Ich gebe zu, ich hab mir das gewünscht. Ich habe sehnsuchtsvoll daran gedacht, wie schade es ist, dass ich mich nie wieder im Leben verlieben darf. Ich liebe meinen Mann sehr, doch diese Schmetterlinge im Bauch waren über die Jahre verschwunden.

AHA! Mir fehlt etwas!

Schnell war klar, dass mit mir etwas nicht stimmt und ich analysiere aufs Genaueste meine Ehe. Wenn ich mich so verliebe, muss doch irgendwas faul sein. Zum Glück finde ich nichts dergleichen. Mein Mann und ich haben eine blöde Sex-Krise bewältigt und sind gerade jetzt so glücklich wie schon lange nicht mehr. Auch mit unserem Liebesleben.

Meine Fremdliebe heizt mir zusätzlich ein, so dass mein Mann sein Glück kaum glauben kann, weil wir wieder so oft miteinander schlafen, wie zu Beginn unserer Beziehung. Ich genieße meine Gefühle sehr und spüre auch die Liebe zu meinem Mann noch intensiver.

Hier stimmt doch was nicht!

Wie kann etwas, was sich so schön anfühlt, verkehrt sein? Wie kann es sein, dass ich mich großartig fühle, obwohl ich das eigentlich nicht darf? Wieso nur ist es verboten, mich zu verlieben? Ich bin glücklich, fühle mich sinnlich und großartig, das kann doch nicht falsch sein!

Ich mach mich auf die Suche und lese alles, was mir zu dem Thema in die Finger kommt. Blogs, Bücher und Berichte von Menschen, die das auch so erlebt haben. Bisher wusste ich nicht, dass es durchaus möglich ist, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben. Bin ich doch ganz klassisch (und katholisch) mit dem Treue-Ideal groß geworden.

Jetzt lese ich von Polyamorie, von offenen Beziehungen und von Menschen, die nicht fremd-, sondern bekanntgehen. Liebe wird mehr durch lieben! Ja! Genau!

Vor mir tut sich eine Welt auf, die ich nicht kannte und ich fühle, welche Bereicherung diese Welt für mich, mein Leben und meine Beziehung haben kann. Ich rede zum ersten Mal in meiner fast 10-jährigen Ehe mit meinem Mann über Treue und erfahre von ihm, dass auch er ab und zu Gelüste nach anderen Frauen hat.

Mein Bauchladen-Business liegt völlig brach

In dieser Zeit habe ich mich null komma null um mein Business gekümmert. Seit ein paar Jahren dümpelt meine Coaching-Praxis vor sich hin. Ich coache alles, was nicht bei drei am Baum ist, oder nicht hochkommt. Doch viel ist das leider nicht. Der Sommer meines Lebens (wie ich ihn gerne nenne) ändert daran erst einmal nichts.

„Scheiß auf’s Business!“, sage ich zu meiner Freundin Christina, während wir beim Tee in meiner Küche sitzen. Wir haben zusammen die Coach-Ausbildung gemacht und sind seither im intensiven Austausch. „Ich weiß jetzt, wofür ich auf diesem Planeten gelandet bin“, verkünde ich vielversprechend. „Ich bin hier um zu lieben und sonst nix!“

Mein Glück ist, dass Christina sich schon damals sehr viel mit Positionierung beschäftigt hat und sie mir einen zunächst ganz kleinen Floh ins Ohr setzt: „Du kannst ja Liebes-Coach werden…“

„Aber dann verliere ich ja alle anderen Kunden!“

Ich protestiere und wehre mich noch eine Weile dagegen, doch der Samen ist gesät. Ein paar Tage später registriere ich mir die Domain Liebeleben.me mit der Idee, einen Blog zu starten. Meine negativen Glaubenssätze verhindern noch lange, dass das wirklich passiert.

  • Ich kann gar nicht schreiben.
  • Wer will das schon lesen?
  • Das weiß doch jeder, das ist doch nichts Besonderes.
  • Was, wenn mir die Ideen nach drei Artikeln ausgehen?

Auch hier hatte ich wieder das Glück, dass Christina mir immer wieder einen sanften Tritt in den Hintern gegeben hat. Durch sie habe ich mich zum Business-Momentum-Contest von Markus Cerenak angemeldet und meine ersten (grauenvollen) Blog-Artikel auf meiner Coaching-Homepage geschrieben. Ein winziger Anfang war gemacht. Doch überzeugt hat mich mein Tun noch nicht.

Liebe Leben – Eine schwere Geburt

In einer Fortbildung habe ich mir als Master-Aufgabe dann das Ziel gesetzt, endlich einen „richtigen“ Blog zu starten. Die Domain hatte ich ja schon. Meine Trainerin verunsichert mich nochmal massiv mit der Frage: „Willst du jetzt Beziehungs-Coach werden, oder was?“

Kann ich mich wirklich auf dieses eine Thema festlegen? Soll ich das echt wagen? Ein paar Tage später hab ich die Entscheidung getroffen. JA! Ich bin ab sofort Liebes-Coach! Weg mit dem Bauchladen, her mit der Expertise.

