Ein Coach kann alles verkaufen. Außer sich selbst.

Mein Coach-Netzwerk ist sehr groß. Und meine Timeline wird immer voller davon. Coaches, die alles verkaufen. Nur nicht sich selbst, sprich, nicht ihre eigene Dienstleistung.

Ich sehe sie alles mögliche verkaufen. Schönheits- und Gesundheitsprodukte. Nahrungsergänzungsmittel. Tupperware. Kerzen. Nuggets. Schmuck. Und was nicht noch alles.

Und all das verkaufen sie nicht etwa genervt so nach dem Motto „Oh nein, schon wieder muss ich ein Angebot raushauen. Bestimmt nerve ich schon mein Netzwerk damit!“ wie ich es oft genug höre, wenn ich mit Coaches über das Verkaufen bzw. über Marketing spreche.

Nein! Da gibt es plötzlich:

Lebendige Erfahrungsberichte.

Man ist sozusagen spürbar live dabei, wenn der Rosenduft am morgen so ganz nebenbei für gute Laune sorgt, während die absolut natürlichen Inhaltsstoffe die Haut in Minuten um Jahre jünger aussehen lassen. Ich sehe das Gesicht der Frau vor mir, die sich hingebungsvoll vor dem spiegel anlächelt, während sie mit sanften, kreisenden Bewegungen die wohlduftende Creme, nein, nicht einfach aufträgt… sie widmet sich ihren Gesichtszügen und massiert die wertvolle Essenz vorsichtig ein. Dabei umspielt sie ein Hauch von Luxus. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Spannende Erfolgsgeschichten.

„Danke an das beste Team der Welt! Business mit Euch ist eine einzige Party! Yeah!“ Klingt das nicht großartig? Sei doch auch dabei und verdiene wie ich schon im ersten Jahr Dein erstes, richtig gutes Geld. Seitdem ich mich da so richtig reinhänge, geht es voll ab bei mir und das macht auch noch richtig viel Spaß! Ist ja auch kein Problem, denn es geht um etwas, hinter dem ich voll stehen kann und mit dieser Begeisterung geht es fast wie von selbst. Let’s rock!

Kreative Eventideen.

Von romantischen Spa-Abenden für die anspruchsvolle Frau, die gerne jung, schlank und göttlich sein will, bis hin zu lustigen Abenteuer-Nachmittagen mit einer luftig-lockeren Einführung in die Welt der bunten Pillen. Auf einer Tupperparty war ja jeder schon mal oder? Zumindest hat man schon davon gehört. Jetzt gibt es das in vielen verschiedenen Varianten. Unglaublich und großartig, was da so an Ideen entsteht.

So schön kann Verkaufen sein!

Überzeugung, Begeisterung und Kreativität. Alles da.

Ein tolles Produkt, gute Preise, kreative Angebote. Alles da.

Schöne Worte, schöne Bilder, schöne Gefühle. Alles da.

WTF???

Ich hab mich ja lange gefragt, warum mich das alles so nervt.

Und nein, es ist nicht die Vertriebsstruktur. Das sind keine Abzocker-Schnellballsysteme wie es sie früher viel gab. Das hab ich schon kapiert.

Und es sind auch nicht die Produkte. Bestimmt sind die toll. Ob sie toller sind als das, was ich im ausgesuchten Fachhandel bekomme kann ich nicht beurteilen.

Was ist es dann?

Die Verschwendung von Talent

„Christina, was nützt es mir ein superguter Coach zu sein, wenn ich nicht davon leben kann? Also hab ich eben mal was Neues ausprobiert!“

Ja, das kann ich nachvollziehen. Das ist blöd – also wenn man nicht davon leben kann. Und es ist nicht nur blöd, es ist auch auf Dauer nicht tragbar. Schon gar nicht, wenn vielleicht noch Familie im Spiel ist und man die Verantwortung nicht für sich alleine trägt. Uns selbst wenn man alleine ist, Geldsorgen können einfach erdrückend sein.

Dennoch frage ich mich manchmal, ob es nicht mit dem Einkommen als Coach etwas besser klappen würde, würde man die Energie, die man für fremde Produkte aufbringt, in die eigenen stecken.

Aber warum klappt das nicht?
Fehlt es an Vertriebskompetenz?
An Erfahrung?
Fehlt es etwa an Reichweite oder Sichtbarkeit?
An Strategie?

Ich glaube nicht.

Faulheit. Feigheit. Eitelkeit.

Das sind – so hab ich es von meiner lieben Kollegin Melanie Mittermaier gelernt – DIE 3 Erfolgsverhinderer.

