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Ganz einfach ich… oder doch nicht so ganz einfach?

Karin Wess hat aufgerufen:

„Zeig der Welt wie du bist, wenn du GANZ EINFACH DU bist!“

Jetzt mal ehrlich, ist das wirklich einfach? Sogar ganz einfach? *lach*

Also ich für meinen Teil erlebe ja das wirkliche „Einfach ich selbst sein“ als eine der größten Herausforderungen meines Lebens!

Ich habe mich durch etliche Fragen (z.B. „Wer bin ich und wenn ja, wie viele? (Precht)), Glaubenssätze und Blockaden gekämpft. Ich habe Bücher gelesen, Seminare besucht, Coachings in Anspruch genommen. Stundenlange Gespräche mit Freunden geführt, tagelang nachgedacht, unterschiedlichste Sachen ausprobiert, etliche Ängste überwunden… und das alles nur, um immer noch etwas leichter „ganz einfach ich“ zu sein.

Was für ein Trip!

Was ich dabei übersehen hatte: Ich war andauernd und zu jeder Zeit „ganz einfach ich“. Denn ich kann ja gar niemand anders sein.

Selbst wenn ich tue, was andere wollen, tue ICH es.
Wenn ich mich kleide, wie es anderen gefällt, entscheide ICH es.
Wenn ich rede, wie mich andere mögen, ist das genau das, wozu ICH in dem Moment fähig bin.

So dass vielleicht genau die Unfähigkeit „ganz einfach ich“ zu sein, gerade jetzt ein Teil von mir ist und mein ICH mit ausmacht.

Das würde bedeuten, dass auch meine vermeintlichen Schwächen und verleugneten Anteile jederzeit zur mir gehören und genau darum ging es ja in Karins Artikel auch.

Da gibt es dieses Lied „Wie schön Du bist„:

„Mit all deinen Farben
Und deinen Narben
Hintern den Mauern
Ja ich seh dich
Lass dir nichts sagen
Nein, lass dir nichts sagen
Weißt du denn gar nicht
Wie schön du bist?“

Das sollten wir uns vielleicht selbst und gegenseitig viel öfter sagen!

So viele Facetten!

Jeder Mensch hat so viele wunderbare Farben und hier sind also ein paar von meinen.

Gute und schlechte, aber nichts davon hindert mich daran, erfolgreich mein Business aufzubauen. 😉

  • Ich bin ein Schussel. Das bedeutet, ich vergesse ständig Sachen. z.B. Geburtstage. Überhaupt Termine. Ohne meinen Kalender wäre ich völlig aufgeschmissen. Und ohne Cathrina, meine Mitarbeiterin, die so viel für mich organisiert. Dafür bin ich sehr dankbar.
  • Ich bin überhaupt nicht so mutig, wie viele denken. Ich habe immer wieder Angst, was passieren könnte, wenn… meistens tue ich es dann trotzdem. Und seitdem ich mal den Spruch gelesen habe „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern dass man etwas trotz der Angst tut“ glaube ich, dass ich vielleicht doch recht mutig bin.
  • Ich bin Tänzerin. Schon immer. Und ich habe es eine ganze Weile (7 Jahre) geschafft, das zu verdrängen. Auch eine Leistung oder? Jetzt tanze ich wieder und es ist einfach großartig.
  • Ich schreibe gerne und gut. Und zu wenig. Immer wieder lasse ich mich davon ablenken. z.B. von facebook. Im letzten Jahr habe ich nur ein paar wenige Blogartikel geschrieben und ich nehme mir fest vor, dass ich das ändert. Ich bin aber nicht sicher, ob ich das einhalten kann.
  • Ich habe ein Pseudonym „Anna Frei“ unter dem ich über bestimmte Dinge meines Lebens schreibe. Ist das gut oder schlecht? Ich finde es gerade heraus. Das bedeutet, ich tue manchmal Dinge, die strategisch vielleicht nicht klug sind, sondern nur meinen Gefühlen entspringen. Andererseits bin ich in meinem Leben gerade an solchen Dingen am meisten gewachsen.
  • Ich bin Idealistin und glaube an das Gute im Menschen. Immer. Und glaub mir, dass ist so rein businessmäßig betrachtet nicht immer nur von Vorteil.
  • Ich will die Welt verbessern und schaffe es nicht mal jeden Tag, meine eigene kleine Welt in Ordnung zu halten. Ich streite mit meinem Mann, ich schreie auch mal menie Kinder an, ich tue vieles nicht, von dem ich weiß, dass es gut für mich wäre. Und ich rede mir ein, dass das alles nur Kleinigkeiten sind, im Vergleich zu meiner großen Mission! 😀 Wir werden sehen…
  • Und zu guter Letzt: Ich mache andauernd Pläne und halte mich oft nicht daran. Damit ich das vor mir selbst rechtfertigen kann, habe ich eine neue These über Pläne aufgestellt: „Ein guter Plan erfüllt sich von selbst.“ Heißt, wenn Teile meines von mir erdachten Planes nicht eintreten oder von mir eingehalten werden, dann war der Plan einfach noch nicht gut genug.

So, das waren ein paar Farben von mir, die Dich ermutigen sollen, auch ganz Du selbst zu sein. Ohne schlechtes Gewissen.

Und falls Du auch etwas dazu schreiben magst, hier ist der Originalartikel von Karin Wess (Klick!)

Wir freuen uns auf Deine Farben!

Alles Liebe
Christina

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2 thoughts on “Ganz einfach ich… oder doch nicht so ganz einfach?

  1. Jutta

    Danke liebe Christina für diesen wunderbar offenen Artikel. Vor allem bei dem Punkt „meine kleine eigene Welt“ fühle ich mich angesprochen……. Diese 1000 Kleinigkeiten täglich…… Und ich selbst würdige sie bis jetzt am wenigsten….. Es ist Zeit die Dinge (Mich!) anders zu betrachten.
    Herzlichen Dank für den Impuls🤗

    Grüße aus Untergründen Jutta

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