Vier Wochen hab ich Zeit, meinen Blog aufzusetzen. Zwei davon miste ich den Kleiderschrank meiner Tochter aus, meinen eigenen und putze das Ofenrohr von innen. Die anderen zwei Wochen hab ich dann Gas gegeben und am 31.03.2014 geht mein Baby online!

Ein Jahr später erblickt das Liebe Leben Event das Licht der Welt, was wiederum ein voller Erfolg war und meine Positionierung weiter gefestigt hat. Am 09. April gibt es die zweite Auflage meines Events in München und ich freu mich riesig auf diesen Tag!

Deutschland – Österreich – Schweiz

Mein Business entwickelt sich großartig. Ich finde mehr und mehr meinen eigenen Schreibstil, für den ich mittlerweile hoch gelobt werde. Kunden aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz bitten mich um einen Termin. Menschen, die sich fremdverliebt haben (oder deren Partner) kommen über Google auf meine Seite und nehmen Kontakt zu mir auf. Wie geil ist das denn?

Trotzdem coache ich weiterhin alle Themen, die sonst so daher kommen. Eine Angst, Mini-Traumata ausgelöst durch Horror-Filme bei Kindern, oder sonstige Blockaden löse ich nach wie vor. Meine Positionierung hat mir MEHR Kunden gebracht, nicht weniger.

Und auch meine Freundin Christina hat sich genau ihrer Expertise entsprechend positioniert. Sie ist heute sehr erfolgreicher Coach für Coaches, Gründerin eines großartigen Netzwerkes und Positionierungs-Expertin (was sonst?). Ich bin dankbar, dass ich auf ihrem tollen Blog heute diesen Artikel veröffentlichen darf.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst

Melanie

PS von Melanie: Falls du wissen willst, wie meine Fremdliebe ausgegangen ist, komm zum Liebe Leben Event. Dort erzähle ich die ganze Geschichte ;-).

PS von Christina: Ich bin übrigens auch dort und freu mich schon rießig, Dich dort zu treffen!

LIEBE-LEBEN-EVENT

Euphoric winner watching a laptop on a desk winning at home

Expertensprechstunde „Wunschkunden gewinnen über die Website“

Was muss ich bei der Konzeption meiner Website beachten?
Was sind die wichtigsten Punkte, die ich beachten muss, damit sich meine idealen Kunden angesprochen fühlen?
Soll ich auf meiner Website duzen oder siezen?

Jutta Beyer in unserer Expertensprechstunde

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer ist Marketingberaterin und Website-Coach und arbeitet mit Beratern, Experten und Online-Unternehmern. Sie hilft ihnen dabei, die Website-Inhalte zu erarbeiten, mit denen sie sich wohlfühlen und gleichzeitig ihre idealen Kunden anziehen. Sie bloggt auf contentkiste.de und startet im Juni 2016 ihr Online-Gruppenprogramm „Wunschkunden-Website“ (Infos zum Programm).

In unserer Expertensprechstunde am 11.02.2016 hat Jutta Fragen rund um das Thema „Wunschkunden gewinnen über die Website“ beantwortet.

Diese Expertensprechstunde findet jeden Freitag in der Facebookgruppe „Werde sichtbar als Coach“ statt, jede Woche mit einem anderen Experten. Und damit dieses wertvolle Wissen nicht einfach wieder in den Untiefen Facebooks verschwindet, habe ich beschlossen, eine Zusammenfassung davon als Gastartikel hier einzustellen. Die Fragen sind natürlich anonymisiert zusammengefasst.

Viel Spaß und viele neue Erkenntnisse wünscht Euch

Christina

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12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Guten Morgen an alle und vielen Dank Christina . Ich sitze vor dem PC und freue mich auf die nächsten 2 Stunden.

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Wie kann ich die Aufmerksamkeit meiner Kunden halten?

Carina:

Guten Morgen Jutta! Wie schön dass du heute am Start bist! Die Frage: „Wie kann ich die Aufmerksamkeit meiner Besucher halten?“ interessiert mich doch sehr.

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Hallo Carina Das sind ganz viele Komponenten, die da zusammenspielen. Ganz wichtig ist der erste Eindruck. Während der ersten Sekunden entscheidet der Besucher, ob er bleibt oder gleich wieder geht. Er möchte sofort erkennen, ob die Website ihm das bietet, was er sucht, also worum es geht. Auch Design und das allgemeine Erscheinungsbild spielt hier mit rein. Fällt der erste Eindruck gut aus, geht es darum den Besucher zu halten. Das ist der Fall, wenn die Ansprache der Website auf einen „Wunschkunden“ ausgerichtet ist.

Wenn alles allgemein gehalten ist, fühlt sich meist niemand angesprochen. Wichtig ist auch die Struktur und Aufbereitung der Inhalte und Informationen – Übersichtlich und locker, keine reine Textwüsten und vor allem ein „Roter Faden“. Ganz wichtig ist, für jede Seite zu überlegen, was soll der Besucher hier tun? Und ihn dann weiterführen durch eine Handlungsaufforderung.