Was könnten sie damit zu tun haben, dass wir die Produkte von anderen besser, leichter und erfolgreicher verkaufen als die eigenen?

Faulheit

In einer so schön von außen vorgegeben Vertriebsstruktur ist meistens schon alles da. Ein Name, ein Logo, Texte, Bilder, Sprüche, Überzeugungen, eine Vertriebsstruktur und natürlich Produkte.

Wird man Vertriebspartner braucht man das alles in der Regel dann nicht selbst machen. Man kann sich einfach dranhängen und gut.

Zum Glück sind die Initiatoren auch meist noch so geschickt, einem die Idee als Sprung in die eigene Selbstverwirklichung zu verkaufen. Eigentlich wollten wir ja schon als kleine Prinzessin mit 8 Jahren am liebsten den ganzen Tag mit Glitzerschmuck spielen und jetzt dürfen wir diesen Traum endlich leben.

Auf einer großen Party mit genug Alkohol und Spaß fühlen wir uns das erste Mal wieder so richtig lebendig. Endlich raus aus dem einsamen Bürodasein als selbständiger Einzelkämpfer. So kann man mit voller Begeisterung hochmotiviert starten. Den Kater am nächsten morgen vertreibt man total easy mit einer gelben Pille und einem Aloe Vera Superfit Drink (Name von mir frei erfunden, Ähnlichkeiten sind zufällig. Ehrlich, ich hab keine Ahnung, was es da alles gibt. :-D).

Die eigene Faulheit ausgehebelt. Wunderbar.

Die eigene Idee auch.

Feigheit.

Letztens saß ich zwei Stunden vor einem Blogartikel. Ich hab mich da so richtig reingehängt, war voll im Flow, das Thema total meins und es sprudelte nur so aus mir heraus. Das wird einer meiner besten Artikel, dachte ich die ganze Zeit über. Mein Herzblut liegt da drin.

Und vor ein paar Monaten, da hab ich mein größtes Produkt überhaupt verkauft. Ein Produkt, von dem ich so überzeugt und begeistert war, dass es wirklich total leicht war, Kunden dafür zu gewinnen, obwohl es wirklich hochpreisig war. Es sollte großartig werden! Der Durchbruch. HAMMA!

Beides – der Herzblut-Blogartikel und das HAMMA-Produkt – waren, sagen wir mal etwas sanft, ein Flop. Den Artikel wollte niemand lesen. Kaum Likes, keine Shares, ein einziger Kommentar von einer meiner treuesten aus sonst über 3000 Lesern. Das Produkt… ich will nicht weiter darüber sprechen.

Das sind die Momente, wo Du nicht nur am liebsten alles hinschmeißen willst. Dann sind auch die Momente, in denen Du ne ganze Menge MUT brauchst, um wieder einen neuen Artikel zu schreiben und wieder ein neues Produkt zu kreieren.

Kein Verstecken, keine Ausreden, kein „Die anderen…“ – es sind MEINE Produkte, die entweder funktionieren oder nicht. Und an deren Entwicklung ich wachse.

Natürlich können wir auf vielfältige Weise wachsen und uns entwickeln. Auch das Verkaufen von Produkten anderer Menschen ist völlig ok.

Wir sollten uns einfach nur einen Moment lang fragen, ob wir nicht eigentlich unserer eigene Feigheit verkaufen.

Wenn nicht – alles gut.

Eitelkeit.

Kann es wirklich sein, dass wir Coaches so eitel sind? Haben wir nicht diese Ego-Sache in der letzten Coachingsausbildung hinter uns gelassen?

Warum zum Teufel glauben viele Coaches dann an die absolut arrogante und blödsinnige Superweisheit, dass die Menschen da draußen ja nur unsere Brillanz erkennen müssten, damit sie uns buchen? Warum glauben wir, dass wir mit unserer „Coaching-Sprache“ die Menschen da draußen erreichen? Wann steigen wir ab von unserem hohen Ross und denken in der Sprache der Menschen, die noch im Problem drin stecken?

Und warum können wir das plötzlich, wenn es nicht mehr um Coaching, also unser eigenes Produkt, sondern um Plastikdosen oder Wunderpulver von anderen geht? Warum sprühen wir hier vor Begeisterung? Und holen die Menschen genau da ab, wo sie stehen?

Warum kann eine meiner intelligensten und intellektuellsten Kolleginnen sich plötzlich auf Schulmädchensprache-Niveau begeben (was by the way keine negative Wertung von mir ausdrücken soll, sondern viel mehr die geniale Fähigkeit genau dies zu tun, unterstreichen soll!)?

Wie kommen wir nur auf die – sorry – abgefuckte Idee ein Produkt jemand anderem wäre so viel besser als unser eigenes, dass wir hierfür alles aktivieren, was wir haben?

Und warum setzen wir diese Fähigkeiten, lebendige Erfahrungsberichte, spanndende Erfolgsgeschichten und kreative Eventideen zu erschaffen, nicht für unsere eigenen Ziele ein?

Sind wir wirklich zu eitel für einen geplatzten Traum?

Eigenverantwortung

Ok, ich höre jetzt wieder auf. Denn ich hab ja in meinem bisher 40 jährigen Leben noch etwas wichtiges gelernt: Ich kann nicht jeden retten! 😉

Muss ich auch nicht.

Ich darf Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen lassen und jeder darf seine eigenen Erfahrungen machen.

Und es steht mir auch nicht zu, diese zu beurteilen, auch wenn ich schon eigene Erfahrungen damit gemacht habe.

Nur um es nochmal zu betonen: Ich verurteile nicht die Verkaufssysteme und auch nicht die Produkte. Was weiß ich schon davon?

Und es mag bestimmt viele gute Gründe geben, warum Menschen sehr begeistert in diesen Systemen mitwirken und die Produkte verkaufen.

Eines weiß ich aber:

Wenn Faulheit, Feigheit oder Eitelkeit der Grund dafür ist, dass Du in diesem einen Leben nicht DEIN Ding machst, dann ist das definitiv… schade.

Denn Du bist großartig, wundervoll und genial!

Und Du hast es verdient, dass Du Deine Liebe, Deine Energie und Dein Herzblut in Dich selbst steckst.

Und wenn Du noch nicht weißt, wie verdammt gut Du bist, dann komm mal gerne vorbei… and I’ll show you!

Alles Liebe
Christina

 

 

Du und ich – wir können die Welt verbessern!

Ich will mit Dir flirten. Flirten bedeutet „anderen Menschen gute Gefühle machen“.

Da Du – falls Du dies liest – wahrscheinlich Coach bist und ich auf Coaches echt total stehe, würde ich Dir gerne so gute Gefühle machen, dass Du Dich am Ende auf mich einlässt, wir beide eine tolle Beziehung aufbauen und ganz viel Liebe… in die Welt bringen. 😉

Okay, kommen wir zu

Flirtstufe 1 – Aufmerksamkeit. Es geht mir um DICH!

Ich will Dich erfolgreich machen!

(Ich hoffe nun sehr, dass Dir dieser Satz schon mal ein wenig gute Gefühle macht. ;-))

Warum will ich das?

Weil ich der Meinung bin, dass die Welt da draußen noch viel mehr gute Coaches wie Dich braucht, die erfolgreich sind.

Warum braucht die Welt gute UND erfolgreiche Coaches?

Weil nur die guten UND erfolgreichen Coaches langfristig auch andere Menschen glücklich machen können.

Und ich weiß, dass Du genau dafür angetreten bist. Du wärst sonst nicht Coach.

Können also Coaches die Welt retten?

Naja, wohl nicht allein.

Aber ich glaube, dass wir als Coaches Menschen dazu befähigen können, ihr Leben besser, eigenverantwortlicher und glücklicher zu gestalten und das macht auch die Welt zumindest ein Stückchen besser.

Es würde meiner Ansicht nach schon mal erheblich etwas verändern, wenn z.B. zumindest die meisten Menschen beruflich etwas tun würden, das sie erfüllt. Stattdessen… naja, man braucht sich nur mal morgens um 7 Uhr in eine UBahn einer Großstadt setzen… Da ist schon ziemlich viel Elend zu sehen.

Und dann spielen wir mal Mäuschen beim Abendessen in Familien… oder in Meetingräumen in Unternehmen. Oder…

Nicht immer lustig.

Also ich sehe da ne Menge Bedarf.

Warum haben dann nicht alles Coaches jede Menge Kunden?

Dafür gibt es so einige Gründe. Einer (ich betone ausdrücklich einer) davon ist, dass hier in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum Coaching ansich noch nicht wirklich ein gängiger Begriff ist. Und da wo man ihn kennt, ist er nicht immer mit positiven Vorstellungen verknüpft.

Woran das liegt, will ich heute hier nicht diskutieren.

Ich will mich nicht darum kümmern, woher es kam.

Ich will mich mit Dir zusammen darum kümmern, dass es sich ändert.

Flirtstufe 2 – Annäherung.

Sind wir schon so weit, dass ich ein Stück näher rücken darf? Ja? Okay.

Während ich mich also mal wie beiläufig neben Dir auf den Stuhl gesetzt habe, wirst Du das Gefühl nicht los, dass wir uns schon mal begegnet sind.