Carina:

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

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Einfach halten oder ausführlich gestalten?

Diana:

Hi, die Frage, vor der ich gerade stehe ist: So simple wie möglich oder ausführlich und mit Tiefe? Oder beides (vordergründig simple und beim Weiterklicken mehr Infos, aber muss dann nicht zu viel geklickt werden?) Und ist diese „read more“ Sache sinnvoll? Das war jetzt mehr als eine Frage, aber es geht irgendwie ums Gleiche..

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Hallo Diana, ich verstehe gut was du meinst, und du schreibst die Lösung auch schon selbst 🙂 Auf der ersten Ebene kurz und knackig, Interesse wecken auf mehr. Und dann weiterführende Infos anbieten.

Wenn zu viele Details schon zu Beginn erzählt werden, ist die Gefahr groß, dass das Wesentliche untergeht und der Besucher gelangweilt wird oder nicht gleich erkennt, um was es eigentlich geht.

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Zwei Websites oder unterschiedliche Tätigkeiten zusammen präsentieren?

Sabine:

Hallo Jutta, ich steh mit dem Coaching noch am Anfang und irgendwie doch nicht, da ich so eine Art „Zwitter“ bin. Einerseits bin ich seit 16 Jahren Heilpraktikerin in eigener Praxis, andererseits kommt das Coaching erst jetzt als „Extra“ öffentlich dazu.

Nun zu meiner Frage: wie stark sollte man die HP-Geschichte auf der Coaching-Seite betonen? Verwirrt das mehr oder trägt es zur Einzigartigkeit bei?

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Hallo Sabine. Das heißt, du hast nun zwei getrennte Websites, eine für deine HP Praxis und eine fürs Coaching? Wie stark du das betonst, würde ich davon abhängig machen, ob bzw. wie stark deine HP Berufserfahrung mit dem Coaching zu tun hat.

Verstehst du, wie ich meine? Haben deine Coaching-Klienten einen direkten Mehrwert durch deine andere Tätigkeit? Dann auf jeden Fall betonen. Wenn das Coachingthema ein ganz anderes ist, würde ich es nicht extra betonen, nur evtl. im Rahmen der Über-Mich-Seite.

Sabine:

Ah ja, jetzt erkenne ich was du meinst. Vielen Dank, das ist auf jeden Fall noch zwei bis fünf Gedanken wert.

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Bestimmt:). Wenn du Verknüpfungen findest und durch deine Tätigkeit als Heilpraktikerin bei manchen Fragestellungen im Coaching besonders gut helfen kannst, ist das ein wichtiger Punkt, der dich von den Wettbewerbern unterscheidet.

Sabine:

Das herauszuarbeiten wird noch ein hartes Stück Arbeit, aber dein Vorschlag ist für mich ein guter Impuls dort noch einmal zu schauen.

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Ist ein Blog sinnvoll?

Marion:

Guten Morgen, ich habe noch keine aktive Webseite. Meine Frage, soll ich siezen oder duzen auf der Seite?

Zudem wollte ich auf der Startseite so was wie einen Blog oder „Aktuelles“ schreiben. Ist das eine gute Idee, oder soll ich für einen Blog eine andere Seite einrichten? Lieben Gruß Marion

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Guten Morgen Marion, ich würde auf jeden Fall den Blog auf deiner Website miteinbinden. Das hat viele Vorteile. Wenn du regelmäßig bloggst, gibt es immer wieder neue Inhalte auf deiner Website – das mögen deine Besucher, und Google auch (heißt ist gut hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung).

Die meisten Besucher werden über die Blogartikel kommen, wenn du bloggst. Dann ist die Chance groß, dass sie weiter schauen auf deine anderen Seiten. Und du sparst dir Verwaltungsaufwand, wenn du für Website und Blog nur eine Plattform hast.

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Duzen oder Siezen?

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Was die Ansprache betrifft ist ein wichtiger Aspekt was du machst und welche Zielgruppe du ansprichst. Darüber habe ich mal ausführlich gebloggt, vielleicht hilft das weiter: http://contentkiste.de/du-oder-sie-ansprache-auf-der…/

Marion:

Danke Dir liebe Jutta. Das hat mir sehr weitergeholfen.

Rita:

Super…Danke vielmals für den Link. Dies war im Moment noch meine Knacknuss beim Aufbau meiner neuen Webseite. Nun weiß ich es: Ich kommuniziere im Allgemeinen in „Du“, antworte aber mit „Sie“, wenn mich jemand mit „Sie“ anspricht oder anschreibt. Es passt einfach zu mir und meinem Angebot.

12191679_912344558800988_1245420529832049602_n_002Jutta Beyer:

Klasse Rita das freut mich, dass du die für dich richtige Entscheidung treffen konntest! Viel Erfolg beim Aufbau deiner neuen Website.

Danke an alle Beteiligten, es hat mich sehr gefreut, dass ich heute die Expertensprechstunde halten durfte!