Und ich sag Dir warum:

Damals… also vor diesem Leben… als wir gerade als zwei so kleine Seelen da oben auf der Wolke saßen und wir richtig Spaß hatten… da haben wir uns mit ein paar anderen kleinen Seelen zusammengetan und beschlossen, „jetzt mal gemeinsam zu reinkarnieren und die Welt da unten ein wenig aufzumischen, indem wir Coaches werden und mal für ein wenig Glück in der Welt sorgen!“

Es war halt irgendwie doch ein bisschen traurig, da oben zu sitzen und auf all die Seelen runterzuschauen, die sich da so unglaublich abmühen.

„DAS GEHT AUCH ANDERS!“

haben wir uns gesagt und uns jeweils ein paar Eltern ausgesucht, die uns genau das erleben ließen, was wir brauchten, um hier unten auf Erden den unbedingten Wunsch zu entwickeln, etwas mehr als „Beamten-Dasein“ aus unserem Leben zu machen – nämlich als Coaches etwas zum Glück der Welt beizutragen.

So… und Du fragst Dich, warum wir uns so vertraut sind? Jetzt ist es klar oder? 🙂

Wir wollen etwas bewegen!

Ja, wir beide wollen das. Und ein möglicher Schritt ist, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Coaching selbst bekannter und beliebter wird.

Flirtstufe 3: Erstes Geplauder & sich in einem möglichst guten Licht zeigen

Ich bin ja kein Anfänger. Daher frage ich Dich jetzt nicht sofort – kaum dass wir ein wenig plaudern – ob Du gerne Mitglied bei The-Coach.Net werden willst oder einen Kurs von mir buchst. Das wäre etwas plump. So, als ob ich Dich beim ersten Flirt direkt nach der Farbe Deiner Unterwäsche fragen würde.

Ich frage Dich lieber danach, von was Du so träumst und da Du Coach bist und wahrscheinlich ziemlich kommunikativ, wirst Du mir bestimmt gerne etwas darüber erzählen, warum Du Deinen Beruf als Coach so sehr liebst und welche Ziele Du noch so hast.

Das ist klasse, denn daran knüpfe ich an und lade Dich ein, es mit mir gemeinsam zu tun.

Also die Welt verbessern. 😉

Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass Coaching auch hier im deutschsprachigen Raum immer bekannter wird und dass Menschen ihr Leben verändern und/oder verbessern, indem sie die vielfältigen Möglichkeiten kennenlernen, die Coaching bietet.

Wie können wir das gemeinsam tun?

Im Frühjahr 2016 habe ich ein Projekt gestartet.

Eine Messe. Eine Online-Messe. Für Coaches. Die Onlinemesse LebensZiele.

Unsere Vision: „Wir wollen Coaching und Coaches bekannter machen!“

Und wir wollen dies so tun, dass es sich jeder Coach leisten kann, daran teilzuhaben.

Deswegen online. Auf einer Onlinemesse ist ein Stand bezahlbar und man kann ihn immer wieder verwenden.

Und man kann sehr viele Menschen über das Internet erreichen. D.h. wir können als Coaches auch sehr viele Menschen über das Internet erreichen.

Das klingt gut oder?

Flirtstufe 4: Der Morgen danach

Wow, wir waren nun tatsächlich so lange zusammengesessen und haben uns unterhalten. Du bist immer noch hier.

Und langsam gehen die Lichter auf der Straße wieder aus und der Morgen bricht an.

Wir stellen fest, dass bei Tageslicht ein wenig der Schleier der Romantik fällt und langsam fragen wir uns vielleicht doch, worauf wir uns hier einlassen.

Zum Glück kann ich Dich an dieser Stelle beruhigen.

Denn bevor Du Dich auf eine Beziehung und das Abenteuer mit mir einlässt, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, habe ich hier ein paar Fakten für Dich.

Lies es ruhig in Ruhe durch und dann kannst Du entscheiden, ob wir beide diesen Weg gehen wollen.

Vielleicht bist Du auch noch nicht bereit. Das ist ok. Wir werden uns wiedersehen – spätenstens oben auf der Wolke. :-

Alles Liebe
Christina

Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem.

Es gibt einen Teil an Menschen in unserem Umfeld, die wollen eigentlich keine Lösung.

So scheint es zumindest manchmal und ich erinnere mich dann immer an obige Liedzeile von Annett Louisan: „Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie wär‘ der Tod für mein Problem!“

Zumindest wollen sie keine Lösung von uns. So selbstkritisch darf man durchaus im Business auch mal sein.

Dennoch tragen sich solche Menschen auch in unseren Newsletter ein. Sei es aus Interesse am Freebie (was völlig in Ordnung ist) oder weil sie sich selbst vorgaukeln, ganz viel für ihr Business zu tun, wenn sie sich nur in viele Newsletter eintragen und auf diesem Wege viele Informationen bekommen.

Warum auch immer sie da sind – sie werden in der Regel nicht unsere Kunden.

Das ist erst einmal nicht schlimm. Nein, ich würde sogar das Gegenteil behaupten. Nicht-Kunden sind gut und wichtig. Wir sollten arg darauf achten, sie nicht zu schnell als Abstauber oder Schmarotzer zu verurteilen, was oft geschieht, ich bekomme das immer wieder mit.

Viele von ihnen sind wunderbare treue Leser oder sogar Fans. Sie liken, kommentieren, machen bei unseren kostenlosen Angeboten mit, empfehlen diese vielleicht sogar weiter.

Manche von ihnen stellen irgendwann fest, dass sie unsere Lösung vielleicht doch brauchen und manche lösen ihre Probleme ganz allein durch die Impulse, die wir in Newsletter, Blog und Co. geben.

Alle diese Nicht-Kunden sind super, denn sie helfen uns auf irgendeine Art, unser Business voran zu bringen und unsere Berufung dadurch zu leben.

Doch es gibt noch eine Art von Nicht-Kunden. Ich nenne sie „die Meuterer“.

Die Meuterer

Sie wollen weder Deine Lösung, noch ein gutes Haar an Dir lassen. Du darfst sie ziehen lassen. Ja, Du darfst sogar aktiv dafür sorgen, dass Du nicht so viele von ihnen in Deinem Verteiler hast.

Doch wie geht das?

„Sorge für Newsletteraustragungen! Ja, ja, AUStragungen.“

Manchmal hinterlassen Menschen nur einen Satz in unserem Leben, der uns immer wieder trägt.

Markus Cerenak hat obigen Satz bei mir vor nun schon fast zwei Jahren bei mir hinterlassen. Nach einer Meisterklasse, beim gemütlichen Abendessen sagte er zu mir, dass wir viel zu viel Aufmerksamkeit darauf legen, dass Menschen in unserem Newsletter bleiben.

Kommen und gehen…

Es ist gut und richtig, dass Menschen in unser Businessleben kommen und irgendwann auch wieder gehen. Die Zeitspanne ist unterschiedlich lang und wenn unser Business reiche Früchte tragen soll, ist es essentiell, dass sie in dieser Zeitspanne irgendwann Kunden oder Empfehlungsgeber (oder beides) werden.

Geschieht dies nicht (oder werden sie gar zu Meuterern), ist es auch gut, wenn sie sich wieder vom Newsletter abmelden bzw. wieder aus unserem Businessleben verschwinden.

Eine Austragung bedeutet KEINEN persönlichen Bruch (manche von diesen Menschen sind heute noch gute Bekannte oder Freunde), sondern signalisiert nur, dass kein Interesse oder Bedarf mehr an unserem Produkt oder Angebot besteht.

Wir haben nur eine bestimmte Zeit im Leben der anderen Menschen, in der sie ein Problem haben, das wir lösen können.Newsletteraustragungen bedeuten, dass diese Zeit vorbei ist. Nichts weiter.

Indem Du verkaufst, sortierst Du aus.

Es ist eigentlich ganz einfach.

Fange an, zu verkaufen und Du wirst lustige Sachen erleben. Die Onlinewelt ist manchmal ein wenig crazy und Du es ist ratsam, hier etwas Humor an den Tag zu legen, denn… mmmh… ich will es mal so sagen:

Niemand verurteilt einen Bäcker, dass er ein Angebotsschild vor seine Türe stellt und dass er Dich aktiv fragt, was Du gerne möchtest, wenn Du die Bäckerei betrittst.

Und NIEMAND würde in eine Bäckerei gehen, dort einfach stehenbleiben und die Verkäuferin – sobald sie fragt – anbrüllen:

„Ich habe gerade kein Interesse mehr an Brot!“
„Ich erhalte derzeit zuviel Brot!“
„Sie verkaufen immer nur Brot, das entspricht nicht meinen ethischen Werten!“
„Hier wird mir zuviel verkauft, ich gehe wieder!“
„Ihr Brot ist für mich irrelevant!“

… und laut stampfend den Laden wieder verlassen!

Lustige Vorstellung oder?

Wenn Du jetzt gerade den Impuls verspürst, zu sagen: „JAAAA, das ist ganz unmöglich! Online sind die Menschen alle so unverschämt!“ kann ich Dir nur sagen:

Nein, online sind nicht ALLE Menschen unverschämt, aber manche werden zu Meuterern, denn sie sind anonym, sie sind vielleicht frustriert und sie wollen vielleicht auch tatsächlich keine Lösung für Ihr Problem. Wer weiß das schon so genau?

Fokussiere Dich auf die, die bleiben und/oder kaufen

Gestern habe ich eine Angebots-E-Mail an ca. 3400 Menschen verschickt. 35 haben sich sofort abgemeldet, weil… ich weiß es nicht. Und es ist auch nicht relevant.

3365 Menschen haben sich nicht abgemeldet und laut Stand heute (ein Tag später) haben einige von ihnen mir ca. 500 Euro Umsatz beschert.

Das ist es, was letztlich zählt.

Klar, wenn Du immer nur Austragungen und niemals Kunden bzw. Umsatz generierst, dann solltest Du Deine Strategie, Deinen Ansprache, Deine Kommunikation, etc. überdenken.

Doch die Wahrheit ist, dass ich es viel seltener erlebe, dass jemand anbietet und keiner kauft, als dass gar nicht erst etwas angeboten wird aus Angst, Menschen zu vergraulen.

Eine große, aber tote Liste nützt Dir nichts

Die Wahrheit ist auch, ich habe keine irre große Newsletterliste, wie manch andere Kollegen, die ich kenne.

Doch ich mache gute Umsätze damit, weil ich zwei Dinge tue:

  1. Ich versuche (und dabei habe ich auch bereits einiges ausprobiert) immer ein Freebie zu haben, das die richtigen Kunden zu mir bringt.
  2. Ich mache meiner Liste aktiv Angebote – und zwar schon ab der 3. Autoresponder-Email.

Diese zwei Dinge sorgen dafür, dass Menschen in meine Liste kommen… und wieder gehen. Und die, die bleiben wollen in der Regel auch irgendwann meine Lösung.

Denn dafür bin ich angetreten:

Meine Lösung soll der Tod für ein Problem ganz vieler Coaches sein!

Werde ich jetzt leidenschaftlich? Ja ok, mal kurz:

Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie viele geniale Coaches es da draußen gibt, wie viele Menschen dringend ein Coaching brauchen könnten und wie wenige Coaches und Kunden zusammenfinden!

Und damit geht einher, dass zu wenige Coaches von ihrem Beruf leben können.

Ich will diejenigen Coaches in meiner Liste haben, die eine Lösung für sich finden und umsetzen wollen.

Wenn Du zu diesen Coaches gehörst und noch nicht in meiner Liste bist, kannst Du das hier jetzt sofort ändern: 🙂

Alles Liebe
Deine Christina

frau entspannt im büro mit geschlossenen augen

Unternehmermindset 2.0 – Vertrauen als Basis für Erfolg

Und… wem misstraust Du so? Niemandem? Du bist voll im Vertrauen in Dich und das Leben. Mmmmmh…

Dann hast Du wahrscheinlich heute über noch gar nichts geärgert oder? Und Du hast auch noch gar nichts kontrolliert. Du hast nur einmal in Deinen E-Mail-Account geschaut, ob neue Nachrichten da sind? Und kaum Zeit auf facebook verbracht – was solltest Du dort schon verpassen?

Als Deine Kinder — falls Du welche hast — für einige gefühlt zu lange Minuten nicht mehr zu hören waren, hast Du auch nicht nachgesehen, was sie gerade anstellen oder?

Und Du machst Dir dann ja wohl auch keine Sorgen darüber, wo nächsten Monat das Geld herkommt?

Und zum Glück ist Dein Vertrauen auch noch nie missbraucht worden!

Wenn Du all diese Fragen – oder ähnliche, die ich hätte stellen können – mit „Genau“ beantworten kannst – herzlichen Glückwunsch!

ICH kann das nicht von mir behaupten.

Ist das Leben überhaupt vertrauenswürdig?

Vertrauen ist ein Thema, das mich schon sehr lange beschäftigt, denn ich habe eigentlich sehr früh gelernt, dass Vertrauen sehr riskant ist.

Bestimmt kennst Du auch diesen Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

Ich wette, Du kennst ihn. Ich hab den Satz jedenfalls oft in meiner Kindheit gehört. Kein Wunder. Mein Vater hat meine Mutter und uns Kinder sitzen gelassen und überhaupt hatte meine Mama nicht viel Grund, in das Leben als etwas Gutes zu vertrauen. Aus ihrer Sicht.

Das prägt. Und ich hab sehr früh rebelliert.

„Kontrolle ist nett. Vertrauen ist viel cooler!“

Ich bin bis heute ein Kontroletti, der sich in Vertrauen übt. Weil ich Vertrauen so cool finde.

Ich finde Vertrauen ist echt eine der besten Sachen, die wir Menschen uns ausgedacht haben. Nur irgendwie haben wir es dann doch wieder versaut.

Wir haben irgendwann bemerkt, dass Kontrolle uns vermeintlich mehr Eigennutzen bringt und indem wir Kontrolle über andere ausüben, erhalten wir Energie, die wir in uns selbst nicht finden.

Hast Du Vertrauen in Dich selbst?

Ich bin der Ansicht, die Wurzel allen Übels ist, dass wir kein oder nicht genug Vertrauen in uns selbst haben. Dies soll kein Beitrag darüber werden, wie Vertrauen in der Kindheit gebildet oder zerstört wird. Ab gesehen davon glaube ich eh nicht daran, dass wir auf ewig dem ausgeliefert sind, was uns als Kind „angetan“ wurde.

Der Punkt ist, dass wir jedesmal, wenn wir etwas kontrollieren wollen oder das Gefühl haben, jemandem oder eine Sache misstrauen zu müssen, im Grunde unser Vertrauen in uns selbst und das Leben ganz weit weg gerückt ist.

„Vertrauen muss man sich erarbeiten!“

Bullshit!

Kein Mensch kann sich Vertrauen erarbeiten, weil das bedeuten würde, dass ich das Vertrauen im anderen erzeugen kann, wenn ich mich nur genug anstrenge. Doch wie soll das funktionieren?

Gibt es da eine Skala von 1 bis 10 und wenn ich 10 mal etwas Gutes gemacht hab, geht das Lämpchen „Vertrauen“ bei anderen auf ON. Und wer legt fest, wann ich etwas Gutes gemacht habe und wann es gut genug war? Und wenn ich zwischendurch etwas nicht so gutes gemacht hab, dann hab ich wieder einen Punkt verloren?

Ich wäre also ganz und gar von der Skala und dem guten Willen der anderen abhängig.

Und was ist mit meinem eigenen Vertrauen? Macht das Sinn, innerlich mit einer Strichliste für jeden einzelnen Menschen, jede Sache und das Leben selbst herumzulaufen und danach zu bewerten, ob ich Vertrauen haben kann?

Ich glaube ja, viele Menschen laufen so durchs Leben. Ich erkenne die auch. Die sehen nicht lustig aus. 😉

„Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.“

Noch so ein Spruch. Wo kommen die nur alle her?

Jedenfalls auch Schmarrn — in meiner Welt.

Ich vertraue Menschen in Sekunden — und wenn sie sich nicht echt dämlich anstellen oder wirklich bösartig sind, bleibt das auch so.

Wenn Menschen dann aus meiner Sicht Fehler machen, ist das doch alleine meine Entscheidung (!), ob ich das Ganze als persönlichen Angriff sehe oder die Größe besitze, andere auch unperfekt sein zu lassen.

Das setzt aber voraus, dass ich mich selbst auch nicht dafür verdamme, unperfekt zu sein. Und dass ich genügend mit mir selbst beschäftigt bin, um andere in Ruhe zu lassen.

Ja, vielleicht sollten wir öfter mal andere Menschen in Ruhe lassen.

Vertrauen ist eine Entscheidung

… und zwar eine, die ohne Argumente auskommt (wie eigentlich jede Entscheidung, aber das würde jetzt hier zu weit führen).

Wenn ich mich entscheide zu vertrauen, dann tue ich das, weil ich der Überzeugung bin, dass es mich weiter bringt als Misstrauen.

Ich habe noch nie erlebt, dass Misstrauen einen Menschen wirklich weiter gebracht hat.

Weder im Business, noch in der Liebe, noch sonst irgendwo.

Unser Kriege beruhen im Grunde auf Misstrauen. Misstrauen uns selbst gegenüber, dem Leben und erst im dritten Schritt gegenüber den anderen Menschen.

Für Misstrauen gibt es KEINE Gründe im außen

Wikipedia sagt: Vertrauen ist in psychologisch-­persönlichkeits­theoretischer Perspektive definiert als subjektive Überzeugung.

Und wodurch entsteht nun meine subjektive Überzeugung?

Opferdasein oder Eigenverantwortung

Meine subjektive Überzeugung entsteht durch meine Wahrnehmung der Welt. Und die Wahrnehmung der Welt ist immer geprägt von entweder der einen oder der anderen Haltung — fühle ich mich als Opfer oder sehe ich meine Eigenverantwortung?

Es gibt nichts dazwischen.

Ich kenne keinen Menschen, der wirklich eigenverantwortlich ist und sich gleichzeitig als Opfer fühlt. Und solange wir oder irgendjemand auf der Welt sich als „Opfer der Umstände“ fühlt, genau so lange werden wir Misstrauen und Kriege — im Kleinen und Großen — haben.

„Christina, das ist jetzt aber ein bisschen zu einfach gedacht“ denkst Du jetzt vielleicht.

Eigentlich nicht, wenn wir es zu Ende denken würden.

Nur mal für einen Moment…

Stell Dir eine Welt vor, in der jeder Mensch, auch der ärmste der Armen oder reichste der Reichen, einfach jeder, von klein auf nichts anderes lernen würde, als dass er zu 100% selbst für das eigenen Leben verantwortlich wäre. Wenn wir nicht mal auf den Gedanken kämen, Opfer zu sein und der absolut festen Überzeugung wären, dass wir selbst ok sind und alles was passiert, zu unserem Besten ist. Wenn das wirklich so wäre, warum sollte noch ein einziger Mensch einem anderen etwas Böses wollen? Es gäbe schlicht keinen Grund dafür.

„Ja, Christina, nur die Welt ist eben nicht so!“

Ja, das stimmt, die Welt ist derzeit nicht so. Wir lernen von klein auf, dass die Wirtschaft, die Nachbarn, die Politiker, das System, die Sterne, andere Menschen generell und sogar zur Not das Wetter an allem schuld sind. Unsere Eltern haben sich so arg bemüht uns vorzugaukeln, dass sie wissen, wie alles funktioniert und wir machen nun — vielleicht einen kleinen Schritt weiter, so hoffe ich — das gleiche mit unseren Kindern wieder.

Wir wollen, dass unsere Kinder uns lieben, weil wir uns selbst nicht genug lieben. Woher hätten wir es auch lernen sollen? Und wir glauben allen ernstes, dass unsere Kinder und andere Menschen uns lieben, weil wir so toll sind. Wenn etwas Schlechtes passiert, müssen daher andere (oder die Umstände) Schuld sein, damit wir selbst nicht weniger toll sind.

Wir erschaffen uns unsere eigene Hölle

In meiner Kindheit war mein Vater an allem schuld. Schließlich war er ein schlechter Mensch, er war sogar einige Jahre im Gefängnis. Und anschließend hat er uns einfach verlassen. Ein zuverlässiges Feindbild.

Als ich 12 war, hab ich ihn „sterben lassen“, so unerträglich war der Schmerz für mich. Und ungefähr im gleichen Alter hab ich beschlossen, was mich im Grunde schon so oft gerettet hat:

Alles im Leben hat einen Sinn – ob ich ihn nun immer gleich erkenne oder nicht.

Und ich meinte es wörtlich. Alles. Wenn ich mich davon nicht so grundlegend selbst überzeugt hätte… ich weiß nicht, wo ich heute wäre.

Doch der Punkt ist: Ich habe entschieden, zu vertrauen. Und die Gründe im außen haben mir damals etwas anderes, etwas wirklich anderes erzählt.

Wofür entscheidest Du Dich?

Oft verstehen wir diese Botschaft ganz gut, solange sie uns gerade nicht selbst betrifft.

Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. 😉

Es gibt da diese Situationen, wo es einfach besonders schwer ist, weil es sich so fu***** ungerecht anfühlt! So ungerecht und so schwer. Und das, obwohl wir doch unser Bestes gegeben haben…

Unternehmermindset 2.0

Was hat das alles mit Dir als Coach zu tun? Ich sag Dir: Alles.

Denn das, was Du über das Thema Vertrauen glaubst, wird Dein Business vom ersten Tag an mit formen. Es wird sich im Umgang mit Kunden und Kooperationspartnern gleichermaßen zeigen, denn eine Struktur zu denken, ist eine Struktur zu denken.

Du kannst entscheiden, welche Art von Business Du führen willst.

Ich habe Lust auf ein neues Unternehmertum.

Ich habe Lust auf Menschen, die dem Leben auf eine Art vertrauen, dass Konkurrenz irrelevant wird. Und die sich selbst so vertrauen, dass sie sich über die Erfolge anderer freuen können.

Ich freue mich über so viele Menschen in meinem Leben, mit denen ich das bereits jetzt (er)leben darf. Und es dürfen noch viel mehr werden.

Und Du?

Was glaubst Du? Bist Du Opfer oder bist Du für Dein Leben selbst verantwortlich?

Vertraust Du Dir und dem Leben?

Du hast die Wahl und es liegt immer in Dir selbst. Und es ist ok, wenn es mal nicht so klappt, wir üben doch alle. 🙂

Alles Liebe
Deine Christina